Artio – Keltische Bärengöttin

Der Name dieser Göttin stammt von „arta“ = Bärin ab. Artio wurde speziell im geographischen Raum der heutigen Schweiz sehr verehrt. Sie gilt auch als Verkörperung der Ardennen.

Die Ge-Bär-Göttin

Der Name dieser Göttin stammt von „arta“ = Bärin ab. Artio wurde speziell im geographischen Raum der heutigen Schweiz sehr verehrt. Sie gilt auch als Verkörperung der Ardennen.

Am Ort, wo sich einst ein Kultplatz für Artio war, befindet sich heute die Stadt Bern, in dessen Stadtwappen immer noch der Bär zu finden ist. Sie ist auch Göttin der Jagd, des Waldes und all seiner Tiere.
Bärengöttinnen wurden immer auch als Fruchtbarkeitsgöttinnen angesehen, da in der Bärin auch das Wort „gebären“ steckt.

Rückzug in die geborgene Dunkelheit

Artio hat auch einen schamanistischen Aspekt. Sie empfängt im Herbst und verbringt die Zeit des Winterschlafes gleichsam mit einer Reise in die Dunkelheit, in der das neue Leben in ihr heranwächst.

Im Frühling, mit der Wiederkehr des Lichts taucht auch die Bärenmutter mit dem neugeborenen Jungen aus der Dunkelheit wieder auf. Für viele Frauen steht Dunkelheit für Schlimmes und Licht für Gutes.

Wie angenehm können jedoch dunkle Winterabende sein, an denen man ganz bei sich sein kann. Wie unangenehm können hingegen grelle Sommertage sein, an denen man keinen Schatten findet. Artio lehrt Frauen, sich zurück zu ziehen und Dinge reifen zu lassen — in die geborgene und schützende Dunkelheit zu gehen bzw. in das Licht mit neuem Leben, neuen Ideen und Projekten zu treten — ganz je nachdem, was gerade passend ist.

Kommentar verfassen