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	<title>Fruchtbarkeit Archive - artedea</title>
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	<title>Fruchtbarkeit Archive - artedea</title>
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	<item>
		<title>Aryong Jong &#8211; Koreanische Wasser-, Regen- und Fruchtbarkeitsgöttin</title>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Aug 2025 14:38:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Göttinnen]]></category>
		<category><![CDATA[Fruchtbarkeit]]></category>
		<category><![CDATA[göttin]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Aryong Jong ist die koreanische Göttin des Wassers und des Regens.  Die Drachengeborene Regenmutter Sie ist nach einer heiligen Quelle oder einem heiligen Brunnen benannt und eng mit der Gegend um Gyeongju (im heutigen Südkorea) verbunden, der Hauptstadt von Silla, einem der Drei Königreiche Koreas im Altertum. In die Mythen eingegangen ist vor allem Aryong ... <a title="Aryong Jong &#8211; Koreanische Wasser-, Regen- und Fruchtbarkeitsgöttin" class="read-more" href="https://artedea.net/aryong-jong-koreanische-wasser-regen-und-fruchtbarkeitsgoettin/" aria-label="Mehr Informationen über Aryong Jong &#8211; Koreanische Wasser-, Regen- und Fruchtbarkeitsgöttin">Weiterlesen ...</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://artedea.net/aryong-jong-koreanische-wasser-regen-und-fruchtbarkeitsgoettin/">Aryong Jong &#8211; Koreanische Wasser-, Regen- und Fruchtbarkeitsgöttin</a> erschien zuerst auf <a href="https://artedea.net">artedea</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-weight: 400;">Aryong Jong ist die koreanische Göttin des <strong>Wassers</strong> und des <strong>Regens</strong>. </span></p>
<h2 style="text-align: center;"><strong>Die Drachengeborene Regenmutter</strong></h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Sie ist nach einer <strong>heiligen Quelle</strong> oder einem heiligen Brunnen benannt und eng mit der Gegend um <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gyeongju" target="_blank" rel="noopener">Gyeongju</a> (im heutigen Südkorea) verbunden, der Hauptstadt von Silla, einem der Drei Königreiche Koreas im Altertum.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">In die Mythen eingegangen ist vor allem Aryong Jongs <strong>Geburt</strong>, von der es mehrere Versionen gibt: </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">So soll sie von einem <strong>Drachen</strong> oder <a href="https://kaleidoscopic-path.fandom.com/wiki/Kyeryong" target="_blank" rel="noopener">Kyeryong</a> geboren worden sein, der aus einer heiligen Quelle in der Nähe von Saryang kam, einem Dorf unweit des späteren Gyeongju. In Korea werden Drachen vor allem mit Wasser in Verbindung gebracht und als <strong>wohlwollende Wesen</strong> betrachtet, die Wolken und Regen bringen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Der Kyeryong ist eine Drachenart mit <strong>Vogelelementen</strong> – das Wort bedeutet wörtlich „Hühnerdrache“ oder „Hahndrache“. Das europäische Äquivalent ist vielleicht Basilisk. </span></p><div id="arted-557500559" class="arted-lammas-2024 arted-entity-placement" style="margin-top: 7px;margin-bottom: 7px;"><a href="https://artedea-shop.net/epages/51e23038-7656-4e03-84cb-d986f24a6aef.sf/de_DE/?ObjectID=1782458" aria-label="heilwurz"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz.jpg" alt=""  srcset="https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz.jpg 800w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz-400x100.jpg 400w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz-768x192.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" width="800" height="200"   /></a></div>
<p><span style="font-weight: 400;">Aryong Jong wurde entweder direkt vom Drachen geboren oder sie schlüpfte aus einem Ei, das der Drache gelegt hatte (dies ist kein ungewöhnliches Thema in der koreanischen Mythologie). </span><span style="font-weight: 400;">Eine andere Version besagt, dass Aryong Jong nach dem Tod des Drachen aus dessen Körper oder der Rippe hervorging.</span></p>
<h2>Das Kind mit Hühnerschnabel</h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Einer anderen Geschichte zufolge war Aryong Jong die Tochter von <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Lady_Saso" target="_blank" rel="noopener">Lady Saso</a>, einer Frau aus der chinesischen Königsfamilie, die später zur Xian (eine taoistische Unsterbliche) oder Göttin/Geist des Seondo-Berges wurde, einem niedrigen Berg in der Nähe von Gyeongju.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Obwohl Aryong Jong ein wunderschönes Baby war, wurde sie mit einem <strong>Hühnerschnabel</strong> geboren, einem Zeichen ihrer Kyeryong-Mutter. Als sie jedoch in der heiligen Quelle gebadet wurde, fiel dieser ab und sie wurde wieder ganz menschlich.</span></p><div id="arted-383843571" class="arted-raeucher-ebook arted-entity-placement" style="margin-top: 7px;margin-bottom: 6px;"><a href="https://artedea-shop.net/epages/51e23038-7656-4e03-84cb-d986f24a6aef.sf/de_DE/?ObjectID=5384235" aria-label="xr:d:DACXjiUAi3Y:766,j:1513608975030691014,t:23081215"><img decoding="async" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023.jpg" alt=""  srcset="https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023.jpg 850w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-800x226.jpg 800w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-400x113.jpg 400w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-768x217.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" width="850" height="240"   /></a></div>
<p><span style="font-weight: 400;">Aryong Jong heiratete Hyeokgeose (der übrigens ebenfalls aus einem Ei geboren wurde), als beide dreizehn Jahre alt waren. Hyeokgeose gründete daraufhin das<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Silla" target="_blank" rel="noopener"><strong> Königreich Silla</strong></a> (der Überlieferung zufolge 57 v.u.Z, und die beiden regierten lange und erfolgreich und verbesserten die landwirtschaftlichen Techniken, sodass das Volk Wohlstand erlangte.<br />
Sie waren so beliebt, dass das Volk sie „Die zwei Heiligen“ nannte. Sie bekamen viele gemeinsame Kinder und gründeten den Bak- (oder Park-)Clan, der bis heute einer der häufigsten Familiennamen in Korea ist. Nach 61-jähriger Herrschaft starben beide und wurden getrennt begraben; ihre Gräber wurden zu Pilgerstätten.</span></p>
<h2><span style="font-weight: 400;">Bringt Regen während Dürreperioden</span></h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Als Wasser- und Regengöttin wird Aryong Jong für ihre Fähigkeit verehrt, während Dürreperioden Regen zu bringen. Ein traditionelles <strong>Regenritual</strong> besteht darin, sie um Hilfe zu bitten, während man Wasser durch ein Sieb gießt, um Regen zu simulieren.  </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Als Gründerin eines sehr großen Clans gilt sie auch als <strong>Fruchtbarkeitsgöttin</strong>, an die sich Frauen wenden, die heiraten oder Kinder zeugen möchten. Ihr <strong>Drachenbrunnen</strong> ist eine Pilgerstätte für Frauen mit Kinderwunsch.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">In späteren (legendären) Zeiten rief ein Prinz namens Jumong (ebenfalls aus einem Ei geboren und Sohn der Weidengöttin Yuhwa und des Sonnengottes Habaek) Aryong Jong herbei, damit sie die Stadt seines Rivalen zerstört. Dies tat sie, indem sie so viel Regen herabrief, dass eine Flut die Stadt wegschwemmte. Jumong ließ daraufhin durch Zauberei seine eigene Stadt an dieser Stelle erstehen und gründete das Königreich Goguryeo oder Goryeo, das die Grundlage für den englischen <strong>Namen „Korea“</strong> bildet.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Sie wird manchmal zusammen mit <strong><a href="https://artedea.net/yeongdeung-halmang-koreanische-windgoettin/">Yeongdeung Halmang</a></strong>, der koreanischen Göttin der Winde, erwähnt. Gemeinsam treiben sie den erwünschten und fruchtbaren Regen über das Land.</span></p>
<p><em><strong>auch: Alyeong, Aryeong </strong></em></p>
<div id="arted-3583829925" class="arted-nach-dem-inhalt-2 arted-entity-placement" style="margin-top: 7px;margin-bottom: 7px;"><a href="https://artedea-shop.net/epages/51e23038-7656-4e03-84cb-d986f24a6aef.sf/de_DE/?ObjectID=1782446" aria-label="lammas banner2022-schmal"><img decoding="async" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/07/lammas-banner2022-schmal.jpg" alt=""  srcset="https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/07/lammas-banner2022-schmal.jpg 1026w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/07/lammas-banner2022-schmal-800x222.jpg 800w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/07/lammas-banner2022-schmal-1024x284.jpg 1024w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/07/lammas-banner2022-schmal-400x111.jpg 400w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/07/lammas-banner2022-schmal-768x213.jpg 768w" sizes="(max-width: 1026px) 100vw, 1026px" width="1026" height="285"   /></a></div><div id="arted-1399313279" class="arted-nach-dem-inhalt-4 arted-entity-placement" style="margin-top: 7px;margin-bottom: 6px;"><a href="https://artedea-shop.net/epages/51e23038-7656-4e03-84cb-d986f24a6aef.sf/de_DE/?ObjectID=5384235" aria-label="xr:d:DACXjiUAi3Y:766,j:1513608975030691014,t:23081215"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023.jpg" alt=""  srcset="https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023.jpg 850w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-800x226.jpg 800w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-400x113.jpg 400w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-768x217.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" width="850" height="240"   /></a></div><div id="arted-1492995200" class="arted-nach-dem-inhalt-6 arted-entity-placement" style="margin-top: 7px;margin-bottom: 7px;"><a href="https://artedea-shop.net/epages/51e23038-7656-4e03-84cb-d986f24a6aef.sf/de_DE/?ObjectID=1782458" aria-label="heilwurz"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz.jpg" alt=""  srcset="https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz.jpg 800w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz-400x100.jpg 400w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz-768x192.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" width="800" height="200"   /></a></div><p>Der Beitrag <a href="https://artedea.net/aryong-jong-koreanische-wasser-regen-und-fruchtbarkeitsgoettin/">Aryong Jong &#8211; Koreanische Wasser-, Regen- und Fruchtbarkeitsgöttin</a> erschien zuerst auf <a href="https://artedea.net">artedea</a>.</p>
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		<title>Tako&#8217;tsi Nakawe &#8211; Huicholen-Göttin der Vegetation und alles Lebendigen</title>
		<link>https://artedea.net/takotsi-nakawe-huicholen-goettin-der-vegetation-und-alles-lebendigen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Apr 2023 06:19:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erde]]></category>
		<category><![CDATA[Fruchtbarkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Schlangen]]></category>
		<category><![CDATA[Schönheit]]></category>
		<category><![CDATA[Wasser]]></category>
		<category><![CDATA[Erdgöttinnen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In Mexiko beim Volk der Huicholen gilt Tako&#8217;tsi Nakawe als das weibliche Prinzip der Schöpfung. Sie ist die Vegetationsgöttin, alles Pflanzenleben, überhaupt alles Lebendige und die gesamte Erde mit all ihren Materialien gehören ihr. Wachstum der Großmutter In Mexiko beim Volk der Huicholen gilt Tako&#8217;tsi Nakawe als das weibliche Prinzip der Schöpfung. Sie ist die ... <a title="Tako&#8217;tsi Nakawe &#8211; Huicholen-Göttin der Vegetation und alles Lebendigen" class="read-more" href="https://artedea.net/takotsi-nakawe-huicholen-goettin-der-vegetation-und-alles-lebendigen/" aria-label="Mehr Informationen über Tako&#8217;tsi Nakawe &#8211; Huicholen-Göttin der Vegetation und alles Lebendigen">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-weight: 400;">In Mexiko beim Volk der Huicholen gilt Tako&#8217;tsi Nakawe als das weibliche Prinzip der Schöpfung. Sie ist die Vegetationsgöttin, alles Pflanzenleben, überhaupt alles Lebendige und die gesamte Erde mit all ihren Materialien gehören ihr.</span></p>
<h2 style="text-align: center;"><strong>Wachstum der Großmutter</strong></h2>
<p><span style="font-weight: 400;">In Mexiko beim Volk der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Huicholen" target="_blank" rel="noopener">Huicholen</a> gilt Tako&#8217;tsi Nakawe als das <strong>weibliche Prinzip der Schöpfung</strong>.<br />
Sie ist die <strong>Vegetationsgöttin</strong>, alles Pflanzenleben, überhaupt <strong>alles Lebendige</strong> und die gesamte Erde mit all ihren Materialien gehören ihr.<br />
Sie ist nicht nur eine <strong>Erdgöttin</strong>, sondern auch die höchste Gottheit des <strong>Wassers</strong>. Sie lebt als <strong>Regenschlange</strong> in jeder Himmelsrichtung, wo ihre Namen Tate Hautse Kupuri, Tate Kyewimoka, Tate Naaliwami und Tate Rapawiyama sind. Aus all diesen Richtungen bringt sie den Segen des Wassers.<br />
</span><span style="font-weight: 400;">Im Osten ist sie <strong>rot</strong>, die Blumen des Frühlings sind ihr Rock, im Westen ist sie <strong>weiß</strong>, wie eine weiße Wolke, <strong>blau</strong> ist die Regenschlangengöttin des Südens und ihr gehören die Samen und singende SchamanInnen und im Norden wird sie als <strong>bunt gefleckt</strong> wahrgenommen und als Regen und Nebel, die in den Bäumen und im Gras hängen. Sie kontrolliert die generative, belebende Kraft des Wassers, das die Sonnenhitze ausgleicht, ihr entgegenwirkt und sie lindert und so erst Leben ermöglicht. Damit mildert sie im heißen Mexiko die Energie der als männlich wahrgenommenen Sonne, sowie jene ihres Sohnes, des Feuergottes Tatevali.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Huicholen" target="_blank" rel="noopener">Huicholen</a> sind ein indigenes Volk Mexikos mit etwa 15.000 bis 20.000 Angehörigen, das berühmt für seine komplexe, schamanische Religion sowie für wunderschöne Kunstwerke ist, die begehrte Sammelobjekte sind.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Nakawé oder Tako&#8217;tsi Nakawe (phonetisch) ist ein Wort aus der<strong> Wixarika-Sprache</strong>. Es bedeutet „Wachstum der Großmutter“ oder „Göttin der Schöpfung und Fruchtbarkeit“.<br />
</span><span style="font-weight: 400;">Sie gilt auch als Mutter aller Gottheiten, insbesondere des Feuergottes Tatevali. Sie wird immer als sehr alte Frau dargestellt und angerufen, damit sie auch Menschen den <strong>Segen der Langlebigkeit</strong> gewährt.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ihr Mythos erzählt, dass Tako&#8217;tsi Nakawe, die mächtige Magierin, die ursprüngliche Schamanin war, die am Anbeginn der Zeit die Welt mit ihrem magischen Bambusstab und ihrem Medizinkorb erschaffen hat. Von da an ist sie verantwortlich für die <strong>gesamte Vegetation</strong> und den landwirtschaftlichen Reichtum.<br />
</span><span style="font-weight: 400;">Sie gab den Menschen auch <strong>heilende und spirituelle Rituale</strong>.</span></p><div id="arted-557500559" class="arted-lammas-2024 arted-entity-placement" style="margin-top: 7px;margin-bottom: 7px;"><a href="https://artedea-shop.net/epages/51e23038-7656-4e03-84cb-d986f24a6aef.sf/de_DE/?ObjectID=1782458" aria-label="heilwurz"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz.jpg" alt=""  srcset="https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz.jpg 800w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz-400x100.jpg 400w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz-768x192.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" width="800" height="200"   /></a></div>
<h2>Blumen aus <span style="font-weight: 400;"> ihrem Menstruationsblut</span></h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Aus ihrer eigenen blutigen Unterwäsche, die von ihrem <strong>Menstruationsblut</strong> durchdrungen ist, formte sie rote Blumen und warf diese Blumen in eine Wüstenquelle. Daraufhin sprossen Früchte und Blumen aus dem Boden – ebenso wie ihre Tochter, die Huichol-Göttin der Geburt.<br />
</span><span style="font-weight: 400;">Sie beeinflusst auch die persönliche <strong>Fruchtbarkeit</strong>, gewährt eine sichere und einfache <strong>Geburt</strong>.<br />
</span>Sie ist es auch, die Neugeborene bis zu ihrer erwachsenen Statur bringt. Damit gewährt sie überall <strong>Expansion</strong> und <strong>Wachstum</strong>.</p>
<p><span style="font-weight: 400;">Sie, die <strong>Uralte</strong>, hat verworrene Strähnen aus grünem und silbernem Haar, die im Kosmos wirbeln. Ihr Rock wird kaleidoskopisch im Sternenhimmel wahrgenommen, sie lebt in <strong>Hohlräumen</strong> unter dem Erdboden, auch in jenen von Häusern, von wo aus sie die Menschen beschützt.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Es heißt, dass sie unter der Erde die Bäume webt und mit einer geheimen Praxis deren Wurzeln verbindet. Über der Erde singt sie die Blätter der Wälder der Sonne entgegen.<br />
</span><span style="font-weight: 400;">Besonders eng ist die Göttin mit den Pflanzen<strong> Mais, Bohnen und Kürbissen</strong> verbunden – wichtige Nahrungsmittel ihres Landes. Ihr heiliger Baum ist der Feigenbaum.</span></p><div id="arted-383843571" class="arted-raeucher-ebook arted-entity-placement" style="margin-top: 7px;margin-bottom: 6px;"><a href="https://artedea-shop.net/epages/51e23038-7656-4e03-84cb-d986f24a6aef.sf/de_DE/?ObjectID=5384235" aria-label="xr:d:DACXjiUAi3Y:766,j:1513608975030691014,t:23081215"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023.jpg" alt=""  srcset="https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023.jpg 850w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-800x226.jpg 800w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-400x113.jpg 400w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-768x217.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" width="850" height="240"   /></a></div>
<h2><span style="font-weight: 400;">Der mexikanische Sintflut-Mythos</span></h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Es gibt eine Huichol-Version des <strong>Sintflut-Mythos</strong>. Darin sah Tako&#8217;tsi Nakawe die kommende Flut voraus. Möglicherweise hat sie diese auch verursacht. Sie warnte den einzigen Überlebenden und riet ihm, ein Kanu zu bauen und es mit Mais, Kürbissen und Bohnen zu bestücken. Dann führte sie ihn zu dem Ort, der sein Zuhause sein würde, nachdem das Wasser zurückgegangen war, und lehrte ihn, die Samen zu pflanzen und zu kultivieren, die er bewahrt hatte.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Es heißt, dass Tako&#8217;tsi Nakawe immer mit einem <strong>Stab</strong> geht. Wie beim biblischen Moses kann sich ihr Stab in eine <strong>Schlange</strong> verwandeln. Daher sind Schlangen, insbesondere Wasserschlangen, ihre heiligen Tiere. Sie wird oft von einem Javelina (Wildschwein) begleitet, in dessen Form sie sich auch manifestieren kann.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Eifersüchtige Männer planten, die Macht der Göttin zu stehlen. Da sie zu mächtig war, um sie direkt anzugreifen, haben sie sie ausgetrickst und zu einer Heilungszeremonie eingeladen. Inzwischen stahlen sie ihren Stab, in dem ihr <strong>Herz</strong> verborgen war. Sie pflanzten ihr Herz in die Felder, worauf Mais in fünf verschiedenen Farben aus der Erde spross. Aus ihrem Herzensblut entsprang ein <strong>Pfefferbaum</strong>, der im Huichol-Territorium als Pirulbaum bekannt ist und dessen Produkte bei vielen traditionellen <strong>medizinischen Anwendungen</strong> verwendet werden.<br />
</span><span style="font-weight: 400;">Tako&#8217;tsi Nakawe entkam schließlich aus dem Untergrund, in dem sie festgehalten wurde, die Männer allerdings wurden die ersten männlichen Schamanen, die sich ihre Macht und Position aneigneten.</span></p>
<h2><span style="font-weight: 400;">Sehnsüchte nach Erweiterung und Erneuerung</span></h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Göttin hört die <strong>geflüsterten Sehnsüchte</strong> der Menschen nach<strong> Erweiterung und Erneuerung</strong>.<br />
Es heißt, dass man, wenn man mit ihr in Kontakt tritt, dann auch ihrer Führung vertrauen und sich nicht dem <strong>Schmerz der Veränderung</strong> widersetzen soll. Denn sie dehnt dich zu deiner wahren und heiligen Größe! </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Holzbilder von Nakawé dienen als Schutzamulette, die Kinder, gefährdete Landschaften und/oder Wasserquellen schützen sollen.<br />
</span><span style="font-weight: 400;">Ein Medizinkorb und ihr Schlangenstab namens Iwaitsu (oft ein Bambusstab mit Schlangenhautmuster) symbolisieren ihre hohe Autorität.</span></p>
<p><em><strong>auch: Takutsi Nakawé, Takotsi Nakawe </strong></em></p>
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		<title>Hreda &#8211; Angelsächsisch-nordische Frühlingsgöttin</title>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 Apr 2022 10:15:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fruchtbarkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Frühling]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Hredmonath war der heidnische angelsächsische Name für den Monat März. Dies wissen wir aus dem „De Temporum Ratione“, einer Schrift, die der angelsächsische Benediktinermönch, Theologe und Geschichtsschreiber Beda Venerabilis im Jahr 725 in lateinischer Sprache verfasst hat. Laut Beda war in angelsächsischen Gebieten zu dieser Zeit die Göttin Hreda bekannt. Die schnelle Ruhm- und Siegreiche ... <a title="Hreda &#8211; Angelsächsisch-nordische Frühlingsgöttin" class="read-more" href="https://artedea.net/hreda-angelsaechsisch-nordische-fruehlingsgoettin/" aria-label="Mehr Informationen über Hreda &#8211; Angelsächsisch-nordische Frühlingsgöttin">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Hredmonath</strong> war der heidnische angelsächsische Name für den Monat März. Dies wissen wir aus dem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/De_temporum_ratione" target="_blank" rel="noopener"><em>„De Temporum Ratione“</em></a>, einer Schrift, die der angelsächsische Benediktinermönch, Theologe und Geschichtsschreiber Beda Venerabilis im Jahr 725 in lateinischer Sprache verfasst hat. Laut Beda war in angelsächsischen Gebieten zu dieser Zeit die <strong>Göttin Hreda</strong> bekannt.</p>
<h2 style="text-align: center;"><strong>Die schnelle Ruhm- und Siegreiche</strong></h2>
<p><strong>Hredmonath</strong> war der heidnische angelsächsische Name für den Monat März. Dies wissen wir aus dem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/De_temporum_ratione" target="_blank" rel="noopener"><em>„De Temporum Ratione“</em></a>, einer Schrift, die der angelsächsische Benediktinermönch, Theologe und Geschichtsschreiber Beda Venerabilis im Jahr 725 in lateinischer Sprache verfasst hat. Laut Beda war in angelsächsischen Gebieten zu dieser Zeit die <strong>Göttin Hreda</strong> bekannt. Wir wissen also über die Rituale rund um diese Göttin wenig und das nur aus christlicher Sicht.<br />
Während der Name der Göttin in Bedes lateinischem Manuskript als Rheda erscheint, wird er in Altenglisch als Hrēþe bzw. Hrêðe oder Hrêða rekonstruiert und manchmal als Hretha (auch „Hrethe“ oder „Hrethe“ anglisiert).<br />
Hredas Name kann mit einigen angelsächsischen Wörtern verknüpft werden: hauptsächlich mit <strong>„Ruhm“</strong> bzw. <strong>„siegreich“</strong>, sie war also „die Berühmte“ oder „die Siegreiche“. Die Sprachwurzel kann auch auf das Wort „hræd“ zurückzuführen sein, was <strong>„schnell“</strong> bedeutet. Sie siegt als Frühlingsgöttin über den Winter und das sehr schnell, so schnell, wie die warme Jahreszeit mit ihrer Blütenpracht ins Land zieht.<br />
Weitere Ableitungen ihres Namens könnten auf Ziegenleder oder möglicherweise ein Ziegenledergewand / -mantel (hreða), sich freuen (hrêðan) bzw. wild (hrêðe) zurückzuführen sein.<br />
Jakob Grimm vermutet, dass die althochdeutsche Form des Göttinnennamens Hroudawar war.</p>
<p>In Kapitel 15 seines Werkes „De Temporum Ratione“ gibt Bede Auskunft über englische Monate und Feierlichkeiten. Er berichtet, dass Hrēþmōnaþ analog zu <strong>März</strong> ist, und führt aus, dass <em>„Hrethmonath nach ihrer Göttin Hretha benannt ist, der sie zu dieser Zeit geopfert haben“</em> (im Original: <em>„Rhed-monath a Dea illorum Rheda, cui in illo sacrificabant, nominatur…“</em>).</p>
<h2>Kuchen für die Göttin</h2>
<p>Es soll offenbar <strong>Kuchenopfer</strong> gegeben haben. Im christlichen Sinn, das ja das Leiden und den Verzicht in den Vordergrund rückt, ist man ja schnell der Auffassung, das etwas „geopfert“ wird. Wie können jedoch davon ausgehen, dass diese Kuchen <strong>Weihegaben</strong> für die Göttin waren.<br />
Dies basiert vermutlich auf dem sogenannten<strong> <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/%C3%86cerbot" target="_blank" rel="noopener">Æcerbot</a>,</strong> einem alten <strong>Ritual</strong> aus England, das den Boden erneuern sollte. Dabei wurde der Erde bzw. der Erdgöttin Kuchen im Austausch für Wachstum und Fruchtbarkeit der Ernte angeboten.<br />
Der Philologe und Religionswissenschaftler Rudolf Simek vermerkt in Bezug auf Bedes Schriften, dass es vernünftig ist anzunehmen, dass diese Göttin mit dem Beginn des Frühlings, der neuen <strong>Vegetationsperiode</strong> und der <strong>Fruchtbarkeit</strong> zusammenhängt.</p>
<p>Die traditionelle <strong>Fastenzeit</strong> vor dem christlichen Osterfest ist ja keine christliche Erfindung, sondern eine natürliche Folge der Nahrungsmittelknappheit am Ende des Winters und Anfang des Frühlings, wenn die Vorräte zur Neige gingen.<br />
Es scheint möglich, dass Hreda mit dieser mageren Zeit in Verbindung gebracht und als siegreiche und glorreiche Göttin verehrt wurde, die schließlich über die karge Zeit mit ihren Schwierigkeiten triumphierte und eine wohlhabendere Jahreszeit einleitete.</p><div id="arted-557500559" class="arted-lammas-2024 arted-entity-placement" style="margin-top: 7px;margin-bottom: 7px;"><a href="https://artedea-shop.net/epages/51e23038-7656-4e03-84cb-d986f24a6aef.sf/de_DE/?ObjectID=1782458" aria-label="heilwurz"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz.jpg" alt=""  srcset="https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz.jpg 800w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz-400x100.jpg 400w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz-768x192.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" width="800" height="200"   /></a></div>
<p>Felszeichnungen zeigen eine Göttin, die auf einer Art <strong>Schier</strong> steht und <strong>Hasenohren</strong> hat. Dies könnte eine Abbildung der Göttin Hreda sein, die zwischen Winter und Frühling steht. Die Schier noch als Symbol des Winters, die Hasenohren als Symbol der beginnenden Fruchtbarkeit im Frühling.</p>
<p><strong><em>auch: Hrēþe, Hrêðe, Hrêða, Hretha, Hrethe, Hrethe, Rheda</em></strong></p>
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		<title>Unut – Ägyptische Hasen-, Fruchtbarkeits- und Schutzgöttin</title>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Apr 2022 08:57:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fruchtbarkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Schutz]]></category>
		<category><![CDATA[Sonne]]></category>
		<category><![CDATA[Hase]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Unut, auch Wenut genannt, war die Schutzgottheit des so genannten „Hasengaus“ – des 15. oberägyptischen Gaus, mit der Hauptstadt Wenu/Chemenu (griech.: Hermopolis). Ihr Name bedeutet „Häsin“, „die Schnelle“ oder „Die Eilende“. Ihr heiliges Tier war der Wüstenhase. Die schnelle und fruchtbare Häsin Unut, auch Wenut genannt, war die Schutzgottheit des so genannten „Hasengaus“ – des ... <a title="Unut – Ägyptische Hasen-, Fruchtbarkeits- und Schutzgöttin" class="read-more" href="https://artedea.net/unut-aegyptische-hasen-fruchtbarkeits-und-schutzgoettin/" aria-label="Mehr Informationen über Unut – Ägyptische Hasen-, Fruchtbarkeits- und Schutzgöttin">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Unut, auch Wenut genannt, war die Schutzgottheit des so genannten „Hasengaus“ – des 15. oberägyptischen Gaus, mit der Hauptstadt Wenu/Chemenu (griech.: Hermopolis).<br />
Ihr Name bedeutet „Häsin“, „die Schnelle“ oder „Die Eilende“. Ihr heiliges Tier war der <strong>Wüstenhase</strong>.</p>
<h2 style="text-align: center;"><strong>Die schnelle und fruchtbare Häsin</strong></h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-11371 size-thumbnail" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2022/04/unut2022-scaled-1-400x696.jpg" alt="Unut - artedea Göttinnen" width="400" height="696" srcset="https://artedea.net/wp-content/uploads/2022/04/unut2022-scaled-1-400x696.jpg 400w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2022/04/unut2022-scaled-1-800x1392.jpg 800w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2022/04/unut2022-scaled-1-1024x1782.jpg 1024w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2022/04/unut2022-scaled-1-768x1336.jpg 768w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2022/04/unut2022-scaled-1-883x1536.jpg 883w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2022/04/unut2022-scaled-1-1177x2048.jpg 1177w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2022/04/unut2022-scaled-1-scaled.jpg 1471w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Unut, auch Wenut genannt, war die Schutzgottheit des so genannten „Hasengaus“ – des 15. oberägyptischen Gaus, mit der Hauptstadt Wenu/Chemenu (griech.: Hermopolis).<br />
Ihr Name bedeutet „Häsin“, „die Schnelle“ oder „Die Eilende“. Ihr heiliges Tier war der <strong>Wüstenhase</strong>.<br />
Dargestellt wurde Unut unter anderem als<strong> hasenköpfige Frau</strong>, die zwei Messer in den Händen hält, aber auch als Frau mit einer Standarte in den Händen und einem liegenden Hasen auf ihrem Kopf. Hauptsächlich im Totenkult sieht man sie als Frau mit dem Kopf eines Hasen. Im Laufe der Zeit ähnelte ihr Kopf immer mehr der eines Löwen, doch die Hasenohren blieben weiterhin ihr Merkmal.<br />
Die beiden Messer lassen darauf schließen, dass Hasen durchaus starke und wehrhafte Tiere sind.<br />
Bevor sie eine Hasenform hatte, die zu einem unbekannten Zeitpunkt während ihrer Anbetung im alten Ägypten entstand, wurde sie in Form einer <strong>Schlange</strong> dargestellt.</p>
<p>Unuts Name, besonders in seiner Form als Wenut, wird als „die Schnelle“ interpretiert, von <em>„wni“</em> „sich beeilen“. Er ist aber auch verwandt mit <em>„wnn“</em> (= „sein, existieren“), sowie mit<em> „wnwt“ </em>(= „Stunde“ oder Zeiteinteilung allgemein). Das Element „wnn“ („existieren“) lässt auch einen Rückschluss der Göttin in ihrem <strong>Fruchtbarkeitsaspekt</strong> zu, denn sie ist es, die Existenz schenkt bzw. gewährt.</p>
<p>Die Göttin Unut wurde das erste Mal in der prädynastischen Zeit erwähnt. Die „Gebieterin von Wenu&#8220; musste sich dort aber schnell dem Gott Thot unterordnen, der bald die Hauptgottheit von Wenu wurde. Der <strong>Hase</strong> blieb das Zeichen des Gaus und wurde bei Prozessionen auf einer Standarte geführt.<br />
Der Hase galt damals wie heute durch seine schnelle Vermehrung als ein Symbol der <strong>Zeugungskraft</strong>, weshalb die ÄgypterInnen Unut als Göttin der <strong>Fruchtbarkeit</strong> und des Lebens verehrten.</p>
<h2>Schutzgöttin im Jenseits</h2>
<p>Doch sie wurde auch mit dem <strong>Totenkult</strong> in Verbindung gebracht und fand im Mittleren Reich Eingang in die Sargtexten. Es hieß, die Stimmen der Verstorbenen hätten sich in ihr vereinigt und durch sie gesprochen. Unut vollzog mit dem Verstorbenen auch das <strong>Ritual der Lösung</strong>. Darunter wurde in der altägyptischen Mythologie die rituelle Reinigung der Toten während des siebzig Tage andauernden Balsamierungsrituals verstanden.<br />
Mit Messern bewaffnet war sie eine der vielen Schutzgottheiten des <strong>Jenseits</strong>.<br />
Schutz gewährte sie ebenfalls als Kronengöttin und kann in dieser Stellung der Uräusschlange gleichgesetzt werden, die sich schützend auf der Krone des Pharaos erhebt.<br />
Laut dem griechischen Schriftsteller Plutarch (ca. 45 &#8211; 125 n. u.Z.) schätzten die alten ÄgypterInnen die Hasen insbesondere wegen ihrer Schnelligkeit und ihrer ausgeprägten Sinne. Wohl wegen all der guten Eigenschaften trug man im alten Ägypten <strong>Amulette</strong> in Form von Hasen.</p><div id="arted-557500559" class="arted-lammas-2024 arted-entity-placement" style="margin-top: 7px;margin-bottom: 7px;"><a href="https://artedea-shop.net/epages/51e23038-7656-4e03-84cb-d986f24a6aef.sf/de_DE/?ObjectID=1782458" aria-label="heilwurz"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz.jpg" alt=""  srcset="https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz.jpg 800w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz-400x100.jpg 400w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz-768x192.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" width="800" height="200"   /></a></div>
<p>Unut verkörperte ab dem Alten Reich auch das <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Auge_des_Re" target="_blank" rel="noopener"><strong>Auge des Re</strong></a>, dieses galt als die Sonnenscheibe der Sonnengötter. Damit ist Unut auch eine <strong>Sonnengöttin</strong>.<br />
In der frühdynastischen Zeit ist Unut mit dem Ausspruch <em>„Die Einzige lässt sein Auge heil sein“</em> bezeugt.<br />
Als das Auge von Re ist Unut auch an der Krone des Pharaos als dessen Herrschaftszeichen angebracht.</p>
<p><strong><em>auch: Wenut, Wenet, Wenwet</em></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Euthenia &#8211; Griechisch-ägyptische Göttin des Wohlstands</title>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Sep 2019 19:30:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fülle]]></category>
		<category><![CDATA[Reichtum]]></category>
		<category><![CDATA[Fruchtbarkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Wohlstand]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Euthenia ist die griechisch-ägyptische Göttin oder der personifizierte Geist des Wohlstands, der Fülle und des Überflusses. Reichtum aus der tiefen Erde Euthenia ist die griechisch-ägyptische Göttin oder der personifizierte Geist des Wohlstands, der Fülle und des Überflusses. Sie entstammt ursprünglich dem ägyptischen Pantheon. Dort war sie eng mit dem Nil verbunden. Sie holt ihre Gaben aus der ... <a title="Euthenia &#8211; Griechisch-ägyptische Göttin des Wohlstands" class="read-more" href="https://artedea.net/euthenia-griechisch-aegyptische-goettin-des-wohlstands/" aria-label="Mehr Informationen über Euthenia &#8211; Griechisch-ägyptische Göttin des Wohlstands">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Euthenia ist die griechisch-ägyptische Göttin oder der personifizierte Geist des Wohlstands, der Fülle und des Überflusses.</p>
<h2 style="text-align: center;"><strong>Reichtum aus der tiefen Erde</strong></h2>
<p>Euthenia ist die griechisch-ägyptische Göttin oder der personifizierte Geist des <strong>Wohlstands</strong>, der <strong>Fülle</strong> und des <strong>Überflusses</strong>.<br />
Sie entstammt ursprünglich dem <strong>ägyptischen Pantheon</strong>. Dort war sie eng mit dem Nil verbunden. Sie holt ihre Gaben aus der<strong> tiefen Erde</strong>, die mit dem <strong>Wasser des Flusses</strong> fruchtbar wurde. Es heißt, sie produziere die Früchte der Erde durch ihre Vereinigung mit dem Nil.<br />
Sie war noch im antiken Rom bekannt und geschätzt. In der römischen Ära symbolisierte der Gott Nilus die Jugend und das Nilwasser, während die mütterliche Euthenia als die vom Nil bewässerten landwirtschaftlichen Felder begriffen wurde. Auf dem Fluss können ihre Geschenke, das Getreide auch weiter transportiert werden.<br />
Die Rolle des vom Nilwasser gedüngten Bodens geht ursprünglich auf die Göttin <strong><a href="https://artedea.net/isis-inbegriff-des-seins/">Isis</a></strong> zurück. Daher ergab sich auch eine enge Verbindung zwischen den beiden Göttinnen, die oft auch als <a href="https://artedea.net/isis-inbegriff-des-seins/">Isis</a>-Euthenia bezeichnet wurden. Im antiken Ägypten erlangte Euthenia den Status einer wichtigen Göttin, auf Augenhöhe mit <strong><a href="https://artedea.net/isis-inbegriff-des-seins/">Isis.</a></strong></p>
<p>Euthenia wurde schließlich vom <strong>griechischen Pantheon</strong> übernommen. Ihre Schwestern sind in den griechischen Mythen <a href="https://artedea.net/philophrosyne-griechische-goettin-der-gastfreundschaft/">Philophrosyne</a>, <a href="https://artedea.net/eupheme-griechische-goettin-der-freundlichen-woerter/">Eupheme</a> und <a href="https://artedea.net/eukleia-griechische-goettin-des-guten-rufs-und-des-ruhms/">Eucleia</a>. Zusammen mit ihnen gehört sie zu den jüngeren <a title="grazien" href="https://artedea.net/grazien/">Grazien</a>, Töchter einer der älteren <a title="grazien" href="https://artedea.net/grazien/">Grazien</a>, nämlich der Göttin <a href="https://artedea.net/aglaia-die-prachtvolle/">Aglaia</a>. Ihr Vater ist Hephaistos.</p>
<p>Oft wird Euthenia auch mit der römischen <a href="https://artedea.net/abundantia/">Abundantia</a> verglichen. Sie wird auch immer wieder mit den Göttinnen <a href="https://artedea.net/demeter-die-weise-der-erde/">Demeter</a> und <a href="https://artedea.net/ceres-d1/">Ceres </a>in Verbindung gebracht.<br />
Sie scheint jedoch eine spezifischere Göttin als diese sehr allgemeinen <strong>Fruchtbarkeitsgöttinnen</strong> zu sein, denn sie steht in direktem Zusammenhang mit dem Anbau des <strong>Getreides</strong>.<br />
Euthenia wird daher meist mit <strong>Kornähren</strong> dargestellt, die sie in einem Arm hält, im anderen trägt sie oft ein <strong>Füllhorn</strong>.</p>
<p>Bekannt wurde die Göttin Euthenia vor allem ab 11/10 v.u.Z. durch die Prägung von <strong>alexandrinischen Münze</strong>n, auf denen sie dargestellt ist.</p><div id="arted-557500559" class="arted-lammas-2024 arted-entity-placement" style="margin-top: 7px;margin-bottom: 7px;"><a href="https://artedea-shop.net/epages/51e23038-7656-4e03-84cb-d986f24a6aef.sf/de_DE/?ObjectID=1782458" aria-label="heilwurz"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz.jpg" alt=""  srcset="https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz.jpg 800w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz-400x100.jpg 400w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz-768x192.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" width="800" height="200"   /></a></div>
<p><strong><em>auch: Euthenie </em></strong></p>
<div id="arted-3583829925" class="arted-nach-dem-inhalt-2 arted-entity-placement" style="margin-top: 7px;margin-bottom: 7px;"><a href="https://artedea-shop.net/epages/51e23038-7656-4e03-84cb-d986f24a6aef.sf/de_DE/?ObjectID=1782446" aria-label="lammas banner2022-schmal"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/07/lammas-banner2022-schmal.jpg" alt=""  srcset="https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/07/lammas-banner2022-schmal.jpg 1026w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/07/lammas-banner2022-schmal-800x222.jpg 800w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/07/lammas-banner2022-schmal-1024x284.jpg 1024w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/07/lammas-banner2022-schmal-400x111.jpg 400w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/07/lammas-banner2022-schmal-768x213.jpg 768w" sizes="(max-width: 1026px) 100vw, 1026px" width="1026" height="285"   /></a></div><div id="arted-1399313279" class="arted-nach-dem-inhalt-4 arted-entity-placement" style="margin-top: 7px;margin-bottom: 6px;"><a href="https://artedea-shop.net/epages/51e23038-7656-4e03-84cb-d986f24a6aef.sf/de_DE/?ObjectID=5384235" aria-label="xr:d:DACXjiUAi3Y:766,j:1513608975030691014,t:23081215"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023.jpg" alt=""  srcset="https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023.jpg 850w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-800x226.jpg 800w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-400x113.jpg 400w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-768x217.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" width="850" height="240"   /></a></div><div id="arted-1492995200" class="arted-nach-dem-inhalt-6 arted-entity-placement" style="margin-top: 7px;margin-bottom: 7px;"><a href="https://artedea-shop.net/epages/51e23038-7656-4e03-84cb-d986f24a6aef.sf/de_DE/?ObjectID=1782458" aria-label="heilwurz"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz.jpg" alt=""  srcset="https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz.jpg 800w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz-400x100.jpg 400w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz-768x192.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" width="800" height="200"   /></a></div><p>Der Beitrag <a href="https://artedea.net/euthenia-griechisch-aegyptische-goettin-des-wohlstands/">Euthenia &#8211; Griechisch-ägyptische Göttin des Wohlstands</a> erschien zuerst auf <a href="https://artedea.net">artedea</a>.</p>
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		<title>Abuk &#8211; Fruchtbarkeitsgöttin der südsudanesischen Dinka</title>
		<link>https://artedea.net/abuk-fruchtbarkeitsgoettin-der-suedsudanesischen-dinka/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 31 Mar 2019 08:23:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fruchtbarkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Fülle]]></category>
		<category><![CDATA[Wasser]]></category>
		<category><![CDATA[Schlangen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In der Mythologie der Dinka, einer afrikanischen Ethnie im Südsudan ist Abuk die erste Frau, Urmutter und einzige Göttin.Sie ist die Schutzgöttin der Frauen sowie der Gärten und der Gartenlandwirtschaft. Die Überfluss Schaffende In der Mythologie der Dinka, einer afrikanischen Ethnie im Südsudan ist Abuk die erste Frau, Urmutter und einzige Göttin.Abuk und ihr männlicher Gefährte Garang waren die ersten Menschen ... <a title="Abuk &#8211; Fruchtbarkeitsgöttin der südsudanesischen Dinka" class="read-more" href="https://artedea.net/abuk-fruchtbarkeitsgoettin-der-suedsudanesischen-dinka/" aria-label="Mehr Informationen über Abuk &#8211; Fruchtbarkeitsgöttin der südsudanesischen Dinka">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>In der Mythologie der Dinka, einer afrikanischen Ethnie im Südsudan ist Abuk die erste Frau, Urmutter und einzige Göttin.<br />Sie ist die Schutzgöttin der Frauen sowie der Gärten und der Gartenlandwirtschaft.</p>
<h2 style="text-align: center;"><strong>Die Überfluss Schaffende</strong></h2>
<p>In der Mythologie der Dinka, einer afrikanischen Ethnie im Südsudan ist Abuk die <strong>erste Frau</strong>, <strong>Urmutter</strong> und einzige Göttin.<br />Abuk und ihr männlicher Gefährte Garang waren die ersten Menschen in der Geschichte der Dinka.<br />Sie ist die <strong>Schutzgöttin der Frauen</strong> sowie der Gärten und der <strong>Gartenlandwirtschaft</strong>.</p>
<p>Sie verursacht nach der Dinka-Überlieferung <strong>Wind </strong>(ayum) und <strong>Tau </strong>(alwet), beide sind wichtig für die Fruchtbarkeit von Pflanzen, Wind trägt den Samen weiter und Tau ist eine wichtige Flüssigkeitsquelle.</p>
<h2>Die Göttin wird „gierig&#8220;</h2>
<p>Der Mythos erzählt, dass Abuk sehr winzig, aber voll ausgebildet, geboren wurde. Sie wurde vom Schöpfungsgott Nhialic dann wie eine <strong>Bohne</strong> in einen großen Topf gegeben, wo sie über Nacht anschwoll.<br />In weiterer Folge erlaubte der Nhialic, der ein sehr geiziger Schöpfungsgott war, Abuk und Garang jeden Tag nur ein <strong>einziges Samenkorn</strong> zu pflanzen, das hielt er für genug, um ihre Bedürfnisse zu befriedigen.<br />Abuk gab sich mit dieser Vorschrift nicht zufrieden, denn wie so viele Schöpfungsgöttinnen wollte sie <strong>Überfluss</strong> und nicht jene Kargheit auf der Erde, die der männliche Schöpfungsgott vorsah.<br />Sie benutzte eine lang gestielte Hacke, um die Bepflanzung von <strong>mehr Getreide</strong>, als erlaubt war, vorzunehmen. Mit dieser schlug sie versehentlich dem Schöpfer auf die Zehe. Er war so wütend auf sie, dass er sich von der Erde zurückzog.<br />Seit dieser Zeit hat Abuk die Verantwortung für alle <strong>wachsenden Dinge</strong> und das <strong>Wasser</strong>, das sie brauchen.</p>
<p>Das Verhalten der Abuk wird in den oft als Mythen<strong> „gierig&#8220;</strong> bezeichnet. Doch sie konnte sich damit nicht abfinden, dass der oberste Schöpfungsgott alle Fülle für sich beanspruchte, während sie und mit ihr alle Menschen hungern müssen. Abuks <strong>Selbstbestimmungsversuch</strong>, der gierigen höheren Macht das zu nehmen, was die Menschen brauchten, bewahrte nämlich die gesamte Menschheit davor, zu verhungern. Sie lehrte die Menschen auch, wie sie das nun üppig wachsende Getreide zu einer <strong>Mahlzeit</strong> vermahlen konnten.</p><div id="arted-557500559" class="arted-lammas-2024 arted-entity-placement" style="margin-top: 7px;margin-bottom: 7px;"><a href="https://artedea-shop.net/epages/51e23038-7656-4e03-84cb-d986f24a6aef.sf/de_DE/?ObjectID=1782458" aria-label="heilwurz"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz.jpg" alt=""  srcset="https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz.jpg 800w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz-400x100.jpg 400w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz-768x192.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" width="800" height="200"   /></a></div>
<p>Diese „Gier&#8220; könnte als negativ bewertet werden, wenn man aber das Ergebnis berücksichtigt, war diese Ungehorsamkeit aber eine <strong>wichtige Tat</strong> der ersten Frau, die sie schließlich auch zur <strong>Göttin</strong> machte. Abuk, obwohl ursprünglich eine sterbliche Frau (zumindest in dieser Legende der Schöpfung der Menschheit), wurde damit in den Mythen in den göttlichen Status erhoben.</p>
<p>Neben Garang erscheint eine weitere männliche Gottheit in Verbindung mit Abuk, als ihr Sohn bzw. Ehemann: Deng, der <strong>Regengott</strong>. Dieser verband sich mit Abuk als <strong>Flussgöttin</strong>, um <strong>Überfluss</strong> zu bringen, denn mit dieser Verbindung war gewährleistet, dass die Pflanzen ausreichernd bewässert werden konnten.<br />Sie hatten drei Kinder, die Söhne Kur-Konga und Gurung-Deet (ob dies die gleiche Figur wie Garang ist, sind unklar) und eine Tochter, Ai-Yak.<br />In einigen Erzählungen hatte sie noch zwei weitere Töchter Candit und Nyaliep, diese ertranken als junge Frauen und wurden somit göttlich.<br />Candit kehrte noch eine Zeit lang als menschliche Frau auf die Erde zurück, aber nachdem sie ihre Linie unter den Menschen etabliert hatte, kehrte sie in ihr wässriges Zuhause zurück.</p>
<h2>Menschen aus getrocknetem Fett</h2>
<p>Eine erschreckende Figur namens Lwal Durrajok erscheint in dem Mythos, als Abuk <strong>Menschen</strong> aus Fett schuf, die sie über dem Feuer hielt, bis diese weich wie ein Kitt wurden.<br />Sie formte die einzelnen Menschen und schickte sie, nachdem sie getrocknet und verhärtet waren, über die Straße, die Himmel und Erde verband.<br />Als sie mehr Holz für ihr Feuer holte, stahl sich Lwal Durrajok zu ihrem Herd und machte schlecht geformte Menschen, die er auf die Erde schickte.<br />Als er merkte, dass Abuk zurück kam, rannte auch er auf die Erde und überzeugte einen kleinen Vogel, in den Weg zu beißen und ihn so in zwei Hälften zu teilen, so dass die<strong> Verbindung zwischen Himmel und Erde</strong> dauerhaft getrennt wurde.<br />Als Lwal Durrajok auf der Erde war, versprach er, seine Tat in Ordnung zu bringen. Dafür zündete er einen riesigen Fetttopf an, in den er alle von ihm geformten Wesen warf, die so einen schrecklichen Tod fanden.</p><div id="arted-383843571" class="arted-raeucher-ebook arted-entity-placement" style="margin-top: 7px;margin-bottom: 6px;"><a href="https://artedea-shop.net/epages/51e23038-7656-4e03-84cb-d986f24a6aef.sf/de_DE/?ObjectID=5384235" aria-label="xr:d:DACXjiUAi3Y:766,j:1513608975030691014,t:23081215"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023.jpg" alt=""  srcset="https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023.jpg 850w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-800x226.jpg 800w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-400x113.jpg 400w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-768x217.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" width="850" height="240"   /></a></div>
<h2>Fruchtbarkeit für Erde und Frauen</h2>
<p>Abuk als <strong>Fruchtbarkeitsgöttin</strong> ist nicht nur für die Fruchtbarkeit der Erde sondern auch für jene der Frauen zuständig.<br />Zu ihren Symbolen gehören daher der <strong>Mond</strong>, der mit seiner <strong>zyklischen Kraft</strong> die Fruchtbarkeit der Menschenfrauen bestimmt.<br />Als Fruchtbarkeitsgöttin wird sie durch eine <strong>Schlange</strong> symbolisiert. Diese dient vor allem der <strong>Bekämpfung der Schädlinge</strong>, die die Pflanzen bedrohen und wird daher von den Menschen sehr verehrt. Ein weiteres wichtiges Tier der Abuk ist das <strong>Schaf</strong>. Schafe galten daher als hervorragende Opfergaben für sie und wurden manchmal auch ertränkt, um Abuks guten Willen zu erlangen, denn als Wassergöttin erhielt sie Weihegaben in ihrem Wasser.<br />Dem Volk Nuer galt jedoch die erste <strong>Hirse</strong> der Saison sowie <strong>Bier</strong> und <strong>Tabak</strong> als geeignetere Angebote, um diese Abuk zu Ehren in die Bäche zu geben.</p>
<p>Abuk wird auch als „Tochter der Leuchtkäfer&#8220; und „Leopardin der Nacht&#8220; genannt, beides Namen, die ihre Verbindung zum Wasser verstärken.</p>
<p>Der Stamm der Nuer nennen sie Buk. In einigen Atuot-Mythen wird der Name der ursprünglichen Frau als Acol („die Angerufene&#8220;) angegeben.</p>
<p><em><strong>auch: Buk, Acol</strong></em></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Quades &#8211; Ägyptisch-syrische Fruchtbarkeitsgöttin</title>
		<link>https://artedea.net/quades-aegyptisch-syrische-fruchtbarkeitsgoettin/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Jan 2019 20:02:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erotik]]></category>
		<category><![CDATA[Fruchtbarkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Schlangen]]></category>
		<category><![CDATA[Sexualität]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die ägyptische Fruchtbarkeitsgöttin hat ihren Ursprung wahrscheinlich in Syrien. Sie wird (ähnlich wie die Göttin Inanna) meist nackt auf dem Rücken eines Löwen dargestellt. Weibliche Erotik Die ägyptische Fruchtbarkeitsgöttin hat ihren Ursprung wahrscheinlich in Syrien. In Ägypten wurde sie von den Fruchtbarkeits- bzw. Schöpfungsgöttern Min und Resep adoptiert. Quades verkörpert die weibliche Erotik und wird in ... <a title="Quades &#8211; Ägyptisch-syrische Fruchtbarkeitsgöttin" class="read-more" href="https://artedea.net/quades-aegyptisch-syrische-fruchtbarkeitsgoettin/" aria-label="Mehr Informationen über Quades &#8211; Ägyptisch-syrische Fruchtbarkeitsgöttin">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die ägyptische Fruchtbarkeitsgöttin hat ihren Ursprung wahrscheinlich in Syrien. Sie wird (ähnlich wie die Göttin Inanna) meist nackt auf dem Rücken eines Löwen dargestellt.</p>
<h2 style="text-align: center;"><strong>Weibliche Erotik</strong></h2>
<p>Die ägyptische <strong>Fruchtbarkeitsgöttin</strong> hat ihren Ursprung wahrscheinlich in <strong>Syrien</strong>. In Ägypten wurde sie von den Fruchtbarkeits- bzw. Schöpfungsgöttern Min und Resep adoptiert.<br />
Quades verkörpert die <strong>weibliche Erotik</strong> und wird in ihrer freizügigen <strong>Sexualität</strong> oft mit <a href="https://artedea.net/astarte-d1/">Astarte</a> gleichgesetzt.<br />
Teilweise wird sie auch mit der Göttin <a href="https://artedea.net/hathor/">Hathor</a> in Verbindung gebracht.</p>
<p>Quades wird (ähnlich wie die Göttin <a href="https://artedea.net/inanna/">Inanna</a>) meist nackt auf dem<strong> Rücken eines Löwen</strong> dargestellt. Sie steht dabei zwischen Min, der ihr eine <strong>Lotosblüte</strong> anbietet und Resep für den sie <strong>Schlangen</strong> trägt.</p>
<p>Ihr Kult folgte dem typisch alten nahöstlichen Muster einer <strong>heiligen Ehe</strong>, die von ihren Priesterinnen und ihren Priestern oder Königen durchgeführt wurde.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Gefjon &#8211; Germanisch-dänische Glücks- und Muttergöttin</title>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Dec 2018 17:20:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fruchtbarkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Glück]]></category>
		<category><![CDATA[Meer]]></category>
		<category><![CDATA[Muttergöttin]]></category>
		<category><![CDATA[Schicksal]]></category>
		<category><![CDATA[Weisheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gefjon ist eine nordische Göttin des Glücks und der Familie, der Fruchtbarkeit, des Ackerbaus und ganz allgemein eine Segensspenderin. Sie ist die Urmutter Dänemarks, aus der das königliche dänische Geschlecht hervorging. Die pflügende Glückbringende Gefjon ist eine nordische Göttin des Glücks und der Familie, der Fruchtbarkeit, des Ackerbaus und ganz allgemein eine Segensspenderin. Sie ist die ... <a title="Gefjon &#8211; Germanisch-dänische Glücks- und Muttergöttin" class="read-more" href="https://artedea.net/gefjon-germanisch-daenische-gluecks-und-muttergoettin/" aria-label="Mehr Informationen über Gefjon &#8211; Germanisch-dänische Glücks- und Muttergöttin">Weiterlesen ...</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Gefjon ist eine nordische Göttin des <strong>Glücks</strong> und der Familie, der <strong>Fruchtbarkeit</strong>, des <strong>Ackerbaus</strong> und ganz allgemein eine Segensspenderin. Sie ist die <strong>Urmutter Dänemarks</strong>, aus der das königliche dänische Geschlecht hervorging.</p>
<h2 style="text-align: center;"><strong>Die pflügende Glückbringende</strong></h2>
<p>Gefjon ist eine nordische Göttin des <strong>Glücks</strong> und der Familie, der <strong>Fruchtbarkeit</strong>, des <strong>Ackerbaus</strong> und ganz allgemein eine Segensspenderin. Sie ist die <strong>Urmutter Dänemarks</strong>, aus der das königliche dänische Geschlecht hervorging.<br />
In der germanischen Mythologie ist sie eine <strong>Asenjungfrau</strong>. Als diese beschützt sie alle Jungfrauen und alle, die unvermählt sterben, kommen zu ihr.<br />
Sie gilt so rein wie der Morgentau.<br />
In ihrem Namen Gefjon steckt das nordische Wort für <strong>„geben&#8220;</strong>, sie wird daher auch als <strong>„großzügig Gebende“</strong> bzw. Glückbringende bezeichnet.<br />
Damit wird sie oft auch mit der <strong>Göttin <a href="https://artedea.net/garmangabis-germanische-goettin-des-gebens-und-schenkens/">Garmangabis </a></strong>gleichgesetzt.</p>
<h2>Göttin oder Riesin?</h2>
<p>Unter dem Namen Gefjon ist auch eine<strong> nordgermanische Riesin</strong> bekannt, die vier Riesensöhne hat. Es ist in den Mythen nicht ganz klar, ob die altnordische Riesin und die jungfräuliche Göttin selben Namens identisch sind.<br />
Es gibt da ja auch eine gewisse Diskrepanz – einerseits ist sie <strong>jungfräulich</strong>, andererseits soll sie vier <strong>Söhne</strong> haben.<br />
Diese Trennung findet aber schon in der patriarchalen Denkweise statt.<br />
Es heißt, Gefjon hätte ihr Hymen für einen <strong>Edelstein</strong> verkauft, behielt aber wunderbarer Weise ihre Jungfräulichkeit. Abgesehen davon, dass es so etwas wie ein „Jungfernhäutchen“ gar nicht gibt (siehe<a href="https://www.emma.de/artikel/mythos-gibt-es-das-jungfernhaeutchen-265541" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> „Mythos: Gibt es das Jungfernhäutchen?“</a>), kommt es ja in vielen Mythen rund um die Erde immer wieder vor, das „jungfräuliche“ Göttinnen Kinder gebären.<br />
Eine <strong>Jungfrau</strong> ist daher nicht eine Frau, die noch nie Geschlechtsverkehr hatte, sondern der Ausdruck für eine „junge Frau“ für eine Frau, die keinem Mann angehört oder angehören will. Es gibt in verschiedenen Mythen eine ganze Menge dieser eigenständigen, selbstbestimmten Frauengestalten, die durchaus auch Kinder haben.</p>
<p>Gefjon wird oft mit den Göttinnen<strong> <a href="https://artedea.net/freya-germanisch-nordisch-skandinavische-goettermutter-ok/">Freya</a> </strong>und<strong> <a href="https://artedea.net/frigg-gebieterin-der-heiligen-ordnung/">Frigg</a> </strong>in Verbindung gebracht. Es heißt, sie wäre deren Gefährtin oder Dienerin oder sogar eine der beiden Göttinnen selbst unter einem anderem Namen. So lautet ein Beiname der <a href="https://artedea.net/freya-germanisch-nordisch-skandinavische-goettermutter-ok/">Freya</a> „Gefn“.</p>
<h2>Das abgetrennte Land</h2>
<p>Vor allem ist von Gefjon folgende <strong>Geschichte</strong> in die Mythen eingegangen, die ausführlich in der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gylfaginning" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gylfaginning</a> (Gylfis Täuschung), einem Hauptteil der prosaischen Snorra-Edda beschrieben wird:<br />
Als der Stamm der AsInnen auf <strong>Landsuche</strong> nach Norden zog, ging ihnen Gefjon voraus und so gelangten sie in das Reich des Königs Gylfi (jenes Land, das heute Schweden ist).<br />
Als Bettlerin verkleidet erfreute bzw. bezauberte Gefjon den König mit ihrem <strong>Gesang</strong> und er versprach ihr dafür so viel Land, wie sie an einem Tag und in einer Nacht <strong>pflügen</strong> konnte. Darauf hin verwandelte sie ihre <strong>vier Riesensöhne in Ochsen</strong> und pflügte auf diese Weise einen riesigen Teil Schwedens. Der Pflug, an dem die vier Riesenochsen gespannt waren, grub sich so tief ein, dass sich das Land von Schweden losriss, worauf die Ochsen es fort durchs Meer zogen in den Süden, wo es zur <strong>dänischen Insel <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Seeland_(D%C3%A4nemark)" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Seeland&#8220;</a></strong> wurde. In Schweden blieb von dem herausgerissenen Land ein großer See, der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%A4laren" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mälarensee</a> über, dessen Buchten genau mit den Vorgebirgen der Insel Seeland zusammenpassen.</p><div id="arted-557500559" class="arted-lammas-2024 arted-entity-placement" style="margin-top: 7px;margin-bottom: 7px;"><a href="https://artedea-shop.net/epages/51e23038-7656-4e03-84cb-d986f24a6aef.sf/de_DE/?ObjectID=1782458" aria-label="heilwurz"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz.jpg" alt=""  srcset="https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz.jpg 800w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz-400x100.jpg 400w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz-768x192.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" width="800" height="200"   /></a></div>
<p>Es mag in den Mythen wohl ein gewaltiges <strong>Erdbeben</strong> beschrieben worden sein, so kraftvoll, dass man es nur der Tat einer Göttin und ihren riesigen Söhnen zuschreiben konnte.<br />
Deshalb gilt Gefjon als <strong>Beschützerin von Dänemark</strong> und hier speziell als jene aller pflügenden Bäuerinnen und Bauern.</p>
<p><strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Seeland_(D%C3%A4nemark)" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Seeland</a> </strong>(dän.: Sjælland) ist heute mit 7.031 Quadratkilometern die größte Ostseeinsel Dänemarks. Auf ihr leben rund 2,2 Mio EinwohnerInnen, die meisten davon in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen.<br />
Ihr zu Ehren gibt es am am Hafen von Kopenhagen den <strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gefion-Brunnen_(Kopenhagen)" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gefjon-Brunnen</a> </strong>(dänisch Gefionspringvandet), der große Springbrunnen ist das wichtigste Denkmal in Kopenhagen und wird als <strong>Wunschbrunnen</strong> genutzt, da die stärkste Magie der Göttin ja immer noch in <strong>Glück</strong> und <strong>Wunscherfüllung</strong> liegt.</p>
<p>In <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Lokasenna" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Lokis Zankreden“</a> erwähnte der Gott Loki Gefjon folgendermaßen:<br />
<em>„Schmuck schenkte dir der schöne Knabe,</em><br />
<em>mit den Schenkeln umschlangst du ihn.“</em><br />
(Edda, Lokis Zankreden 20)<br />
Das ist wahrscheinlich eine Anspielung auf das <strong>Gegengeschäft</strong> zwischen Gefjon und dem König Gylfi. Sie scheint also nicht nur gesungen zu haben. Der <strong>„Edelstein“</strong>, den sie vermutlich für eine Liebesnacht erhielt, ist damit das Land, das sie sich erpflügt und dem König entrissen hatte. Für eine Riesin ist ein großer Landstrich ja so klein, wie ein Edelstein für Menschen.</p><div id="arted-383843571" class="arted-raeucher-ebook arted-entity-placement" style="margin-top: 7px;margin-bottom: 6px;"><a href="https://artedea-shop.net/epages/51e23038-7656-4e03-84cb-d986f24a6aef.sf/de_DE/?ObjectID=5384235" aria-label="xr:d:DACXjiUAi3Y:766,j:1513608975030691014,t:23081215"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023.jpg" alt=""  srcset="https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023.jpg 850w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-800x226.jpg 800w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-400x113.jpg 400w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-768x217.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" width="850" height="240"   /></a></div>
<p>Der Mythos erzählt, dass Gefjon später Skiolldr, einen Sohn des Gottes Odin geheiratet und sich mit ihm in der Hauptstadt Seelands Hleidra angesiedelt hat. Von ihnen soll das<strong> dänische königliche Geschlecht</strong> abstammen.</p>
<h2>Gebieterin über das Meer oder das Meer selbst</h2>
<p>Wahrscheinlich auch, weil sie das abgetrennte Land über das Meer zog, wird Gefjon auch als <strong>Meeresgöttin</strong> angesehen. Gefjon wir dabei einerseits als<strong> Meer selbst</strong> (das im angelsächsischen Raum „geofen“ bezeichnet wurde) sowie andererseits auch als <strong>Gebieterin über das Meer</strong> aufgefasst.<br />
Sie ist dabei sowohl der <strong>bedrohliche</strong> Aspekt des Meeres, der wogende Ozean wie auch die <strong>besänftigende</strong> Kraft der Göttin.</p>
<p>Gefjon ist sehr <strong>weise</strong>, es heißt sie kennt sie das gesamte <strong>Schicksal</strong> der Welt.</p>
<p><em><strong>auch: Gefion, Gefjun, Gefinn</strong></em></p>
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		<title>Freya – Nordisch-germanisch-skandinavische Muttergöttin</title>
		<link>https://artedea.net/freya-germanisch-nordisch-skandinavische-muttergoettin/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Sep 2017 14:58:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fruchtbarkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Schönheit]]></category>
		<category><![CDATA[Sonne]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Freya ist die Göttin der Liebe, der Sinnlichkeit, der Sonne, der Schönheit und der Fruchtbarkeit – die Erfreuende und die Freie Frau. Freya ist wohl die bekannteste Göttin der germanischen und nordeuropäischen Völker. Urahnin aller freien Frauen Freya ist die Göttin der Liebe, der Sinnlichkeit, der Sonne, der Schönheit und der Fruchtbarkeit – die Erfreuende ... <a title="Freya – Nordisch-germanisch-skandinavische Muttergöttin" class="read-more" href="https://artedea.net/freya-germanisch-nordisch-skandinavische-muttergoettin/" aria-label="Mehr Informationen über Freya – Nordisch-germanisch-skandinavische Muttergöttin">Weiterlesen ...</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://artedea.net/freya-germanisch-nordisch-skandinavische-muttergoettin/">Freya – Nordisch-germanisch-skandinavische Muttergöttin</a> erschien zuerst auf <a href="https://artedea.net">artedea</a>.</p>
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<p class="entry-title">Freya ist die Göttin der Liebe, der Sinnlichkeit, der Sonne, der Schönheit und der Fruchtbarkeit – die Erfreuende und die Freie Frau. Freya ist wohl die bekannteste Göttin der germanischen und nordeuropäischen Völker.</p>
</header>
<div class="entry-content">
<h2 style="text-align: center;"><strong>Urahnin aller freien Frauen</strong></h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-4417 aligncenter" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2018/11/freya2.jpg" alt="freya2" width="513" height="516" srcset="https://artedea.net/wp-content/uploads/2018/11/freya2.jpg 2000w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2018/11/freya2-800x806.jpg 800w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2018/11/freya2-1024x1032.jpg 1024w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2018/11/freya2-400x403.jpg 400w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2018/11/freya2-768x774.jpg 768w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2018/11/freya2-1525x1536.jpg 1525w" sizes="auto, (max-width: 513px) 100vw, 513px" /></p>
<p>Freya ist die Göttin der Liebe, der Sinnlichkeit, der Sonne, der Schönheit und der Fruchtbarkeit – die Erfreuende und die <strong>Freie Frau.</strong> Freya ist wohl die bekannteste Göttin der germanischen und nordeuropäischen Völker.</p>
<p>Sie stammt aus dem nordischen Geschlecht der <a title="Wanen" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wanen" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Vanen</a>, einer alten bäuerlichen Kultur, bei der das Mutterrecht galt. Die Vanen standen in tiefer Verbindung mit der Natur und all ihren Kräften, waren friedliebend mit hohem Sinn für Kunst, Schönheit und Reichtum. Man stellte sich Freya als die<strong> schönste Göttin</strong>, die Verkörperung des „großen Schoßes von Mutter Erde“ vor.</p>
<h2>Wunderschön und Allwissend</h2>
<p>Freya ist jedoch nicht nur schön, die <strong>Große Stamm-Mutter</strong> Nordeuropas gilt als die göttliche Kraft, die <strong>alle Informationen alles Wissens</strong> besitzt und die Heiligen Gewässer hütet. Indem sie diese mit ihrem Wissen belebt, schenkt sie Leben.</p>
<p>So wie sie Leben schenkt, so birgt sie in ihrem Leib die<strong> Seelen der Verstorbenen</strong>, um sie wieder zu gebären. Sie entspricht damit dem klassische Bild der Geburts- und Todes- und Wiedergeburtsgöttin.</p><div id="arted-557500559" class="arted-lammas-2024 arted-entity-placement" style="margin-top: 7px;margin-bottom: 7px;"><a href="https://artedea-shop.net/epages/51e23038-7656-4e03-84cb-d986f24a6aef.sf/de_DE/?ObjectID=1782458" aria-label="heilwurz"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz.jpg" alt=""  srcset="https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz.jpg 800w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz-400x100.jpg 400w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz-768x192.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" width="800" height="200"   /></a></div>
<p>Freya ist älter als die Wikingergötter, also als Odin und Thor und deren Familie. Als die Wikinger, ein patriarchal organisiertes Reitervolk, aus dem Osten in die Gegend zogen, in der Freya schon lange als unumschränkte Große Göttin verehrt wurde, brachten sie auch ihre Götter, die Asen („Asiaten“) mit – Götter der Eroberung und des Krieges. Diese traten in Konkurrenz zu den Vanen und damit auch zu Freya.</p>
<p>Freya ist die Tochter von <a href="https://artedea.net/skadi-freudige-winterfrau/">Skadi</a> und vom Meeresgott Njörd. Manche Überlieferungen sprechen allerdings von <a title="nerthus" href="https://artedea.net/nerthus/">Nerthus</a> als ihre Mutter, was darauf hindeutet, dass der Gott Njörd (= <a title="nerthus" href="https://artedea.net/nerthus/">Nerthus</a>) eigentlich eine Muttergöttin ist, von der Freya abstammt. Freya hat einen <strong>Zwillingsbruder</strong> Freyr, der sozusagen auch ihr männliches Alter Ego ist.</p>
<h2>Sie bringt das Licht in die Welt</h2>
<p>Freyr war der Gott des Julfestes, das zu Winterbeginn gefeiert wurde. An diesem <strong>Wendepunkt des Sonnenjahres</strong> wurde er von seiner Jungfrau-Mutter-Schwester-Braut Freya geboren. Mit ihm brachte sie auch wieder das<strong> Licht in die Welt</strong>, denn von da an werden die Tage wieder länger.</p><div id="arted-383843571" class="arted-raeucher-ebook arted-entity-placement" style="margin-top: 7px;margin-bottom: 6px;"><a href="https://artedea-shop.net/epages/51e23038-7656-4e03-84cb-d986f24a6aef.sf/de_DE/?ObjectID=5384235" aria-label="xr:d:DACXjiUAi3Y:766,j:1513608975030691014,t:23081215"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023.jpg" alt=""  srcset="https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023.jpg 850w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-800x226.jpg 800w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-400x113.jpg 400w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-768x217.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" width="850" height="240"   /></a></div>
<p>Später verschmolz dieser Mythos mit den christlichen Weihnachten, bei dem ja auch ein Lichtgott geboren wird. Mit Freyr hatte Freya die Töchter <a title="hnoss" href="https://artedea.net/hnoss-schones-juwel/">Hnoss</a> und Gersimi (beide Namen bedeuten „Juwelen“ bzw. „Kostbarkeit“).</p>
<p>Mit ihm zusammen regierte sie ihre Heimat. Schon ihre Eltern waren Zwillinge und die Aufgaben dieser Götter waren ganz die gleichen. Sie waren zuständig für Regen und Sonnenschein, für Fruchtbarkeit und Frieden, für Liebe und Freude.</p>
<p>Ihre großen <strong>Jahresfeste</strong> wurden mit Spiel und Tanz gefeiert. Dinge, mit denen die später erschienenen Asengötter nichts zu tun hatten, sie waren eher zuständig für Mord und Totschlag, Verrat und Hinterlist.</p>
<h2>Krieg zwischen Vanen und Asen</h2>
<p>Die Verbindung zwischen den göttlichen Geschwistern und deren <strong>gemeinsame Schöpfungskraft</strong>, an die die Vanen glaubten, war in den Augen der Asen sittlich verwerflich und musste nach dem Krieg zwischen den beiden Stämmen aufgelöst werden.</p>
<p>Der Krieg zwischen den beiden göttlichen Geschlechtern <a title="Asen" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Asen" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Asen</a> und <a title="Wanen" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wanen" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Vanen</a> wird übrigens als der erste Krieg überhaupt bezeichnet. Er soll die geschichtlichen Vorgänge wiedergeben, die vor 5000 Jahren im Nord- und Ostseeraum vor sich gingen, als wandernde Schnurkeramiker und Streitaxtleute aufeinder trafen. Hier trafen aber nicht nur Menschen sondern auch Kulturen und spirituelle Auffassungen aufeinander: die auf <strong>Landwirtschaft</strong> und Wohlergehen ausgerichteten Vanen und als Eindringlinge die <strong>kriegerischen</strong> Asen. Keine der beiden Seiten konnte einen Sieg für sich erringen, weshalb der Krieg über lange Zeit anhielt. Die blutigen Kämpfe und ein <strong>Ineinanderaufgehen der Völker</strong> nach Friedensschluss sind in den nordischen Mythen beschrieben und so sei auch die Herkunft der Germanen zu erklären.</p>
<p>Wie dem auch immer war, Freya musste einen neuen Gatten nehmen. Das war in vielen Kulturen üblich, dass die Götter der männlichen Eroberer sich die Muttergöttin der unterlegenen Stämme zur Frau nehmen (siehe z.B. auch <a href="https://artedea.net/hera-vorhellenistische-grosse-goettin-griechische-himmelskoenigin-oberste-olympische-muttergoettin/">Hera).</a></p>
<p>Freya war bei ihrer Wahl aber äußerst wählerisch. Auch Odr, der eigentlich eine Gestalt Odins ist, musste dreimal um sie werben, ehe sie ihn eines Blickes würdigte. Die Verbindung zwischen den beiden gilt jedoch danach als das <strong>Urbild aller Liebe</strong>: Sie wird als so groß beschrieben, dass Freya ohne Odr nicht leben kann und ihn, als er auf der Suche nach Weisheit die Länder durchstreift, überall sucht und Tränen um ihn weint, aus denen der Bernstein entstanden ist.</p>
<p>Trotz dieser Verbindung ist Freya immer eine <strong>freie Frau</strong> geblieben und ist damit auch die <strong>Beschützerin aller freien Frauen</strong>. Bei ihren Liebhabern war sie nicht so wählerisch, wie bei ihrem Ehegemahl. Es gibt zahlreiche Überlieferungen ihrer amourösen Abenteuer.</p>
<h2>Amouröse Abenteuer mit den Zwergen</h2>
<p>So hat Freya z.B. mit <strong>vier Zwergen</strong> (bzw. Alben) aus Swartalfheim je eine Nacht verbracht. Ihre Namen sind mit Alfrigg, Dvalin, Berling und Grervier überliefert.<br />
Warum tat sie das: Freya liebte Schmuck und Geschmeide. In ihrem Reich gab es eine Höhle, in der vier Zwerge lebten. Diese waren überaus geschickte Goldschmiede. Bei ihnen hatte sie ein Halsband aus <strong>Gold und Bernstein</strong> gesehen, das Schönstes, das je geschmiedet wurde, sein Namen war <strong>Brisingamen</strong>. Und das wollte sie unbedingt besitzen. Sie war bereit, jeden Preis zu zahlen, doch Zwerge, als Hüter aller Bodenschätze, brauchten kein Gold.<br />
Der Vorschlag der Zwerge: „Teile mit jedem von uns eine Nacht, dann bekommst du Brisingamen“.<br />
Nun könnte man meinen, Freya hätte einen oberflächlichen Charakter und sie stieg aus Gier nach dem goldenen Halsband mit jedem der Zwerge ins Bett.<br />
Doch es gibt eine viel interessantere psychologische Erklärung:<br />
Was symbolisieren die Zwerge, die in der Höhle wohnen? Sie sind die <strong>tiefsten Anteile</strong> der Göttin, die auch sie nicht angeschaut, sondern wegsperrt hat. Anteile, die wir alle nicht so gerne von uns wahrhaben wollen. Sie sind im Mythos der Freya weggesperrt ins <strong>dunkle Reich unter der Erde</strong>, wo sie weder gesehen, noch gefunden werden. Dabei befindet sich dort unten die Ur-Kraft, die<strong> tiefe Verbindung mit der Quelle.<br />
</strong>Die Göttin hat Angst davor, in die Höhle zu steigen, es graut ihr davor. Aber sie will unbedingt diesen wunderschönen Schmuck Brisingamen (der im übertragenen Sinn auch für Erkenntnis und Erleuchtung steht).<br />
Also wagt sie es und konfrontiert sich mit ihrem <strong>tiefsten Anteilen</strong> und verbindet sich damit mit ihrer Ur-Kraft.<br />
Viermal steigt sie abends in die Höhle, viermal als Zeichen, dass sie sich mit allen Elementen und allen Himmelsrichtungen verbunden hat. Am Morgen des fünften Tages kommt sie lachend mit Brisingamen an ihrem Hals wieder hervor. Dieser <strong>Flammenring</strong> kann als <strong>Sonnensymbol</strong> gedeutet werden.<br />
Die tiefe Verbindung mit den vier Zwergen könnten auch ein Symbol für ein Bewahren, nicht ein Ausbeuten der <strong>Natur</strong> sein. Freya als uralte und naturverbundene Vanen-Göttin stellt sich damit ganz klar gegen die Lebenseinstellung der Asen, die sich, wie später das Christentum, die Erde Untertan machen wollten.<br />
Brisingamen wird mit der<strong> Regenbogenbrücke <a href="https://de.metapedia.org/wiki/Bifr%C3%B6st" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bifröst</a> </strong>in Verbindung gebracht, dem Verbindungsweg von Himmel und Erde. An Freyas Hals wurde Brisingamen zu einem Symbol der Früchte des Himmels und der Erde.</p>
<p>Freya ist auch eine Göttin des Monats Februar, sie steigt nach den dunklen Wintermonaten aus der Erde empor und bringt die Sonne – die eigentliche Bedeutung des Halsschmuckes Brisingamen<strong>.<br />
</strong>Ab diesem Zeitpunkt ist Freya unwiderstehlich – nicht wegen des Schmuckstücks, sondern weil sie ganz geworden ist, weil sie sich <strong>all ihren Anteilen</strong> hingegeben und in sich vereint hat.</p>
<p>Da Brisingamen den Geist <strong>aller vier Elemente</strong> enthält (jeder Zwerg ist stellvertretend für ein Element), kann Freya damit die gesamte Natur mit ihrer Heiligkeit erfüllen und beherrscht so auch alle natürlichen Vorgänge und Zyklen.</p>
<h2>Die freie Frau und ihr Göttergatte</h2>
<p>So sehr sie sich als freie Frau mit anderen Göttern, Wesen und Männern vergnügte, das wichtigste, das sie zu geben hatte, bekam ihr Göttergatte. Sie, die <strong>mächtige Allwissende</strong> hat dem Gott Odin all ihre Weisheit und damit auch viel Macht geschenkt. Nicht bekannt ist, was sie dazu bewogen hat und ob es von Odin dafür eine Gegenleistung gab.</p>
<p>Odin bekam von Freya sehr viel, denn ihr Wesen, ihre Gaben und ihr Wirkungsbereich ist außerordentlich vielfältig: Sie ist die Gebieterin des <strong>Schicksals</strong> und des <strong>Glücks</strong>, der Nacht, der Sterne und der <strong>Magie</strong>, Himmelskönigin, Gebieterin der <strong>Katzen</strong>, Führerin der <strong>Walküren</strong>. Sie war die eigentliche <strong>Mondgöttin</strong> und damit die Göttin des Meeres und der <strong>Fruchtbarkeit</strong>. Sie liebt den Frühling und die Blumen, alle Arten der Kunst, insbesondere die Poesie und Dichtkunst und dort vor allem das <strong>Liebeslied</strong> und sie hat eine besondere Beziehung zu den Elfen. Sie nimmt die edlen Frauen nach ihrem Tode in Folkwang, ihrer himmlischen Wohnung auf.</p>
<h2>Katzen Streitwagen und Kampfschwein</h2>
<p>Freya wird als Göttin der Liebe, auch der erotischen <strong>Liebe</strong>, der <strong>Magie</strong>, wie auch als zerstörerische Göttin verehrt. Auf einem von Katzen gezogenen <strong>Streitwagen </strong>zieht sie über den Himmel und auch zu blutigen Schlachtfeldern. Als Namen der Katzen ist Bygul und Trjegul überliefert.</p>
<p>Als Kriegsgöttin handelt sie klug und überlegen, geht nach ausgeklügelten Strategien vor. Freya ist eine <strong>geschickte Kämpferin</strong> und kann vor allem mit dem Speer trefflich umgehen.</p>
<p>Zur Todesgöttin wird sie, wenn sie auf dem Schlachtfeld die Hälfte aller Gefallenen für sich beansprucht und auswählt. Die andere Hälfte gelangt zu Odin. Freya nimmt ihre Hälfte freundlich in ihrem Saal „Sessrumnir“ auf. Auf jeden Fall beansprucht sie alle gefallenen Helden, die unvermählt starben.<br />
Manchmal reitet sie auch auf einem Kampfschwein, ein Eber mit goldenen Borsten namens Hildiswini, der vielleicht ihr verwandelter Bruder Freyr ist. Sie selbst hat den Ehrennamen „Syr“, was übersetzt Sau bedeutet.</p>
<p>Vor allem aber brachte Freya den Völkern Nordeuropas das <strong>Licht</strong>. Sie schenkte ihnen damit nicht nur die<strong> Glut der erotischen Liebe</strong> sondern auch das <strong>Schmiedefeuer</strong> und jedes Jahr erneut zum Julfest, die Sonne und die Hoffnung, wenn sie Freyr neu zu Welt bringt.</p>
<p>Freya wird oft mit der Göttin <a href="https://artedea.net/frigg-gebieterin-der-heiligen-ordnung/">Frigg</a> in Verbindung gebracht, möglicher Weise ist sie <strong>zwei Aspekte</strong> ein und derselben Göttin. In manchen Auslegungen bilden Freya und <a href="https://artedea.net/frigg-gebieterin-der-heiligen-ordnung/">Frigg</a> zusammen mit <a href="https://artedea.net/idun-die-erneuernde-apfelgottin/">Idun</a> eine Göttinnen-Triade.</p>
<p>Als kosmische Göttinnen sind Freya und <a href="https://artedea.net/frigg-gebieterin-der-heiligen-ordnung/">Frigg</a> mit der Sonne verbunden – Freya jedoch weniger mit ihrer Ordnungsmacht (für die <a href="https://artedea.net/frigg-gebieterin-der-heiligen-ordnung/">Frigg</a> zuständig ist), sondern mit ihren Leben spendenden Kräften – mit Wärme, Glanz und Reichtum.</p>
<h2>Göttin der bedingungslosen und uneingeschränkten Liebe</h2>
<p>Während <a href="https://artedea.net/frigg-gebieterin-der-heiligen-ordnung/">Frigg</a> als Ordnungsgöttin nur die eheliche Liebe schützt, verteilt Freya als Göttin der bedingungslosen und uneingeschränkten Liebe ihre Gaben unterschiedslos.</p>
<p>Sie spendet allen Wesen in gleicher Weise <strong>Lebenskraft</strong> und <strong>Fruchtbarkeit</strong>: Alles Leben ist ihr Geschenk und gleich heilig. Freyas Aufgabe ist es, vor allem dafür zu sorgen, dass der <strong>Drang zur Fortpflanzung</strong> nie verloren geht. Sie verkörpert damit die <strong>kosmische Macht der Liebe</strong>, die sich in der natürlichen Sexualität und ihren schöpferischen Kräften manifestiert.</p>
<p>Sowohl <a href="https://artedea.net/frigg-gebieterin-der-heiligen-ordnung/">Frigg</a> wie Freya sind <strong>Fruchtbarkeitsgöttinnen</strong> – nur mit unterschiedlichen Ausprägungen. Während <a href="https://artedea.net/frigg-gebieterin-der-heiligen-ordnung/">Frigg</a> mehr für Schwangerschaft, Geburt und Mutterschaft zuständig ist, liegt Freyas Spezialgebiet mehr in der <strong>Sinnlichkeit</strong>, Erotik und Lust. Sie wird genauso oft gerufen, um einen <strong>Kinderwunsch</strong> zu erfüllen, wie eine Schwangerschaft vorzeitig zu beenden.</p>
<p>Damals wie heute wird – was sexuelle Aktivitäten betrifft – mit zweierlei Maß gemessen. Was bei Frauen offenbar schon zu Freyas Zeiten als unsittlich oder als „liederlicher Lebenswandel“ galt, war für Männer das Attribut, dass sie ein ganzer Kerl sind. Dem steuert die Göttin als Beschützerin und <strong>Urahnin aller „freien Frauen“</strong> entgegen.</p>
<p>Und so beantwortet Freya Lästereien oder blöde Anspielungen über ihr Sexualleben – wenn überhaupt – mit einem Achselzucken. Sie lebt die Selbstverständlichkeit, sich alle Rechte (auf dem Gebiet der Erotik und auch allen anderen) einfach zu nehmen. Diese stehen ihr und allen Frauen zu, ohne sich in irgendeiner Art rechtfertigen zu müssen.</p>
<h2>Falkenmantel und Schwanenkleid <strong><br />
</strong></h2>
<p>Freya besitzt ein Schwanenkleid und einen Mantel aus Falkenfedern. Mit beiden Gewändern kann sie <strong>fliegen</strong> und sich in die entsprechenden Vögel verwandeln, was auf <strong>schamanische Wurzeln</strong> hindeutet.</p>
<p>Wenn Freya nur mit diesem <strong>Federumhang</strong> bekleidet erscheint, unter dem sie nackt ist, und ihren <strong>magischen Halsschmuck</strong> trägt, kann ihr keiner widerstehen. Auch <a href="https://artedea.net/frigg-gebieterin-der-heiligen-ordnung/">Frigg</a> besitzt einen solchen Falkenmantel. Was diese Göttin drunter trägt, das bleibt im Verborgenen, allerdings können beide Göttinnen damit ihre Gestalt wandeln und sind so des Zaubers und der Magie mächtig.</p>
<h2>Das magische Sieden</h2>
<p>Diese Gabe der <strong>Gestaltwandlung</strong> ist ein Zeichen ihrer <strong>magischen Kraft</strong>, denn Freya ist die Gebieterin der vanischen Art der Magie, des „Seiðr“ – der Magie der Verwandlung und des „Siedens“ (das bedeutet der Name Seiðr- siehe auch <a title="gullveig" href="https://artedea.net/gullveig/">Gullveig</a>, <a title="skuld" href="https://artedea.net/skuld/">Skuld</a>, <a title="volva" href="https://artedea.net/volva-die-grose-seherin/">Völva</a>).</p>
<p>Alle Magie stammt von ihr, im heiligen Kessel braut und siedet sie aus Zutaten, die von dieser und anderen Welten sind, ihre <strong>geheimnisvollen Tränke</strong>. Ganz sicher findet sich in ihrem Kessel das ihr zugeordnete <strong>Johanniskraut</strong>, das auch als „Hexenkraut“, „Frauengliester“, „Unserer lieben Frau Gras“ bezeichnet wird.</p>
<p>Diese weiblichen Bezeichnungen zeigen, dass angenommen wurde diese Pflanze von einer Göttin kommt und besonders gut für Frauen ist. Es wird auch Sonnwendkraut genannt, weil es entweder in der Mittsommernacht oder in der Mittagsstunde der Sommersonnenwende gesammelt werden soll. Wenn man seine Blütenknospen zerreibt, tritt roter Saft hervor, der als das heilige und <strong>heilende Monatsblut</strong> der Göttin Freya gedeutet wird.</p>
<p>Sie ist auch die Göttin des magisches Heilens – sie heilt, indem sie Menschen von Seelenstörungen befreit und lehrt Frauen auch die Fähigkeit, aus dem eigenen Körper zu treten und mit der Nacht zu verschmelzen. Außerdem lehrte sie die heiligen Volvas, weibliche Prophetinnen, die ekstatische Tänze aufführen und einen Blick in die Zukunft gewähren. Damit ist Freya auch die Göttin der <strong>Weissagung</strong>.</p>
<p>Freya trägt in vielen Überlieferungen auch Züge der <a href="https://artedea.net/holla-die-frau-holle/">Holla</a> oder der Huld, die aus dem Märchen bekannten Frau Holle. Wie ihre alpenländische Verwandte kann Freya <strong>Wetter machen</strong>, d.h. es lohnt sich, für Wetterzauber eine dieser Göttinnen um Unterstützung zu bitten. Für all diese Zaubertaten der Göttin hatten die Wikinger mit ihren Asen wenig Verständnis, genauso, wie ihnen damals schon der Lebenswandel einer „Freien Frau“ fremd und unbehaglich war.</p>
<p>Aus diesem Grund bekam Freya auch oft den Beigeschmack einer Hure und <strong>Hexe</strong>, eines verführerischen, unheimlichen sexbesessenen Luders. Für die Vanen allerdings waren die Fähigkeiten der Freya Inbegriff reinster Göttlichkeit.</p>
<h2>Kein Vorbild für die typisch „Deutsche Frau“</h2>
<p>Freya soll immer noch im Innern des Berges <a title="Elbrus" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Elbrus" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Elbrus</a> im <a title="Kaukasus" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kaukasus" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kaukasus</a> wohnen. Hier hissten Soldaten der Waffen-SS 1942 die Fahne mit dem Hakenkreuz. So wie sich Freya vor Jahrtausenden schon nicht von anderen Stämmen wirklich vereinnahmen ließ, so ist ihr auch die Vereinnahmung eines nationalistisch-deutschtümelnden Regimes ganz sicher nicht Recht.</p>
<p>Sie ist und bleibt eine freie Frau, die <strong>sich selbst gehört</strong> und die sich von keiner anderen Macht auf deren Fahnen heften lässt. Auch wenn sie blond, kräftig, gesund und blauäugig war, das Vorbild für die typisch „deutsche Frau“ gibt sie mit ihrer Gesinnung und ihrem selbstbestimmten Lebenswandel sicher nicht ab.</p>
<h2>Freitag, der 13.<strong><br />
</strong></h2>
<p>Nach Freya ist der <strong>Freitag</strong> benannt. Hier ist auch ihre nahe spirituelle Verwandtschaft zur Göttin <a href="https://artedea.net/venus/">Venus</a> ersichtlich – ihr Tag, der vendredi (franz.) oder venerdì (ital.) ist ja auch der Freitag, der Tag der freien Frauen. Wenn dieser noch dazu auf einen 13. fällt, also das Symbol für das <strong>Mondjahr</strong> und die 13 Mondzyklen, dann ist das ein besonderer Festtag für Frauen (der in patriarchalen Systemen natürlich gefürchtet ist – was weiß man, was den Weibern da so einfällt …)</p>
<p>Im Übrigen wurde am Freitag seit ältesten Tagen zu Ehren der Freya Fisch gegessen. Seine <strong>aphrodisierende Wirkung</strong> wurde dem Segen der Göttin der Liebe zugesprochen. Auch das Wort „Frau“ leitet sich von ihrem Namen ab und bedeutet ursprünglich<strong> „die Freie“</strong>. Freya regiert auch den Monat Februar.</p>
<p>Freya war die <strong>Linde </strong>heilig. Unter der beschirmenden, heilenden, sich mit Hilfe ihrer Innenwurzeln immer wieder erneuernden, weiblichen Linde, wurden Feste gefeiert. Unter zahlreichen Freya-Linden wurden die Thing-Versammlungen (Volks- und Gerichtsversammlungen nach dem alten germanischen Recht) abgehalten. Es heißt, dass das Urteil meistens „lind“ ausfiel.<br />
Wie <a href="https://artedea.net/holla-die-frau-holle/">Holla</a> soll sie auch dem <strong>Holunder</strong> sehr zugetan sein. Auch Birke, Wildrose, Erdbeere, Ringelblume, Frauenmantel, Arnika, Schafgarbe, Gänseblümchen und Schlüsselblume, Pflanzen, die jetzt als „Marienblumen“ bezeichnet werden, waren ursprünglich Pflanzen der Freya.</p>
<h2>Frei Leben frei Wählen</h2>
<p>Frauen zeigt die durch und durch <strong>selbstbestimmte Göttin</strong> alle Möglichkeiten, frei zu leben und frei zu wählen. Sie schenkt Lust und Sinnlichkeit, hilft bei magischen Angelegenheiten, verleiht Flügel, bringt tiefes, uraltes Wissen.</p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Energie der Freya kann dir dabei helfen, deine </span><b>wahre Natur</b><span style="font-weight: 400;"> zu entdecken, die roh und wild – tief in dir – vergraben liegt. Wenn du diesem ungezähmten Geist in dir erlaubst, sich frei und leicht zu entfalten, wirst du einen einen offenen Zugang zu deiner Lebenslust und deiner Selbstliebe erhalten.</span></p>
<p>Sie hilft bei allen <strong>Liebesdingen</strong>, in ihrem Namen werden Liebestalismane angefertigt. Allerdings ist zu bedenken, dass Freya eher mit Beziehungen verbunden ist, die auf Lust und Freude fußen, als auf Eheverträgen.</p>
<p>Wenn eine Frau sich ganz wie die Göttin fühlen will, dann hat diese auch nichts dagegen, wenn man ihren Liebeszauber nachmacht – eine leichte Federboa um den nackten Körper geschlungen, ein funkelnder Halsschmuck und die <strong>Lust auf Höhenflüge</strong> – dann kann einem erotisch-magisch-sinnlichen Abenteuer eigentlich nichts mehr im Wege stehen.</p>
<p>Nicht umsonst leiten sich deutsche Wörter wie „froh“, „Freude“, „freien“, „Freier“ (= Liebhaber) und „frei“ von ihrem Namen ab. Frauen, die von Freya gesegnet sind, sind sinnlich und sexuell und ihre Freude ist der Maßstab ihres Handelns.</p>
<p><strong><em>auch: Freyja, Freja, Freia, Frea, Fria, Frija, Vanadis (= Vanengöttin)</em></strong></p>
</div>
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		<title>Prende &#8211; Altillyrische und albanische Liebes- und Schönheitsgöttin</title>
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		<pubDate>Mon, 01 May 2017 19:35:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fruchtbarkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Schönheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Altillyrische Völker auf der westlichen und nordwestlichen Balkanhalbinsel kannten Prende als Göttin der Morgenröte, der Liebe, der Schönheit und der Fruchtbarkeit. Unter christlichem Einfluss wurde sie in die heilige Anna umgewandelt. Prende wird als ganz besonders schön geschildert, sie ist die Göttin des strahlenden Glanzes. Frauen bitten sie, dass auch sie sich in ihrer ganzen ... <a title="Prende &#8211; Altillyrische und albanische Liebes- und Schönheitsgöttin" class="read-more" href="https://artedea.net/prende-altillyrische-und-albanische-liebes-und-schonheitsgottin/" aria-label="Mehr Informationen über Prende &#8211; Altillyrische und albanische Liebes- und Schönheitsgöttin">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Altillyrische Völker auf der westlichen und nordwestlichen Balkanhalbinsel kannten Prende als Göttin der Morgenröte, der Liebe, der Schönheit und der Fruchtbarkeit. Unter christlichem Einfluss wurde sie in die heilige Anna umgewandelt. Prende wird als ganz besonders schön geschildert, sie ist die Göttin des strahlenden Glanzes. Frauen bitten sie, dass auch sie sich in ihrer ganzen Schönheit entfalten mögen.</p>
<h1 style="text-align: center;"><strong>Göttin des strahlenden Glanzes</strong></h1>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-17226 aligncenter" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2017/05/prende-xl-800x1101.jpg" alt="" width="560" height="771" srcset="https://artedea.net/wp-content/uploads/2017/05/prende-xl-800x1101.jpg 800w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2017/05/prende-xl-1024x1409.jpg 1024w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2017/05/prende-xl-400x550.jpg 400w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2017/05/prende-xl-768x1057.jpg 768w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2017/05/prende-xl-1116x1536.jpg 1116w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2017/05/prende-xl-1488x2048.jpg 1488w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2017/05/prende-xl-scaled.jpg 1860w" sizes="auto, (max-width: 560px) 100vw, 560px" /></p>
<p><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Illyrer" target="_blank" rel="noopener">Altillyrische </a>Völker auf der westlichen und nordwestlichen Balkanhalbinsel kannten Prende als Göttin der Morgenröte, der Liebe, der Schönheit und der Fruchtbarkeit.<br />
Im Volksmund im heutigen Albanien heißt sie <em>„Zoja e bukuris“</em>, was <strong>„Gebieterin der Schönheit“ </strong>bedeutet.<br />
Im katholischen Nordalbanien hat Prende ihren Festtag am 26. Juli. An diesem Tag<strong> schminken und schmücken </strong>sich die Frauen ihr zu Ehren ganz besonders schön und tragen ihre besten Kleider.<br />
Ebenso wie bei <a href="https://artedea.net/venus/">Venus</a> und <a href="https://artedea.net/freya-germanisch-nordisch-skandinavische-goettermutter2/">Freya</a><a href="https://artedea.net/freya-urahnin-aller-freien-frauen/"> </a>ist der Tag der Prende der <strong>Freitag</strong>. Er ist <span class="goog-text-highlight">auf Albanisch auch nach ihr benannt: </span><i><span class="goog-text-highlight">dita e premte.</span></i><br />
Es werden in ihrem Namen an Freitagen auch <strong>Liebesrituale</strong> gefeiert. Dazu holen die Frauen auch ihre Mörser heraus und stellen diese mit einem Stössel darin auf &#8211; eine Darstellung der sexuellen Vereinigung, was auf die<strong> erotische Seite </strong>der Göttin hinweist.<br />
Prende wird als ganz besonders schön geschildert, sie ist die Göttin des<strong> strahlenden Glanzes</strong>. Frauen bitten sie, dass auch sie sich in ihrer ganzen Schönheit entfalten mögen.<br />
<span class="">Sie wird auch </span><b><span class="">Afërdita</span></b><span class=""> genannt in Anlehnung an </span><i><span class="">Hylli i Dritës, Afêrdita</span></i><span class=""> „der Stern des Lichts, Afêrdita“ (d.h. <a href="https://artedea.net/venus/">Venus</a></span><span class="">, der Morgenstern) <span class="goog-text-highlight">und </span><i><span class="goog-text-highlight">Ylli i Mbrëmjes, Afërdita</span></i><span class="goog-text-highlight"> (d.h. <a href="https://artedea.net/venus/">Venus</a></span><span class="goog-text-highlight">, der Abendstern).</span></span></p>
<h2 style="text-align: left;">Halbmond und Regenbogen</h2>
<p>Das Paar Prende und ihr Göttergatte Perendi werden im illyrischen Götterhimmel auch als Mond- und Sonnensymbol dargestellt. Prende führt als <strong>Erd- und Fruchtbarkeitsgöttin</strong> die Linie der altorientalischen Magna Mater aus dem <strong>fruchtbaren Halbmond</strong> fort.<br />
Das Symbol der Prende ist neben dem Mond auch der <strong>Regenbogen</strong>, der als „Gürtel der Göttin“ in seiner ganzen Schönheit in allen Farben strahlt.<br />
Es heißt, wem es gelingt, unter einem Regenbogen hindurch zu gehen oder wer Wasser trinkt, das von einem Regenbogen berührt wurde, verändere sein Geschlecht.<br />
<span class="">Laut Volksglauben fährt Prende in einem von <strong>Schwalben</strong> gezogenen Wagen über den Himmel, die Verbindung zwischen den Schwalben und dem Wagen ist ein Regenbogen.<br />
Die <strong>Schwalben werden „</strong></span><i><span class="">Pulat e Zojës“ (</span></i><span class="">Vögel der Dame) genannt.</span></p>
<h2>Die Umwandlung in eine großmütterliche Heilige</h2>
<p>Albanien wurde bereits sehr früh christianisiert. Ab dem ersten und dem zweiten Jahrhundert n.u.Z. war das Christentum in der Region die vorherrschende Religion. Man verachtete die „heidnische Vielgötterei<i><span class="">“,</span></i><span class=""> an die die Menschen glaubten und versuchte diese zu </span>verdrängen und mit christlichen Glaubensinhalten zu füllen.</p>
<p>Besonders die schöne Prende mit ihrer <strong>erotischen <span style="font-weight: 400;"><strong>Komponente</strong> </span></strong>war den christlichen Missionaren ein Dorn im Auge. Eine reine, über alle Zweifel erhabene Heilige musste her, um die alte Göttin zu überlagern. Und das war erstaunlicher Weise nicht <a href="https://artedea.net/maria-madonna-muttergottin/">Maria</a>, sondern ihre Mutter <a href="https://artedea.net/anna-die-ahnin/">Anna</a>. Damit wollte man wohl der sinnlichen Schönheits- und Fruchtbarkeitsgöttin einen mütterlichen, ja großmütterlichen Anstrich geben und auch die ausschweifenden Liebesrituale verunmöglichen.<span style="font-weight: 400;"> Wer feiert schon solche im Zeichen einer Heiligen?</span></p><div id="arted-557500559" class="arted-lammas-2024 arted-entity-placement" style="margin-top: 7px;margin-bottom: 7px;"><a href="https://artedea-shop.net/epages/51e23038-7656-4e03-84cb-d986f24a6aef.sf/de_DE/?ObjectID=1782458" aria-label="heilwurz"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz.jpg" alt=""  srcset="https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz.jpg 800w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz-400x100.jpg 400w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz-768x192.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" width="800" height="200"   /></a></div>
<p>Wobei: Die Heilige <a href="https://artedea.net/anna-die-ahnin/">Anna </a>gilt ja auch als so etwas wie ein <strong>Fruchtbarkeitswunder</strong>, hat sie doch als bereits alternde Frau nach Jahrzehnte langer Kinderlosigkeit ihre Tochter <a href="https://artedea.net/maria-madonna-muttergottin/">Maria</a> empfangen und geboren.<br />
Und das auf ganz „natürlichem“ Wege! Vielleicht war das ein Zugeständnis oder ein schlauer Schachzug der Kirchenväter, denn eine ganz keusche und jungfräuliche <a href="https://artedea.net/maria-madonna-muttergottin/">Maria</a> wäre als Ersatz für Prende möglicherweise unglaubwürdig gewesen und damit nicht akzeptiert worden.</p>
<p>Wobei sich auch hier die Menschen wie so oft vom christlichen Deckmantel nicht davon abhalten ließen, ihre alten Göttinnen weiter in altbewährter Weise zu feiern. Und hier wurde nicht einmal der Namen der Heiligen akzeptiert. Denn nach der christlichen Überstülpung wurde Prende nicht <a href="https://artedea.net/anna-die-ahnin/">Anna</a>, sondern <strong>„Venerande“</strong> genannt. Die Sprachwurzel dafür stammt aus dem Lateinischen <em>„venerare“</em> und bedeutet soviel wie „verehren, anbeten, bewundern, hochachten“. Ganz schön schlau, denn dagegen konnten auch die christlichen Kirchenväter nichts einwenden und wer da verehrt, bewundert und angebetet wird, sei dahingestellt.<br />
In <em><strong>„Venerande“ </strong></em>erkennen wir auch eindeutig das Wort „<a href="https://artedea.net/venus/">Venus</a>“, die römische Entsprechung der Göttin Prende.<br />
Als ihr Feiertag wurde der 26. Juli, der sogenannte Annentag angesetzt. Aber oft wird dieser von den Menschen einfach auf den darauffolgenden Freitag verlegt und nach wie vor mit nicht sehr christlichen Inhalten gefeiert.</p>
<p><span class="">Prende war in Albanien so beliebt, dass von den rund 275 katholischen Kirchen, die im späten 16. und frühen 17. Jahrhundert in Albanien existierten, 33 nach ihr benannt wurden, mehr als nach jedem anderen Heiligen außer der Jungfrau <a href="https://artedea.net/maria-madonna-muttergottin/">Maria</a> und dem Heiligen Nikolaus. </span>Viele andere historische katholische und orthodoxe Kirchen wurden ihr im 18. und 19. Jahrhundert geweiht. Im Kurbin-Tal waren Wallfahrten zur Kirche der Heiligen Veneranda sowohl unter ChristInnen als auch unter MuslimInnen üblich. <span class="">Dorthin gingen Menschen auch in der Hoffnung auf Heilung von Geisteskrankheiten.</span></p><div id="arted-383843571" class="arted-raeucher-ebook arted-entity-placement" style="margin-top: 7px;margin-bottom: 6px;"><a href="https://artedea-shop.net/epages/51e23038-7656-4e03-84cb-d986f24a6aef.sf/de_DE/?ObjectID=5384235" aria-label="xr:d:DACXjiUAi3Y:766,j:1513608975030691014,t:23081215"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023.jpg" alt=""  srcset="https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023.jpg 850w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-800x226.jpg 800w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-400x113.jpg 400w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-768x217.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" width="850" height="240"   /></a></div>
<p>Prende bzw. Prenne ist in Albanien ein beliebter Mädchenname. Auch noch im heutigen Albanisch, das viel von der illyrischen Sprache bewahrt hat, werden Göttinnen als <strong>„Perendesha“</strong> übersetzt. Verschliffen ausgesprochen lassen sich hier Ähnlichkeiten mit Perscht, Perschta, <a href="https://artedea.net/percht-die-ge-barmutter/">Perchta</a> erkennen. Der Wirkungsbereich der illyrischen Göttin hat sich also hier offenbar ziemlich ausgedehnt. Der Kult erstreckte sich von den altillyrischen Gebieten der westlichen und nordwestlichen Balkanhalbinsel bis hin zum römischen Reich und dehnte sich von dort über den Alpenkamm aus, wo wir in der Göttin <a href="https://artedea.net/percht-die-ge-barmutter/">Percht </a>eine Verwandte bzw. Nachfahrin der Prende finden.</p>
<p><em><strong>auch: Prenne, Zoja Prenne, <i><span class="goog-text-highlight">Prema</span></i><span class="goog-text-highlight"> , </span><i><span class="goog-text-highlight">Premte, </span></i><i><span class="goog-text-highlight">Petka, </span></i><b><span class="">Afërdita</span></b></strong></em></p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="arted-3583829925" class="arted-nach-dem-inhalt-2 arted-entity-placement" style="margin-top: 7px;margin-bottom: 7px;"><a href="https://artedea-shop.net/epages/51e23038-7656-4e03-84cb-d986f24a6aef.sf/de_DE/?ObjectID=1782446" aria-label="lammas banner2022-schmal"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/07/lammas-banner2022-schmal.jpg" alt=""  srcset="https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/07/lammas-banner2022-schmal.jpg 1026w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/07/lammas-banner2022-schmal-800x222.jpg 800w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/07/lammas-banner2022-schmal-1024x284.jpg 1024w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/07/lammas-banner2022-schmal-400x111.jpg 400w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/07/lammas-banner2022-schmal-768x213.jpg 768w" sizes="(max-width: 1026px) 100vw, 1026px" width="1026" height="285"   /></a></div><div id="arted-1399313279" class="arted-nach-dem-inhalt-4 arted-entity-placement" style="margin-top: 7px;margin-bottom: 6px;"><a href="https://artedea-shop.net/epages/51e23038-7656-4e03-84cb-d986f24a6aef.sf/de_DE/?ObjectID=5384235" aria-label="xr:d:DACXjiUAi3Y:766,j:1513608975030691014,t:23081215"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023.jpg" alt=""  srcset="https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023.jpg 850w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-800x226.jpg 800w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-400x113.jpg 400w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-768x217.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" width="850" height="240"   /></a></div><div id="arted-1492995200" class="arted-nach-dem-inhalt-6 arted-entity-placement" style="margin-top: 7px;margin-bottom: 7px;"><a href="https://artedea-shop.net/epages/51e23038-7656-4e03-84cb-d986f24a6aef.sf/de_DE/?ObjectID=1782458" aria-label="heilwurz"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz.jpg" alt=""  srcset="https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz.jpg 800w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz-400x100.jpg 400w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz-768x192.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" width="800" height="200"   /></a></div><p>Der Beitrag <a href="https://artedea.net/prende-altillyrische-und-albanische-liebes-und-schonheitsgottin/">Prende &#8211; Altillyrische und albanische Liebes- und Schönheitsgöttin</a> erschien zuerst auf <a href="https://artedea.net">artedea</a>.</p>
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		<title>Nehalennia &#8211; Germanische bzw. keltische Handels- und Schifffahrtsgöttin, Göttin der Fruchtbarkeit und der Unterwelt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Jan 2017 18:26:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fruchtbarkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Unterwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Wasser]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nehalennia wurde im zweiten und dritten Jahrhundert von römischen, keltischen und germanischen EinwohnerInnen im Gebiet der niederländischen Scheldemündung verehrt. Sie ist eine Göttin des Handels, der Kaufleute und des fahrenden Volkes sowie der Fluss- und Seeleute, eine Fruchtbarkeits- und Unterweltsgöttin. Die das Wasser nahe hat Nehalennia wurde im zweiten und dritten Jahrhundert von römischen, keltischen ... <a title="Nehalennia &#8211; Germanische bzw. keltische Handels- und Schifffahrtsgöttin, Göttin der Fruchtbarkeit und der Unterwelt" class="read-more" href="https://artedea.net/nehalennia-germanische-bzw-keltische-handels-und-schifffahrtsgottin/" aria-label="Mehr Informationen über Nehalennia &#8211; Germanische bzw. keltische Handels- und Schifffahrtsgöttin, Göttin der Fruchtbarkeit und der Unterwelt">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nehalennia wurde im zweiten und dritten Jahrhundert von römischen, keltischen und germanischen EinwohnerInnen im Gebiet der niederländischen Scheldemündung verehrt. Sie ist eine Göttin des Handels, der Kaufleute und des fahrenden Volkes sowie der Fluss- und Seeleute, eine Fruchtbarkeits- und Unterweltsgöttin.</p>
<h2 style="text-align: center;"><strong>Die das Wasser nahe hat</strong></h2>
<p>Nehalennia wurde im zweiten und dritten Jahrhundert von römischen, keltischen und germanischen EinwohnerInnen im Gebiet der niederländischen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schelde" target="_blank" rel="noopener">Scheldemündung </a>verehrt.</p>
<p>Sie ist eine Göttin des <strong>Handels</strong>, der Kaufleute und des fahrenden Volkes sowie der Fluss- und Seeleute, vor allem jener, die zwischen Britannien und dem Festland bzw. am Niederrhein und entlang der holländischen Küste unterwegs waren.</p>
<h2>Tempel vom Dünensand freigelegt</h2>
<p>Von einer Göttin Nehalennia weiß man erst wieder seit dem 5. Januar 1647. Heftige Ost- und Nordostwinde tobten an der batavischen Insel <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Walcheren" target="_blank" rel="noopener">Walcheren </a>(an der Scheldemündung) und legten bloß, was Jahrhunderte lang unter dem Dünensande verborgen gewesen war. Es wurden 25 Weihereliefs gefunden, auf denen Nehalennia dargestellt wurde.<br />
Beim Eintritt der Ebbe fanden damals die BewohnerInnen von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Domburg" target="_blank" rel="noopener">Doomburg</a>, einem Städtchen an der Nordwestküste, 45 Trümmer von Säulen, Altären und Statuen mit Inschriften und Darstellungen. Aus ihnen ging hervor, dass es sich dabei um die Reste eines <strong>Tempels der Nehalennia</strong> handelte. Im Herbst 1870 wurde abermals bei Doomburg aus dem Flugsand des Strandes ein Altar der Nehalennia ans Tageslicht getrieben.<br />
Etwa 25 km nördlich von Domburg wurden nach 1970 aus der Oosterschelde in Höhe des Ortes <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Colijnsplaat">Colijnsplaat </a>über 100 Reliefs, Statuen und Statuetten der Göttin geborgen.<br />
Diese zeigen die Göttin stehend bzw. sitzend – dies zumeist auf einem Thronsessel. Die Darstellungsweise entspricht jener der <strong>Muttergöttinnen</strong> (Matronen) im Rheinland.<br />
Durch Zeitangaben in einigen Inschriften lässt sich der Tempelbetrieb zu Ehren der Nehalennia in die Zeit zwischen 188 und 227 n.u.Z. datieren.</p>
<h2>Äpfel, Hund und Schiff</h2>
<p>Sämtliche Bildnisse zeigen die Göttin in einen weiten, mit einem großen Kragen versehenen Mantel gehüllt, der durch eine Agraffe zusammen gehalten wird. Auf einigen trägt sie eine Kappe oder Flügelhaube, wie sie noch im 13. und 14. Jhd. in ganz Deutschland üblich war und in den Niederlanden noch heute vorkommt. Auf einigen Altären sitzt, bald zur Rechten, bald zur Linken der Göttin ein <strong>Hund </strong>mit horchend zu ihr erhobenem Kopfe. Ihr Begleiter, der Hund könnte auf den <strong>Sirius </strong>hinweisen, den sogenannten „Hundsstern“, der einst sehr bedeutend für die nächtliche Navigation von Schiffen war.</p><div id="arted-557500559" class="arted-lammas-2024 arted-entity-placement" style="margin-top: 7px;margin-bottom: 7px;"><a href="https://artedea-shop.net/epages/51e23038-7656-4e03-84cb-d986f24a6aef.sf/de_DE/?ObjectID=1782458" aria-label="heilwurz"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz.jpg" alt=""  srcset="https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz.jpg 800w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz-400x100.jpg 400w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz-768x192.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" width="800" height="200"   /></a></div>
<p>Prall gefüllt mit <strong>Äpfeln </strong>sind Körbe und Schalen auf den Weihesteinen an die Göttin Nehalennia. Oft trägt sie auf ihren Darstellungen auch <strong>Füllhörner </strong>mit anderen Früchten, die sich nebst Bäumen und Reben öfters auch an den Seitenwänden ihrer Bildnisse befinden.<br />
Die Äpfel bei Nehalennia können eine mehrfache Bedeutung haben, wahrscheinlich aber liegt der Akzent auf <strong>Fruchtbarkeit </strong>und <strong>Fülle</strong>. Obst, besonders Kulturobst wie auf den Altären abgebildet, war mit Sicherheit in jenen Zeiten ein Luxusnahrungsmittel, das sich nicht jeder leisten konnte. Der Besitz vieler Äpfel signalisiert also <strong>Reichtum</strong>.<br />
Auf bislang drei bekannten Nehalennia-Altären erscheint neben ihr ein <strong>Schiffsvorderteil</strong>, auf einem hält sie außerdem ein Ruder in ihrer Hand. Durch diese Schiff und auch eine entsprechende Inschrift wird sie als Beschirmerin der Schifffahrt und des <strong>Seehandels</strong> bezeichnet, die die Menschen und ihre Habe vor den Gefahren des Meeres schützt.<br />
Gelegentlich wurde sie auch als <strong>Galionsfigur </strong>am Bug von Schiffen abgebildet.</p>
<h2>Die im Nebel Verschwindende</h2>
<p>Einigen Quellen zufolge bedeutet ihr Namen als <strong>„Die das Wasser nahe hat“</strong>, also eine Göttin, die am Ufer wohnt. Wahrscheinlich steht der Name jedoch mit <strong>Nebel </strong>in Verbindung (idg. Nebh – Nässe, Feuchtigkeit; hel – verhehlen, verhüllen).<br />
Der zweite Namensbestandteil -lennia könnte mit gotisch linnan (verschwinden, weggehen) in Verbindung stehen. Nehalennia würde daher bedeuten: „die im Nebel Verschwindende.“<br />
Auf einem der Doomburger Altäre löst ein seefahrender Kaufmann der Göttin Nehalennia ein Gelübde für die glückliche Errettung seiner Waren.<br />
Die Verehrung der Göttin ist also für den Rhein und die Nordseeküste bezeugt.</p>
<h2>Unterwelt, die der gesamten Natur Fruchtbarkeit verleiht</h2>
<p>Sie scheint eine jener klassischen Göttinnen zu sein, die <strong>alle Bereich des Lebens </strong>abdeckt:<br />
Die Schale mit den Äpfeln sowie die Füllhörner weist sie als <strong>Fruchtbarkeitsgöttin </strong>aus. Der verhüllende Mantel der Nehalennia scheint auf eine <strong>Göttin der Unterwelt</strong> zu deuten. Die Silbe „hal“ in ihrem Namen könnte auch „hel“ – verhehlen, verhüllen bedeuten – eine verhüllende Göttin hat immer auch den Aspekt einer Unterwelts- bzw. Todesgöttin – wie z.B. die Göttinnen <a href="https://artedea.net/hel/">Hel </a>oder <a href="https://artedea.net/holla-die-frau-holle/">Holla</a>.<br />
Auch der Hund, der fast beständig als ihr Begleiter erscheint, kann als ein Symbol für eine <strong>Todesgöttin</strong> gedeutet werden.<br />
Nehalennia wird auch die „Töterin“ oder die „Totenbergerin“ genannt – ein Prädikat für Unterwelts- bzw. Erdgöttinnen.<br />
Andererseits ist sie auch die „Gewährende“ und die <strong>„Reichtum Spendende“</strong>.<br />
Nehalennia gebietet also über die Unterwelt, die der gesamten Natur Fruchtbarkeit verleiht und alles wieder in sich aufnimmt.</p><div id="arted-383843571" class="arted-raeucher-ebook arted-entity-placement" style="margin-top: 7px;margin-bottom: 6px;"><a href="https://artedea-shop.net/epages/51e23038-7656-4e03-84cb-d986f24a6aef.sf/de_DE/?ObjectID=5384235" aria-label="xr:d:DACXjiUAi3Y:766,j:1513608975030691014,t:23081215"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023.jpg" alt=""  srcset="https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023.jpg 850w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-800x226.jpg 800w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-400x113.jpg 400w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-768x217.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" width="850" height="240"   /></a></div>
<p>Doch sie steht mit ihren Äpfeln nicht nur für den reifen Sommer. Nehalennia war auch eine <strong>Frühlingsgöttin</strong>. Ihr Symbol ist auch der <strong>Hase</strong>, der ja bei unseren Osterbräuchen eine wichtige Rolle spielt. In der Zeit, in der im christlichen Sinn Ostern gefeiert wird, gab es in vorchristlicher Zeit Fruchtbarkeitsfeste. Diese hatten aber auch immer einen <strong>Todesaspekt</strong>, wie ja im Christentum auch: In der christlichen Mythologie steht Ostern in Verbindung mit Tod und Auferstehung.<br />
In Ritualen, wie sie vielleicht auch im Zusammenhang mit Nehalennia und anderen Frühlingsgöttinnen gefeiert wurden, stirbt der Winter, damit der Sommer beginnen kann.</p>
<h2>Die Göttin am Schiff</h2>
<p>In <strong>Köln </strong>finden sich die südlichsten Spuren ihres Kultes anhand zweier Inschriften, die später beim Bau des Deutzer Kastells als Bauglieder dienten.<br />
Noch im zwölften Jahrhundert war es üblich, dass ein Schiff durch die Niederlande zog, an dessen Bord die Göttin unsichtbar thront. Wo es einkehrte, war Freudengeschrei und Jubel, man tanzte bis in die späte Nacht um dasselbe herum, und sang festliche Lieder. Niemand durfte sich aber dem Schiffe ohne Erlaubnis nähern und dies geschah nur gegen reiche Gaben. Lange nachher, im sechzehnten Jahrhundert, dauerte ein ähnlicher Umzug mit Schiffen und Pflügen in Schwaben fort.</p>
<p><em><strong>auch:  Nenhellenia</strong></em></p>
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		<title>Sala &#8211; Mesopotamische Vegetations-, Ernte- und Regengöttin</title>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Aug 2016 22:32:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erde]]></category>
		<category><![CDATA[Ernte]]></category>
		<category><![CDATA[Fruchtbarkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Erdgöttinnen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sala ist eine sehr alte Vegetationsgöttin, Göttin der Feldfrüchte, der Ernte sowie des Fruchtbarkeit spendenden Regens. Die Kornähre Sala ist eine sehr alte Vegetationsgöttin, Göttin der Feldfrüchte, der Ernte sowie des Fruchtbarkeit spendenden Regens. Sie stammt ursprünglich vermutlich aus dem östlichen Obermesopotamien, war aber im gesamten sumerischen, babylonischen, mesopotamischen, assyrischen und hurritischen Raum bekannt. Die ... <a title="Sala &#8211; Mesopotamische Vegetations-, Ernte- und Regengöttin" class="read-more" href="https://artedea.net/sala-mesopotamische-vegetations-ernte-und-regengottin/" aria-label="Mehr Informationen über Sala &#8211; Mesopotamische Vegetations-, Ernte- und Regengöttin">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Sala ist eine sehr alte Vegetationsgöttin, Göttin der Feldfrüchte, der Ernte sowie des Fruchtbarkeit spendenden Regens.</p>
<h2 style="text-align: center;"><strong>Die Kornähre</strong></h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-17149 aligncenter" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2016/08/sala2-800x996.jpg" alt="" width="439" height="546" srcset="https://artedea.net/wp-content/uploads/2016/08/sala2-800x996.jpg 800w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2016/08/sala2-1024x1275.jpg 1024w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2016/08/sala2-400x498.jpg 400w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2016/08/sala2-768x956.jpg 768w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2016/08/sala2-1233x1536.jpg 1233w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2016/08/sala2-1644x2048.jpg 1644w" sizes="auto, (max-width: 439px) 100vw, 439px" /></p>
<p>Sala ist eine sehr alte <strong>Vegetationsgöttin</strong>, Göttin der Feldfrüchte, der Ernte sowie des Fruchtbarkeit spendenden Regens.</p>
<p>Sie stammt ursprünglich vermutlich aus dem östlichen Obermesopotamien, war aber im gesamten sumerischen, babylonischen, mesopotamischen, assyrischen und hurritischen Raum bekannt.</p>
<p>Die Göttin Sala ist auch unter dem Namen Medimša bekannt. Vermutlich sind das zwei Namen ein und der selben Göttin, die wohl in unterschiedlichen Regionen Babyloniens und Assyriens verehrt wurde und mit der Zeit zu einer Göttin verschmolzen sind.<br />
Sala besaß in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Qarqar" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Qarqar </a>(Karkar in Syrien) ein Tempelheiligtum, das den Namen „Haus der großen Stürme“ trug. Eine ihrer Funktionen war die einer Göttin des <strong>Regens und Nebels</strong>. Sie wurde auch „Göttin der Berge“ genannt.</p>
<h2>Göttin des Sternzeichens der Jungfrau</h2>
<p>Wörtlich übersetzt heißt Sala im Hurritischen „Tochter“ oder auch (Korn-)Mädchen. Im antiken Rom hieß diese Göttin <strong>Spica</strong>, was mit Kornähre übersetzt werden kann. Auch die ältere Sala trug bereits den Beinamen „subultu“, was „Kornähre“ bedeutet. Spica ist auch der hellste Stern im Sternzeichen der Jungfrau. In der mesopotamischen Astrologie hieß dieser hellste Stern Sala. Damit gilt Sala auch als Göttin dieses Sternbildes.</p><div id="arted-557500559" class="arted-lammas-2024 arted-entity-placement" style="margin-top: 7px;margin-bottom: 7px;"><a href="https://artedea-shop.net/epages/51e23038-7656-4e03-84cb-d986f24a6aef.sf/de_DE/?ObjectID=1782458" aria-label="heilwurz"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz.jpg" alt=""  srcset="https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz.jpg 800w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz-400x100.jpg 400w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz-768x192.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" width="800" height="200"   /></a></div>
<p>Sala wurde auch als <strong>Vegetations-, Erd- und Fruchtbarkeitsgöttin</strong> verstanden. Auf vielen Abbildungen hält sie eine Kornähre in ihrer Hand bzw. wird sie mit einer Kornähre gleichgesetzt, in der sie „wohnt“. Sie ist auch das Symbol für die fruchtbare <strong>Ackerfurche</strong>. So erscheint sie in Texten der berühmten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Astrolab_B" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mul-Apin-Tafeln </a>bereits ca. 1000 v.u.Z. als Sternzeichen „die Ackerfurche“, das später als Sternbild der Jungfrau (Virgo) in den griechisch-römischen Büchern auftaucht.</p>
<p>Der Name „Ackerfurche“ zeigt die Bedeutung der Himmelsfigur bzw. der Göttin für das Vegetationsjahr im antiken Babylon an. Zum Zeitpunkt, wenn das Sternbild am Morgenhimmel aufging, begann für die Menschen die <strong>Getreideernte</strong>.<br />
Der <strong>Aufgang des Sternbildes der Jungfrau </strong>zeigt der agrarisch tätigen Bevölkerung durch viele Zeiten hindurch auch in anderen Regionen den nahenden Arbeitsbeginn des neuen Jahreszyklus auf dem Feld bzw. die Endphase der Ernte an.</p>
<p>Ihr Name wurde bei Schwüren bei neuassyrischen Vasallenverträgen angerufen, denn nichts war so heilig wie der Erdboden. Die Erdgöttin – so war man überzeugt – erkennt immer, wenn ein Eid nicht eingehalten wird.</p><div id="arted-383843571" class="arted-raeucher-ebook arted-entity-placement" style="margin-top: 7px;margin-bottom: 6px;"><a href="https://artedea-shop.net/epages/51e23038-7656-4e03-84cb-d986f24a6aef.sf/de_DE/?ObjectID=5384235" aria-label="xr:d:DACXjiUAi3Y:766,j:1513608975030691014,t:23081215"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023.jpg" alt=""  srcset="https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023.jpg 850w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-800x226.jpg 800w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-400x113.jpg 400w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-768x217.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" width="850" height="240"   /></a></div>
<p>In der altbabylonischen Epoche (ca. 1900 bis 1600 v.u.Z.) war der Gefährte der Sala der Wettergott Adad. Die sumerische Variante dieser Göttin mit dem Namen Medimša hatte den Wind- und Sturmgott Iškur an ihrer Seite. Auch in vielen Städten Babyloniens wurde dieses göttliche Paar verehrt.</p>
<h2>Beschützt das Leben der Menschen und behütet wissenschaftliche Texte</h2>
<p>Sala wird vom letzten assyrischen König Sin-šarru-iškun als <strong>„machtvolle Gattin des Adad“</strong> bezeichnet, die „das Leben der Menschen beschützt“. Im seleukidischen Uruk wurde sie im ersten Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung auf Tontafeln aufgefordert, die wissenschaftlichen Texte zu behüten.<br />
Auf einer Darstellung auf einem Zylindersiegel, das im Londoner British Museum ausgestellt ist, steht Sala als zarte, nackte Göttin auf einem „Drachen“ – einem Mischwesen aus Greif und Löwe.<br />
In ihren Händen hält sie entweder ein <strong>Bündel aus Blitzen</strong>, das auch als die Wellenlinien von Regenströmen interpretiert werden kann.</p>
<p>Wohl durch ihre zarte mädchenhafte Figur bekam sie auch den Beinamen „Die schöne Gliedmaßen Besitzende“.</p>
<p><em><strong>auch: Šāla, Schala, Medimša</strong></em></p>
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