Chloris ist der personifizierte Frühling insbesondere die Göttin der Blumen, Blüten und blühenden Pflanzen und Gebieterin des Frühlingswindes.
Die Frühlingsblüte

Chloris ist der personifizierte Frühling insbesondere die Göttin der Blumen, Blüten und blühenden Pflanzen und Gebieterin des Frühlingswindes.
Chloris bedeutet im Altgriechischen „grünlich und frisch“, und man könnte der lieblichen jungen Göttin, die jeden Frühling eine Blütenwelle hervorbringt, keinen besseren Namen geben. Die Hunderte verschiedenen Blumenarten, über die sie gebietet, machen sie zur Göttin der Knospen, Blüten und praktisch allem Grünen, das jedes Jahr aus dem Boden sprießt, wenn sanfter Regen und warme Temperaturen zurückkehren.
Außerhalb der Saison (für Chloris also im Winter) soll sie in den Elysischen Gefilden gelebt haben, der antiken griechischen Vorstellung vom perfekten Paradies – dem Himmel, einer Insel mitten in der Unterwelt, auf der nur die Besten und Reinsten nach ihrem Tod weiterlebten.
In den Elysischen Gefilden sollte jede jemals erschaffene Blume (und noch mehr) zur Freude derer stehen, die sie verdient hatten, und Chloris war ihre Pflegerin und Gärtnerin.
Die Schöpferin der Rose
Der Mythos erzählt, dass Chloris die allererste Rose erschaffen hat. Als sie eines Morgens durch ihren Garten schlenderte, fand sie auf einer Lichtung inmitten eines dichten, duftenden Waldes eine leblose Nymphe. In ihrer tiefen Verzweiflung über den Tod der Nymphe beschloss sie, diese in eine Blume zu verwandeln, um ihre Schönheit zu bewahren und ihr Wesen am Leben zu erhalten.
Chloris wollte, dass diese Blume schöner wird, als alle anderen, die sie pflegte, und bat deshalb die Liebesgöttin Aphrodite um Hilfe. Aphrodite, die sowohl für Chloris als auch für die arme Nymphe ein tiefes Mitgefühl hatte, war gütig und schenkte der Nymphenblume einen Teil ihrer unvergleichlichen Schönheit. Doch selbst das reichte ihr nicht, und so bat Chloris Dionysos, den Gott des Weines, um einen Gefallen. Dieser schenkte ihr gnädig einen Tropfen Götternektar, um der Rose den himmlischsten Duft zu verleihen.
Weitere Segnungen wurden Chloris‘ Schöpfung von den Grazien zuteil, die ihr Anziehungskraft, Glanz und Hochgefühl verliehen. Zu guter Letzt kam Zephyrus, der Westwind, herab und vertrieb die Wolken, damit der Sonnengott Apollon das Licht seines Sonnenwagens auf die Nymphenblume strahlen und sie erblühen lassen konnte.
All dies vereinte sich in einem magischen Augenblick, und in diesem Moment wurde die Rose geboren und zur Königin der Blumen ernannt. Und Chloris sorgte mit ihrem „grünen Daumen“ und ihrem zarten Mitgefühl dafür, dass die Rose sich weit über die ganze Welt verbreitete!
Die personifizierte Hoffnung
Chloris ist die jüngste Tochter der Niobe. Während all ihre Geschwister grausam getötet wurden, ist sie die einzige, die den Mythen nach überlebt haben soll. Damit ist sie so etwas wie die personifizierte Hoffnung, das Überleben, das sich in der Natur alljährlich nach dem Winter in Form des Frühlings offenbart.
An ihrer Seite (als Geliebter bzw. Ehemann) ist Zephyros, der Westwind, der im Frühjahr die Blumen zum Leben erweckt.
Die beiden haben miteinander drei Kinder: Ampyx, Mopsos und Carpus.
Chloris steht im Dienst der Hera. Ihre Helferinnen sind die Horen. Ihr römisches Äquivalent ist Flora.


