Giltine, so meint man in Litauen, beschwört Unglück herauf. Sie kommt als sehr dünne, große, weißgewandete Gestalt in das Haus von Todkranken. Ihr Name leitet sich von einem Wort ab, dass sowohl „gelb“ als auch „stechend“ heißt.

Giftige Zunge

Giltine, so meint man in Litauen, beschwört Unglück herauf. Sie kommt als sehr dünne, große, weißgewandete Gestalt in das Haus von Todkranken. Ihr Name leitet sich von einem Wort ab, dass sowohl „gelb“ als auch „stechend“ heißt.

Es heißt von ihr, sie hätte eine giftige Zunge, die ihr immer aus dem Mund heraushängt. Mit dieser leckt sie das Gift von den Friedhöfen auf und benetzt damit anschließend jene, deren Tod unmittelbar bevorsteht. Sie soll Kranken auch den Tod bringen, indem sie diese erwürgt oder erstickt.

In Litauen wird daher dafür gesorgt, dass zwischen dem Dorf und dem Friedhof ein Fluss liegt, da Giltine kein Wasser überqueren kann. Begleitet wird Giltine auf ihren Streifzügen von ihrem heiligen Vogel, der Eule

Die schrecklichste Ausprägung dieser dämonischen Gestalt ist jene als Göttin der Pest.
Giltine ist die Schwester der Laima, der Schöpferin der Menschen, die gleichzeitig auch Schicksalsgöttin und Schutzgöttin der Schwangeren und der Wöchnerinnen ist.

Giltine ist damit die „andere Seite“ der Laima und bringt den Menschen jenes Schicksal, das am Ende ihres Lebens unausweichlich ist.

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