Keleia – Keltische Fruchtbarkeitsgöttin, Schutzgöttin von Slowenien

Wahrscheinlich Keleia eine lokale Form der römischen Ceres bzw. deren älterer Form, der griechischen Demeter — und damit eine Göttin der reichen Ernte. ​Keleia ist auch die Stadtgöttin des heutigen Celje, das in keltischer und römischer Zeit den Namen Celeia trug.

Gebieterin über beide Reiche

Wahrscheinlich Keleia eine lokale Form der römischen Ceres bzw. deren älterer Form, der griechischen Demeter — und damit eine Göttin der reichen Ernte.
Keleia ist auch die Stadtgöttin des heutigen Celje, das in keltischer und römischer Zeit den Namen Celeia trug. 

Überlieferungen gibt es auch von ihrem Bruder Keleos. Eben dieser Keleos begegnet uns auch im Demeter-Mythos als Herrscher von Eleusis, in dessen Haus die Göttin auf ihrer verzweifelten Suche nach ihrer Tochter freundlich aufgenommen wird.

Eleusis befindet sich an jener Stelle, wo auch der Eingang zur Unterwelt angenommen wird. Daher kann man davon ausgehen, dass Keleos der Herrscher des Zwischenreiches, der Hüter an der Pforte ist.

Keleia an seiner Seite erscheint uns daher hier mehr denn je als Gebieterin über beide Reiche — der Ober- und der Unterwelt (ohne deren beider Mitwirken eine Ernte nicht gelingen kann) bzw. der fruchtbaren und der unfruchtbaren Jahreszeit.

Das „Geschwister“- bzw. Liebespaar Keleia und Keleos soll Ausgangspunkt für „orgiastische“ Mysterien und Rituale gewesen sein — offenbar eine modernere bzw. regionale Form der Eleusischen Mysterien, bei denen jedes Jahr der Abstieg von Demeters Tochter Kore  zu Herbstbeginn betrauert wurde.

Im zweiten, ausschweifenderen Teil dieser Mysterien wurde die Rückkehr von Persephone in die Welt der Lebenden, also der Frühlingsbeginn gefeiert.

Im slowenischen Celje tritt Keleia gemeinsam mit der Göttin Noreia auf.

auch: Celeia, Celia (römische Schreibweisen)

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