Juturna – Römische Göttin der Quellen, Seen, Teiche, Bäche, Flüsse, Brunnen sowie der BrunnenbauerInnen

Ihr Name leitet sich von iuvo „ich helfe“ ab. So hieß in Italien auch eine Quelle, deren Wasser als heilbringend verehrt wurde und die am Fuße des Palatin entsprang. Alle Gewässer, die der Juturna geweiht sind, sollen Heilkräfte besitzen. Sie ist als Quellgöttin ein Symbol für einen Neubeginn und schützt vor Wassermangel.

Die Tränenreiche

Ihr Name leitet sich von «iuvo» — «ich helfe» ab. So hieß in Italien auch eine Quelle, deren Wasser als heilbringend verehrt wurde und die am Fuße des Palatin entsprang.

Alle Gewässer, die der Juturna geweiht sind, sollen Heilkräfte besitzen. Sie ist als Quellgöttin ein Symbol für einen Neubeginn und schützt vor Wassermangel. Als Tochter der Venilia und des Daunus war Juturna ursprünglich eine normale Sterbliche, Prinzessin im italienischen Rutilia.

Sie gefiel dem Jupiter, der ihr die Jungfernschaft gegen Vergöttlichung und somit auch Unsterblichkeit tauschte. Sie soll die einzige gewesen sein, auf die Juno, die Frau von Jupiter nicht eifersüchtig war.

Juturna war die Schwester des Turnus, des jungen, wilden Königs der Rutuler, den sie sehr liebte. Sie stand ihm im Kampf gegen Aeneas tatkräftig bei, indem sie ihn in Gestalt seines Wagenlenkers entführte. Turnus fiel allerdings schließlich doch in der Schlacht und Juturna musste ihn seinem unentfliehbaren Schicksal übergeben.
Sie verlässt, ihre Unsterblichkeit verwünschend, das Schlachtfeld.

Aus Trauer in eine Quelle verwandelt

Nun gibt es zwei Versionen:
Die eine besagt, dass sie sich aus Gram in einer nahe gelegenen Quelle ertränkt haben soll.
In der anderen soll sie in so vielen Tränen zerflossen sein, dass sich daraus eine Quelle bildete. Jupiter soll sie in beiden Fällen verwandelt haben — entweder in eine Nymphe oder in die Quelle selbst, deren Wasser große Heilwirkung hat, da Juturna durch diesen tiefen Prozess der Trauer gegangen war und aus diesem durch und durch gereinigt und geläutert hervorgegangen ist.

Juturna wird auch als Göttin der Unterwelt bezeichnet – einerseits wegen ihres großen Schmerzes über den Verlust ihres Bruders, der sie tief in ihr Innerstes gebracht hat, andererseits, weil alle Quellen und Brunnen aus den Tiefen der Erde sprudeln.

Sie hilft Frauen, die ähnliches durchmachen, durch diesen Trauerprozess durch zu fließen und geheilt daraus hervorzugehen.

Am 11. Januar werden ihr zu Ehren die Juturnalien gefeiert, indem das Wasser in allen seinen Erscheinungsformen geehrt wird.

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