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Bei den Alaisiagae handelte es sich um den Beinamen bzw. eine Sammelbezeichnung verschiedener germanischer bzw. friesischer Göttinnen. Zu den Alaisiagae zählen vor allem die Göttinnen Baudihillia, Friagabis, Beda und Fimmilena, die auch immer wieder gemeinsam oder paarweise erwähnt werden. Überliefert sind von ihnen Votivinschriften auf Altarbildern, die nahe des ehemaligen Hadrianswall gefunden wurden.

Die Allgeehrten

Bei den Alaisiagae handelte es sich um den Beinamen bzw. eine Sammelbezeichnung verschiedener germanischer bzw. friesischer Göttinnen. Sie wurden im römischen Britannien vor allem von Soldaten des germanischen Stammes der Tuihanten verehrt, der in Friesland ansässig war (heute die niederländischen Landschaft Twente in der Provinz Overijssel).
Zu den Alaisiagae zählen vor allem die Göttinnen BoudihilliaFriagabis, Beda und Fimmilena, die auch immer wieder gemeinsam oder paarweise erwähnt werden. Überliefert sind von ihnen Votivinschriften auf Altarbildern, die nahe des ehemaligen Hadrianswall gefunden wurden.
Es wird vermutet, dass noch andere Göttinnen, wie z.B. Garmangabis zu den Alaisiagae zu zählen ist. Von eine Reihe weiterer Göttinnen ist der Name nicht überliefert.

Eine der Votivinschriften für diese Göttinnen lautet:
DEO MARTI THINCSO UND DVABVS ALAISAGIS BEDE UND FIMMILENE UND AVG GERM CIVES TVIHANTI VSLM“
„Dem Gott Mars Thincsus und den beiden Alaisagae, Beda und Fimmilena, und dem göttlichen Geist des Kaisers erfüllen die germanische Stammesangehörige aus Tuihantis ihren Schwur bereitwillig und verdient.“

Der Name der beiden anderen Göttinnen findet sich auf einer Inschrift in Vercovicium am Hadrianswall in Nordengland:
„Deabus // Alaisia/gis Bau/dihillie / et Friaga/bi et N(umini) Aug(usti) / n(umerus) Hnau/difridi / v(otum) s(olvit) l(ibens) m(erito)
„Den Göttinnen der Alaisiagae, Baudihillia und Friagabis und an die Göttlichkeit des Kaisers hat die Einheit des Hnaudifridus ihr Gelübde gern und zu Recht erfüllt.“

Abschrecken von Schrecken

Das weist darauf hin, dass germanische Truppen im römischen Britannien gedient haben und unter dem Schutz der Alaisiagae standen.
Ihr Name Alaisiagae leitet sich von urkeltischen Wort „Ad-lājsījā-agai“ ab, was in etwa „Angst senden“ bedeutet. Es handelte sich dabei vermutlich um eine Verteidigungsstrategie, als „Abschrecken von Schrecken“. Damit sind die Alaisiagae den Kampf- und Kriegsgöttinnen zuzurechnen.
Eine andere Bedeutung der Bezeichnung für diese Göttinnen könnte allerdings auch „die Allgeehrten“ sein, was die Bedeutung und vielleicht auch ein wenig die Ehrfurcht vor diesen Göttinnen herausstreicht.

Die unter dem Begriff Alaisiagae zusammengefassten Göttinnen kann man sich walkürenartige mythische Figuren vorstellen, die auch eine wichtige Funktion im Rechtssystem hatten. So gelten sie auch als die „großen Gesetzsprecherinnen“.
Dieses Sprechen der Gesetze inkludiert auch, dass sie davor zuständig waren, ihren Segen für bestimmte Dinge zu gewähren.

Es wird den Alaisiagae auch ein keltischer Ursprung zugeschrieben, das stimmt aber vermutlich nicht ganz, weil die Namen der Fimmilena und der Friagabis mit einem F beginnen, was in der keltischen Sprache nicht bekannt ist. Boudihillia und Beda hingegen sind eher keltische Namen.

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