H'Uraru – Erdgöttin und Maisgroßmutter der nordamerikanischen Pawnee

Die Legende sagt, die „unheimliche H’Uraru“ lebt im Maiskolben und hat die Macht über Leben und Tod indem sie die Nahrung schenkt oder verweigert.

Die im Mais lebt

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Bei den Pawnee, die im heutigen Bundesstaat Kansas bzw. Nebraska leben, gilt H‘ Uraru als die Mutter von Leben und Tod.

Sie ist die Erde selbst, die ständig Leben aus sich hervorbringt, vor allem den lebensnotwendigen Mais.

Als Erdmutter vereinigte sie sich mit dem Himmelsgott Sakuru und bekam eine Tochter Uti Hiata, die Kornmutter.

Die Legende sagt, die „unheimliche H’Uraru“ ist nicht nur die Erde, sie lebt auch in jedem Maiskolben und hat die Macht über Leben und Tod indem sie die Nahrung schenkt oder verweigert. Die Kraft des Maiskolbens kommt von der Erde, jene, die für diese Macht zuständig sind kommen von oben.
Diese Synthese hat die göttliche Kraft von H’Uraru.

Wegen dieser göttlich-himmlischen Kraft werden Maiskolben auf Darstellungen oft auch blau gemalt. Der blaue Mais und das blaue Maismehl ist heilig.

Indem man die scheinbar toten Kinder der Göttin (vertrocknete Maisperlen) begräbt, schenkt man ihnen neues Leben. Dieses Gleichnis wird auch auf Menschen angewandt:
Die Erdgöttin speist die Lebenden, umarmt die Toten und schenkt ihnen neues Leben.
Ein tröstlicher Gedanke.

auch: Huraru

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