Bekannt ist Laverna vor allem als römische Göttin der unrechtmäßig erworbenen Gewinne. Ursprünglich war sie eine Unterweltsgöttin der EtruskerInnen und wurde später im römischen Reich zur Schutzgöttin der DiebInnen, BetrügerInnen und SchwindlerInnen umgedeutet, da diese oft im Dunkeln agieren.
Die „diebische“ Göttin
Bekannt ist Laverna vor allem als römische Göttin der unrechtmäßig erworbenen Gewinne. Ursprünglich war sie eine Unterweltsgöttin der EtruskerInnen und wurde später im römischen Reich zur Schutzgöttin der DiebInnen, BetrügerInnen und SchwindlerInnen umgedeutet, da diese oft im Dunkeln agieren.
Ihr Name soll sich entweder vom lateinische „latere“ („lauern“), „levare“ („erleichtern, verringern oder erleichtern“, was Taschendiebe sicherlich tun) oder „levator“ („Dieb“) ableiten.
Nach ihr benannt wurde die Porta Lavernalis (das Lavernentor) auf dem Aventin, in dessen Nähe sie einen Altar hatte. Sie wurde auch in einem heiligen Hain an der Via Salaria geehrt, einer berühmten antiken Straße, die quer über den Stiefel Italiens führte. Diese begann in Rom, folgte ein Stück dem Fluss Tiber und überquerte dann den Apennin bis zur Adria.
Unerbittliche Göttin der Lebenszeit
In ihrem Ursprung war sie aber eine Göttin der Dunkelheit, die im Spätherbst für den langsamen Verfall der Erde steht.
Sie schützt das begrabene Leben von Menschen, Tieren und Pflanzen, die allesamt in die Erde, also in die Unterwelt zurückkehren.
Sie behütet die verborgenen Reichtümer, die tief in der Erde sind, wie Edelsteine und edle Metalle.
Sie steht aber in ihrer Entwicklung im Römischen Reich auch für die diebische Energie: Für den geraubte Geldbeutel, den hinterlistigen Schwindel, den perfiden Betrug.
Aber auch für alles, was zur sicheren Aufbewahrung beiseite gelegt und dann vergessen wurde, die weggeworfenen Schätze, die verlorene Zeit …
Sie ist die unerbittliche Göttin der Lebenszeit, die uns irgendwann einmal „gestohlen“ wird.
Sie ist die, die darauf hinweist, dass sich die Menschen diese selbst nicht stehlen sollten.
Sie sieht all die kostbaren Dinge, die werden könnten, wenn ihnen Aufmerksamkeit geschenkt und sie nicht weggeworfen und missachtet würden.
Sie ruft den Menschen zu, dass sie ihr größtes Vermögen, das ihnen geschenkte Leben und ihre kostbare Lebenszeit nicht verschwenden und sich selbst stehen sollen. Denn das ist der schwerwiegendste Diebstahl!
Eine Göttin, die später mit Laverna in Verbindung gebracht wurde, ist Furrina, auch eine ursprünglich sehr alte etruskische Göttin – Gebieterin über die Erde und die Dunkelheit und damit auch über die DiebInnen.
auch: Lativerna
