Kostroma ist die Personifizierung der aufkeimenden Vegetation und wird als weißgekleidete schöne junge Frau mit Eichenzweigen in der Hand dargestellt.

Zart und feurig

Kostroma ist die Personifizierung der aufkeimenden Vegetation und wird als weißgekleidete schöne junge Frau mit Eichenzweigen in der Hand dargestellt. Ihr Name leitet sich von „Koster“ (= Freudenfeuer, Leuchtfeuer) ab.

Zur Feier des Frühlingsbeginns werden Strohpuppen verbrannt. Der Frühling mit seiner oft explosionsartig auftretenden Hitze (die gleich wieder in Kälte umschlagen kann) gleicht ja selbst oft einem Strohfeuer. Diese Strohpuppen sind das Symbol der Göttin, die nach dem langen Winter den ersehnten Frühling bringt.

Kostroma ist so zart, dass sie bereits Ende des Frühlings „stirbt“, wie auch die Frühlingsblüten vergehen und verwehen. Aber man tröstet sich damit, dass sie Ende des nächsten Winters wieder erscheinen wird. 
Und – wie schön – am Ende des Frühlings, zur Sommersonnenwende wird sie von ihrer Zwillingsschwester Kupala abgelöst, die die Menschen durch den Sommer begleitet.

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