Für welche Naturkraft Nemea stand, ist nicht überliefert. Auch sonst ist über die Göttin Nemea selbst nicht viel bekannt. Mehr weiß man über die Nemëischen Spiele (auch: die Nemeen), denen sie ihren Namen gegeben hat.

Die Löwenmutter

In der griechischen und römischen Mythologie werden Nymphen oft mit Naturgeistern gleichgesetzt. Man sah in diesen auch weiblichen Gottheiten, die als Personifikationen von Naturkräften auftreten.

Für welche Naturkraft Nemea stand, ist nicht überliefert. Auch sonst ist über die Göttin Nemea selbst nicht viel bekannt. Mehr weiß man über die Nemëischen Spiele (auch: die Nemeen), denen sie ihren Namen gegeben hat.
Diese Wettkämpfe wurden im antiken Griechenland im Heiligtum von Nemea ausgetragen – und zwar jeweils im Jahr vor bzw. nach den Olympischen Spielen. Das Programm umfasste folgende Disziplinen: Stadionlauf (Stadionlänge 180 m), Boxen, Bogenschießen, Ringen, Diskuswerfen, Speerwerfen und Wagenrennen.

Der Legende nach wurden die Spiele eingeführt, nachdem Herakles den Nemëischen Löwen besiegt hatte. Das wirkt allerdings seltsam, da Nemea höchstpersönlich die Mutter dieses Löwen war. Dieses Fabelwesen hatte die Kraft von zehn gewöhnlichen Löwen. Er hatte ein wundersames Fell, das ihn nahezu unverwundbar machte – es schützte ihn gegen Pfeile, Speere und Schwerter. Und dieser Löwe trat im Gefolge der Göttin Echidna auf.

In einer anderen Version des Mythos war Nemea die Mutter des Helden Archemoros und die Nemëischen Spiele sind zu dessen Ehre abgehalten worden. In einer nach ihr benannten Tragödie von Aischylos erscheint sie jedenfalls als Mutter des Archemoros. Ein Bild des Aglaophon, das Alkibiades in Athen weihte, zeigte Nemea, wie sie Alkibiades auf ihrem Schoß trug. Auf Vasenbildern sieht man sie bei der Leichenfeier für Archemoros.

Das Stadion von Nemea, das im gleichlautenden Ort steht, ist bis heute als Ruine noch recht gut erhalten. Der Ort Nemea liegt in der Argolis, jenem Gebiet, das zwischen dem Saronischen Golf und dem Argolischen Golf im Nordosten der Peloponnes.

Auch heute werden dort noch alle vier Jahre (jeweils im selben Jahr wie die Olympischen Spiele) Sportwettkämpfe ausgetragen.
Nemea ist eine Tochter der Selene und des Zeus. Ihre beiden Schwestern sind Pandia und Ersa.

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