Yama no Kami – Japanisch-shintoistische Göttin der Berge, der Jagd, des Waldes und der Pflanzen

Yama no Kami ist der Geist der heiligen Berge und wird vor allem von Menschen verehrt, die im Wald zu tun haben, wie JägerInnen oder Wald- und ForstarbeiterInnen.

Die hässliche Reismutter 

Yama no Kami ist der Geist der heiligen Berge und wird vor allem von Menschen verehrt, die im Wald zu tun haben, wie JägerInnen oder Wald- und ForstarbeiterInnen. Denen bringt sie (Jagd-)Glück und bietet sie Schutz, sofern sie anerkannt und verehrt wird.

Sie kann aber ziemlich ungemütlich werden, wenn sie missachtet wird. Von den Wäldern der heilige Bergen herabgestiegen, wird sie zu Ta no kami, der Göttin der Landwirtschaft und aller Pflanzen, auch jener, die kultiviert werden und Nahrungsmittel sind. Daher wird sie auch von Bäuerinnen und Bauern verehrt.

Für Japan nicht verwunderlich, ist sie natürlich speziell für den Reis und das Ernteglück der ReisbäuerInnen zuständig. Es ist üblich, vor der Aussaat eine Statue dieser Göttin aus den Bergwäldern in das Tal hinunter und hinein in die Häuser zu tragen, wo sie in einer Kultnische über ein Festmahl zu ihren Ehren wacht.

Dann wird sie auf einen speziellen Platz auf den Feldern aufgestellt, wo sie den wachsenden Reis beschützt. Im Herbst wird diese Prozession und die Zeremonie in der umgekehrten Richtung vollzogen. Dann verwandelt sie sich wieder in Yama no Kami. Als Göttin der Jahreszeiten bringt sie jedes Jahr 12 Kinder zur Welt – die 12 Monate.

Hässliche Gaben, um ihr zu schmeicheln

Yama no Kami wird oft als sehr hässlich beschrieben, mit nur einem Bein und einem Auge. Aus diesem Grund werden ihr auch besonders hässliche Dinge als Weihegaben dargebracht – Dinge, die noch hässlicher als sie selbst sind, damit sie sich geschmeichelt fühlt.

Sie beschützt auch Frauen und wird speziell dafür verehrt, dass sie eine geheime Schachtel hat in der alle ungeborene Seelen wohnen. Von dieser Schachtel aus schenkt sie neues Leben.
Sie wird daher von Frauen mit Kinderwunsch angebetet.

Es gibt für sie eine ganze Reihe an Ritualen mit Weihegaben, das bekannteste ist jenes mit einem Meeresfisch – „Okoze“ genannt – der ihr geweiht ist.

auch: Ta no kami

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