Iris – Geflügelte Göttin des Regenbogens in der griechischen Mythologie, Botin der Gottheiten

Iris ist vor allem als Dienerin der Hera bekannt. Sie wohnt im Olymp und steigt auf einem Regenbogen zur Erde herab und überbringt die Botschaften der Hera und anderer Gottheiten den Menschen.

Führerin und Beraterin 

Iris ist vor allem als Dienerin der Hera bekannt. Sie wohnt im Olymp und steigt auf einem Regenbogen zur Erde herab und überbringt die Botschaften der Hera und anderer Gottheiten den Menschen. In dieser Eigenschaft wird sie mehrmals in Homers Ilias erwähnt, allerdings nicht in der Odyssee.
Damit war sie auch Führerin und Beraterin der Menschen. Wenn ein Regenbogen erschien, war dies in der altgriechischen Welt das Zeichen, dass eine Botschaft der Gottheiten durch Iris, ihrer Botin, überbracht wurde. Iris ist eine Enkeltochter der Gaia.

Nach Hesiod ist sie die Tochter der Okeanide Elektra (Goldglanz) und des Titanen Thaumas (Wunder) und Schwester der Harpyien, Sturm- und Rachegöttinnen. Gelegentlich werden Iris und ihr Gefährte Zephyros als Eltern von Eros (Gott des Sichverliebens) und Pothos (Gott des Liebesverlangens) genannt.

Der goldene Krug der Iris

Brach Streit in der Welt des Olymps aus, schickte Zeus Iris in die Unterwelt, um in ihrem goldenen Krug Wasser aus dem Fluss der Göttin Styx zu holen. Das Wasser der Styx kann fast alles zersetzen, bei dem Krug der Iris macht es eine Ausnahme. Meineid oder der Bruch eines Schwurs wurde am Trankopfer aus dem Krug der Iris erkannt. Sollte dies der Fall gewesen sein, gab es für die betroffene Gottheit eine Reihe an schwerwiegenden Folgen (siehe auch Styx).

Da diese Konsequenzen so gefürchtet waren, galt Iris allein wegen ihrer Anwesenheit im Olymp als Frieden bringend und wahrend. Zumeist wird sie mit goldenen oder rotschimmernden Flügeln, Flügelschuhen und Heroldsstab dargestellt. Später wurde sie in der Mythologie von Hermes verdrängt, der als Bote des Zeus bekannter wurde als Iris, die Botin der Hera.

Wenn sie nicht im Auftrag der Hera unterwegs war, schlief sie unter deren Bett. Wenn Hera mit Zeus schlafen wollte, dann bereitete Iris das Liebeslager vor.

Bis an die Grenzen der Welt

Iris eilt von einem Ende der Welt zum anderen, von den Höhen des Olymps in die Unterwelt und die Tiefe des Meeres. Man sagt von ihr, sie käme bis an die Grenzen der Welt, dort wo die Regenbogen beginnen, daher werden die Regenbogenfarben auch als „Farben der Iris“ bezeichnet.

Nach altem Glauben war sie es, die die Wolken mit dem Wasser aus Seen und Flüssen speist, damit diese es im Regen wieder auf die Erde fallen lassen. Möglicherweise ist sie daher eine alte Regengöttin, die im Regenbogen den Regen und die Sonne Segen bringend vereint.

Ihre Rolle in der Argonautensage

In der Argonautensage griff Iris schlichtend in den Kampf zwischen ihren Schwestern, den Sturmgöttinnen Harpyien und den beiden Argonauten Kalais und Zetes, Söhnen des Nordwindes Boreas, ein. Die Harpyien– von Zeus als Strafe gesendet – raubten dem blinden Seher Phineus die Speisen. Die Boreaden kamen zu seiner Verteidigung.

Nachdem Iris die Boreaden zur Vernunft gerufen und auf die Wasser der Styx geschworen hatte, dass die Harpyien Phineus fortan in Ruhe lassen würden, ließen Verfolger und Verfolgte über den Strophaden („Inseln der Wende“) voneinander ab.

Kommentar verfassen