Eukleia ist die griechische Göttin bzw. der weibliche Geist des Ruhms und des guten Rufs sowie der Zuverlässigkeit.

Sittsames Leben und große Taten

Eukleia ist die griechische Göttin bzw. der weibliche Geist des Ruhms und des guten Rufs sowie der Zuverlässigkeit.

Ihre Schwestern sind Philophrosyne, Euthenia und Eupheme. Zusammen mit ihnen gehört sie zu den jüngeren Grazien, Töchter einer der älteren Grazien, nämlich der Göttin Aglaia. Ihr Vater ist Hephaistos.

In griechischen Vasengemälden wird Eukleia häufig unter den Anhängerinnen der Aphrodite gezeigt, wo sie den guten Ruf einer „keuschen Braut“ darstellt. Eukleia wurde aber auch mit Artemis gleichgesetzt. Dies vermutlich, weil Artemis als „jungfräuliche“ Göttin gilt.
Es heißt, Eukleia war einst eine menschliche Frau, die sehr jung gestorben ist und sich damit ihre „Jungfräulichkeit“ bewahren konnte. Es gab in ihrem kurzen Leben nichts, was ihren guten Ruf hätte beschädigen können. Damit wurde sie nach ihrem Tod in den Rang einer Göttin erhoben. Einer „reinen“ Göttin, die über alle Zweifel erhaben ist.
Allerdings wissen wir von Artemis, dass „jungfräuliche“ Göttinnen nicht in dem Sinne verstanden werden können, dass sie (noch) keinen Geschlechtsverkehr hatten, sondern dass sie Frauen waren, die keinen Mann angehörten und ein freies, selbstbestimmtes Leben führten.

Göttin für Bräute

Der Zusammenhang mit Aphrodite, der Liebesgöttin und der „jungfräuliche“ Göttin Artemis sowie mit der Reinheit ihres guten Rufes, ließ sie vor allem zu einer wichtigen Göttin für Bräute werden. Besonders Frauen mussten ja auf ihren „gute Ruf“ sehr bedacht sein. Daher gab es auf jedem Markt einen Altar oder ein Bild von dieser Göttin, bei dem man sie anrufen und ihr Weihegaben darbringen konnte, zum Zwecke, der gute Ruf möge sich auf die Brautleute übertragen.

Worauf sich der gute Ruf, den Eukleia zu verleihen imstande ist, gründet, dazu gibt es mehrere Möglichkeiten: Zum Beispiel durch ein sittsames Leben oder durch große Taten.

Ein Hauptheiligtum hatte sie in Athen, das ihr zu Ehren denjenigen gewidmet war, die in der Marathonschlacht tapfer und zuverlässig kämpften. Hier scheint sich der gute Ruf auf die herausragenden Leistungen der Kämpfer in der Schlacht zu gründen. Sie war daher auch für den Ruhm zuständig.
Archäologisch lassen sich Eukleia-Darstellungen im antiken Athen bis ins 5. Jahrhundert v.u.Z. nachweisen.

Eukleia wurde aber vor allem in Locris, Böotien und Mazedonien verehrt.
Sie hatte auch ein Heiligtum in Aigai, der alten Hauptstadt von Mazedonien.
In Böotien ist Eukleia vor allem wegen ihrer Gabe der Zuverlässigkeit und ihrer Ausstrahlung des guten Rufes als Ehegöttin bekannt, die auch bei Geburten behilflich ist.

auch: Eucleia

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