Ainé – Irisch-keltische Muttergöttin und Feenkönigin

Ainé ist die Göttin der Sonnenwende, der Fruchtbarkeit und Liebe, der Sonne und des Feuers, des Getreides und der Rinder. Ihre Name bedeutet „Helligkeit“ oder „Hitze“ bzw. auch „Geschwindigkeit“.

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 Mutter der Feen

Ainé ist die Göttin der Sonnenwende, der Fruchtbarkeit und Liebe, der Sonne und des Feuers, des Getreides und der Rinder. Ihre Name bedeutet „Helligkeit“ oder „Hitze“ bzw. auch „Geschwindigkeit„. Ainé gilt als gütig und den Menschen wohl gesonnen. Sie hat aus ihren Liebesaffären mit sterblichen Männern viele Feen geboren.

Sie gilt als Königin bzw. als Mutter der Feen, vor allem auch der Banshees. Sie ist die Schutzgöttin von Munster in der irischen Grafschaft Killarney. In ganz Irland sind Orts-, Bergs- und Quellennamen mit ihr verbunden. Ihr Wohnort ist der Hügel von Cnog Aine in Country Limerick, wo sie auch heute noch als Fee leben soll. Sie soll dem Mädesüß ihren Duft geben haben.

Fackel-Prozessionen zu Sommerbeginn

Trotz der Christianisierung blieb ihr Kult noch lange erhalten. In Irland wird sie noch heute verehrt, weil sie das Getreide wachsen lässt und das Vieh beschützt. Besonders unter den Bäuerinnen und Bauern ist sie daher beliebt.

Ihr zu Ehren werden in der Provinz Limerick bis heute jedes Jahr in der Nacht der Sommersonnenwende eine Lichterprozession um und über den Hügel Knockainey abgehalten.

Auch an anderen Orten werden in der ersten Sommernacht Fackeln entzündet und um die Hügel getragen. Danach verteilt man die Fackeln und schwenkt sie über dem Land und dem Vieh, von der Göttin gute Ernte, Schutz und Fruchtbarkeit  zu erbitten.

Viele alte Geschichten ranken sich um die Göttin Ainé.
In einer Sage heißt es: Als man die Zeremonie einmal wegen eines Todesfalles nicht stattfinden ließ, tanzten nachts Geisterfackeln um die Hügel, die von Ainé angeführt wurden, damit den Bauern trotzdem eine gute Ernte sicher war.

Eine andere Geschichte erzählt davon, dass sie einmal einigen Mädchen zur Mittsommernacht erschien, die ihr zu Ehren Fackeln den Knockainey hinauftrugen. Aine bedankte sich bei ihnen ganz herzlich für die Huldigung und bat sie dann aber, schnell nach Hause zurückzukehren. Als die Mädchen nach dem Grund fragten, erklärte sie ihnen, dass das Feenvolk auf diesem Hügel sein Sonnenwendfest feiere. Da die Mädchen keine Feenschar entdecken konnten, nahm Aine ihren magischen Ring vom Finger und ließ jedes der Mädchen einmal hindurchschauen. Und da sahen sie, dass der ganze Hügel voll von herumtanzenden, fröhlichen Feen war. Die Mädchen bedankten sich und traten zügig ihren Heimweg an, denn sie wussten, dass wenn sie in das Fest hineingerieten, ihnen Jahre wie Stunden erscheinen würden.

Gelegentlich erscheint Aine in der Gestalt einer roten Stute, der „Lair Derg“, was ihren Aspekt als Sonnengöttin unterstreicht (Pferde tauchen immer wieder im Zusammenhang mit Sonnengöttinnen auf – siehe z.B. Xatel-Ekwa).

auch: Aone

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