Werdandi – Germanisch-nordische Schicksalsgöttin, Norne der Gegenwart

Werdani baut als mittlere der drei Nornen auf der Vergangenheit in Form der Norne Urd auf und verwirklicht deren Entscheidungen.

 Gestaltende Kraft

Werdani baut als mittlere der drei Nornen auf der Vergangenheit in Form der Norne Urd auf und verwirklicht deren Entscheidungen.

Ist Urd die Wirklichkeit, so ist Werdani die, die die Wirklichkeit verändern, formen kann. Sie symbolisiert das gestaltende Element und bestimmt damit, das, was wird. Daher wird sie nicht nur als „Seiende“ sondern auch als „Werdende“ bezeichnet.

Werdani hat die Gestalt einer jugendlichen Frau, die exakt im Hier und Jetzt ist. Sie lebt im hauchdünnen Bereich zwischen Vergangenheit und Zukunft. Und diese Zukunft beginnt im nächsten Augenblick, mit dem nächsten Atemzug. Der Atemzug davor ist schon wieder Vergangenheit.

Und dennoch ist die Gegenwart das einzig Reale, hier wirkt die schöpferische Kraft der Schicksalsgöttin Werdani. Nur hier kann aus dem Material, dem Erbe der Urd etwas gemacht werden. Verpasst man den Augenblick, kann es schon zu spät sein.
Werdani spekuliert nicht, sie kennt nicht den Konjunktiv.

Sie tut das, was sie gerade tut oder sie tut es auch einfach nicht. Als Norne der Gegenwart ist sie zuständig für die Evolution des Weltgeschehens.
Werdani ist aber auch großherzig, sie hat Erbarmen mit den vom Schicksal geschlagenen, sie tröstet diese, richtet sie wieder auf und ermuntert sie, ihren Schicksalsfaden selbst in die Hand zu nehmen.

auch: Verdandi, Verdanti, Verthandi

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