Sunna ist die als Göttin gedachte Sonne der skandinavischen Mythen.
Als personifizierte Sonne symbolisiert sie Licht, Wärme und Wachstum. Ihr täglicher Lauf über den Himmel steht für Widerstandsfähigkeit, Zuversicht, Ordnung und Hoffnung und lehrt uns die Bedeutung von Beständigkeit und Ausdauer – als weiblich verstandene Eigenschaften. Denn in der nordischen Mythologie ist die Sonne weiblich, der Mond hingegen männlich.
Zuverlässige Kraft des Lichts und des Lebens
Sunna ist die als Göttin gedachte Sonne der skandinavischen Mythen.
Als personifizierte Sonne symbolisiert sie Licht, Wärme und Wachstum. Ihr täglicher Lauf über den Himmel steht für Widerstandsfähigkeit, Zuversicht, Ordnung und Hoffnung und lehrt uns die Bedeutung von Beständigkeit und Ausdauer – als weiblich verstandene Eigenschaften. Denn in der nordischen Mythologie ist die Sonne weiblich, der Mond hingegen männlich.
Als Sonnengöttin ist Sunna eine zuverlässige Kraft. Ihr Bruder, der Mondgott Mani hingegen, wird als wankelmütig aufgefasst, er verändert sich ständig und ist einmal im Monat für einige Zeit überhaupt verschwunden.
Die alten Mythen schildern Sunna auch als eine Figur der Erleuchtung, sowohl im wörtlichen als auch im übertragenen Sinne, die durch Dunkelheit und Unwissenheit führt.
Fährt in ihrem Sonnenwagen über den Himmel
Sunna fährt tagtäglich in ihrem Sonnenwagen über den Himmel, der von den Pferden Arvakr (der frühe Wache) und Alsvidir (der sehr Starke) gezogen wird. Die Pferde haben Blasebälge zwischen ihren Schulterblättern, um sich zu kühlen. Es gibt einen Schild (manchmal auch Göttin genannt) namens Svalin, der die Erde vor der vollen Hitze der Sonne schützt.
Der Wagen wird von dem Wolf Skali, auch Skoll genannt, verfolgt. Man sagt, er komme ihr manchmal so nahe, dass er ein Stück der Sonne abbeißen und so eine Sonnenfinsternis verursachen könne.
Die Prophezeiung besagt, dass es am Tag der Ragnarök, dem prophezeiten Weltuntergang, dem Wolf endgültig gelingen wird, die Sonnengöttin einzuholen und er diese verschlingen wird.
Doch zuvor wird es Sunna schaffen, eine Tochter zu gebären. Diese wird sogar noch schöner als ihre Mutter sein. So kann die Tochter in der neuen Welt nach Ragnarök als Sonne weiter scheinen.
Das Motiv des von Pferden gezogenen Sonnenwagens kommt auch in vielen anderen Mythen auch anderer Kulturen vor (vergleiche Saule, Eos, Surya, Xatel-Ekwa, Ushas, Ainé, Savitri).
Die Beziehung zu ihren Pferden drückt eine tiefe Verbundenheit und gegenseitige Abhängigkeit aus. Sunna ist auf die Kraft und die Ausdauer von Arvakr und Aslvidir angewiesen, um ihre tägliche Reise über den Himmel zu vollziehen. Es wird vermutet, dass Sunna die Lenkerin ist und ihre Pferde mit Zuneigung und Respekt behandelt.
Umgekehrt ist es aber auch die Aufgabe der Pferde, ihre Meisterin zu schützen und sicherzustellen, dass sie ihre lebenswichtige Mission erfüllen kann. Dieser Zyklus von Geben und Nehmen symbolisiert die grundlegende Harmonie und gegenseitige Abhängigkeit innerhalb der natürlichen Welt.
Sunna ist die Tochter der Göttin Eir und des Riesen Mundilfari.
Die Geschichte der Göttin Sunna, die aus dem reichen nordischen und germanischen Kulturerbe entspringt, ist in die poetische und prosaische Edda eingewoben – jene altnordischen Texte, die den Grundstein unseres heutigen Wissens über die nordische Mythologie bilden. Diese Texte schildern sie als Göttin des Lichts und des Lebens, die für die Existenz und den Erhalt aller Wesen unerlässlich ist.
Eine Personifizierung der Sonne namens Sunna wird im zweiten Merseburger Zauberspruch erwähnt.
auch: Sól, Sun, Sunnu, Gull („Gold“)


