Postvorta ist die römische Göttin der Vergangenheit und steht für alle Erfahrungen, die bereits gemacht wurden.

Die Erfahrene

Postvorta ist die römische Göttin der Vergangenheit und steht für alle Erfahrungen, die bereits gemacht wurden.

Sie und ihre Schwester Antevorta sind Begleiterinnen bzw. Schwestern oder Töchter der weissagenden und magischen Göttin Carmenta, zuweilen auch als Personifikationen zweier Eigenschaften derselben aufgefasst. Gemeinsam wurden sie auch die „Carmentae” genannt.
Das „Vorta“ in ihrem Namen bezieht sich auf das Verb „vertere“ für „wenden“. 
An einer Schwelle wendet sich die Göttin Postvorta und schaut zurück in die Vergangenheit. 
Durch ihr Wissen kann ihre Schwester Antevorta Schlüsse ziehen, die die Zukunft betreffen.
So wie wir alle an Schwellen unseres Lebens stehen und Erfahrungen aus der Vergangenheit dafür heranziehen, um Zukunftsprognosen zu stellen.

Allerdings können diese beiden Göttinnen auch anders interpretiert werden: Antevorta ist jene, die vor einer (Lebens-)Wende steht und Postvorta ist die Göttin nach dem erfolgten Wandel hinein in etwas Neues. Damit vertauschen sie eigentlich ihre Rollen und Antevorta wird zur Vergangenheitsgöttin und Postvorta zur Zukunftsgöttin.

Anfang Januar wurden in Rom Feierlichkeiten zu Ehren der Göttin Juno abgehalten, bei denen diese auch Antevorta bzw. Postvorta genannt wurde, weil sie an diesem Punkt des Jahres nach vorne und zurück blickt. 


Göttin der Steißgeburt

Diese Schwelle ist aber auch das „Tor ins Leben“, durch das Kinder geboren werden.
Antevorta und Postvorta hatten im antiken Rom zwei Altäre, sie wurden von schwangeren Frauen angerufen als Beschützerinnen gegen die Gefahren der Geburt.
Carmenta war für die Lage des Kindes im Mutterleib verantwortlich – als Antevorta ist sie die Göttin der „Kopfgeburt”, bei der das Baby mit dem Kopf voran zur Welt kommt, als Postvorta ist sie die Göttin der Steißgeburt.

auch: Postverta

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