In der großen Hitze Indiens mit der sengenden Sonne ist die lebensspendende Kraft des Wasser überlebensnotwendig. Die indische Mythologie ist reich an schlangenartigen Personifikationen dieser segensbringenden Macht: Die Nagini ist die Schlangenkönigin.

Die charmante Schlange

Besonders im Volksglauben Indiens ist die Vorstellung von Naginis und Nagas (die männlichen Exemplare) verankert. Sie werden verschiedenartig dargestellt: Als gewöhnliche Schlangen, auch als Schlangen mit mehreren Köpfen sowie als Mischwesen aus Schlange mit Menschenkopf. Manchmal sind Naginis Menschen, hinter deren Köpfen Schlangenköpfe herauswachsen und manchmal als Menschen mit Schlange als Attribut. 

In der indischen Kunst sind am häufigsten Mischwesen aus Schlange und menschlichem Kopf und Oberkörper anzutreffen. 

In der großen Hitze Indiens mit der sengenden Sonne ist die lebensspendende Kraft des Wasser überlebensnotwendig. Die indische Mythologie ist reich an schlangenartigen Personifikationen dieser segensbringenden Macht. Die Nagini ist die Schlangenkönigin, so etwas wie eine Göttin, der Naga der Schlangenkönig. 

Es handelt sich dabei aber nicht um ein einziges Wesen, sie treten meist in einer Vielzahl auf und verkörpern und lenken Seen, Teiche, Flüsse und Ozeane und spenden den wertvollen Regen.
Sie bewohnen unterirdische Paradiese und leben in Pälasten am Grund der Flüsse, Seen und Meere, die mit Edelsteinen und Perlen ausgelegt sein sollen.
Sie hüten die Lebensenergie, die in den Quellen und Brunnen gespeichert ist und sie bewachen die Schätze der Ozeane, wie Korallen, Muscheln und Perlen wie auch alle Schätze der Unterwelt.


In den Mythen trägt die Schlangenkönigin Nagini ein kostbares Juwel auf ihrem Kopf.
Nagas sind als Wesen mit magischen Fähigkeiten bekannt und können jederzeit menschliche Gestalt annehmen.

Gelegentlich sollen sie ihr Reich verlassen und sich unter die Menschen mischen. Sie gilt als Wächterin von Übergängen, Schwellen und Türen, besonders auch im symbolischen Sinn.

Schlange im Stammbaum

Naginis sind berühmt für ihren Charme und ihre Schönheit. Manche südindischen Dynastien rühmen sich damit, eine Nagini bzw. einen Naga in ihrem Stammbaum zu haben.

In der buddhistischen Legende werden sie in den Wiedergeburtserzählungen (Dschataka) erwähnt. Sie helfen und beschenken Buddha und bekennen sich zu seiner Lehre. 
Die Tochter der Nagini ist als Naga Kanya — die Schlangenprinzessin bekannt, die den Regen bringt.

auch: Naga, Naga Kanya, Nag Kanya

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