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Ki ist die früheste sumerische, altbabylonische, chaldäische Erdgöttin, die alles aus sich hervorbringt. Damit die von ihr geborgenen und erschaffenen Wesen auch gut leben können, schenkt sie allen Nahrung in unterschiedlicher Form. Sie ist das ursprüngliche weibliche Prinzip aller Materie

Das Unten

Ki ist die früheste sumerische, altbabylonische, chaldäische Erdgöttin, die alles aus sich hervorbringt. Damit die von ihr geborgenen und erschaffenen Wesen auch gut leben können, schenkt sie allen Nahrung in unterschiedlicher Form. Wie es für Erdgöttinnen üblich ist, nimmt sie alle Lebewesen am Ende ihres irdischen Daseins wieder in ihrem Leib auf. Sie ist das ursprüngliche weibliche Prinzip aller Materie.

In der sumerischen Mythologie ist Ki die Tochter der Nammu, der Göttin des Uranfangs. Das erinnert an die griechische Mythologie, in der die Erdgöttin Gaia auch aus der Ursprungsgöttin Nyx hervorgeht.

In der späteren babylonischen Mythologie ist Ki die Tochter von Kishar und Anshar.
Kishar ist auch eine Erdgöttin, sie wird als die „ganze Erde“ bezeichnet. Daher kann man davon ausgehen, dass ihre Tochter Ki das kleinere Prinzip ist, also der Landstrich auf dem ich lebe, die Erde, die ich gerade unter meinen Füßen spüre, die Stück Erde, das mich ernährt. Anshat ist der Gott des ganzen Himmels.

Der Bruder-Gatte von Ki ist auch ein Himmelsgott, nämlich Anu – offenbar auch der „kleinere Himmel“, den wir bis zum Horizont sehen, im Gegensatz zu seinem Vater, der als Himmel die gesamte Erde umspannt.
Ki ist oft einfach nur „das Unten“, während Anu „das Oben“ ist.

Mutter von Wind und Unterwelt

Ki ist die Mutter der Anunnaki, das sind in der mesopotamischen Mythologie die Gottheiten bzw. die Wesen der Unterwelt. Das erscheint für eine Erdgöttin nur allzu logisch, da ihre Kinder ja alle aus der „Unterwelt“ hervorkommen.
Ein Sohn von Ki und Anu ist Enlil, der Gott des Windes. Es war damals schon klar, dass es für den Wind (und damit auch für das Klima) beides braucht – Erde und Himmel. 

Der Mythos erzählt, dass Ki und Anu einst untrennbar miteinander in Liebe verbunden waren. Bis Ki Enlil zur Welt brachte, der die Eltern in zwei Teile spaltete.
Nur so konnten seine vielen Geschwister aus der Unterwelt, dem Bauch seiner Mutter später hervorkommen.
Die Göttin Ki erscheint auf sumerischen Texten des Schöpfungsmythos. Sie wird auch mit den sumerischen Göttinnen Ninhursanga bzw. Urasch gleichgesetzt.

Ihre Verehrungsorte sind heilige Haine, ihre Schreine Mulden in der Erde
Auch die sumerische Göttin der Unterwelt Ereshkigal trägt die Silbe Ki in ihrem Namen.

auch: Kirisha, Gi, Ge, Qi, Qe

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