Weret Hekau – Ägyptische Schlangen- und Zaubergöttin

Ihr Name bedeutet „die an Zauber Große“, „Große Zauberin“, „die Zauberreiche“ bzw. „​Groß an Magie“. Als Kronengöttin, deren Eigenname sowohl „Krone“ wie „Diadem“ bedeutet, erscheint Weret Hekau meistens auf Abbildungen der Thronbesteigung eines Pharaos.

Worte der weiblichen Macht

Weret Hekau ist vor allem als Beiname verschiedener Göttinnen bekannt. Vor allem Wadjet, aber auch die Kriegs- und Löwengöttin Sekhmet sowie Renenutet. Mut, Hathor und Isis führen oft diesen Namen.

Ihr Name bedeutet „die an Zauber Große“, „Große Zauberin“, „die Zauberreiche“ bzw. „Groß an Magie„. Sie hat aber auch einen selbstständigen Charakter vor allem als Göttin in Schlangengestalt bzw. mit Menschenkörper und Schlangen- bzw. Löwenkopf, oft auch mit einer Sonnenscheibe über ihrem Kopf. Manchmal windet sich auch eine Kobra über ihre Stirn.

Sich aufbäumende Schlange mit Frauenkopf

Weret Hekau wird mehrfach auf Gegenständen des Grabes Tut anch Amuns erwähnt.
Ein kleiner Schrein aus dem Grabschatz des Tutanchamun enthält ein Kultbild der Göttin. Hier ist sie als sich aufbäumende Schlange mit dem Kopf einer Frau abgebildet, die den König säugt – also in ihrer Urform, ihrer mütterlich-nährenden Rolle.

Oft wird auch die Königin selbst als die Göttin Weret Hekau angesehen, nachdem sie den nächsten Pharao geboren hat, bzw. galten Pharaoninnen wie Hatshepsut als Inkarnation der Göttin.

Als Kronengöttin, deren Eigenname sowohl „Krone“ wie „Diadem“ bedeutet, erscheint Weret Hekau meistens auf Abbildungen der Thronbesteigung eines Pharaos. Diesen führt sie zu Gott Amun und hält ihm dabei das Lebenszeichen Ankh an die Nase. Der König wiederum bringt der Göttin Opfer dar.
Durch die Gleichsetzung mit dem Sonnenauge und dem Uräus gilt sie auch als Tochter bzw. als Beschützerin des Sonnengottes.

Magische Sprüche und Worte der Macht

Ihre Zauberkraft äußerte sich vor allem in magischen Sprüchen, die sie den HerrscherInnen einflüsterte. „Hekau“ bedeutet im Altgriechischen „Worte der Macht“, bzw. noch genauer „Worte der weiblichen Macht„, also jener Urmacht, die über allen anderen steht und die quasi als Geburtsrecht allen Frauen zusteht.
Weret Hekau ist damit vermutlich auch die Ahnin der Göttin Hekate, deren Name aus dem Wortstamm „Hekau“ wurzelt.

Die magischen Sprüche, die sie den HerrscherInnen einflüsterte, verliehen diesen vermutlich die Macht zu herrschen.

Der Name Weret Hekau taucht oft auf Grabbeigaben (speziell Waffen) auf. Offenbar hatte Weret Hekau eine beschützende Funktion gegen die Gefahren der Unterwelt. Andererseits ist ihr Name auch in Elfenbeinmessern geritzt, die schwangere bzw. stillende Mütter beschützen sollten.

auch: Werethekau, Weret-Hekau, Urt-Hekau, Urthekau, Pachet-Weret-Hekau

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