Das Volk der Shona (Zimbabwe) verehren die gesamte Natur als Göttin Dziva. Sie ist die Erde unter den Füßen, die Seen und Flüsse, die Regenwolken, das Licht und die Dunkelheit. Vor allem bestimmt sie über Tag und Nacht.

Bestimmerin vonTag und Nacht

Das Volk der Shona (Zimbabwe) verehren die gesamte Natur als Göttin Dziva.

Sie ist die Erde unter den Füßen, die Seen und Flüsse, die Regenwolken, das Licht und die Dunkelheit. Vor allem bestimmt sie über Tag und Nacht
Denn Dviza hat zwei goldene Licht-Schwalben. Wenn sie diese am Morgen freilässt, dann bringen sie Wärme und Licht, wenn sie sie am Abend einsperrt, dann wird es dunkel und kühl.
Dieser Wechsel ist wichtig für die gesamte Natur, nichts ist besser, nichts schlechter. Damit ist sie auch für Struktur und Ordnung zuständig.

Die Geschichte erzählt, dass Dziva einst in einem wunderschönen Palast in der Nähe eines Sees in der heutigen Gegend von Dande im Norden Zimbabwes lebte. Das Tal, das gleichzeitig der Körper der Göttin verstanden wurde, war saftig und reich an Rindern, Schafen und Ziegen.
Die Menschen liebten ihre Göttin, denn sie war sehr freundlich und wohlwollend. Sie war es, die den Regen bringt, um das Land zu nähren, den Sonnenschein, um die Menschen zu wärmen sowie die Dunkelheit der Nacht, damit alles zur Ruhe kommen kann. 

Der eifersüchtige Sonnensohn

Nosenga, der Sohn des Sonnengottes sah das alles vom Himmel aus und wurde sehr eifersüchtig auf die Erdgöttin – auf ihren Reichtum und darauf, wie sehr sie von den Menschen geliebt wurde. Daher ging er hinunter auf die Erde um alles, was der Göttin gehört, an sich zu bringen. 
Dziva wusste aber, was Nosenga im Sinn hatte und wollte ihr Land nicht kampflos aufgeben. Daher befahl sie dem Nebel, sich über das Tal zu legen und dem Licht schaffte sie an, ihr zu folgen. Dann begab sie sich auf die Spitze eines Berges und beobachtete von dort das weitere Geschehen.
Als der Sonnensohn auf der Erde ankam umgab ihn der Nebel und damit völlige Dunkelheit. 
Er konnte den Palast und den wunderschönen glitzernden See nicht finden.
Er wusste allerdings von den beiden Licht-Schwalben der Göttin und stellte ihnen eine Falle, um sie einzufangen. Das gelang ihm. Darauf hin ließ er sie frei und sie flogen hoch und weit. So hoch und weit, dass er sie weder zurückrufen noch wieder einfangen konnte. Das allerdings war sehr, sehr schlimm. Denn mit dem ständigen Licht, das die Vögel nun ausstrahlten, entstand eine schlimme Dürre


Der Sonnensohn hatte nun zwar erfolgreich das Land der Erdgöttin überfallen und eingenommen, er hatte aber nichts davon, denn durch seine Untat, ist es karg und unfruchtbar geworden, der glitzernde See ist ausgetrocknet, die saftigen Wiesen sind verdörrt und damit sind auch die Tiere gestorben oder weggezogen.
Die Menschen sehnen sich noch immer nach der gütigen Erdmutter, die nach wie vor hoch auf dem Berg sitzt und ihnen dann und wann einen Gruß in Form von Regen oder Nebel schickt.

In der Geschichte und den Mythen von Zimbabwe spielen Schwalben eine große Rolle: In der Shona-Sprache werden sie oft für ihre Flinkheit gepriesen. Wenn sie nach dem Winter im Frühling kommen, dann wird es heller und wärmer, daher glaubten die Menschen, dass sie ursächlich etwas damit zu tun haben, bzw. von der Sonne geschickt werden.

Die Sehnsucht nach der alten Erdgöttin

Darstellungen zeigen Dziva oft in einem Ziegenfell als ihre eigene Haut. Sie hält ein Füllhorn in ihren Händen, das magische Substanzen enthalten soll.
Sie liebt die Musik von der Axatse (Kürbisrassel), von der Gonje (ein Streichinstrument aus einem Kürbis hergestellt) und dem Wiik (einer Art Horn).

Viele Erzählungen berichten – teils sehr sehnsuchtsvoll – von der alten Erdgöttin. Ihr Herz schlägt mitten in der Erde, man kann sie im Donnergrollen hören, im Brausen der Brandung, im Heulen des Windes und im Zischen des Feuers. 

auch: Dzivaguru

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