Alpan – Etruskische Göttin des Schicksals, der Liebe, der Kunst der Sexualität und Unterwelt

Ihr Name bedeutet sowohl „Geschenk“, „Angebot“, wie auch „Bereitschaft“. Alpan hält als Schicksalsgöttin Geschenke bereit, allerdings müssen die Menschen dies auch erkennen und bei ihrem Angebot aktiv zugreifen.

Blühende Luft

Ihr Name bedeutet sowohl „Geschenk“, „Angebot“, wie auch „Bereitschaft“. Alpan hält als Schicksalsgöttin Geschenke bereit, allerdings müssen die Menschen dies auch erkennen und bei ihrem Angebot aktiv zugreifen.

Sie ist damit nicht eine jener Glücksgöttinnen, die ihre Gaben über den Menschen einfach ausstreut. Als Frühlingsgöttin ist sie überaus sinnlich. Deswegen wird sie auch meist unbekleidet oder nur mit einem nicht sehr verhüllenden losen Umhang dargestellt. Ansonsten trägt sie nur einen Hauch von Duft, leichte Sandalen und funkelnde Juwelen.

Erweckt tausende Blüten zum Leben

Alpan schwebt als geflügelte Göttin über das Land und erweckt tausende Blüten zum Leben – Blumen auf den Wiesen und neue sinnliche „Blüten“ und Ideen im Gemüt der Menschen. Damit ist sie natürlich eine Fruchtbarkeitsgöttin, aber auch die Göttin der Liebeskunst.

Gerade im Frühling, wo es wärmer wird und sich sexuelle Aktivitäten nicht mehr nur unter warmen Bettdecken stattfinden, kann Erotik wirklich zur Kunst werden. Alpan berührt sanft mit ihren Schwingen, die Menschen spüren den Duft ihres Lufthauchs, werden gesegnet durch ihren zarten Gesang. Allerdings müssen sie bereit sein, diese feinen Schwingungen wahr zu nehmen und auch das Schicksal ihres Liebesglücks selbst in die Hand nehmen.

Alles kommt aus dem „Reich unter der Erde“

So zart und luftig Alpan auch erscheinen mag, sie ist auch die Göttin der Unterwelt. Schließlich erwachsen all die Blüten, Gaben und Ideen aus dem Reich unter der Erde, bzw. im Unterbewussten. Hier sind die Wurzeln, aus denen sie alles schöpft. Gemeinsam mit der Mondgöttin Zirna und der Liebesgöttin Turan bildet sie eine göttliche Triade, die oft auch im Gefolge der Aphrodite zu finden ist.

Wahrscheinlich ist Alpan in späterer Zeit in die Fee Alpena, auch Bellaria (die „schöne Luft“) genannt, übergegangen.

auch: Alpanu, Alpnu, Apanu

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