Litha – Keltische Mondgöttin

Litha steht für Überfluss und Fruchtbarkeit, Macht und Ordnung, Balance und Ausgewogenheit. Sie ist vor allem wegen ihres Festes, das zu Sommerbeginn gefeiert wird, bekannt.

Essenz des Jahresmittelpunkts

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Litha steht für Überfluss und Fruchtbarkeit, Macht und Ordnung, Balance und Ausgewogenheit. Sie ist vor allem wegen ihres Festes, das zu Sommerbeginn gefeiert wird, bekannt.

Besonders in den skandinavischen Ländern ist die Mittsommernacht (die ja in diesen Regionen hell wie der Tag ist) ein Grund zu feiern. Zum Fest der Litha erreicht die Sonne mit dem längsten Tag ihre höchste Kraft und Macht. Dies allerdings mit dem Bewusstsein, dass der Wendepunkt erreicht ist. Von diesem Tage an schwindet sie und wird im Winter wiedergeboren werden.

Mondgöttin am längsten Sonnentag gefeiert

Interessant ist, dass Litha als Mondgöttin gerade an jenem Tag gefeiert wird, an dem die Sonne am längsten scheint. Die Erklärung liegt wahrscheinlich im Mythos, dass in dieser Nacht Sonne und Mond — als Symbole für Tag und Nacht heiraten und damit der Erdgöttin Fruchtbarkeit spenden. Anlass für viele Paare dies auch zu tun.

Die Sonne ist als gehörnter Sonnengott auf dem Höhepunkt seiner Kraft, die von nun an langsam schwinden wird. So überträgt er seine Kraft allmählich immer mehr der Erde, was man dadurch merkt, dass die heißesten Tage des Jahres erst noch kommen werden, in denen die Sonne mit aller Kraft auf die Erde brennt.

Die Erde nimmt als Göttin diese Kraft, die der Sonnengott ihr opfert, auf und nährt damit die Frucht, die sie im Leibe trägt, also  die kommende Ernte, die auf den Feldern heran zu reifen beginnt. Zum Ausgleich zur sengenden Kraft des Sonnengottes wird innerhalb des Mittsommer-Festes Litha als Mondgöttin mit der Bitte um Wasser angerufen. Nur das richtige Verhältnis von Sonne (Licht und Wärme) und dem zum Wachstum nötigen Wasser, das ja immer in Verbindung mit der Mondgöttin gebracht wird, lässt dem Schoß der Mutter Erde neue Fruchtbarkeit und Ernte entsprießen.

Prinzip von Balance und Ausgewogenheit

Zu Sommerbeginn ist die Fruchtbarkeit von Göttin Natur überall zu spüren und zu sehen. Sie bereitet sich darauf vor, ihre Macht in Früchte und Samen zu leiten, die wir bald ernten dürfen. Noch ist allerdings nicht Erntezeit. Litha verspricht zunächst nur den Überfluss, der sich im Laufe des Sommers, wenn nach und nach alles geerntet wird, tatsächlich einstellt. Litha verkörpert all diese Mächte, Naturkräfte und die Ordnung der Natur — ein Wunder, das sich zyklisch immer wiederkehrt.

Dabei lehrt die Göttin Litha auch das Prinzip von Balance und Ausgewogenheit. Als Mondgöttin hält sie ständig die Balance zwischen den Kräften des Wachsens und des Abnehmens. Ihr Fest bildet die Mitte zwischen der Zeit des zunehmenden und des abnehmenden Lichts.

Sie ist die Essenz des Mittelpunkt des Jahres, das Zentrum, in dem die Zeit für einen kurzen Moment angehalten wird. Dies ist die ideale Zeit, um an Fragen des eigenen inneren Gleichgewichts zu arbeiten.

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