Ihr Name bedeutet „die, die die Kerzen bringt“. Im übertragenen Sinne heißt das wahrscheinlich, dass sie eine Lichtgöttin ist, die vor allem den Kindern dabei hilft das „Licht der Welt“ zu erblicken.

Die Kerzenbringerin

Candelifera1

Ihr Name bedeutet «die, die die Kerzen bringt». Im übertragenen Sinne heißt das wahrscheinlich, dass sie eine Lichtgöttin ist, die vor allem den Kindern dabei hilft das «Licht der Welt» zu erblicken. Sie ist damit mit allen leuchtenden Gestirnen im Universum eng verbunden.

Die Neugeborenen erblicken zu allererst das Sonnenlicht, das Mondlicht oder – wenn gerade kein Himmelskörper die Geburt erhellt, die Kerzen, die Candelifera oder stellvertretend für sie eine Hebamme bereit gestellt hat.

Kerze während einer Geburt entzünden

Im antiken Rom war es Tradition, während einer Geburt eine Kerze zu Ehren dieser Göttin zu entzünden. Dies sollte zum einen Candelifera mit ihrer Kraft und ihrem Schutz herbeirufen. Ihre Anwesenheit unterstützte die Frauen bei den Wehen und half den Kindern dabei, ihren Weg durch den Geburtskanal zu finden.

Man war der Ansicht, dass Candelifera die Kinder persönlich aus dem Mutterleib in die Welt hinausträgt. Andererseits galten die Kerzen als Symbol für das neue Lebenslicht. Der Kerzenschein sollte auch gefährliche Geister oder ungebetene Energien von diesem neuen, noch ungeschützten Leben fernhalten.

Candelifera ist möglicher Weise ein Aspekt der Göttin Juno als Geburtsgöttin, die alle Stadien der Geburt überwacht. Ist die Geburt vollbracht, so heißt es in manchen Texten, dass Candelifera das Neugeborene der Göttin Lucina übergibt, die ihm dann die Augen öffnet und damit Erleuchtung schenkt.

Was willst du „an’s Licht bringen“?

Darüber hinaus steht sie meist in enger Verbindung mit Carmenta, mit der sie auch gleichgesetzt wird. Candelifera wirkt nicht nur bei tatsächlichen Geburten unterstützend, sondern auch bei allem, was Frauen «an’s Licht bringen» wollen.

Eine Meditation bei Kerzenschein, ein bewusst erlebter Spaziergang im Sonnenlicht oder Mondenschein kann «erleuchtende» Momente bringen.

Wenn ein Vorhaben, eine Idee dann tatsächlich umgesetzt wird, ist es auch eine schöne Geste, dies symbolisch zu Ehren der Göttin und allen unterstützenden Kräfte auch dem (Sonnen-, Mond- oder Kerzen-)Licht zu präsentieren.

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