Skadi entstammt einem Riesengeschlecht, nämlich dem der Eisriesen. Als Eisriesin sind Berge und Schnee ihre Heimat, sie liebt den Winter und bevorzugt streift sie durch die unwirtlichen Gebirgsgegenden des hohen Nordens um ihrer Passion, der Jagd zu frönen – eine richtige Schnee- und Eiskönigin.

Die freudige Winterfrau

Skadi entstammt einem Riesengeschlecht, nämlich dem der EisriesInnen. Als Eisriesin sind Berge und Schnee ihre Heimat, sie liebt den Winter und bevorzugt streift sie durch die unwirtlichen Gebirgsgegenden des hohen Nordens um ihrer Passion, der Jagd zu frönen – eine richtige Schnee- und Eiskönigin.

Die Eheprobleme der Schneekönigin

Die Überlieferung stellt sie als Gemahlin an die Seite des Meeresgottes Njörd mit dem sie jedoch nur während der kalten Jahreszeit in seinem Reich Noatun lebt. Die andere Hälfte des Jahres verbringt sie in ihrer Welt, Thrymheim.

Einer anderen Version des Mythos zufolge ging die Ehe mit Njörd deshalb nicht gut, weil Skadi die Berge liebte, Njörd dagegen das Meer. So vereinbarten sie, jeweils 9 Nächte an einem Ort zu verbringen, jedoch war diese Lösung nicht von Erfolg gekrönt. Skadi störte sich am Geschrei der Meeresvögel und Njörd am Wolfsgeheul.

So ging Skadi zurück nach Thrymheim, wo sie gerne mit Pfeil und Bogen auf die Jagd ging. Sie soll sich mit Njörd auf eine einvernehmliche Trennung geeinigt haben und anschließend den für sie viel passenderen Gefährten Ullr, den Wintergott und Schutzherrn der Schlittschuh- und SchiläuferInnen zum Gefährten genommen haben.

Da Njörd auch immer wieder mit der Fruchtbarkeitsgöttin Nerthus in Verbindung gebracht wird, die zu Frühlingsbeginn aus der Unterwelt emporsteigt, könnte Skadi auch die winterliche Form der Nerthus und nicht die Gemahlin des Njörd sein. Daraus lasen sich auch die verschiedenen Wohnorte zu den unterschiedlichen Jahreszeiten ableiten. Sowohl Skadi wie auch Njörd (wahrscheinlich in seiner Form als Nerthus) werden als Mutter der Göttin Freya genannt.

Jährliches Blutopfer, um sie zu versöhnen

Skadi regiert den Monat Januar. Die Sprachwurzel ihres Namens „skadus“ verbindet sie mit dem Wort „Schatten“.

Als Göttin des eisigen nordischen Winters ist sie eine Königin der Schatten und die Mutter des Todes. In der sogenannten „Götterdämmerung“ müssen dereinst alle Gottheiten in ihren Schatten eingehen. Damit ist Skadi vermutlich auch mit der irisch-schottischen Göttin Skatha verwandt.

Wie in den Mythen vieler anderer Völker verlangte auch Skadi ein jährliches Blutopfer, mit dem sie versöhnt wird. Der Gott Loki wird dabei eingesetzt, um Skadi mit seinem Blut zu schwängern. Seine Genitalien wurden dabei mit einem Seil an eine Ziege gebunden, die so lange daran zerrt, bis sein Körper nachgibt und er in den Schoß der Skadi fällt und ihre Schenkel so mit seinem Blut badet. Wenn Skadi dabei lächelt, so bedeutet dies, dass wieder einmal der Frühling Einzug halten kann.

Skadi gilt auch als dunkle Zwillingsschwester der Freya und ist eigentlich identisch mit der Unterweltsgöttin Hel. Einst war sie die ganze Erde, die Gebärerin und Verschlingerin ihrer Kinder. Auch Skuld, die dritte der Schicksalsgöttinnen Nornen ist möglicherweise in ihrer unbarmherzigen Kraft mit Skadi verwandt.

Skandinavien – das Land der Skadi

Die gesamte skandinavische Landmasse trägt ihren Namen. Skandinavien hieß ursprünglich Skadin-auja – das Land der Skadi.

Es heißt, die Menschen hätten von ihr den Umgang mit den Skiern gelernt. Skadi ist eine der wenigen Wintergöttinnen, die Eis und Schnee und auch den Wintersport liebt, die sich nicht an den heimeligen Herd verkriecht sondern mit großer Freude im Winterwald auf die Jagd geht.

Sie ist die daher die Göttin aller Frauen, die auch den Winter und die Kälte lieben. Jene, die das nicht tun, kann Skadi lehren, welche Freuden diese Jahreszeit haben kann.

auch: Skade, Skaldi

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