Umai – Sibirisch-schamanische Mutter- und Erdgöttin, Göttin des weiblichen Schoßes und Hüterin der Seelen der Ungeborenen

Umai wird als wunderschöne Göttin beschrieben, die mit goldenen Flügeln vom Himmel zur Erde herab schwebt. Sie hat sechzig goldene Locken, die ihr Gesicht wie Sonnenstrahlen umrahmen.

 Gebieterin des weiblichen Schoßes

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Umai wird als wunderschöne Göttin beschrieben, die mit goldenen Flügeln vom Himmel zur Erde herab schwebt. Sie hat sechzig goldene Locken, die ihr Gesicht wie Sonnenstrahlen umrahmen.

Sie ist die Tochter der Mutter Erde (Gazar Eej Etugan) und des Vater Himmel (Tenger Etseg) und auch als Tenger Niannian bekannt, was sich aus dem Tungus-Wort für „Erde“ ableitet. Daher wird die Tochter der Erde auch als Erdgöttin selbst angesehen. Sie wird daher besonders auch an Bäumen verehrt, die die Kraft und Macht von Mutter Erde versinnbildlichen.

Hüterin des Weltenbaums

Als eine ihrer wichtigsten Aufgaben hütet Umai den Weltenbaum und die in ihm befindlichen, ungeborenen Seelen. Wenn ein Kind geboren werden soll, bringt Umai einen Tropfen Milch aus dem in der dritten Ebene des Himmels befindlichem Milchsee und erweckt damit das neue Leben im Kind.

Zudem ist sie die Beschützerin der Schwangeren. Ihr Name bedeutet auf Türkisch Plazenta (Mutterkuchen).

Sie gebietet über den weiblichen Schoß als Ursprung allen Lebens und beschützt diesen auch. Umai wird gemeinsam mit ihrer Mutter um Fruchtbarkeit (jene der Erde und jene der Frauen) gebeten.

In Kirgisistan sagt man immer noch als Wunsch oder Segen: „Und Mutter Umai möge dir helfen“: Umai scheint gleiche Wurzeln wie die mongolische Göttin Ot-ene zu haben.

auch: Umay, Ymai , Mai. Iduk Umay, Tenger Ninnian

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