In der lettischen Mythologie ist die Piena māte die „Milchmutter“. Ihre Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass Kühe und andere Nutztiere ausreichend Milch geben, um die Menschen zu ernähren.
Die Milchmutter
In der lettischen Mythologie ist die Piena māte die „Milchmutter“. Ihre Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass Kühe und andere Nutztiere ausreichend Milch geben, um die Menschen zu ernähren.
Die rund 70 „Mātes“ der lettischen Mythologie sind personifizierte mütterliche Naturkräfte, die einen bestimmten Aspekt der Natur vertreten und für verschiedene Ereignisse und Aspekte des Alltags im menschlichen Leben bzw. in der Natur zuständig sind. Piena māte ist deine davon. Ihre Schwestern sind u.a. Gausu Māte, Juras Māte, Lauku Māte, Meza Māte, Upes Māte, Zemes Māte, Velu Māte und Veja Māte.
Da Wasser in alten Glaubensvorstellungen oft für Milch stand, wird sie in Liedern und Geschichten oft in Verbindung mit Flüssen, Seen oder dem Meer erwähnt.
Der Begriff „mātes piens“ bedeutet direkt „Muttermilch“. Muttermilch ist die natürlichste und nahrhafteste Nahrung für Neugeborene, die sich erst in den ersten Tagen nach der Geburt voll entwickelt. Dass dies auch so geschieht, darum wird die „Milchmutter“ Piena māte gebeten.
Die Milchmutter wird in der baltischen Mythologie oft mit der Ringelnatter in Verbindung gebracht. In Litauen und Lettland galten diese Schlangen als Haustiere und Beschützerinnen des Viehs, die traditionell mit Milch gefüttert wurden.

