Unelanuhi – Sonnengöttin der Cherokee

Unelanuhi wird auch „wunderschöne Frau“ oder „glühender Sonnenaufgang“ genannt. Unelanuhi hilft Frauen mit ihrer Wärme und Strahlen aus der „Dunkelheit“ so mancher Lebensphase.

Glühender Sonnenaufgang 

Unelanuhi wird auch „wunderschöne Frau“ oder „glühender Sonnenaufgang“ genannt. Die Legende über sie erzählt: Als die Welt hatte noch keine Sonne hatte, wurde die Beutelratte losgeschickt, um eine zu holen.

Sie hat sich aber mit der Sonnenglut am Schwanz verbrannt. Dann versucht es der Geier, versengte aber bei diesem Versuch seine Federn. Schließlich webte die Spinnengroßmutter ein Netz und konnte damit Unelanuhi, die Sonne fangen. Alle Tiere konnten nun aus ihren Höhlen der Unterwelt heraus kommen und auf der Erdoberfläche leben und auch die Menschen bekamen das Sonnenlicht und die Wärme.

Fang die Sonne ein und lass sie in dein Inneres

Unelanuhi hilft Frauen mit ihrer Wärme und Strahlen aus der „Dunkelheit“ so mancher Lebensphase. Frauen brauchen dazu „einfach“ nur ihre Arme weit ausbreiten, ihr spirituelles Spinnennetz spannen und die Sonnengöttin einfangen und in ihr Inneres zu lassen.

Sie ist die lustvolle Bejahung der hellen, strahlenden, kraftvollen und femininen Energie des Lichtes und der Wärme auf der Erde. Unelanuhi schafft mit ihrer Bewegung durch den Himmel die Zeit und teilt sie in Einheiten (Stunden, Tag, Nacht, Jahreszeiten) auf.

Von Bruder Mond einmal im Monat besucht

Obwohl sie niemandem gehört, ist sie mit ihrem Liebhaber und Bruder Mond untrennbar verbunden. Er besuchte sie einmal im Monat, immer Nachts, wenn der Himmel ganz dunkel ist, gab sich aber nicht zu erkennen. Sie wandte einen Trick an und tauchte ihre Hände in Asche und fuhr ihm im Dunkeln über das Gesicht.

Diese „Rußflecken“ sieht man noch heute am Mond. Als er bemerkte, dass ihn Unelanuhi erkannt hat, flüchtete er aus Scham an die entfernteste Stelle im Himmel. Von da an jagen sie einander immer über den Himmel hinterher, weil sie sich nach wie vor lieben.

Allerdings wird vermutet, dass der Mond seine Liebhaberin und Schwester einmal im Monat – zu Neumond nach wie vor besucht und beglückt.

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