Chomo Miyo Langsangma – Buddhistische Göttin des langen Lebens und der Güte

Man sagt, Chomo Miyo Langsangma sei sehr hübsch und strahlt gelb oder orangefarben. Auf Abbildungen wird sie oft als eine cremefarbene oder goldene Göttin die auf einem Tiger reitet dargestellt.

Die Nahrung bringende

Chomo Miyo Langsangma — verehrt von BuddhistInnen in Nepal und Tibet — ist auch die Gebieterin des gewaltigen Schnees. Im Himalaya werden fünf Göttinnen als die „Fünf Schwestern des Langen Lebens“ verehrt. Der Berg, den die Feengöttin sich als Wohnstatt ausgesucht hatte, lag im Schneeland Tibet und ist der höchste der Welt. 

Sie residieren auf den fünf höchsten Gipfeln des Himalaya zwischen Tibet und Nepal. Im Süden ist der Gipfel der Chomo Miyo Langsangma, der gelben Göttin der Güte. Mit 8850 m ist dies der höchste Berggipfel der Welt — der Mount Everest, der auch als heiliger Berg gilt. Für die BuddhistInnen in Nepal heißt dieser Berg Chomolungma und ist der nach ihr benannte Wohnsitz der Göttin Chomo Miyo Langsangma, die drittjüngste der fünf „Feengöttinen des Langen Lebens“.

Diese wird von den Menschen besonders geschätzt, da sie ihnen die Nahrungsmittel gibt. PilgerInnen kommen schon immer, um die Göttin zu sehen. Da sie von allen sehr geschätzt wurde, siedelten die Menschen am Fuße ihres Berges und erbauten Paläste und Pavillons.

Noch immer gibt es die Beschwörung: „Miyolangsangma, Gebieterin des gewaltigen Schnees, vollende all die Werke, die wir dir anvertraut haben!“ 

Die goldene Göttin auf ihrem Tiger

Man sagt, sie sei sehr hübsch und strahlt gelb oder orangefarben. Auf Abbildungen wird sie oft als eine cremefarbene oder goldene Göttin die auf einem Tiger reitet dargestellt.

Der Tiger steht als Symbol für übernatürliche Kräfte. Ihre übrigen Attribute deuten auf reichlich Nahrung und Reichtum hin, denn sie war für Ackerbau und Yaks zuständig.

Aus dem Tibetischen übersetzt bedeutet Miyo Langsangma „die unverrückbare Göttin und Beschützerin der Yaks“.

Ihre Nahrung und Reichtum spendende Funktion wird dargestellt, indem sie in ihren Händen sie jeweils eine Schale mit geröstetem Gerstenmehl oder anderen Speisen und einen Nyuli, einen unaufhörlich perlenspeienden Mungo hält. Sie trägt auf vielen Bildern vielfarbige Gewänder und auch Blütenkränze im Haar.

Die anderen der „fünf Schwestern des langen Lebens“ oder Glücksschwestern sind Tashi Tseringma, Tinggi Shelsangma, Chöpen Dringsangma und Tekar Drosangma. (Näheres zu deren Legende siehe auch bei Tashi Tseringma)

auch: Miyo Langsangma, Chomolangma, Qomolangma, Jomo Miyo Lang Sangma, Miyolangsangma

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