Momoy – Chumash-Göttin der Stechapfelblüte

Momoy ist eine Göttin des indigenen Stammes der Chumash, der an der kalifornischen Küste lebt. Sie ist die Göttin der Stechapfelblüte und ihrer medizinischen und rituellen Verwendung sowie Hüterin der Tradition. 

Die Stechapfel-Göttin

Momoy ist eine Göttin des indigenen Stammes der Chumash, der an der kalifornischen Küste lebt.
Sie ist die Göttin der Stechapfelblüte und ihrer medizinischen und rituellen Verwendung sowie Hüterin der Tradition. 

Die Stechapfelgewächse sind für ihre narkotischen und medizinischen Eigenschaften bekannt.
In der Mythologie und der Kultur der amerikanischen UreinwohnerInnen ist der Stechapfel eine heilige Pflanze, die für magische und medizinische Zwecke Verwendung fand. Der Konsum von Pflanzenteilen des Stechapfels ist aufgrund der halluzinogenen Wirkung weit verbreitet.
Durch den Genuss dieser Pflanze vor allem in Form eines Tees kommt es zu einem Rausch, in dem man Visionen und Weisheit erhält und dadurch fähig ist, mit AhnInnen und Gottheiten zu kommunizieren. 

Momoy, so heißt es in den Mythen, wachte über die korrekte Dosierung und die achtsame Anwendung sowie den sorgfältigen Gebrauch ihrer heiligen Pflanze.
Der Legende nach wusch Momoy ihre Hände in einer Schüssel und schuf so einen magischen Trunk. Als ihr Enkel sie fragte, warum sie keinen noch potenteren Trunk aus ihrem Badewasser machte, antwortete sie: „Wenn ich ein Bad nähme, würdest du dich in einen Teufel verwandeln oder sterben.“ 

Nach einer großen Flut in der „Großmutter Momoy“ weggeschwemmt wurde, verwandelte sie sich in die Pflanze und jede Stechapfelblüte wird als die Göttin angesehen.

Die indigenen Völker sind mit der Wirkung, aber auch den Gefahren des Stechapfels vertraut. Aus diesem Grund dürfen auch nur einige wenige in den Kult der Momoy Eingeweihte die Tränke bereiten und diese an andere verteilen.

Dargestellt wird Momoy meist als ältere Frau, die eine Halskette aus Steckapfelblüten trägt, bzw. mit diesen ihr Haar schmückt.

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