Fluonia nährt den Fötus in der Gebärmutter mit Blut. Man glaubte, sie hält im Akt der Empfängnis für die nächsten neun Monate das Blut zurück, das normalerweise als Menstruation fließt.

Die mit Blut Nährende

Im antiken Rom waren Göttinnen sehr wichtig, die Kinder in allen Phasen ihrer Entwicklung im Mutterleib bis zur Geburt und danach begleiten und beschützen.
Eine davon ist Fluonia, die das Kind in der Gebärmutter mit Blut nährt. Man glaubte, sie hält im Akt der Empfängnis für die nächsten neun Monate das Blut zurück, das normalerweise als Menstruation fließt. 

Sie steht dabei in enger Kooperation mit Dea Mena, der „Vorsteherin der Menstruation“. Der damaligen medizinischen Auffassung nach unterstützt diese die Göttin Fluonia dabei, den monatlichen Blutfluss zurückzuhalten.
Fluonia führt das Blut dem Fötus zu, was bewirkt das dieser im Mutterleib wächst. 
Fluonia kooperiert dabei auch mit der Göttin Alemonia, die dafür zuständig war, die ungeborene Kinder im Bauch der Mütter zu nähren, damit sie voll entwickelt geboren werden konnten. 

Nach ausreichendem Wachstum bestimmen schließlich die drei Schicksalsgöttinnen Parca, Nona und Decima die Geburt zur rechten Zeit.
Die Göttin Lucina bringt das Kind darauf hin ans Licht der Welt, das dann zu Ehren der Göttin Ops, die die Neugeborenen beschützt, auf die Erde gelegt wird, damit es von dieser Göttin der Fülle beschenkt wird. 

Fluonia war ursprünglich nur ein Beiname der Juno, welcher dieser Göttin durch die Hemmung des Menstruation während der Schwangerschaft einen wesentlichen Einfluss auf und Ernährung des Kindes im Mutterleibe zuschrieb.
Dies erschien so wichtig, dass sie schließlich zu einer eigenständigen Göttin wurde.

Ihr Name leitet sich vom  fluo, fluere ab (übersetzt: fließen).

auch: Fluviona,  Fluvionia

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