Anna Perenna – Römische Göttin des Frühlings und des jungen bzw. neuen Jahres und des Mondes

Anna Perenna stammt wahrscheinlich aus der etruskischen Mythologie, wo sie eine Erdmuttergöttin darstellte. Ihr Name leitet sich vermutlich von lat. anus („alte Frau“) oder von annus („Jahr“) und perennis („ewig“) ab.

Großmutter der Zeit

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Anna Perenna stammt wahrscheinlich aus der etruskischen Mythologie, wo sie eine Erdmuttergöttin darstellte. Ihr Name leitet sich vermutlich von lat. anus („alte Frau“) oder von annus („Jahr“) und perennis („ewig“) ab.

In Rom wurde sie als Neujahrsgöttin im März verehrt, da der März im römischen Kalender der erste Monat war. Anna Perenna ist die Großmutter der Zeit. Sie lebt gleichzeitig in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Sie ist daher die Göttin des laufenden Jahres, aller vergangenen Jahre und all jener, die sich noch entfalten werden. Sie ist die Gebieterin der Prophezeiungen in die Zukunft und der Geschichte der Vergangenheit.

Sie weiß und sieht alles. Sie erkennt Menschen ohne hin zu sehen und spürt sie von ihrer Geburt bis zum Grab. Denen, die ihr Leben aufmerksam und bewusst gestalten, zeigt sie einen besseren Weg, einen fröhlicheren als den alten.

Der „monatliche Besuch“ der Göttin

Sie ist Symbol des Alten und des Jungen und die Göttin des Jahreslaufs, ihr Name bedeutet auch „stets wiederkehrendes Jahr“. Sie kann in die Zukunft sehen, die Vergangenheit überblicken und weiß alles über das Hier und Jetzt. Sie steht an der Schwelle, schaut zurück, gleichzeitig nach vor — und das schon lange bevor man diese Eigenschaft dem Gott Janus zugeschrieben hat.

Auch Menschen können das üben: Zurück zu blicken und daraus Schlüsse für ihr Handeln in der Zukunft zu ziehen.

Aber Anna Perenna warnt: „Die Vergangenheit war einmal dein Hier und Jetzt, und ich hoffe, du hast sie gut genutzt. Jetzt ist sie vorbei. Bald wird die Zukunft dein Leben sein, aber jetzt noch nicht. Bleibe in der Mitte, und alles wird gut.“

Frauen werden von Anna Perenna monatlich besucht, traditionell geschieht es bei Vollmond, wenn sich die Astralebenen, Himmel und Erde, berühren. Frauen entscheiden aber ihren Zeitpunkt selbst. Wenn sie die Göttin dann bewusst einladen, dann können sie Anna Perenna sehen und mit ihr reden. Sie bringt Frauen bei, wie sie meditieren, um mehr sich selbst und von der in jeder Frau lebenden Göttinnenkraft zu erfahren.

Brachte selbst gebackene Kuchen

Ihr zu Ehren wurde im antiken Rom am 15. März mit Beginn des Frühlings, von wo an die Natur wieder Nahrung zu spenden beginnt, ein fröhliches Fest mit Essen, Wein und Gesang gefeiert wurde. So viel Becher man leerte, so viel Jahre schenkte sie.

Für die meisten Leute ist es ein Tag der uneingeschränkten Fröhlichkeit. Sie ist eine nährende Göttin.

Der Legende nach war sie einmal eine Menschenfrau, die viel Gutes getan hat. Verehrt wird sie, weil sie der Sage nach während der Stadtkämpfe in Rom täglich in der Gestalt einer alten Frau selbst gebackene Kuchen den verhungernden PlebejerInnen brachte und ihnen so das Leben rettete.

Daher werden bei ihrem Fest öffentliche Gebete und Weihegaben dargebracht, um ein erfolgreiches kommendes Jahr zu sichern.

Einer anderen Überlieferung nach war sie die Schwester der Göttin Dido und flüchtet nach deren Tod zu Aeneas. Hier drohte ihr aber Gefahr durch die Eifersucht seiner Frau Lavinia. Durch Dido , welche ihr im Traume erschien, gewarnt, stürzte sich Anna in den Fluss Numicius. Anna Perenna wird in eine Nymphe verwandelt und symbolisiert fortan die befruchtende Kraft des Wassers.

auch: Peranna

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