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	<title>Rauhnächte Archive - artedea</title>
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	<title>Rauhnächte Archive - artedea</title>
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		<title>Blutige Luz &#8211; Alpenländische Rauhnachtsgöttin</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Dec 2018 09:55:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Menstruation]]></category>
		<category><![CDATA[Mond]]></category>
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		<category><![CDATA[Mondblut / Menstruation]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Blutige Luz ist eine Form bzw. Weiterentwicklung der Heiligen Lucia, die sich wiederum von der römischen Göttin Lucina herleitet. Die Blutige Luz ist eine sehr eigenständige Gestalt geworden, die oftmals mit der Licht bringenden Gestalt der Lucia/Lucina gar nicht mehr in Verbindung gebracht wird. Die wilde rote Kraft Die Blutige Luz ist eine Form ... <a title="Blutige Luz &#8211; Alpenländische Rauhnachtsgöttin" class="read-more" href="https://artedea.net/blutige-luz-alpenlaendische-rauhnachtsgoettin/" aria-label="Mehr Informationen über Blutige Luz &#8211; Alpenländische Rauhnachtsgöttin">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Blutige Luz ist eine Form bzw. Weiterentwicklung der Heiligen Lucia, die sich wiederum von der römischen Göttin Lucina herleitet. Die Blutige Luz ist eine sehr eigenständige Gestalt geworden, die oftmals mit der Licht bringenden Gestalt der Lucia/Lucina gar nicht mehr in Verbindung gebracht wird.</p>
<h2 style="text-align: center;"><strong>Die wilde rote Kraft</strong></h2>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="aligncenter wp-image-15887 size-thumbnail" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2018/12/blutige-luz-artedea-400x405.jpg" alt="Blutige Luz - artedea Göttinnen" width="400" height="405" srcset="https://artedea.net/wp-content/uploads/2018/12/blutige-luz-artedea-400x405.jpg 400w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2018/12/blutige-luz-artedea-800x810.jpg 800w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2018/12/blutige-luz-artedea-768x778.jpg 768w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2018/12/blutige-luz-artedea.jpg 1000w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Die Blutige Luz ist eine Form bzw. Weiterentwicklung der <strong>Heiligen Lucia</strong>, die sich wiederum von der römischen Göttin <strong><a href="https://artedea.net/lucina-romische-mondgottin-geburts-und-lichtgottin/">Lucina</a> </strong>herleitet. Die Blutige Luz ist eine sehr eigenständige Gestalt geworden, die oftmals mit der Licht bringenden Gestalt der Lucia/<a href="https://artedea.net/lucina-romische-mondgottin-geburts-und-lichtgottin/">Lucina</a> gar nicht mehr in Verbindung gebracht wird.<br />
In vielen <strong>Rauhna</strong><strong>chtsbräuchen</strong> und <strong>Perchtenumzügen</strong> darf sie nicht fehlen, die blutige Luz, die wilde Luzifrau, das grausige Lutzl, das „schiache Lutscherl“ &#8230;</p>
<p>Sie ist eine Form bzw. Weiterentwicklung der <strong>Heiligen Lucia</strong>, die sich wiederum von der römischen Göttin <strong><a href="https://artedea.net/lucina-romische-mondgottin-geburts-und-lichtgottin/">Lucina</a> </strong>herleitet. Die Blutige Luz ist eine sehr eigenständige Gestalt geworden, die oftmals mit der Licht bringenden Gestalt der Lucia/<a href="https://artedea.net/lucina-romische-mondgottin-geburts-und-lichtgottin/">Lucina</a> gar nicht mehr in Verbindung gebracht wird.</p>
<p>Zu ihrer <strong>Herkunftsgeschichte</strong>: <a href="https://artedea.net/lucina-romische-mondgottin-geburts-und-lichtgottin/">Lucina</a> ist eine römische Mondgöttin, Geburts- und Lichtgöttin. Eine wichtige mythologische Frauenfigur, die vor allem auch mit der <strong>Geburt von Kindern</strong> in Verbindung gebracht wird. Sie bringt den Menschen in der dunklen Winterzeit das <strong>Licht</strong>, in der Nacht das <strong>Mondlicht</strong> und vor allem auch die Kinder ans Licht der Welt. Das <strong>Gebären</strong> von Kindern stand noch lange nach ihrer Zeit im antiken römischen Reich unter dem Schutz der <a href="https://artedea.net/lucina-romische-mondgottin-geburts-und-lichtgottin/">Lucina</a>. Eine Göttin, auf die Frauen vertrauten. Und für die sie auch als <strong>Göttin der Mondmysterien</strong> wahrscheinlich zu Vollmond ihre Rituale abhielten.</p>
<h2>Die erste Verwandlung – Von der Göttin zur Heiligen</h2>
<p>Das alles missfiel den christlichen Kirchenväter und wie in vielen anderen Fällen auch, wurde daher eine alte Göttin in eine <strong>christliche Heilige</strong> umgewandelt, denn ganz auslöschen konnte man die Kraft und den Glauben an die alten Göttinnen ja nicht. Und diese Umwandlung sollte nach und nach die Erinnerung an die alten mythologischen Figuren auslöschen.</p><div id="arted-1164261878" class="arted-lammas-2024 arted-entity-placement" style="margin-top: 7px;margin-bottom: 7px;"><a href="https://artedea-shop.net/epages/51e23038-7656-4e03-84cb-d986f24a6aef.sf/de_DE/?ObjectID=1782458" aria-label="heilwurz"><img decoding="async" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz.jpg" alt=""  srcset="https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz.jpg 800w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz-400x100.jpg 400w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz-768x192.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" width="800" height="200"   /></a></div>
<p>Damit nun aus der Göttin <a href="https://artedea.net/lucina-romische-mondgottin-geburts-und-lichtgottin/">Lucina</a> die Heilige Lucia werden konnte, musste eine grauenvolle <strong>Martyriumsgeschichte</strong> erfunden werden, die mit zahlreichen christlichen Wundern ausgeschmückt wurde. Keine der <strong>Folterarten</strong> konnten ihr etwas anhaben. Sie sollte verbrannt werden, aber entstieg den Flammen unversehrt. Darauf wurde sie enthauptet, aber auch daran starb sie nicht. Worauf die Todes- und Folterarten auf vielfache Weise jedoch erfolglos weitergeführt wurden (Kehle mit Schwert durchstoßen, mit siedendem Öl übergossen, Augen ausgestochen und noch weitere Unglaublichkeiten).</p>
<p>Abgesehen von der christlichen Faszination an solchen Brutalitäten, könnte das alles auch damit erklärt werden, dass es sich gar nicht um eine menschliche Figur sondern um eine <strong>unsterbliche Göttin</strong> handelt. Allein die Tatsache, dass sie unversehrt aus dem Feuer entstiegen ist, zeigt ihre eigentliche Funktion als Licht- und damit auch <strong>Feuergöttin</strong>, der dieses Element nichts anhaben kann, weil sie es ja selbst ist.</p>
<p>Dieses ganze Martyrium legitimierte schließlich Lucia, eine jungen Frau aus Syrakus zu Beginn des 4. Jahrhunderts dazu, heilig gesprochen zu werden. Eine Legende übrigens, die historisch durch keinerlei Fakten bewiesen ist.</p><div id="arted-2199984824" class="arted-raeucher-ebook arted-entity-placement" style="margin-top: 7px;margin-bottom: 6px;"><a href="https://artedea-shop.net/epages/51e23038-7656-4e03-84cb-d986f24a6aef.sf/de_DE/?ObjectID=5384235" aria-label="xr:d:DACXjiUAi3Y:766,j:1513608975030691014,t:23081215"><img decoding="async" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023.jpg" alt=""  srcset="https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023.jpg 850w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-800x226.jpg 800w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-400x113.jpg 400w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-768x217.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" width="850" height="240"   /></a></div>
<p>Die Gestalt der Heiligen Lucia wird meist als reine, weiße junge Frau mit <strong>Lichterkrone</strong> am Kopf dargestellt und besonders in den skandinavischen Ländern am 13. Dezember gefeiert.</p>
<h2>Die zweite Verwandlung – Von der zarten hellen Heiligen in ein rotes wildes Weib</h2>
<p>Sancta Lucia sollte aber nicht nur die alte Mondgöttin <a href="https://artedea.net/lucina-romische-mondgottin-geburts-und-lichtgottin/">Lucina</a> ersetzen, sie sollte auch von einer anderen wichtigen <strong>Muttergöttin</strong> ablenken, die in der Winterzeit vor allem in den Alpen sehr populär ist – die <strong><a href="https://artedea.net/percht-die-ge-barmutter/">Percht</a></strong>.</p>
<p>Dieses Vorhaben ist allerdings gründlich misslungen.<br />
Die Menschen vertrauten in den Rauhnächten nicht der zarten, blonden, lichtvollen, heiligen Lucia, der Lichtbringerin im weißen dünnen Kleidchen.<br />
Sie wollten vielmehr – den äußeren Gegebenheiten im Dezember entsprechend – die wilde <strong><a href="https://artedea.net/percht-die-ge-barmutter/">Percht</a>, </strong>die mit ihrer Kraft durch die Lande braust und mit den Winterkräften ringt.<br />
So wurde die mythologische Figur angepasst, und heilige Lucia ihrerseits wurde von den Menschen wieder verwandelt: in die <strong>„blutige Luz“.</strong></p>
<p>Offenbar vertrauten die Menschen wohl eher darauf, dass sie gegen die Dämonen der dunklen Dezembernächte eher gewappnet sind, wenn sie die grausige Luzl an ihrer Seite haben – <strong>rot, stark und wild </strong>und nicht weiß, scheu und rein wie die Heilige.</p>
<h2>Die Doppelgestaltige</h2>
<p>Wie bei der alten Muttergöttin <a href="https://artedea.net/percht-die-ge-barmutter/">Percht</a> haben wir es auch bei Lucia/Luz mit<strong> zwei Aspekten</strong> ein und derselben Figur zu tun: Die helle, strahlende, weiße Seite und die Furcht erregende, gefährliche, finstere Seite.<br />
Bei den Perchtenläufen dreht sich die <a href="https://artedea.net/percht-die-ge-barmutter/">Percht </a>ja ununterbrochen und symbolisiert damit die<strong> zyklische Energie</strong> der alten <strong>Mutter-, Erd- und Vegetationsgöttin</strong>. Die helle und die dunkle Jahreszeit, die in ständigem Wechsel sind. Das neue Licht, das zur Wintersonnenwende aus der längsten Nacht heraus geboren wird.</p>
<p>Die <a href="https://artedea.net/percht-die-ge-barmutter/">Percht</a> selbst zeigt mit ihrem doppelgestaltigen Antlitz die mädchenhafte wie die greisenhafte Seite, wie auch die unterschiedlichen Figuren in den Perchtenläufen die helle und die dunkle, die alte und die junge, die schöne und die hässliche Energie versinnbildlichen.</p>
<p>Als uralte Göttinnen der Zeit um die <strong>Wintersonnenwende</strong> repräsentieren sowohl die Percht sowie Lucia/Luz beide Eigenschaften: Den bitterkalten, unbarmherzigen Winter, wo alles erfriert und stirbt. Gleichzeitig werden aber gerade jetzt, in den Rauhnächten die Tage wieder länger, das Licht ist zu Winterbeginn neu geboren, die Sonne nimmt wieder an Kraft zu.</p>
<p>Vordergründig scheint es, als wären die Lichtgestalt der Lucia und die blutig-dunkle Luz zwei verschiedene Frauenfiguren, die unterschiedlicher nicht geartet sein könnten. Und dennoch sind sie ein und die selbe in <strong>unterschiedlichen „Wandlungsphasen“</strong>– untrennbar miteinander verbunden wie Sommer und Winter.</p>
<p>Hatte die alte Mondgöttin <a href="https://artedea.net/lucina-romische-mondgottin-geburts-und-lichtgottin/">Lucina</a> noch beide Qualitäten in sich vereint – die dunkle Göttin, die das Licht bringt, so sollte die christliche Lucia nur mehr strahlend-hell, weiß und rein sein, sanftmütig und lieblich.</p>
<h2>Die Zerstückelung der Göttinnen und die Schwächung der Frauen</h2>
<p>Die freundlichen, milden und gütigen Seiten der alten Göttinnen passen ja ganz gut ins <strong>Frauenbild des Patriarchats</strong> und wurden daher bei ihrer Umwandlung in christliche Heiligen beibehalten bzw. hervor gestrichen. Ganz anders verhält es sich mit deren selbstbewussten, wilden und eigenständigen Zügen, die für die christlichen Kirchenväter Bedrohung und Gefahr waren und damit <strong>tabuisiert</strong> bzw. <strong>dämonisiert</strong> wurden.</p>
<p>Damit sind wir bei einem entscheidenden Thema: <strong>Patriarchale Strömungen</strong> vieler Kulturen, wie der griechischen, der römischen oder der germanischen waren bestrebt, die <strong>unterschiedlichen Aspekte</strong> der universalen, allumfassenden Göttinnen zu trennen, sie sozusagen in verschiedene Bestandteile zu zerstückeln. Was in den alten Kulturen begonnen wurde, vollendete die <strong>christliche Dämonologie.</strong></p>
<p>Mit der Entzweiung der Eigenschaften der Göttinnen verfolgten die patriarchalen geistlichen und weltlichen Machthaber letztendlich ein für sie wichtiges Ziel: Die <strong>Schwächung aller Frauen</strong>. Denn mit der Manipulation an wichtigen <strong>weiblichen Identifikationsfiguren</strong> konnten sie auch die umfassende und vielfältige Kraft aller Frauen aufspalten – in die Brave, Liebliche, Gefällige, Harmlose einerseits und in die Wilde, Hässliche, Gefährliche, Dämonische andererseits.<br />
Deutlich zeigt sich das in viele unserer bekannten Märchen, die sich ja oft um das Thema „schöne junge Prinzessin – böse, alte Hexe“ ranken.</p>
<p>Ein<strong> „dazwischen“</strong> gibt es nicht und schon gar nicht ein <strong>„sowohl – als auch“</strong>.<br />
Und dennoch zeigen die alten Mythen, dass beides möglich ist: So zeigt sich die <a href="https://artedea.net/percht-die-ge-barmutter/">Percht</a> sowohl als „zwiedere“ alte Vettel, die grimmig mit ihrer Wilden Jagd durch die Rauhnächte zieht und die man auf gar keinen Fall erzürnen sollte, wie auch als gütige, mütterliche und Segen bringende Strahlende.<br />
Und auch die Luz erscheint „schiach“, garstig und dämonisch, kommt aber am Morgen des 13. Dezembers als engelsgleichen Lichtgestalt daher.</p>
<p>Durch die Aufspaltung der Göttinnen und mythologischen Frauenfiguren in ihre Wesensanteile wurden daher also auch Frauen gezwungen, sich für einen Wesensanteil zu entscheiden. Wie sollen sie das aber?<br />
Wussten sie doch immer schon, dass <strong>beide Teile</strong> (und natürlich alle Nuancen dazwischen) in ihnen vorhanden sind, ganz selbstverständlich. Das hat allein schon mit ihren <strong>Menstruationszyklen</strong> zu tun, die sie um die Zeit des Eisprungs empfänglich und damit auch liebreizend und sanft macht, um sie bald darauf zur (Ei-)abstoßenden, mürrischen, gereizten, blutigen Furie werden zu lassen.</p>
<h2>Das dämonisierte Schreckensweib</h2>
<p>Die <strong>wilde Kraft</strong> der roten, der blutenden Frau, unerbittlich und kraftvoll sollte also bei der christlichen Lucia möglichst ausgeblendet werden. Einzig ihr <strong>roter Gürtel</strong> über dem engelsgleichen weißen Kleid erinnert noch an die ursprüngliche Macht der allumfassenden Göttin <a href="https://artedea.net/lucina-romische-mondgottin-geburts-und-lichtgottin/">Lucina</a>, die über Mond und damit über das <strong>Mondblut</strong> gebietet.</p>
<p>Doch ohne die kraftvolle, wilde und rote Seite ist Sancta Lucia unvollständig. Das „gemeine Volk“ ließ sich aber nicht so leicht täuschen und sehr schnell kam diese Kraft in Form der <strong>„blutigen Luz“</strong> ins Brauchtum zurück.<br />
Diese war aber bereits abgespalten von der hellen, freundlichen Seite und wurde damit mehr und mehr zur grauenhaften Figur, die oftmals als Kinderschreck herhalten musste.<br />
Damit wurden der „blutigen Luz“ auch die <strong>schauerlichsten Geschichten</strong> angedichtet:<br />
Ungezogenen Kindern soll sie den Bauch aufschlitzen, dass die Gedärme nur so herausquellen, ihnen mit Glasscherben die Zunge oder die ganze Haut abschaben oder von der Ferse ein dreieckiges Stück Fleisch herausschneiden.<br />
Bei den Luzienzügen innerhalb der Perchtenläufe präsentiert sie oft auch ein <strong>blutiges Menschenhaupt</strong> auf einem Teller und verlangt nach einem <em>„Mölterl voll Bluat</em>“ und einem <em>„Schwingerl voll Därm“.</em></p>
<p>Auf jeden Fall läuft sie in alten, zerfetzten und schmutzigen Kleidern herum und hat ein gruseliges Gesicht. Auf zerzausten Haaren sitzt oftmals ein spitzer Hut, sie ist in einen roten Mantel gehüllt und trägt eine <strong>Sichel</strong>, die sie wetzt.<br />
Oder sie watschelt als <strong>„Lutscherl“</strong> auf Gänsefüßen, hat dabei die Gestalt einer <strong>hässlichen, dicken Hexe</strong> mit zottigem Fell. Das ganze Jahr über lebt sie im Dickicht des Waldes und bedroht mit ihren scharfen Krallen Menschen, die ihr z.B. beim Beeren- oder Pilzsuchen zu nahe kommen, sowie Jäger und Hirten. In den Rauhnächten kommt sie heraus, nähert sich den Häusern, läuft bei den Perchtenumzügen mit und verbreitet als <strong>Schicksals-Mahnerin</strong> Angst und Schrecken.</p>
<p>Die​ ​gruselig-kraftvoll-rote​ ​Form​ ​der​ ​Lucia​ ​tritt​ ​–​ ​je​ ​nach​ ​Region​ ​–​ ​in verschiedenen​ ​Gestalten​ ​auf:​ ​Als​ ​Lutzelfrau,​ ​Pudelmutter,​ ​Butzenlutz, Schnabelpercht​ ​oder​ ​Lucka​ ​(was​ ​auf​ ​das​ ​<strong>Glück</strong>​ ​hinweisen​ ​könnte,​ ​das​ ​man​ ​sich von​ ​ihr​ ​erwartete​ ​–​ ​engl.​ ​„luck”). In​ ​manchen​ ​Dörfern​ ​heißt​ ​sie​ ​auch​ ​Heiluze,​ ​was​ ​möglicherweise​ ​mit​ ​Heu​ ​aber auch​ ​mit​ ​<strong>Heilung</strong>​ ​zu​ ​tun​ ​hat.<br />
In​ ​Altbayern​ ​ging​ ​früher​ ​am​ ​13.​ ​Dezember​ ​eine​ ​wilde​ ​Gestalt​ ​mit​ ​Hörnern, rotem​ ​Gesicht,​ ​gehüllt​ ​in​ ​lumpigen​ ​Gewändern,​ ​mit​ ​grimmigen​ ​Gesicht, zottligen​ ​Haaren​ ​und​ ​blutigen​ ​Händen,​ ​durchs​ ​Dorf​ ​und​ ​wetzte​ ​dabei​ ​eine Sichel​ ​oder​ ​ein​ ​langes​ ​Messer.​ ​Sie​ ​stach​ ​gegen​ ​fest​ ​verriegelte​ ​Türen​ ​und Fenster. Im​ ​Bayerischen​ ​Wald​ ​wird​ ​die​ ​blutrote​ ​Luz​ ​vom​ ​alten​ ​<strong>Mehlweibl</strong>​ ​begleitet​ ​– und​ ​damit​ ​sind​ ​wir​ ​wieder​ ​bei​ ​der​ ​weißen​ ​Gestalt.</p>
<h2>Kinderschreck und Luzifer</h2>
<p>Vor allem auf <strong>Kinder</strong> hat es die Luz abgesehen, denen sie Übles antun will. Das ist allerdings ein Auswuchs jener <strong>Erziehungsmethoden</strong>, die es für richtig hielten, Kinder mit solchen Schreckensfiguren einzuschüchtern.<br />
Ziel war es, nicht nur Kinder mit den Erzählungen, dass die „bluadige Luz“ ums Haus geht und sie holen will, zu Gehorsam und Bravsein anzuhalten. Die Auswirkung sowohl auf Mädchen wie auch auf Buben sollten auch sehr <strong>nachhaltig</strong> bis ins Erwachsenenalter anhalten. <strong>Mädchen</strong> wird hier eine <strong>Frauenfigur</strong> präsentiert, die sie unter keinen Umständen selbst werden wollen und <strong>Buben</strong> wird schon früh eingeprägt, wozu die Weiber imstande sein können, und dass sie sich daher vor Frauen ganz grundsätzlich in Acht nehmen und diese gleich einmal frühzeitig unterdrücken und deren Kraft brechen sollten.</p>
<p>Auffallend ist der<strong> Wortstamm Luz</strong>, der auch im Namen <strong>Luzifer </strong>steckt, jenem Gegenspieler Gottes, der interessanter Weise ja auch – wie die Göttin <a href="https://artedea.net/lucina-romische-mondgottin-geburts-und-lichtgottin/">Lucina</a> – das Licht bringt.<br />
Die „blutige Luz“ kam auf ähnliche Art wie Luzifer (dem „Lichtbringer“) zu ihrem<strong> „schlechten Ruf“</strong>, denn in der christlichen Welt sind neben Gottvater und -Sohn halt andere lichtvolle Gestalten nicht so gerne gesehen, selbst wenn sie, wie Lucia, heilig gesprochen wurden.</p>
<h2>Was hat uns die blutige Luz zu sagen?</h2>
<p>Wie kann nun der Anteil der <strong>blutigen Luz</strong> am <strong>Gesamtbild der <a href="https://artedea.net/lucina-romische-mondgottin-geburts-und-lichtgottin/">Lucina</a>/Lucia</strong> mythologisch gedeutet werden:</p>
<p>Wichtig erscheint zuerst einmal ihr <strong>blutiger Charakter</strong>. Sie ist damit Ausdruck der „blutigen“, der <strong>menstruierenden Frau</strong>. Sie zerfetzt mit ihrer Sichel die Bäuche, dass die Eingeweide nur so heraushängen. Und viele Frauen kennen ja die stechenden Menstruationsschmerzen, die sich oft so anfühlen, als würde ihnen mit einem Messer im Bauch herum gewühlt werden. Blut fließt!<br />
Die menstruierende Frau hat auch etwas <strong>Unerbittliches</strong>: Denn sie ist nicht schwanger! Sie muss sich daher nicht der Fürsorge und des Beistands eines Mannes bzw. ihrer Familie oder Gemeinschaft versichern, die notwendig wäre, würde sie ein Kind bekommen. Und damit muss sie auch nicht freundlich und gefügig sein. Ein durch und durch archaisches Thema!</p>
<p>Die Menstruation ist jener Zeitpunkt im Monat, in dem eine Frau weiß, dass sie ihre <strong>Entscheidungen</strong> ganz für sich eigenständig, selbstbestimmt treffen kann und nicht Rücksicht auf ein eventuell zu erwartendes Kind nehmen muss.<br />
Die <strong>Sense</strong>, die die Luz immer mit sich trägt, symbolisiert nicht nur den <strong>Mond</strong> der alten Mondgöttin, sondern vor allem auch den<strong> radikalen Schnitt der Trennung</strong>, der nun vollzogen werden kann.</p>
<p>Oft wird die Luz als <strong>alte Frau</strong> dargestellt, eine, die ihre <strong>fruchtbare Zeit</strong> hinter sich hat, sich also sozusagen permanent in diesem machtvollen, eigenverantwortlichen Zustand wie menstruierende Frauen befindet. Das sind jene „wilden Alten“, die ihr eigenes Ding zu machen, sich nicht mehr um Konventionen scheren, nicht mehr gefällig sein wollen und auch ungeschminkt sagen, was Sache ist.</p>
<p>Es ist zu vermuten, dass bei den Menschen die christliche Heilige mit den <strong>wilden, kraftvollen Göttinnen der Wintersonnenwende</strong>, die von Landstrich zu Landstrich andere Namen und Ausprägungen hatten, in direkter Konkurrenz stand.<br />
Doch das Volk hat die alten Bräuche und die neu hinzugekommenen christlichen Lehren immer gut zu vermischen gewusst. Denn so leicht lassen sich kollektive spirituelle Inhalte nicht umkrempeln und austauschen, also kommt es zu dem, was <strong>Synkretísmus</strong> genannt wird – zur Vermengung von Symbolen und Bedeutungen und damit zu neuen Traditionen und Bräuchen.</p>
<p>Und so wurde die <strong>zarte Heilige</strong> bald wieder zur <strong>wilden, blutigen, winterlichen Rauhnachtsgestalt</strong>. Kein Wunder eigentlich angesichts der grauenhaften, <strong>blutrünstigen Foltergeschichte</strong>, die der Heiligen Lucia in ihrer Legende angedichtet wurde.</p>
<p>So ist die <strong>Luz</strong> wieder das, was <strong><a href="https://artedea.net/lucina-romische-mondgottin-geburts-und-lichtgottin/">Lucina</a> </strong>in ihrem Ursprung war – als Mondgöttin die Gebieterin über das weibliche Blut und damit über die <strong>weibliche Kraft.</strong></p>
<p>Ihr mächtiges Zepter ist die <strong>Mond-Sichel</strong>, sie tanzt ihren wilden Tanz an der <strong>Schwelle zwischen Licht und Dunkelheit</strong> und erinnert die Frauen an ihre zyklische Kraft, die das <strong>gesamte Spektrum ihres Seins</strong> beinhaltet.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em><strong>auch:  Wilde Luzifrau, grausiges Lutzl, schiaches Lutscherl, bluadige Lutz, Heiluze, Lutzelfrau,​ ​Pudelmutter,​ ​Butzenlutz, Schnabelpercht​,​ ​Lucka​</strong></em></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Befana &#8211; Mythologische weibliche Figur Italiens</title>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Dec 2014 13:09:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hexen]]></category>
		<category><![CDATA[Rauhnächte]]></category>
		<category><![CDATA[Hexe]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die mythische vorchristliche Figur des ita­lienischen Volksglaubens, Befana ist vor allem deswegen bekannt, weil sie in der Nacht von 5. auf den 6. Januar Geschenke bringt, die sie in bereitgestellte Schuhe oder Strümpfe steckt. Die schenkende Hexe Die mythische vorchristliche Figur des ita­lienischen Volksglaubens, Befana ist vor allem deswegen bekannt, weil sie in der Nacht ... <a title="Befana &#8211; Mythologische weibliche Figur Italiens" class="read-more" href="https://artedea.net/befana-mythologische-weibliche-figur-italiens/" aria-label="Mehr Informationen über Befana &#8211; Mythologische weibliche Figur Italiens">Weiterlesen ...</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://artedea.net/befana-mythologische-weibliche-figur-italiens/">Befana &#8211; Mythologische weibliche Figur Italiens</a> erschien zuerst auf <a href="https://artedea.net">artedea</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die mythische vorchristliche Figur des ita­lienischen Volksglaubens, Befana ist vor allem deswegen bekannt, weil sie in der Nacht von 5. auf den 6. Januar Geschenke bringt, die sie in bereitgestellte Schuhe oder Strümpfe steckt.</p>
<h2 style="text-align: center;"><strong>Die schenkende Hexe</strong></h2>
<p><img decoding="async" class=" aligncenter" style="width: 579px; height: 418px;" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2018/09/befana1.jpg" alt="" /></p>
<p>Die mythische vorchristliche Figur des ita­lienischen Volksglaubens, Befana ist vor allem deswegen bekannt, weil sie in der Nacht von 5. auf den 6. Januar Geschenke bringt, die sie in bereitgestellte Schuhe oder Strümpfe steckt.<br />
Diese Nacht ist die letzte der Rauhnächte, bei der in alpenländischen Regionen die Muttergöttin <a href="https://artedea.net/percht-die-ge-barmutter/">Percht </a>noch einmal mit der Wilden Jagd über die Welt zieht und ihre Gaben verteilt. Befana ist daher so etwas wie die südliche Entsprechung der <a href="https://artedea.net/percht-die-ge-barmutter/">Percht</a>.</p>
<p>Im christlichen Glauben heißt dieses Fest <strong>Epi­pha­nias </strong>(übersetzt: Erscheinung, Italienisch: Epi­fania), bei dem gefeiert wird, dass den Heiligen Drei Königen Christus erschienen sein soll. Nun wissen wir, dass diese Herren in der Bibel nicht erwähnt sind – weder drei, noch Heilig, noch Könige und schon gar nicht mit ihren Namen, die so traditionell überliefert wirken. Es gab allerdings die alten Muttergöttinnen – die drei <a href="https://artedea.net/bethen-die-heiligen-drei-madln/">Bethen </a>(Perchten), die in die „Heiligen Drei Madln“ Katharina, Margarethe und Barbara umgewandelt wurden und mit ihren Segenszeichen KxMxB auf den Türstöcken am 6. Januar verewigt werden.</p>
<h2>Bringt allen Kindern Geschenke</h2>
<p>Im Volksglauben wurde die christliche Heiligengeschichte mit den Erzählungen rund um die <strong>alte Muttergöttin</strong> vermischt. So soll Befana von den Hirten die frohe Botschaft gehört haben. Der Stern sollte sie zur Krippe führen. Dieser war aber be­reits verloschen und so konnte sie die Krippe nicht finden. In der Hoffnung, dass eines der Kinder das Christ­kind sei, stapfte die Be­fana mit ihrem Besen von Haus zu Haus und mach­te den Kindern Geschenke.</p>
<p>Ihr Erscheinungsbild schwankt zwischen dem einer typisch dargestellten <strong>Hexe </strong>und einer <strong>guten Fee. </strong>Letzteres vor allem, weil sie es ja ist, die die Geschenke bringt. Der <strong>Besen</strong>, den sie mit sich trägt, ist ja das Symbol für eine sogenannte Hexe. Fliegen kann sie darauf – wie alle anderen Frauen, die als Hexen bezeichnet werden – nicht. Er ist vielmehr ein <span style="font-weight: 400;">Kraft­stab von weisen Frauen, ein sehr brauch­ba­res Werk­zeug, um ri­tuell Altes aus dem Haus zu keh­ren. Und das ist am <strong>Ende der Rauhnächte</strong> auch oft notwendig. Vielleicht muss sich Befana auch den Weg vom Schnee frei zu kehren.<br />
Der Besen gilt vielfach als </span><span style="font-weight: 400;"><strong>Zep­ter der weiblichen Kraft</strong>, er ist ein gutes Wurf­ge­rät, um Ge­fahr zu ver­trei­ben. Besen wurden als Re­de­stab ver­wendet und waren in der geheimen „Besensprache“ ein Zeichen, mit Hilfe dessen Frauen sich untereinander verständigen. So konnte Befana auch auf ihrem Gang durch die Winternacht an der Art wie ein Besen vor dem Haus steht, erkennen, ob ihr Besuch erwünscht war. (<a href="https://artedeablog.wordpress.com/2019/04/30/die-walpurgis-nacht-gibts-nicht-2/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">HIER</a> gibt es mehr Informationen zu Besen und Besensprache.)</span></p><div id="arted-1164261878" class="arted-lammas-2024 arted-entity-placement" style="margin-top: 7px;margin-bottom: 7px;"><a href="https://artedea-shop.net/epages/51e23038-7656-4e03-84cb-d986f24a6aef.sf/de_DE/?ObjectID=1782458" aria-label="heilwurz"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz.jpg" alt=""  srcset="https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz.jpg 800w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz-400x100.jpg 400w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz-768x192.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" width="800" height="200"   /></a></div>
<p>Meist wird Befana als alte, störrische Frau beschrieben – genau so hässlich wie gütig. Wer am 6. Januar, dem Tag des Epi­pha­nias-Fests, das der Befana wohl auch ihren Namen gab, geboren wird, gilt auch als eine „befana“ oder ein „befano“, als ein eigenwillig und dennoch liebenswürdig.</p>
<h2>Abgelöst durch den Weihnachtsmann</h2>
<p>Steckte noch vor wenigen Jahrzehnten in Italien ganz selbstverständlich die Befana die Geschenke in Schuhe und Strümpfe, so hat sie jetzt der Weihnachtsmann bzw. Santa Claus abgelöst, jene historisch nicht belegbare Figur des Bischofs Nikolaus von Myra, der drei Jungfrauen ge­hol­fen haben soll, deren ver­armter Vater beab­sich­tigte, sie zur Prostitution zu zwin­gen, weil er sie mangels Mitgift nicht standes­ge­mäß ver­heiraten konnte.<br />
Die Familie soll einen Turm bewohnt haben. In drei aufeinander fol­gen­den Nächten soll der fromme Mann je einen großen Goldklum­pen von oben in den Turm geworfen haben, der durch den Kamin gerutscht just in die auf die­sem aufgehängten Strümpfe der drei Jung­frauen gefallen ist. So hat er ihnen einen sitt­sa­men Lebens­wandel als ver­heiratete Frauen er­mög­licht.</p>
<p>Diese Figur ist allerdings eine christliche Umdeutung des Meeresgottes Poseidon, der seinerseits schon die Beschützerin der Seefahrt <a href="https://artedea.net/artemis/">Artemis</a> abgelöst hat. Auch der nordische Gott Wotan soll zum heiligen Ni­ko­laus umgedeutet worden sein. Von diesem wurde gesagt, dass er zur Zeit der Wintersonnen­wen­de über die Dachfirste galoppiert und seine Ver­ehrerInnen auf der Erde mit Geschen­ken be­dachte.</p><div id="arted-2199984824" class="arted-raeucher-ebook arted-entity-placement" style="margin-top: 7px;margin-bottom: 6px;"><a href="https://artedea-shop.net/epages/51e23038-7656-4e03-84cb-d986f24a6aef.sf/de_DE/?ObjectID=5384235" aria-label="xr:d:DACXjiUAi3Y:766,j:1513608975030691014,t:23081215"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023.jpg" alt=""  srcset="https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023.jpg 850w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-800x226.jpg 800w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-400x113.jpg 400w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-768x217.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" width="850" height="240"   /></a></div>
<p>Diese Aufgabe übernahm Nikolaus von Wotan ebenso wie von Befana, die angeblich auch durch die Lüfte fliegen kann und ihre Gaben von oben auf die Erde fallen lässt.</p>
<p>Kinder freuen sich auf die Befana und begrüßen sie mit folgendem Gedicht:</p>
<p style="margin-left: 40px;"><em>La Befana vien di Notte<br />
con le scarpe tutte rotte<br />
il cappello alla romana<br />
viva viva la Befana    </em></p>
<p style="margin-left: 40px;"><em>Die Befana kommt bei Nacht<br />
mit ihr&#8217;n ganz kaputten Schuhen<br />
mit dem Hut auf römische Art<br />
Hoch soll leben die Befana</em></p>
<p><em><strong>auch: Bafana, Strega Epi­fania, Pasqua Epiphania</strong></em></p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="arted-1420534386" class="arted-nach-dem-inhalt-2 arted-entity-placement" style="margin-top: 7px;margin-bottom: 7px;"><a href="https://artedea-shop.net/epages/51e23038-7656-4e03-84cb-d986f24a6aef.sf/de_DE/?ObjectID=1782446" aria-label="lammas banner2022-schmal"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/07/lammas-banner2022-schmal.jpg" alt=""  srcset="https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/07/lammas-banner2022-schmal.jpg 1026w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/07/lammas-banner2022-schmal-800x222.jpg 800w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/07/lammas-banner2022-schmal-1024x284.jpg 1024w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/07/lammas-banner2022-schmal-400x111.jpg 400w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/07/lammas-banner2022-schmal-768x213.jpg 768w" sizes="(max-width: 1026px) 100vw, 1026px" width="1026" height="285"   /></a></div><div id="arted-2647044923" class="arted-nach-dem-inhalt-4 arted-entity-placement" style="margin-top: 7px;margin-bottom: 6px;"><a href="https://artedea-shop.net/epages/51e23038-7656-4e03-84cb-d986f24a6aef.sf/de_DE/?ObjectID=5384235" aria-label="xr:d:DACXjiUAi3Y:766,j:1513608975030691014,t:23081215"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023.jpg" alt=""  srcset="https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023.jpg 850w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-800x226.jpg 800w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-400x113.jpg 400w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-768x217.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" width="850" height="240"   /></a></div><div id="arted-4282574232" class="arted-nach-dem-inhalt-6 arted-entity-placement" style="margin-top: 7px;margin-bottom: 7px;"><a href="https://artedea-shop.net/epages/51e23038-7656-4e03-84cb-d986f24a6aef.sf/de_DE/?ObjectID=1782458" aria-label="heilwurz"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz.jpg" alt=""  srcset="https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz.jpg 800w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz-400x100.jpg 400w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz-768x192.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" width="800" height="200"   /></a></div><p>Der Beitrag <a href="https://artedea.net/befana-mythologische-weibliche-figur-italiens/">Befana &#8211; Mythologische weibliche Figur Italiens</a> erschien zuerst auf <a href="https://artedea.net">artedea</a>.</p>
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		<title>Lucina &#8211; Römische Mondgöttin, Geburts- und Lichtgöttin</title>
		<link>https://artedea.net/lucina-romische-mondgottin-geburts-und-lichtgottin/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Jun 2008 19:00:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geburt]]></category>
		<category><![CDATA[Mond]]></category>
		<category><![CDATA[Rauhnächte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Lucina bringt das Licht und Kinder ans Licht der Welt. Sie ist damit die Göttin der Schwangeren, Gebärenden und der sich Kinder wünschenden Frauen. Im Christentum wurde aus der Göttin Lucina vermutlich die heilige Lucia (oder Luzia), deren Fest in skandinavischen Ländern am 13. Dezember gefeiert wird. Die Lichtbringerin Lucina bringt das Licht und Kinder ... <a title="Lucina &#8211; Römische Mondgöttin, Geburts- und Lichtgöttin" class="read-more" href="https://artedea.net/lucina-romische-mondgottin-geburts-und-lichtgottin/" aria-label="Mehr Informationen über Lucina &#8211; Römische Mondgöttin, Geburts- und Lichtgöttin">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Lucina bringt das Licht und Kinder ans Licht der Welt. Sie ist damit die Göttin der Schwangeren, Gebärenden und der sich Kinder wünschenden Frauen. Im Christentum wurde aus der Göttin Lucina vermutlich die heilige Lucia (oder Luzia), deren Fest in skandinavischen Ländern am 13. Dezember gefeiert wird.</p>
<h2 style="text-align: center;"><strong>Die Lichtbringerin</strong></h2>
<p><img decoding="async" class=" alignright" style="width: 405px; height: 520px;" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2018/09/lucina.jpg" alt="" />Lucina bringt das Licht und Kinder ans <strong>Licht der Welt</strong>. Sie ist damit die Göttin der Schwangeren, Gebärenden und der sich Kinder wünschenden Frauen. Lucina, die oft als ein Aspekt der <a title="juno" href="https://artedea.net/juno-umfassende-frauen-gottin/">Juno</a> gesehen wird, wird vor allem von schwangeren Frauen um eine <strong>leichte Geburt</strong> gebeten.</p>
<p>Wird ein Kind geboren, so sagt man noch heute, es erblickt das Licht der Welt. Das Gebären von Kindern, das unter dem Schutz der Lucina steht, wird als<strong> „Anfang des Lichts&#8220;</strong> bezeichnet. Wobei sich wahrscheinlich zwei Göttinnen ihre Zuständigkeiten beim Geburtsakt teilten: <a title="candelifera" href="https://artedea.net/candelifera-die-kerzenbringerin/">Candelifera</a> überwacht alle Stadien der Geburt und half den Kindern dabei, ihren Weg durch den Geburtskanal zu finden.</p>
<p>Ist die Geburt vollbracht, so heißt es in manchen Texten, dass <a title="candelifera" href="https://artedea.net/candelifera-die-kerzenbringerin/">Candelifera</a> das Neugeborene der Lucina übergibt, die ihm dann die <strong>Augen öffnet</strong> und damit „Erleuchtung&#8220; schenkt.</p>
<p>Lucina bringt Kinder also das Licht und Licht in die Welt. Genau deshalb wird sie auch wegen allerlei <strong>Augenleiden</strong> angerufen.</p><div id="arted-1164261878" class="arted-lammas-2024 arted-entity-placement" style="margin-top: 7px;margin-bottom: 7px;"><a href="https://artedea-shop.net/epages/51e23038-7656-4e03-84cb-d986f24a6aef.sf/de_DE/?ObjectID=1782458" aria-label="heilwurz"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz.jpg" alt=""  srcset="https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz.jpg 800w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz-400x100.jpg 400w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz-768x192.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" width="800" height="200"   /></a></div>
<p>Der Name Lucina bedeutet eigentlich „<strong>kleines Licht&#8220;</strong> &#8211; steht also für <strong>Mondlicht</strong>. Aus der Annahme, dass die weibliche Physiologie in enger Beziehung zu den Mondphasen steht, wird Lucina gleichermaßen als Mond- und Geburtsgöttin verehrt. Sie ist auch die Göttin der <strong>Mondmysterien</strong>.</p>
<h2>Die Heilige mit der Lichterkrone</h2>
<p>Im Christentum wurde aus der Göttin Lucina vermutlich die <strong>heilige Lucia</strong> (oder Luzia), deren Fest in skandinavischen Ländern am 13. Dezember gefeiert wird. Sie symbolisiert damit im tiefsten Winter die <strong>Wiedergeburt der Sonne</strong> und des Lichts. Symbolisch dafür tragen Frauen <strong>Lichtkronen</strong>.<br />
Lucia soll als Tochter einer gutbürgerlichen Familie um 283 in Sizilien geboren worden sein. Sie konvertiert zum Christentum und um heilig gesprochen zu werden, musste sie eine dieser üblichen schrecklichen <strong>Märtyrerinnen-Geschichten</strong> über sich ergehen lassen. Sie gelobte ein gottgefälliges Leben in ewiger Jungfräulichkeit zu führen. Und damit weigerte sie sich auch, einen von ihrem Vater auserwählten Mann zu heiraten und wurde dadurch als Christin entlarvt. Sie wurde zum Tode verurteilt und sollte verbrannt werden. Da sie aber in den Flammen unversehrt blieb, wurde sie enthauptet. Auch daran starb sie nicht. Worauf die Todes- und Folterarten auf vielfache Weise jedoch erfolglos weitergeführt wurden (Kehle mit Schwert durchstoßen, mit siedendem Öl übergossen, Augen ausgestochen und noch weitere Unglaublichkeiten).<br />
Die ausgestochenen Augen, mit denen sie noch immer sieht, gelten als Zeichen, dass sie eine <strong>Lichtbringerin </strong>ist, das gilt nicht nur für das Augenlicht, sondern für das zur Wintersonnenwende <strong>wiederkehrende Licht.</strong> Santa Lucia ist daher auch die Schutzheilige für alle Augenkranke, denen sie das (Augen-)Licht wieder schenken soll.<br />
Abgesehen von der christlichen Faszination an solchen Brutalitäten, könnte das alles auch damit erklärt werden, dass es sich gar nicht um eine menschliche Figur, sondern um eine unsterbliche Göttin handelt. Allein die Tatsache, dass sie unversehrt aus dem Feuer entstiegen ist, zeigt ihre eigentliche Funktion als Licht- und damit auch Feuergöttin, der dieses Element nichts anhaben kann, weil sie es ja selbst ist.</p>
<p>Die Legende der menschlichen Lucia erzählt, dass sie ständig in Angst lebte, weil viele ihrer christlichen Schwestern und Brüder zu dieser Zeit verfolgt und für ihren Glauben hingerichtet wurden.<br />
Unerkannt brachte sie Lebensmittel in die finsteren Kellerverließe, in denen sich ihre GlaubensgenossInnen versteckt hatten. Um die Hände frei zu haben und so viel wie möglich tragen zu können, setzte sie sich in den dunklen Gängen einen Kranz mit Kerzen auf. Damit erklärt sich auch der Brauch mit den <strong>Lichterkronen</strong>.</p><div id="arted-2199984824" class="arted-raeucher-ebook arted-entity-placement" style="margin-top: 7px;margin-bottom: 6px;"><a href="https://artedea-shop.net/epages/51e23038-7656-4e03-84cb-d986f24a6aef.sf/de_DE/?ObjectID=5384235" aria-label="xr:d:DACXjiUAi3Y:766,j:1513608975030691014,t:23081215"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023.jpg" alt=""  srcset="https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023.jpg 850w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-800x226.jpg 800w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-400x113.jpg 400w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-768x217.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" width="850" height="240"   /></a></div>
<h2>Von der Mondgöttin zur <a href="https://artedea.net/blutige-luz-alpenlaendische-rauhnachtsgoettin/">blutigen Luz</a></h2>
<p>Die ganze Geschichte der Lucia veranlasste die katholische Kirche, sie heilig zu sprechen und damit zum einen die römische Mondgöttin Lucina zu ersetzen, andererseits sollte sie mit ihrem Feiertag am 13. Dezember die alte <strong>Muttergöttin <a title="percht" href="https://artedea.net/percht-die-ge-barmutter/">Percht</a> </strong>ablösen, deren wichtigste Zeit ja gerade im Dezember beginnt.<br />
Dieser 13. Dezember als ihr Feiertag wurde nicht von ungefähr gewählt. Denn bis zur Verlängerung des Jahres um zehn Tage durch die Gregorianische Kalenderreform von 1582 war der Luzientag der kürzeste des Jahres und damit die<strong> Wintersonnenwende</strong>, weswegen sich um ihren Gedenktag zahlreiche Lichterbräuche herausgebildet haben.<br />
Dieses Vorhaben ist allerdings gründlich misslungen.<br />
Die Menschen vertrauten in den Rauhnächten nicht der zarten, blonden, lichtvollen, heiligen Lucia, der Retterin der verfolgten Christen, der Lichtbringerin im weißen dünnen Kleidchen.<br />
Sie wollten vielmehr – den äußeren Gegebenheiten im Dezember entsprechend – die wilde <strong><a title="percht" href="https://artedea.net/percht-die-ge-barmutter/">Percht</a></strong>, die mit ihrer Kraft durch die Lande braust und mit den <strong>Winterkräften </strong>ringt.</p>
<p>So wurde die mythologische Figur angepasst, und heilige Lucia verwandelte sich in die Kinder mordende <strong>„<a href="https://artedea.net/blutige-luz-alpenlaendische-rauhnachtsgoettin/">Blutige Luz</a>“</strong>, die <strong>Kehrseite </strong>der süßen, sanften Lichtbringerin.<br />
Offenbar vertrauten die Menschen wohl eher darauf, dass sie gegen die <strong>Dämonen der dunklen Dezembernächte </strong>eher gewappnet sind, wenn sie die grausige Luzl an ihrer Seite haben – <strong>rot, stark und wild</strong> und nicht weiß, scheu und rein wie die Heilige.</p>
<p>Auffallend auch der Wortstamm Luz, der auch im Namen <strong>Luzifer </strong>steckt, jenem Gegenspieler Gottes, der interessanter Weise ja auch Licht bringt.<br />
Die „<a href="https://artedea.net/blutige-luz-alpenlaendische-rauhnachtsgoettin/">Blutige Luz</a>&#8220; kam auf ähnliche Art wie Luzifer (dem „Lichtbringer&#8220;) zu ihrem „schlechten Ruf&#8220;, denn in der christlichen Welt sind neben Gottvater und -Sohn halt andere <strong>lichtvolle Gestalten</strong> nicht so gerne gesehen, selbst wenn sie heilig gesprochen wurden.<br />
So gilt in Ungarn, im slawischen und im süddeutschen Raum die grausige Luzl als <strong>Mahnerin des Schicksals</strong> ähnlich der <strong><a title="percht" href="https://artedea.net/percht-die-ge-barmutter/">Percht</a></strong><strong> </strong>und der <strong><a title="holla" href="https://artedea.net/holla-die-frau-holle/">Holla</a>. </strong><br />
Mit der blutigen, wilden Luzl wurde aus der zarten weißen Heiligen letztendlich wieder das, was Lucina in ihrem <strong>Ursprung </strong>war: Als <strong>Mondgöttin </strong>war sie Gebieterin über das <strong>weibliche Blut</strong>, als Geburtsgöttin ist sie natürlich auch immer Schicksalsgöttin. Ein Fragment des<strong> Frauen- und Mondblutes</strong> hat sich aber auch die Heilige Lucia bewahrt: Über ihren schneeweißen Mondkleid trägt sie immer einen blutroten Gürtel.</p>
<p>Die Tiere von Göttin Lucina sind der Kuckuck und der Marienkäfer.<br />
Das griechische Pendant zu Lucina ist <a title="eileithyia" href="https://artedea.net/eileithyia-beschutzerin-gebarender-frauen/">Eileithya</a>.</p>
<h2>Der Weizen der Luziennacht</h2>
<p>In der Luziennacht (13. Dezember) wurden in früheren Zeiten zahlreiche <strong>Orakelbräuche</strong> ausgeübt.</p>
<p>In vielen Gegenden von Schwaben bis Ungarn ist es üblich, am Luzientag symbolisch Weizen zu säen. Diese sollen keimen und ein wenig frisches Grün in die winterlichen Wohnräume bringen.<br />
Das kleine Licht und der grüne Weizen – das vereint sich wunderbar in den alten Bräuchen rund um den Lucien-Tag am 13. Dezember.</p>
<p>Dazu werden Weizenkörner auf einen Teller oder in einen Blumentopf gelegt, die man dann auf Erde oder Watte keimen lässt.</p>
<p>Bis zur Wintersonnenwende beginnt der Weizen, wenn er immer wieder neu befeuchtet wird, zu grünen und erinnert so an die <strong>Lebenskraft der Erdgöttin</strong> und an die sich immer wieder erneuernde Schöpfungskraft in den dunklen Winternächten.</p>
<p>Aus der Länge der Triebe wird auf die Ernte des kommenden Jahres geschlossen. Der etwa auf 10 cm hochgewachsene Weizen wird vielerorts auch am Heiligen Abend in die weihnachtlichen Krippen gelegt. Statt Weizen werden oft auch Linsen (die Luzienlinsen) zum Keimen verwendet. Das Aufstellen von Luzienzweigen und Luzienweizen ist noch heute verbreitet. <em> </em></p>
<p><em><strong>auch: <a title="juno" href="https://artedea.net/juno-umfassende-frauen-gottin/">Juno</a> Lucina</strong></em></p>
<h2 style="text-align: center;"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-5285 size-full" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2008/06/500x250-Lucina-Banner.png" alt="Lucina Banner - artedea Göttinnen" width="500" height="250" srcset="https://artedea.net/wp-content/uploads/2008/06/500x250-Lucina-Banner.png 500w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2008/06/500x250-Lucina-Banner-400x200.png 400w" sizes="auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px" /></h2>
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<h3 style="text-align: center;">Mehr zu den Mythen rund um Lucina bzw. Lucia finden sich auch im artedea-eBook<br />
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