Die kroatischen bzw. serbischen Göttinnen Sreca und ihre Schwester Nesreca sind wahrscheinlich sehr ähnliche Göttinnen wie die russischen Dolya und Nedolya.

Spinnt den goldenen Faden

Die kroatischen bzw. serbischen Göttinnen Sreca und ihre Schwester Nesreca sind wahrscheinlich sehr ähnliche Göttinnen wie die russischen Dolya und Nedolya.

Als Göttin des Schicksals und des Spinnens ist Sreca eine liebliche junge Frau, das einen goldenen Faden spinnt. Quasi als Assistentin der großen Göttin Mokosch spinnt Sreca den Faden des Lebens.
Das serbokroatische Wort „sreća“ bedeutet Glück und das dazugehörige Adjektiv „srećan“ oder „sretan“ steht übersetzt für glücklich. Verbunden damit ist das Verb „sresti“ und das bedeutet „treffen, begegnen“.
Denn Glück ist etwas, dem wir in unserem Leben begegnen – und es dann hoffentlich auch erkennen

Sreca ist den Menschen wohlgesonnen und beschützt Häuser, Herden und Felder. Es heißt, sie lebt als Hausgöttin in allen Häusern. Wenn sie mit dem Geschehen im Haus einverstanden ist, wenn die Menschen zueinander freundlich sind, dann bleibt sie auch wohlwollend und freundlich. Ist dies nicht der Fall, dann verwandelt sie sich in Nesreca, was wortwörtlich übersetzt auch „Unfall“ bedeutet.
Aus der lieblichen jungen Frau wird dann eine schreckliche, mürrische Alte mit blutunterlaufenen Augen, von der man sagt, dass die Missmut und schlechte Laune bringt.
Damit schiebt man ihr die Verantwortung für die Stimmung im Haus zu, was eigentlich nicht stimmt, denn sie spiegelt eigentlich nur die Atmosphäre wider, die ohnehin schon vorhanden ist.

auch: Sreća, Srecha, Sretja und Sretya


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