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Nordisch-germanische Göttin der Fülle und Üppigkeit

Fulla spendet Segen und Reichtum, sie ist auch die Göttin der Morgenröte, die ja immer Verheißung bringt – auf einen neuen Tag, an dem wir hoffentlich die Gaben von Fulla genießen können.

Fulla ist überaus schön, hat lange, wehenden Haare, die der Morgennebel sind und die zarteste Gesichtsfarbe, welche das Rosenrot der Morgenröte und der aufgehenden Sonne widerspiegelt. Ihre Juwelen sind die Tautropfen auf den Wiesen, ihre Kleider die benetzten Spinnweben.
Sie ist eine Vegetations- und Fruchtbarkeitsgöttin, Göttin des Ackerbaus, des Überfluss der fruchtbaren Erde. Ihr langes blondes Haar steht auch für die Schönheit und Fülle von reifem Korn. Sie trägt ein goldenes Band in ihrem Haar, als Symbol für das Band einer Korngarbe. Dies zeichnet sie auch als Asengöttin aus.

Wächterin über allen unentdeckten Reichtum

Fulla ist die Dienerin und Schatzhüterin der Göttin Frigg. Im zweiten Merseburger Zauberspruch wird sie auch als deren Schwester bezeichnet. Andere Überlieferungen sprechen von Fulla als Geliebte der Freya.
Als Göttin der Edelsteine hütet sie die Schatzkammer, den Schmuck und die Schuhe der Frigg bzw. Freya und ist deren Beraterin. Als Hüterin von Geheimnissen und von Mysterien und als Wächterin über allen unentdeckten Reichtum ist sie die enge Vertraute von Frigg oder Freya und in deren heimlichen Pläne eingeweiht.

Sie gibt die Kraft des jungen Morgens, vertreibt böse Träume und düstere Erinnerungen. Sie schenkt Frauen blühendes Leben, zarte Haut, die schönsten Geschmeide, ein sinnliches und leichtes Leben in Fülle.
Fulla wird bei Ritualen zur Geld-, Glück- und Erfolgsanziehung angerufen.

auch: Volla, Fylla

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