Echidna – Griechische Göttin – halb Frau halb Schlange

Echidna ist die Tochter der Gaia und Tartaros, der Erdmutter und des Gottes der Unterwelt. Die griechische Göttin — in ihrer Erscheinung halb Frau halb Schlange — lebt in einer Höhle und wacht über die Grenze zur Unterwelt.

Führerin und Grenzgängerin

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Echidna ist die Tochter der Gaia und Tartaros, der Erdmutter und des Gottes der Unterwelt. Die griechische Göttin — in ihrer Erscheinung halb Frau halb Schlange — lebt in einer Höhle und wacht über die Grenze zur Unterwelt.

Man erzählt sich wilde Geschichten über sie: Dass sie Feuer speit und Menschen frisst und viele Ungeheuer geboren hat. Ihre Kinder sind u.a.:

  • die Chimäre, jenes Feuer schnaubende Mischwesen aus Löwe, Ziege und Schlange,
  • Zerberus, der blutgierige Hund der Unterwelt mit mehreren Köpfen, der den Hades bewacht,
  • Orthos, der Hund, der die Rinder des Geryoneus bewachte,
  • Hydra, die neunköpfige Schlange mit ihrem alles vernichtendem Giftatem,
  • die Sphinx, das Wesen mit dem geflügeltem Löwenleib und dem Kopf und der Brust einer Frau, das jeden verschlang, der ihr Rätsel nicht lösen konnte,
  • Ladon, der tausendköpfige Drachen, der gemeinsam mit den Hesperiden die goldenen Äpfel bewachte, sowie jener monströsen Adler, der Prometheus die Leber aus dem Leib hackte.

Echidna ist die ideale Göttin für alle Mütter, die meinen ihre Kinder wären Monster. Sie kann ihnen anhand ihrer „Rasselbande“ zeigen, was wirkliche Monster sind: Wilde kraftvolle Wesen, die oft eine ganz wichtige Bestimmung und Funktion im sozialen Gefüge haben.

Jene, die Echidna wirklich begegnet sind, schätzen sie als Führerin und Grenzgängerin. Die dunklen Orte der Seele und der Erde sind ihre geheimen Orte. Sie ist ebenso liebevoll wie gnadenlos und grausam.
Sie kann alte Wunden aufreißen, Eiter heraussagen und die tiefsten Geheimnisse ausloten. Wer sich ihr allerdings anvertraut und mit ihr in die Tiefen der eigenen Nacht geht, wird sicher geführt und entdeckt zuletzt die hellsten Seiten der eigenen Seele.

auch: Ekhidna

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