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Die Lobende

Eupheme ist die griechische Göttin bzw. der weibliche Geist der freundlichen Wörter, des guten Omens, des Lobes, der Akklamation, der Triumphschreie und des Beifalls.
Ihr Name setzt sich zusammen aus „eu“ (altgriechisch für „gut“) und „phemia“ = die Stimme.
Mit Menschen, die mit ihren Gaben gesegnet sind, kommunizieren wir gerne, weil sie unterstützend auf uns wirken.

Ihre Schwestern sind Philophrosyne, Euthenia und Eukleia. Zusammen mit ihnen gehört sie zu den jüngeren Grazien, Töchter einer der älteren Grazien, nämlich der Göttin Aglaia. Ihr Vater ist Hephaistos.

Die Geschichte der Eupheme erzählt, dass sie eine Nymphe der Hippokrene-Quelle war, die unterhalb des Ostgipfels des Berges Helikons in Böotien (Zentralgriechenland) liegt.
Bei dieser Quelle soll Eupheme die Amme der Musen gewesen sein. Daher war die Quelle sowohl den Musen wie auch dem Gott Apoll heilig.
Es heißt, der Genuss des Wassers dieser Quelle lässt Menschen gute Wort finden und förderte die Genialität in der Dichtkunst – dies wohl als Gabe der Eupheme. Sie war auch als Relief in einem Felsen nahe der Quelle verewigt.

Eupheme wurde vom Gott Pan geliebt und hatte mit ihm einen Sohn namens Krotos, der ein Liebling der neun Musen war.
Ihr Gegenstück ist Momus, der in der griechischen Mythologie die Personifikation von Satire, Hohn, Kritik und Spott ist. Während Eupheme immer mit Beifall, Lob und Anerkennung zur Stelle ist, wusste Momus als scharfzüngiger Geist an allem etwas auszusetzen. Er wurde schließlich wegen unfairer Kritik aus der Gesellschaft der Gottheiten vom Olymp ausgeschlossen.

Nach dieser Göttin ist natürlich auch der Euphemismus – die Worte von guter Vorbedeutung – benannt. Euphemismus kann uns sowohl in allen literarischen Gattungen sowie im alltäglichen Gespräch begegnen.
Euphemismus ist auch ein kommunikatives Stilmittel, das etwas beschönigt, anstatt es direkt zu benennen. Er wird oft bewusst dazu genutzt, einen Sachverhalt zu verharmlosen und somit unbedeutender erscheinen zu lassen. Als Euphemismus versteht man auch ist die Verwendung eines „guten“ Wortes für eine „schlechte“ Sache oder schlechten Sachverhalt.
Diese Bedeutungen sind aber sicher nicht im Sinne der Göttin und viel zu kurz gegriffen.
Denn die wunderbare Gabe die Eupheme den Menschen geschenkt hat, ist es, zu loben, fördernde und aufbauende Worte zu finden, die die Kommunikation unter den Menschen angenehm machen und Freude bereiten.

Einer der Jupitermonde wurde nach dieser Göttin benannt.

auch: Euphemia, Eufemia

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