Bharata ist eine Bezeichnung für Indien, auch Bharata Varsha genannt. Mata heißt Mutter. Bharata Mata ist also „Mutter Indien“. Daher sprechen die InderInnen sprechen vom Mutterland, nicht vom Vaterland. Manchmal wird die Landkarte Indiens als Murti, als Verkörperung von Bharata Mata verehrt.

Göttin Mutterland

Bharata ist eine Bezeichnung für Indien, auch Bharata Varsha genannt. Mata heißt Mutter. 
Bharata Mata ist also „Mutter Indien“. Daher sprechen die InderInnen vom Mutterland, nicht vom Vaterland. Manchmal wird die Landkarte Indiens als Murti, als Verkörperung von Bharata Mata verehrt.

Bharata Mata wird als Göttin verehrt. In Indien gibt es Tempel, die Bharata Mata als Göttin gewidmet sind, in denen auch bildliche Darstellungen von Bharata Mata zu finden sind.
Vor allem aber ist Bharata Mata der offizielle einheimische Name für das Staatengebilde Indien. Den Landesnamen „Indien“ haben die InderInnen nämlich nicht selbst ihrem Land geben. Dieser hat seinen Ursprung im Namen des Flusses Sindhu.
Der heute gebräuchlichen Namen „Indus“ stammt aus der altgriechischen Kultur, die diesen nach der persischen Benennung für diesen Fluss prägten: Indūs. Die persischen und die griechi­sches Völker bezeichneten danach auch die BewohnerInnen des Landes, das der Indus durchfließt, als „hindū“ bzw. „Indoi“.

Alles ist heilig

Der ganze indische Subkontinent ist also die Göttin. In diesem Sinne ist für die InderInnen alles heilig. Wie z.B. die Flüsse Ganga und Yamuna. Genauso auch Berge wie zum Beispiel der Himalaya, der z.B. als Göttin Uma verehrt wird. Der höchste Gipfel im Himalaya heißt Annapurna – das ist eine der Namen der Göttin Parvati.
Und natürlich gelten auch die Elemente Wasser, Feuer und Wind als Ausdruck der Göttin, sowie es auch die gesamte Muttererde ist.

Auch jeder Landesteil von Indien hat eine Göttin, die sich um diesen diesen kümmert. 
Bharata Mata wird als die Mutter von allen InderInnen verstanden.
Selbst wenn diese nicht mehr in ihrem Mutterland leben, fühlen sie sich von ihr beschützt und getragen. Wenn sie im Ausland leben haben InderInnen daher auch weiter eine große Hingabe für ihr Land. Etwas, was man vielleicht in anderen Völkern nicht so kennt.
Auch in der dritten, vierten, fünften, sechsten Generation haben im Ausland lebende InderInnen eine tiefe Ehrerbietung vor Bharata Mata.
Die Mutter Indien ist weiter mit ihnen verbunden – als die Göttin der Muttererde.

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