Eileithyia – Minoische Geburtsgöttin

Eileithyia wurde als Beschützerin gebärender Frauen besonders auf Kreta (Grotte in Amnisios) und in Lakonien verehrt. In ihrer Macht liegt es die Wehen einer Frau zu verlangsamen oder zu beschleunigen, so kann sie die Geburtszeit bestimmen.

Beschützerin gebärender Frauen

Eileithyia wurde als Beschützerin gebärender Frauen besonders auf Kreta (Grotte in Amnisios) und in Lakonien verehrt. In ihrer Macht liegt es die Wehen einer Frau zu verlangsamen oder zu beschleunigen, so kann sie die Geburtszeit bestimmen. Sie ist die Spinnerin, die den Faden des Lebens erzeugt.

Sie gilt als so unermesslich alt, dass es heißt, sie habe bei der Geburt der ersten Göttinnen und Götter mitgewirkt. Später benutzten die Menschen den Namen der Göttin als Beinamen ihrer eigenen Geburtsgöttinnen. So wurde Eileithyia für Juno, Lucina, Artemis und für Hekate verwendet.

Dargestellt wird Eileithyia oft als junge Frau, die eine Fackel als Symbol des neugeborenen Lebenslichtes hochhält.

Göttliche Hebamme für Letho

Eileithyia ist die Tochter der Hera und des Zeus. Ihre Geschwister sind Hebe, Ares und Hephaestus. Besonders bekannt wurde sie im Zuge der Geburt der Letho, bei der ihr Hera zuerst die Hilfestellung verweigerte und erst als sie als göttliche Hebamme erschien, konnten Artemis und Apollon zur Welt kommen.

Aus griechischen Inschriften ist sie auch als Diktynna bekannt, benannt nach dem kretischen Dikte-Gebirge. Im heutigen Volksglauben Kretas und der Ägaischen Inseln erscheint sie gelegentlich in Verbindung mit Grotten und Bergen oder als Badende im Meer.

Die BewohnerInnen der Insel Zakynthos sehen in ihr eine geheimnisvolle hochgewachsene Frau, der sie besondere Gaben darbringen. Auf Chios und Skopelos ist sie als „Bergkönigin“ bekannt.

Als Tiere der Eileithyia werden manchmal Wiesel oder Katzen genannt. Tiere, die die Fähigkeit haben, durch kleinste Öffnungen mühelos durch schlüpfen können, sobald sie nur den Kopf zwischen den Wänden durch zu zwängen imstande sind. Ihr rasches Vorbeihuschen gilt Gebärenden daher förderlich und als Zeichen der Anwesenheit von Eileithyia.

Ein merkwürdiger Tanz mit wurmförmigen Bewegungen und mit sich wiederholenden Silben soll dieser Göttin geweiht worden sein, um die Geburt darzustellen und zu erleichtern. Eileithyia entspricht der römischen Lucina, was mit „die ans Licht Fördernde“ übersetzt werden kann

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