Marici – Buddhistische Göttin der Sonne, des Himmels und des Lichts

Der Name der Göttin Marici wird auch mit „Lichtstrahl“ übersetzt. Sie wird als die Glorreiche, die Ruhmvolle, die Sonne der Fröhlichkeit und des Glücks bezeichnet.

Lichtstrahl 

Der Name der Göttin Marici wird auch mit „Lichtstrahl“ übersetzt. Sie wird als die Glorreiche, die Ruhmvolle, die Sonne der Fröhlichkeit und des Glücks bezeichnet. All dies soll sie auch den Menschen bringen.

Marici ist ein weiblicher Yidam von roter (manchmal auch gelber, goldener oder weißer) Farbe. (Yidam bedeutet Meditationsgottheit.) Sie wird mit der Sonne und vor allem dem Sonnenauf- und -untergang verbunden.

Die Morgen- und die Abenddämmerung sind die bevorzugten Zeiten des Tages, an denen sie angerufen und auf sie meditiert wird.
Auf Darstellungen hat sie meist drei Gesichter (eines davon in Form einer Sau).
In ihren acht Händen hält sie verschiedene Werkzeuge, u.a. einen Pfeil, eine Fliegenklatsche, Nadel und Faden, eine Gebetsmühle, einen Stab, ein Schwert und einen Dreizack.

Umgeben ist sie von einem Kranz aus blitzenden Strahlen. Sie bewegt sich auf einem von sieben Ebern gezogenem Gefährt fort. In dieser Form heißt sie Samkshipta-Marici. Es gibt von ihr auch eine zweiarmige Form, diese wird Ashokakanta gernannt und ist von goldgelber Farbe. Hier reitet sie auf einem Schwein und hält in der linken Hand einen Zweig des Ashoka-Baumes.

Von Marici gibt es aber auch eine erschreckende und hässliche Form, die Ornamente mit Totenschädeln trägt. Unter ihrem Namen Ubhayavarahanana tritt sie mit ihren Füßen auf hinduistische Götter wie Shiva, Vishnu und Brahma. Manchmal sitzt sie auch als Diamant-Schwein in einem Lotus, der von sieben Schweinen umgeben ist.

Eine ganz besondere Eigenschaft der Göttin Marici ist das Unsichtbar-Machen. In einigen Geschichten wird erzählt, dass sie die Begleiterin der Sonnengöttin Surya ist, um die sie sich so schnell dreht, dass man sie nicht mehr sieht. Daher kann sie niemand wahrnehmen, erkennen, fangen, verletzen, täuschen, bestrafen oder berauben.

In der japanischen Mythologie ist sie nicht nur eine Sonnengöttin, sondern wird umfassender als Göttin des ganzen Himmels und allen Lichtes angesehen.
Das Mantra zu Ehren der Marici wird von Reisenden als Schutz verwendet.
Die buddhistische Marici ist mit der hinduistischen Surya vergleichbar.

auch: Marichi, Mo-li-zhi (chinesisch), Ma-li-chih (chinesisch), Molichitian (chinesisch), Ozer Chenma (tibetisch), Marishi-ten (japanisch)

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