Tellus Mater – Römische Erd-, Vegetations-, Saat- und Fruchtbarkeitsgöttin

Tellus Mater ist die nährende Erde aus der alles geboren wird und entsteht. Aber sie ist nicht nur die Göttin, die alles Leben schenkt, in ihren Schoß kehrt auch alles wieder zurück.

Nährende Erde

Tellus Mater ist die nährende Erde aus der alles geboren wird und entsteht. Aber sie ist nicht nur die Göttin, die alles Leben schenkt, in ihren Schoß kehrt auch alles wieder zurück. Damit ist sie auch eine sehr tröstliche Todesgöttin.

Wie die griechische Gaia, ist sie die Muttergöttin, die alle Wesen auf Erden aus sich selbst erschuf. In Gestalt einer Art Urschlamm, bringt sie mit Hilfe der wärmenden und trocknenden Sonnenstrahlen Menschen und Tiere hervor. Sie ist auch die Mutter der Göttin Fama, der Göttin des Ruhmes und des Gerüchts.

Wenn man sich die größte Fülle, den größten Wohlstand, die stärkste Kraft an Wachstum, das allergrößte Potential an Fruchtbarkeit vorstellt, dann kann man den Geschmack von Tellus Mater erahnen.

An der Vermehrung der Menschen interessiert

Tellus Mater wurde oftmals im Zusammenhang mit der Göttin Ceres verehrt, die zusammen für die Fruchtbarkeit der Erde sorgten: Tellus, die als Erde alles zur Verfügung stellt und Ceres, die ihr die Kraft gibt, damit alles wachsen und gedeihen kann.

Die beiden sind nicht nur an der Fruchtbarkeit der Erde sondern auch an der Vermehrung der Menschen interessiert. Deshalb wurde sie im alten Rom auch bei jeder Hochzeit mit der Bitte um gesunden Nachwuchs angerufen. Auch Frauen mit Kinderwunsch ersuchen Tellus Mater um ihren Segen.
Am Ende der Aussaat im Januar wurden die beiden Göttinnen gemeinsam fröhlich und ausgiebig gefeiert. Es ist in diesem Zusammenhang auch ein Gebet an die beiden Göttinnen überliefert.
Mehr dazu auf dem artedea-Blog.

Auch zu anderen Gelegenheiten, wie bei ihrem Hauptfest, der Fordicidia jeweils am 15. April, beteten die Menschen zu ihr um Fruchtbarkeit für Mensch und Tier, für eine gute Schwangerschaft und Geburt, sowie für eine reiche Ernte und günstige Vegetationsbedingungen.

Tellus gilt auch als Beschützerin gegen die Gefahren von Erdbeben. Tellus bleibt nichts, was auf der Erde geschieht verborgen.
Deshalb werden in ihrem Namen Eide gegeben, denn sie kann sehen, ob ein Schwur eingehalten werden kann.

auch: Terra Mater

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