Aditi – Große Göttin der Hindu, als Frau, die mit der Sonne bekleidet ist

Aditi ist die indische Muttergöttin, die sich selbst und den Kosmos erschaffen hat, die Schöpferin allen Lebens.

Mutter Raum 

 Aditi ist die indische Muttergöttin, die sich selbst und den Kosmos erschaffen hat, die Schöpferin allen Lebens. Sie ist die Mutter des Sonnengottes Mitra, der Mondgöttin Varuna und der zwölf Monatsgöttinnen (bekannt als Adityas), mit denen sie der Unendlichkeit der Zeit Grenzen gesetzt hat.

Ein Mythos von ihr erzählt, dass sie sieben Söhne geboren hat und dann ein riesiges Ei zur Welt brachte, das in den Himmel aufstieg und zur Sonne wurde.

Eine andere Version des Mythos erzählt, dass sie nur einen Sohn hatte, der aber so leuchtend und prächtig war, dass sein Anblick ihr in den Augen weh tat. Deshalb spaltete sie diesen in zwölf Teile auf, die die Ordnung der Natur beherrschen sollten. Aditis Schoss gilt als Nabel der Welt. Sie trägt den Himmel, erhält jede Existenz und nährt die Erde. Sie hat schon immer existiert und ist der Inbegriff der fortdauernden Schöpfung.

Die grenzenlose Göttin jenseits des Begreifbaren

Manchmal wird Aditi als „Mutter Erde“ bezeichnet. Genauer wäre allerdings „Mutter Raum“ oder „Mutter des Universums“.

Der Name Aditi bedeutet im Sanskrit nämlich „Die Grenzenlose“, „Unendlichkeit“ bzw. „Ungebundenheit“.

Aditi umspannt alles Leben und Sein, sie ist die Verkörperung dessen, was jenseits des Messbaren und Begreifbaren existiert.

Sie wird als kraftvolle, ewig junge und alles behütende Göttin angebetet. Manchmal wird sie auch als Kuh dargestellt, die die das ganze Weltall nährt (Milchstraße).

Die Göttin soll die ihr Vertrauenden von Krankheit, Not und Sündenbefleckung befreien, ist also auch eine Erlösergestalt. Ferner wird sie gerufen, wenn es darum geht, sich zu erweitern, über den einschränkenden Tellerrand hinaus zu sehen, sich über die Grenzen des eigenen Verstandes zu erheben.

Sie hilft dabei, wenn Projekte und Pläne innerhalb eines größeren, vielleicht noch nicht erkennbaren Ganzen eingebettet werden sollen, wenn universelle Energien benötigt werden, wenn Frauen nach den Sternen greifen wollen …

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