Benzaiten – Hinduistisch-japanische Göttin der Liebe und des Glücks

Benzaiten ist die die einzige weibliche Gestalt unter den sieben Glücksgottheiten Japans. „Ben“ ist das Stammwort für Beredsamkeit, sprechen, reden, daher ist sie auch die Göttin der Sprache und der Literatur. „Ten“ ist einerseits das japanische Wort für Himmel.

Die goldglänzende Geberin

Benzaiten ist die die einzige weibliche Gestalt unter den sieben Glücksgottheiten Japans. „Ben“ ist das Stammwort für Beredsamkeit, sprechen, reden, daher ist sie auch die Göttin der Sprache und der Literatur. „Ten“ ist einerseits das japanische Wort für Himmel, andererseits das Ersatzwort für Sanskrit „Dewa“ – Göttin.

Eine andere Bedeutung des Namens Benzaiten geht auf das Etymon „zai“ = Reichtum, Vermögen, Geld, Begabung, Fähigkeit zurück. Darum bringt die „Goldglänzende Geberin“ überreiche Gaben, nicht nur Nahrung, Geld und Reichtum, sondern auch Anmut, künstlerischen Sinn, Musikalität, Weisheit, Wissen und Einsicht.

Göttin für alles Fließende

Benzaiten war auch die Göttin des nach ihr benannten Flusses Benzaiten und sie beschützt als Flussgöttin alles Fließende – also auch die Wörter und die Sprache, die fließen soll, die Eloquenz, das Wissen, das nicht stillstehen darf sowie die Wellen und Schwingungen der Musik. Mitunter wird sie auch als Meeresgöttin verehrt.

Sie wird oft mit der indischen Sarasvati gleichgesetzt – auch einer ursprünglichen Flussgöttin, die ähnliche Gaben verteilt und eine ähnliche Energie hat. In Japan gilt Benzaiten als Schutzgöttin, zuerst jene des Landes, dann auch jene der Menschen.
Ihr Schrein befindet sich auf der Insel Enoshima in der Sagami Bay, 50 Kilometer südlich von Tokyo.

Sie wird häufig auf einem Drachen reitend und Laute spielend dargestellt. Sie hat acht Arme. Zwei ihrer Hände sind zum Gebet gefaltet, die übrigen halten ein Schwert, ein Juwel, einen Bogen, einen Pfeil, ein Rad und einen Schlüssel.

Ihre Priestergeweihten sind ausschließlich Frauen. Die vielseitige Benzaiten wird um Hilfe gebeten, wenn etwas ins Fließen kommen soll — wenn entscheidende Angelegenheiten mit guten Worten vermittelt werden sollen, wenn die künstlerischen Kräfte aktiviert werden sollen, Wissen vermehrt oder innerlicher bzw. äußerlicher Reichtum erwünscht wird.

Gute Orte, um mit Benzaiten in Kontakt zu treten sind fließende Gewässer, gute Tätigkeiten, um sie zu ehren ist jegliche Art künstlerischer Betätigung.

auch: Benten, Biancaitian (chinesisch)

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