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	<title>Himmel Archive - artedea</title>
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	<title>Himmel Archive - artedea</title>
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		<title>Dodola – Slawische Wolken- und Regengöttin</title>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Apr 2023 17:00:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Himmel]]></category>
		<category><![CDATA[Luft]]></category>
		<category><![CDATA[Wasser]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dodola ist die slawische Göttin des Regens. Ihr Mythos erzählt, dass es regnet, wenn sie ihre himmlischen Kühe (die Wolken) melkt. In manchen Interpretationen ist der Regen auch die Muttermilch der Göttin Dodola selbst. Die Wolken-Melkerin Dodola ist die slawische Göttin des Regens. Ihr Mythos erzählt, dass es regnet, wenn sie ihre himmlischen Kühe (die ... <a title="Dodola – Slawische Wolken- und Regengöttin" class="read-more" href="https://artedea.net/dodola-slawische-wolken-und-regengoettin/" aria-label="Mehr Informationen über Dodola – Slawische Wolken- und Regengöttin">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-weight: 400;">Dodola ist die slawische Göttin des Regens. Ihr Mythos erzählt, dass es regnet, wenn sie ihre himmlischen Kühe (die Wolken) melkt. In manchen Interpretationen ist der Regen auch die Muttermilch der Göttin Dodola selbst.</span></p>
<h2 style="text-align: center;"><strong>Die Wolken-Melkerin</strong></h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Dodola ist die slawische <strong>Göttin des Regens</strong>. Ihr Mythos erzählt, dass es regnet, wenn sie ihre <strong>himmlischen Kühe</strong> (die Wolken) melkt. In manchen Interpretationen ist der Regen auch die Muttermilch der Göttin Dodola selbst.</span><span style="font-weight: 400;"><br />
</span><span style="font-weight: 400;">Sie ist auch eine <strong>Göttin der Luft und der Wolken</strong>, die ihr Reich mit einem Streitwagen bereist, der von weißen Pferden gezogen wird. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Jeden <strong>Frühling</strong>, so sagt man, fliegt Dodola über Wälder, Wiesen und Felder, um <strong>Frühlingsgrün</strong> zu verbreiten und die Bäume mit Blüten zu schmücken. Im <strong>Herbst</strong> wird sie mit der Ernte und dem Herbstregen in Verbindung gebracht. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Besonders wichtig wird sie in <strong>Zeiten der Dürre</strong>. Da gibt es in der Tradition von südslawischen Ländern (Bulgarien, Kroatien, Nordmazedonien, Montenegro und Serbien, sowie in der Nähe von Albanien, Griechenland, Ungarn, Moldawien und Rumänien) ein bedeutendes Ritual, das Dodo-le, bzw. Perperuna genannt wird, bei dem die Göttin Dodola um Regen gebeten wird.</span></p>
<h2>Die Tradition des <span style="font-weight: 400;">Regenmachens </span></h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Dabei singen junge, mit Blättern und kleinen Zweigen bedeckte Frauen bestimmte Lieder für Dodola und begleiten dies mit einem Tanz. Die<strong> Praxis des Regenmachens</strong> ist eine gemeinsame Tradition unter den Völkern des Balkans, die bis ins 20. Jahrhundert aktiv praktiziert wurden. In Kroatien und Serbien wird das Ritual Dodole heute oft noch von Folkloregruppen aufgeführt.</span></p><div id="arted-3391726161" class="arted-lammas-2024 arted-entity-placement" style="margin-top: 7px;margin-bottom: 7px;"><a href="https://artedea-shop.net/epages/51e23038-7656-4e03-84cb-d986f24a6aef.sf/de_DE/?ObjectID=1782458" aria-label="heilwurz"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz.jpg" alt=""  srcset="https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz.jpg 800w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz-400x100.jpg 400w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz-768x192.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" width="800" height="200"   /></a></div>
<p><span style="font-weight: 400;">In der Gegend von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Turopolje" target="_blank" rel="noopener">Turopolje</a>, einer Region in Mittelkroatien, wird am Jurjevo-Tag (dem Georgstag am 23. April) ein Frühlingsfest gefeiert, bei dem die fünf schönsten Mädchen ausgewählt werden, um die Göttin Dodola in Blätterkleidern darzustellen und bis zum Ende des Feiertages Lieder für das Dorf zu singen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">In Zeiten besonderer Trockenheit wurde früher auch eine junge Frau, die nur mit <strong>Grün und Blumen</strong> bekleidet war, durch das Dorf geführt, während die Menschen die speziellen „Dodola“-Lieder sangen, die die Göttin dazu bewegen sollte, Regen auf die Erde zu schicken. Danach tanzt und dreht sich die junge Frau, während andere Frauen sie mit Wasser übergießen. Es wird angenommen, dass diese Praxis die himmlischen Frauen, also die Wolken, davon überzeugt, auf die Erde zu regnen, dargestellt durch das Grün. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Dieser Brauch hat sich im polnischen Osterbrauch „Dyngus-smigus“ erhalten. </span><span style="font-weight: 400;">In der Tschechischen Republik er als „Šmigrust“ oder „oblévacka“ bekannt. „Smigus-Dyngus“ wird auch in einigen Regionen der Westukraine praktiziert. In der Slowakei ist er als „nasser Montag“ („obliévacka“ oder „kúpacka“) bekannt. Der „nasse Montag“ wird auch in Ungarn bis heute gefeiert, dabei übergießen sich Menschen mit Wasser oder manchmal sogar mit Parfüm und Eau de Cologne.<br />
</span><span style="font-weight: 400;">Ein verwandter slawischer Brauch ist der balkanische Ritus des Regenbringens, der <strong>Peperuda</strong> genannt wird. Auch hier wird ein auserwähltes Mädchen bzw. eine junge Frau, die Dodola oder Perperuna (eine andere Bezeichnung dieser Göttin) verkörpert, großzügig mit Wasser übergossen. </span></p><div id="arted-2873369693" class="arted-raeucher-ebook arted-entity-placement" style="margin-top: 7px;margin-bottom: 6px;"><a href="https://artedea-shop.net/epages/51e23038-7656-4e03-84cb-d986f24a6aef.sf/de_DE/?ObjectID=5384235" aria-label="xr:d:DACXjiUAi3Y:766,j:1513608975030691014,t:23081215"><img decoding="async" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023.jpg" alt=""  srcset="https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023.jpg 850w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-800x226.jpg 800w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-400x113.jpg 400w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-768x217.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" width="850" height="240"   /></a></div>
<h2>Die bestrafenden Blitze</h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Dodola ist mit dem Donnergott Perun verheiratet und hat nicht nur die Kontrolle über den Regen, sondern auch über die <strong>Blitze</strong>. Sie soll ihren Ehemann erhellen, um diejenigen zu bestrafen, die <strong>gewalttätig oder respektlos</strong> gegenüber ihren Ehefrauen und Frauen ganz im allgemeinen sind.<br />
Sie benutzt auch Blitze, um diejenigen zu bestrafen, die <strong>Eide</strong> brechen, die in ihrem oder dem Namen ihres Mannes abgelegt wurden. Darauffolgende Eide, insbesondere solche im Zusammenhang mit Schulden und der Bereitstellung von Nahrung und Unterkunft, müssen in den letzten Tagen des Herbstes erfüllt werden, was früher in der Welt, in der der Winter noch sehr oft den Tod brachte, von großer Bedeutung war.  </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Der Name Dodola stammt vom litauischen Wort für Donner (dundulis), während der Name Perunitsa die feminisierte Form von Perun ist und dieselben Wurzeln hat. Oft wird die Göttin auch unter dem Doppelnamen Dodola Perunitsa erwähnt.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Dodola kann aber auch in Verbindung mit „doit“ (= Milch geben) gebracht werden, weil der Regen als die <strong>Milch der himmlischen Kühe</strong>, die die Göttin melkt, angesehen wird.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Perunitsa ist etymologisch auch verwandt mit <a href="https://artedea.net/persephone-die-auferstandene/">Persephone.</a> Dies nicht von ungefähr, denn auch im slawischen Mythos gibt es eine Geschichte, in der die Göttin in die Unterwelt entführt wurde, was eine <strong>große Dürre</strong> auf der Erde verursachte,</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Sowohl die Regengöttin Dodola als auch der Donnergott Perun waren einst sehr beliebte Gottheiten, denen man vertraute, mehr offenbar, als der christlichen Dreifaltigkeit, besonders was die, für die Landwirtschaft wichtigen, <strong>Wetterverhältnisse</strong> angeht. Das missfiel den christlichen Kirchenvätern, und sie wurden von diesen in eine Schlange bzw. einen Drachen umgedeutet.</span></p>
<p><em><strong>auch: Doda, Dodole, Dudulya, Didilya, Dudola, Dudula<br />
sowie Perperuna, Peperuda, Preperuda, Preperuša, Perunica, Perunitsa, Prporuša, Papaluga</strong></em></p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="arted-1302849462" class="arted-nach-dem-inhalt-2 arted-entity-placement" style="margin-top: 7px;margin-bottom: 7px;"><a href="https://artedea-shop.net/epages/51e23038-7656-4e03-84cb-d986f24a6aef.sf/de_DE/?ObjectID=1782446" aria-label="lammas banner2022-schmal"><img decoding="async" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/07/lammas-banner2022-schmal.jpg" alt=""  srcset="https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/07/lammas-banner2022-schmal.jpg 1026w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/07/lammas-banner2022-schmal-800x222.jpg 800w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/07/lammas-banner2022-schmal-1024x284.jpg 1024w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/07/lammas-banner2022-schmal-400x111.jpg 400w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/07/lammas-banner2022-schmal-768x213.jpg 768w" sizes="(max-width: 1026px) 100vw, 1026px" width="1026" height="285"   /></a></div><div id="arted-246171106" class="arted-nach-dem-inhalt-4 arted-entity-placement" style="margin-top: 7px;margin-bottom: 6px;"><a href="https://artedea-shop.net/epages/51e23038-7656-4e03-84cb-d986f24a6aef.sf/de_DE/?ObjectID=5384235" aria-label="xr:d:DACXjiUAi3Y:766,j:1513608975030691014,t:23081215"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023.jpg" alt=""  srcset="https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023.jpg 850w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-800x226.jpg 800w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-400x113.jpg 400w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-768x217.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" width="850" height="240"   /></a></div><div id="arted-2240875153" class="arted-nach-dem-inhalt-6 arted-entity-placement" style="margin-top: 7px;margin-bottom: 7px;"><a href="https://artedea-shop.net/epages/51e23038-7656-4e03-84cb-d986f24a6aef.sf/de_DE/?ObjectID=1782458" aria-label="heilwurz"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz.jpg" alt=""  srcset="https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz.jpg 800w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz-400x100.jpg 400w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz-768x192.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" width="800" height="200"   /></a></div><p>Der Beitrag <a href="https://artedea.net/dodola-slawische-wolken-und-regengoettin/">Dodola – Slawische Wolken- und Regengöttin</a> erschien zuerst auf <a href="https://artedea.net">artedea</a>.</p>
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		<title>Chaxiraxi &#8211; Hauptgöttin der Guanchen auf Teneriffa</title>
		<link>https://artedea.net/chaxiraxi-teneriffa/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Feb 2019 19:18:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fruchtbarkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Göttinnen]]></category>
		<category><![CDATA[Himmel]]></category>
		<category><![CDATA[Mond]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Chaxiraxi ist die Hauptgöttin der Guanchen, UreinwohnerInnen der Insel Teneriffa (Kanarische Inseln). Einerseits ist Chaxiraxi eine Göttin, die mit dem Mond und der Fruchtbarkeit zusammenhängt, andererseits ist sie mit der Sonne verbunden. Sie ist auch als Mutter der Sonne bekannt. Die das Firmament hält Chaxiraxi ist die Hauptgöttin der Guanchen, UreinwohnerInnen der Insel Teneriffa (Kanarische Inseln). Einerseits ist Chaxiraxi eine ... <a title="Chaxiraxi &#8211; Hauptgöttin der Guanchen auf Teneriffa" class="read-more" href="https://artedea.net/chaxiraxi-teneriffa/" aria-label="Mehr Informationen über Chaxiraxi &#8211; Hauptgöttin der Guanchen auf Teneriffa">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Chaxiraxi ist die Hauptgöttin der Guanchen, UreinwohnerInnen der Insel <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Teneriffa" target="_blank" rel="noopener"><strong>Teneriffa </strong></a>(Kanarische Inseln).<br />
Einerseits ist Chaxiraxi eine Göttin, die mit dem Mond und der Fruchtbarkeit zusammenhängt, andererseits ist sie mit der Sonne verbunden. Sie ist auch als Mutter der Sonne bekannt.</p>
<h2 style="text-align: center;"><strong>Die das Firmament hält</strong></h2>
<h1 style="text-align: center;"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-15881 size-thumbnail" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2019/02/Chaxiraxi-xl-artedea-400x392.jpg" alt="Chaxiraxi-xl -artedea Göttinnen" width="400" height="392" srcset="https://artedea.net/wp-content/uploads/2019/02/Chaxiraxi-xl-artedea-400x392.jpg 400w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2019/02/Chaxiraxi-xl-artedea-800x784.jpg 800w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2019/02/Chaxiraxi-xl-artedea-768x753.jpg 768w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2019/02/Chaxiraxi-xl-artedea.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></h1>
<p>Chaxiraxi ist die Hauptgöttin der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Guanchen" target="_blank" rel="noopener">Guanchen</a>, UreinwohnerInnen der Insel <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Teneriffa" target="_blank" rel="noopener"><strong>Teneriffa </strong></a>(Kanarische Inseln).<br />
Einerseits ist Chaxiraxi eine Göttin, die mit dem <strong>Mond</strong> und der Fruchtbarkeit zusammenhängt, andererseits ist sie mit der <strong>Sonne</strong> verbunden. Sie ist auch als Mutter der Sonne bekannt.<br />
Das lässt darauf schließen, dass sie eine <strong>Himmelsgöttin</strong> ist, eine Göttin des gesamten <strong>Universums</strong>. Das ergibt sich auch aus der Urform ihres Namens, der aus der Guanchen-Sprache stammt: „ta-γir-aγi“ , das bedeutet übersetzt in etwa „diejenige, die das Firmament lädt oder hält“, „die Mutter des Erhaltens von Himmel und Erde“ bzw. „die Mutter, der Geist, der das Universum erhält&#8220;.<br />
Diese kosmische Bedeutung äußert sich auch darin, dass Chaxiraxi mit dem Stern <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Canopus" target="_blank" rel="noopener">Canopus</a> in Verbindung gebracht wird. Das ist der hellste Stern im Sternbild Kiel des Schiffs.<br />
Er ist nach Sirius der zweithellste Stern am Nachthimmel, steht aber so weit südlich, dass er von Mitteleuropa aus nicht zu sehen ist. Lediglich vom südlichsten Teil Europas (Gibraltar, Malta, Kreta oder eben auch Teneriffa) aus kann er beobachtet werden. In Mythen heißt es, dass Canopus der Hauptstern des Himmels sei, der älteste, die <strong>Mutter von allen Sternen</strong>.<br />
Da angenommen wird, dass die UreinwohnerInnen der Kanarischen Inseln ursprünglich aus der nordafrikanischen Zivilisation der BerberInnen stammen, wird vermutet, dass Chaxiraxi von der punischen Berbergöttin <strong><a href="https://artedea.net/tanit-frohliche-muttergottin/">Tanit </a></strong>übernommen wurde und einen anderen Namen und eine Reihe eigenständiger Attribute erhielt. Besonders lang hielt sich der Tanit-Kult auf der <a title="Balearische_Inseln" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Balearische_Inseln" target="_blank" rel="noopener">Balearen-Insel</a> <a title="Ibiza" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ibiza" target="_blank" rel="noopener">Ibiza</a>, wo die Göttin noch lange nach der Christianisierung der Inselbevölkerung im 2. Jahrhundert n.u.Z. verehrt wurde.</p>
<p>In Verbindung gebracht wird Chaxiraxi auch mit den Candomblé-Göttinnen <strong><a href="https://artedea.net/oya/">Oya</a> </strong>bzw.<strong> <a href="https://artedea.net/iansa/">Iansa</a>,</strong> die von Afrika über das von Spanien eroberten Teneriffa bis nach Südamerika verschleppt wurden.</p>
<p><span class="">Über die Religion der Guanchen ist nicht viel bekannt, in ihren Mythen wird aber erzählt, dass ihre Gottheiten in den Bergen leben und herabsteigen, um die Gebete der Menschen zu hören. </span>Die Menschen beteten im Freien, unter Bäumen, in Höhlen oder in der Nähe von Bergen, mit besonders inbrünstigen Gebeten in Zeiten der Dürre.<br />
<span style="font-weight: 400;">Chaxiraxi war ihre <strong>Muttergöttin</strong>, von der es heißt, dass die Menschen am </span><b>15. August</b><span style="font-weight: 400;"> am Ende der </span><b>Erntezeit </b><span style="font-weight: 400;">ein besonderes Fest zu ihren Ehren feierten, und dabei Lebensmittel wie Milch, Mehl aus gerösteten Körnern und Schaf- und Ziegenfleisch geteilt wurden.</span><span style="font-weight: 400;"><br />
</span><span style="font-weight: 400;">Wobei anzumerken ist, dass dieses exakte Datum des 15. August möglicherweise schon unter christlichem Einfluss entstand, da dies ja Mariä Himmelfahrt ist. Viel mehr ist anzunehmen, dass die Göttin Chaxiraxi am Ende der Erntezeit, z.B. zu Vollmond gefeiert wurde.</span></p>
<h2>Die rätselhafte Frauenstatue am Strand</h2>
<p>Vor allem aber gibt es hier einen Synkretismus mit der sogenannten <strong>Jungfrau von Candelari</strong>, der wichtigsten Heiligen auf Teneriffa.<br />
Die Legende erzählt, dass zwei Viehhirten an einem 2. Februar Ende des 14. Jahrhunderts am Strand von Chimisay (heute Socorro) eine etwa einen Meter große <strong>Frauenstatue</strong> entdeckten. Sie erschraken und waren sich nicht sicher, womit sie es hier zu tun haben. Mit einem Menschen, einer Statue, einem Geist?<br />
Sie sahen auf jeden Fall eine prachtvoll gekleidete Dame, die ein gekröntes Baby auf dem rechten Arm und eine Kerze in der linken Hand hielt. Es war Männern in dieser Kultur verboten, einsame Frauen anzusprechen, daher versuchten die beiden es vorerst mit Zeichensprache. Doch ihr Gegenüber rührte sich nicht.<br />
Ihr anfängliches Erstaunen schlug zunehmend in Zorn um. Der eine Hirte versuchte darauf hin, einen Stein nach diesem unbekannten Wesen zu werfen, worauf sofort sein Arm erstarrte. Der andere stürzte mit einem Faustkeil auf die Unbekannte und zog sich dabei selbst Schnittwunden zu. Beides heilte aber unmittelbar nachdem die Figur in Sicherheit gebracht worden ist.<br />
In Panik stürzten die beiden vorerst einmal vom Ort des Geschehens und informierten ihren Mencey (Stammesführer). Dieser erkannte, dass es sich um eine Holzschnitzerei handelt und spürte sogleich die <strong>magische Aura der Figur.</strong><br />
Er nahm diese mit in seine Residenz, die Höhle Chinguaro. Es schien klar zu sein, dass es sich hierbei um ein Bildnis der hochgeschätzten Göttin Chaxiraxi handelt.<br />
Wie diese Frauenfigur auf den Strand gelangte, ist unbekannt. Möglicherweise wurde sie von einem vorbeifahrenden Schiff über Bord geworfen und an den Strand gespült. Einige Theorien sprechen davon, dass diese Figur absichtlich an Land gebracht wurde, um den Boden für die <strong>Missionierung und Eroberung</strong> vorzubereiten.<br />
Denn Teneriffa wurde im 15. Jahrhundert von den Spaniern erobert und im Zuge dessen christlich missioniert. Damit wurden die Guanchen zum Christentum „bekehrt“. Im Jahre 1446, fünfzig Jahre vor dem Abschluss der Eroberung der Insel Teneriffa, will Antón den Mencey, ein getaufter Guanche, erkannt haben, dass es sich bei der Statue um die <strong>heilige Gottesmutter <a href="https://artedea.net/maria-madonna-muttergottin/">Maria</a></strong> handelt. Sie war auf Grund der dunklen Holzfarbe eine <strong>„schwarze Madonna“</strong>. Er setzte durch, in der Höhle Achbinico einen Ort der Verehrung für die Marienfigur zu schaffen.<br />
Besonders wichtig war es ihm dabei, dass es sich hierbei nicht um die alte („heidnische“) Göttin Chaxiraxi, sondern um eine Marienfigur handelt – und so kam es zur<strong> „Jungfrau von Candelaria“</strong>.<br />
Eine Heilige, auf spanisch „La Virgen de Candelaria“.</p><div id="arted-3391726161" class="arted-lammas-2024 arted-entity-placement" style="margin-top: 7px;margin-bottom: 7px;"><a href="https://artedea-shop.net/epages/51e23038-7656-4e03-84cb-d986f24a6aef.sf/de_DE/?ObjectID=1782458" aria-label="heilwurz"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz.jpg" alt=""  srcset="https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz.jpg 800w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz-400x100.jpg 400w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz-768x192.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" width="800" height="200"   /></a></div>
<h2>Die Kerzenheilige</h2>
<p>Nach der Eroberung der Insel erklärte Papst Clemens VIII. im Jahre 1559 diese „Virgen de Candelaria“ zur Haupt- und Schutzheiligen der Kanarischen Inseln.<br />
Candelaria bezieht sich auf <strong>Kerzen</strong> und das wiederum hat mit dem angeblichen Auffindungsdatum<strong> 2. Februar</strong> zu tun. Dieses exakte Datum erscheint schon etwas seltsam. Kaum vorstellbar, dass die einfachen Inselbewohner der Insel damals nach genauen Zeitangaben eines Kalenders gelebt haben.<br />
Es ist daher zu vermuten, dass dieser Teil der Legende von der katholischen Kirche im Zuge der Umwandlung der Göttin in eine Heilige hinzugefügt wurde. Denn am 2. Februar wird in der katholischen Welt <strong>„Mariä Lichtmess“</strong> gefeiert – mit vielen Kerzen-Ritualen. Dies wiederum ist das christianisierte Fest der alten irischen <strong>Muttergöttin <a href="https://artedea.net/brigid/">Brigid</a>.</strong><br />
Und die Erscheinung einer Frauenfigur genau zu Lichtmess, das hat schon etwas magisch-Mystisches.<br />
Der <strong>2. Februar</strong> wird auf Teneriffa groß gefeiert. Tausende Menschen pilgern am Abend mit flackernden Kerzen zur Kirche von Candelaria.<br />
<em>„Felicidades a las Candelarias y a las Chaxiraxis por su onomástica“</em> – das ist der fromme Wunsch an diesem wichtigen Feiertag. Und damit wird gleichzeitig der Jungfrau Maria und einer, sagen wir einmal, „Heiligen der Guanchen“ namens Chaxiraxi viel Glück und alles Gute zum Namenstag gewünscht.</p>
<p>Ein weiterer Festtag der „Jungfrau von Candelaria“ ist der <strong>15. August</strong> – derselbe Tag wie Chaxiraxis Fest, das mit Mariä Himmelfahrt zusammenfällt.</p>
<p>Der Blick in die Chronologie zeigt, dass das wundersame Marienbildnis im 16. Jahrhundert von der Grotte in eine Kapelle abwanderte und zur großen Heiligen der Kanaren aufstieg. Aus dem Kirchlein erwuchs ein stattliches Heiligtum der Dominikaner, das allerdings 1789 einer Feuersbrunst zum Opfer fiel. Einzig die Skulptur überstand die Katastrophe, doch 1826 verschwand sie während eines starken Sturms und eine darauf folgenden verhängnisvollen Überschwemmung der Insel. Es gab jedoch Kopien davon, und kurz darauf schuf der Künstler Fernando Estevez in Anlehnung an das alte Bildnis ein neues, was dem Glauben aber keinen Abbruch tat. Heute nimmt es im Altarraum der 1959 geweihten Basilika den Ehrenplatz ein und wird vom Volksmund liebevoll „La Morenita“, also <strong>„die kleine Braune“</strong>, genannt.<br />
Die Himmelsgöttin Chaxiraxi soll einen Sohn Namens Chijoraji gehabt haben. Der Name dieses Sohnes wird, wenn es um die „Virgen de Candelaria“ geht, mit Jesus übersetzt.</p><div id="arted-2873369693" class="arted-raeucher-ebook arted-entity-placement" style="margin-top: 7px;margin-bottom: 6px;"><a href="https://artedea-shop.net/epages/51e23038-7656-4e03-84cb-d986f24a6aef.sf/de_DE/?ObjectID=5384235" aria-label="xr:d:DACXjiUAi3Y:766,j:1513608975030691014,t:23081215"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023.jpg" alt=""  srcset="https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023.jpg 850w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-800x226.jpg 800w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-400x113.jpg 400w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-768x217.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" width="850" height="240"   /></a></div>
<p><em><strong>auch: Chaciraxi, Chijoragi,Chijoraji, Chirijoraji, Achmayex Guayaxerax </strong></em></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Išḫara – Syrisch-hurritische Göttin der Eide, der Medizin und der Erotik</title>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 26 Jan 2019 09:05:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erotik]]></category>
		<category><![CDATA[Heilung]]></category>
		<category><![CDATA[Himmel]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Schlangen]]></category>
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		<category><![CDATA[Krankheit]]></category>
		<category><![CDATA[Leidenschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In hurrischen und semitischen Traditionen ist Išḫara eine Liebesgöttin, die häufig mit Ischtar identifiziert wird. Išḫara war auch die „Göttin der Medizin“ und wurde auch „Gebieterin des Eides“ genannt. Die allumfassende Skorpion-Göttin Išḫara war ursprünglich eine syrische Göttin, deren Kult sich nach Sumer und Anatolien ausbreitete. Sie wurde vor allem in Ebla, einer antiken Stadt im Norden Syriens ab der ... <a title="Išḫara – Syrisch-hurritische Göttin der Eide, der Medizin und der Erotik" class="read-more" href="https://artedea.net/is%e1%b8%abara-syrisch-hurritische-goettin-der-eide-der-medizin-und-der-erotik/" aria-label="Mehr Informationen über Išḫara – Syrisch-hurritische Göttin der Eide, der Medizin und der Erotik">Weiterlesen ...</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://artedea.net/is%e1%b8%abara-syrisch-hurritische-goettin-der-eide-der-medizin-und-der-erotik/">Išḫara – Syrisch-hurritische Göttin der Eide, der Medizin und der Erotik</a> erschien zuerst auf <a href="https://artedea.net">artedea</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>In hurrischen und semitischen Traditionen ist Išḫara eine Liebesgöttin, die häufig mit Ischtar identifiziert wird. Išḫara war auch die „Göttin der Medizin“ und wurde auch „Gebieterin des Eides“ genannt.</p>
<h2 style="text-align: center;"><strong>Die allumfassende Skorpion-Göttin</strong></h2>
<p>Išḫara war ursprünglich eine <strong>syrische Göttin</strong>, deren Kult sich nach Sumer und Anatolien ausbreitete.<br />
Sie wurde vor allem in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ebla" target="_blank" rel="noopener">Ebla</a>, einer antiken Stadt im Norden Syriens ab der Mitte des dritten Jahrtausends v.u.Z. zu einer wichtigen Göttin. Bis zum Ende des dritten Jahrtausends war ihr Kult so weit verbreitet, dass sie in mächtigen alten Städten wie Nippur, Sippar, Kish, Harbidum, Larsa und Urum Tempel hatte. Ihre Popularität wuchs und sie wurde zur großen Göttin der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hurriter" target="_blank" rel="noopener">hurritischen Zivilisation.</a></p>
<p>Im Vertrag zwischen den beiden Königen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/%C5%A0uppiluliuma_I." target="_blank" rel="noopener">Šuppiluliuma</a> und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/%C5%A0attiwazza" target="_blank" rel="noopener">Šattiwazza</a> wird sie in einer Fluchformel ausdrücklich als <strong>„Gebieterin des Eides“</strong> genannt.<br />
Ishara ist auch das hethitische Wort für <strong>„Vertrag, verbindliches Versprechen“</strong>, auch personifiziert als Göttin des Eides.<br />
Alle Eide, die ihr entgegengebracht wurden, waren heilig und sie beschützte diese und überwachte sozusagen von höchster Stelle deren Einhaltung.<br />
Bekannt ist Išḫara auch als Göttin der <strong>Omen</strong> und der <strong>Zeichendeutung</strong>.</p>
<p>Ihr Mythos erzählt, dass sie auch als <strong>Richterin</strong> in Menschenangelegenheiten angerufen wurde. Kraft ihrer festen Grundregeln hatte, wurde sie als fair und unparteiisch betrachtet.</p>
<h2>Nimmt und bringt Krankheiten</h2>
<p>Išḫara war auch die <strong>„Göttin der Medizin“</strong>. Als solche wurde sie um Hilfe und Beistand angerufen, wenn Menschen krank waren. Sie konnte aber auch mit <strong>Krankheit strafen</strong>. So verhängte sie schwerwiegende Strafen und gesundheitliche Probleme über all jene, die einen Eid brechen.<br />
Es gab sogar ein Verb, „isharis“ (von der Krankheit von Išḫara betroffen sein).<br />
Die schweren Krankheiten innerer Organe, die Išḫara zugeschrieben wurden, verliefen meist tödlich. Es ist überliefert, dass auf Grund eines Išḫara-Fluches die Gemahlin des hethitischen Großkönigs <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Mur%C5%A1ili_II." target="_blank" rel="noopener">Muršili</a> II.starb. Die alte Königin hat die Göttin gegen ihren Gemahl und dessen Familie angerufen. Der Fluch traf in seinem vollen Ausmaß allerdings nur sie selbst.<br />
In den Texten wird auch beschrieben, dass die „Kinder der Išḫara“ als <strong>Krankheitsdämonen</strong> bezeichnet werden.<br />
Aufgrund der Beschreibungen kann nicht festgestellt werden, um welche Art von Krankheit es sich hier gehandelt hat. Beschreibungen wie „sein Inneres soll anschwellen“, „seine Hand hält vorne den Bauch hoch“ und „sie sollen fressen“ lassen auf <strong>Wurmbefall</strong> schließen. Möglicherweise sind die „Kinder der Išḫara“ Würmer.</p><div id="arted-3391726161" class="arted-lammas-2024 arted-entity-placement" style="margin-top: 7px;margin-bottom: 7px;"><a href="https://artedea-shop.net/epages/51e23038-7656-4e03-84cb-d986f24a6aef.sf/de_DE/?ObjectID=1782458" aria-label="heilwurz"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz.jpg" alt=""  srcset="https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz.jpg 800w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz-400x100.jpg 400w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz-768x192.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" width="800" height="200"   /></a></div>
<h2>Liebe und Potenz und die Skorpion-Kraft</h2>
<p>In hurrischen und semitischen Traditionen ist Išḫara eine <strong>Liebesgöttin</strong>, die häufig mit <a href="https://artedea.net/ischtar-mutter-des-wiederwerdens/">Ischtar</a> identifiziert wird.<br />
Im <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gilgamesch-Epos" target="_blank" rel="noopener">Epos von Gilgamesh</a> (Tafel II, Spalte 28) heißt es: <em>„Für Išḫara wird das Bett gemacht“</em> und im <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Atra%E1%B8%ABasis-Epos" target="_blank" rel="noopener">Atraḫasis-Epos</a> (I 301-304) wird sie aufgerufen, Paare auf den Flitterwochen zu segnen.<br />
In einem vorsargonischen Text von Ebla kommt sie als Göttin der Liebe in alten <strong>akkaddischen Potenzbeschwörungen</strong> vor. Hier mischt sich die Liebe mit der Medizin.</p>
<p>In altbabylonischer Zeit war ihr Attribut die <strong>Schlange</strong>, in der Kassitenzeit der <strong>Skorpion</strong>.<br />
Im antiken Syrien wurde Išḫara speziell in Form eines Skorpions verehrt, besonders von jenen, die ihr <strong>sexuelles Können</strong>, die Potenz oder die <strong>Leidenschaft</strong> verbessern wollten. Sie ist als Skorpiongöttin für ihre<strong> feurige Natur</strong> bekannt und sie wurde auch in allen brennenden und heißen Gegenstände kultisch verehrt.<br />
Skorpione gelten auch als traditionelle Symbole der <strong>Romantik</strong>, deren Stich den Pfeilen Amors entspricht. Išḫara war damit die <strong>erotische Skorpionsgöttin</strong> in Mesopotamien.</p>
<h2>Unterwelt, Himmel und Erde</h2>
<p>Išḫara wird sowohl mit der <strong>Unterwelt</strong> wie mit dem <strong>Himmel</strong> in Verbindung gebracht. Ihre astrologische Verkörperung ist das <strong>Sternbild Skorpion.</strong><br />
Sie ist die Mutter der Sebitti, einer Gruppe sieben kleinerer Gottheiten in der babylonischen und akkadischen Tradition. Sebitti heißt auch ein <strong>Siebengestirn</strong>.<br />
Als „Sternengöttin“ ist Išḫara eng mit den Göttinnen <a href="https://artedea.net/ischtar-mutter-des-wiederwerdens/">Ischtar</a> und auch mit <a href="https://artedea.net/astarte-d1/">Astarte</a> verbunden. Die Mythen dieser drei Göttinnen verschmelzen oft miteinander.<br />
Als <strong>Fruchtbarkeits- und Vegetationsgöttin</strong> ist Išḫara aber auch durch und durch erdverbunden. In Ebla ist der 11. Monat, das ist der <strong>Monat der Aussaat</strong> nach ihr benannt.</p><div id="arted-2873369693" class="arted-raeucher-ebook arted-entity-placement" style="margin-top: 7px;margin-bottom: 6px;"><a href="https://artedea-shop.net/epages/51e23038-7656-4e03-84cb-d986f24a6aef.sf/de_DE/?ObjectID=5384235" aria-label="xr:d:DACXjiUAi3Y:766,j:1513608975030691014,t:23081215"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023.jpg" alt=""  srcset="https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023.jpg 850w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-800x226.jpg 800w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-400x113.jpg 400w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-768x217.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" width="850" height="240"   /></a></div>
<p>Etymologisch könnte sich ihr Namen vom akkadischen Wort „šeru(m) für <strong>Morgen</strong> ableiten, ugaritisch šhr und hebräisch šahar – Morgenröte.</p>
<h2>Der Reichtum ihrer Tempel</h2>
<p>Es gibt Aufzeichnungen, die sowohl <strong>Tempel</strong>, wie auch <strong>Rituale</strong> für die Göttin Išḫara belegen. Dazu gehören auch lange Bestandslisten an Material, denn zu ihren Tempeln gehörten auch Weingärten, Olivenhaine, Gemüsegärten sowie Getreidefelder und Viehherden. Die Bestandslisten umfassen auch Tempelgerätschaften, wie Kleider und Bronzegegenstände für die Göttin und auch ihre Priesterinnen und Priester wurden reichlich mit Silber und kostbaren Gewändern versorgt.<br />
Einem Kultreformtextes des Königs <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/%C5%A0uppiluliuma_I." target="_blank" rel="noopener">Šuppiluliuma</a> zufolge trägt die Statue der Išḫara von Niriša wertvolle Kleidung und ist mit <strong>Gold und Silber</strong> verziert. Im hethitischen (h)išuwa-Festritual trägt sie <strong>rotes Gewand</strong> – die Farbe der <strong>Lebenskraft</strong>.<br />
Texte aus <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ebla" target="_blank" rel="noopener">Ebla</a> führen folgenden Materialien zur Herstellung eines Išḫara-Bildnisses auf: 10 Sekel Silber, 1,5 Sekel Gold, zusätzlich 7 Sekel Silber für ihr Angesicht, ihren Gürtel und ihre Bänder, 2 große Ohrringe und feine Stoffe und Gewänder.</p>
<p><em><strong>auch: Ašhara, Ishkhara, Ishhara, Ishara, Ušḫara</strong></em></p>
<div id="arted-1302849462" class="arted-nach-dem-inhalt-2 arted-entity-placement" style="margin-top: 7px;margin-bottom: 7px;"><a href="https://artedea-shop.net/epages/51e23038-7656-4e03-84cb-d986f24a6aef.sf/de_DE/?ObjectID=1782446" aria-label="lammas banner2022-schmal"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/07/lammas-banner2022-schmal.jpg" alt=""  srcset="https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/07/lammas-banner2022-schmal.jpg 1026w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/07/lammas-banner2022-schmal-800x222.jpg 800w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/07/lammas-banner2022-schmal-1024x284.jpg 1024w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/07/lammas-banner2022-schmal-400x111.jpg 400w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/07/lammas-banner2022-schmal-768x213.jpg 768w" sizes="(max-width: 1026px) 100vw, 1026px" width="1026" height="285"   /></a></div><div id="arted-246171106" class="arted-nach-dem-inhalt-4 arted-entity-placement" style="margin-top: 7px;margin-bottom: 6px;"><a href="https://artedea-shop.net/epages/51e23038-7656-4e03-84cb-d986f24a6aef.sf/de_DE/?ObjectID=5384235" aria-label="xr:d:DACXjiUAi3Y:766,j:1513608975030691014,t:23081215"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023.jpg" alt=""  srcset="https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023.jpg 850w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-800x226.jpg 800w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-400x113.jpg 400w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-768x217.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" width="850" height="240"   /></a></div><div id="arted-2240875153" class="arted-nach-dem-inhalt-6 arted-entity-placement" style="margin-top: 7px;margin-bottom: 7px;"><a href="https://artedea-shop.net/epages/51e23038-7656-4e03-84cb-d986f24a6aef.sf/de_DE/?ObjectID=1782458" aria-label="heilwurz"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz.jpg" alt=""  srcset="https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz.jpg 800w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz-400x100.jpg 400w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz-768x192.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" width="800" height="200"   /></a></div><p>Der Beitrag <a href="https://artedea.net/is%e1%b8%abara-syrisch-hurritische-goettin-der-eide-der-medizin-und-der-erotik/">Išḫara – Syrisch-hurritische Göttin der Eide, der Medizin und der Erotik</a> erschien zuerst auf <a href="https://artedea.net">artedea</a>.</p>
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		<title>Orihime &#8211; Japanische Sternengöttin und himmlische Weberin</title>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 Jan 2019 18:59:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Himmel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In Japan gibt es mehrere bekannte Mythen der Weberei, eine davon handelt von Orihime, der webenden Himmelsprinzessin. Ihre Aufgabe war es, am Ufer der Amanogawa (Milchstraße, wörtlich „himmlischer Fluss&#8220;) schöne Kleider zu weben. Die webende Himmelsprinzessin In Japan gibt es mehrere bekannte Mythen der Weberei, eine davon handelt von Orihime, der webenden Himmelsprinzessin. Orihime ist in den japanischen ... <a title="Orihime &#8211; Japanische Sternengöttin und himmlische Weberin" class="read-more" href="https://artedea.net/orihime-japanische-sternengoettin-und-himmlische-weberin/" aria-label="Mehr Informationen über Orihime &#8211; Japanische Sternengöttin und himmlische Weberin">Weiterlesen ...</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In Japan gibt es mehrere bekannte <strong>Mythen der Weberei</strong>, eine davon handelt von Orihime, der webenden Himmelsprinzessin. Ihre Aufgabe war es, am Ufer der Amanogawa (Milchstraße, wörtlich „himmlischer Fluss&#8220;) schöne Kleider zu weben.</p>
<h2 style="text-align: center;"><strong>Die webende Himmelsprinzessin</strong></h2>
<p>In Japan gibt es mehrere bekannte <strong>Mythen der Weberei</strong>, eine davon handelt von Orihime, der webenden Himmelsprinzessin.<br />
Orihime ist in den japanischen Mythen die Tochter des Tentei, der als Himmelskönig bzw. als das gesamte Universum angesehen wird.<br />
Ihre Aufgabe war es, am Ufer der Amanogawa (Milchstraße, wörtlich „himmlischer Fluss&#8220;) <strong>schöne Kleider</strong> zu weben. Diese bekleideten die Gottheiten und auch den Himmel in den schönsten Farben.<br />
Ihr Vater liebte das von ihr gewebte Tuch und so arbeitete sie jeden Tag hart daran, es aus Wolken zu weben.<br />
Orihime war jedoch traurig, dass sie sich aufgrund ihrer harten Arbeit niemals mit jemandem treffen und verlieben konnte.<br />
Besorgt über den Kummer seine Tochter arrangierte Tentei, dass sie Hikoboshi (einen Kuhhirten) trifft, der auf der anderen Seite der Milchstraße lebte und arbeitete. (In einer anderen Version heißt er Kengyu – wörtlich der „Zieher der Rinder“).</p>
<h2>Die vernachlässigten Pflichten der Verliebten</h2>
<p>Als sich die beiden trafen, <strong>verliebten</strong> sie sich sofort ineinander und heirateten kurz danach. Sie erfreuten sich aneinander und vergaßen darüber all ihre Pflichten. Sobald Orihime verheiratet war, webte er sie kein Tuch mehr und daher hatten die Gottheiten keine neue Kleidung mehr zur Verfügung und müssen in Fetzen herum laufen. Hikoboshi wiederum ließ die Rinder verwildern und erlaubte ihnen, den ganzen Himmel abzugrasen.<br />
Das erzürnte Tentei derart, dass er die beiden Liebenden trennte und ihnen verbot, sich zu wieder zu treffen. Fortan waren sie wieder durch die <strong>Milchstraße</strong> getrennt.<br />
Orihime war so verzweifelt über den<strong> Verlust ihres Mannes</strong> und bat ihren Vater, sie wieder treffen zu lassen.<br />
Tentei wurde von den Tränen seiner Tochter bewegt und erlaubte den beiden, sich jeweils am <strong>siebten Tag des siebten Mondmonats</strong> zu treffen, wenn sie hart arbeitete und nachdem sie ihr Weben beendet hatte.<br />
Beim ersten Treffen konnte Orihime den Fluss der Milchstraße jedoch nicht überqueren, da keine Brücke vorhanden war. Sie versuchte, mit einer Schöpfkelle den Fluss trocken zu legen, doch die Milchstraße war dafür zu breit und zu gewaltig. Orihime weinte in ihrer Verzweiflung so sehr, dass eine große Schar <strong>Elstern</strong> kam und versprach, mit ihren Flügeln eine Brücke zu bauen, damit sie den Fluss überqueren konnte. So konnte sich das Paar zumindest einmal im Jahr treffen.</p>
<h2>Die Sterne Vega und Altair</h2>
<p>Man sieht die beiden Liebenden noch immer oben am Sternenhimmel: Orihime ist <strong>Vega</strong>, der hellste Stern im Sternbild der Leier. Hikoboshi ist <strong>Altair</strong>, der hellste Stern im Aquila, dem Adler. Die beiden Sterne liegen tatsächlich an den entgegengesetzten Enden der Milchstraße.</p>
<p>Die schwarz-weißen Elstern, die die Himmelsbrücke bilden, sind <strong>Mond-Vögel</strong>, denn der Mond ist ja auch schwarz und weiß.<br />
In Japan wird zu Ehren des Himmelspaares am siebten Tag des siebten Monats im Mondkalender das <strong>Weberinnen-Fest Tanabata </strong>gefeiert (was „Abend des siebten“ bedeutet).<br />
In der Zeit der Einführung das Tanabata Festes in Japan um 1000 n.u.Z. stand die <strong>Mondsichel</strong> zwischen den beiden Sternen Vega und Altair und bildete das Boot oder die Brücke, ermöglichte also die Verbindung der beiden Liebenden.</p><div id="arted-3391726161" class="arted-lammas-2024 arted-entity-placement" style="margin-top: 7px;margin-bottom: 7px;"><a href="https://artedea-shop.net/epages/51e23038-7656-4e03-84cb-d986f24a6aef.sf/de_DE/?ObjectID=1782458" aria-label="heilwurz"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz.jpg" alt=""  srcset="https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz.jpg 800w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz-400x100.jpg 400w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz-768x192.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" width="800" height="200"   /></a></div>
<p>Im heutigen Japan feiern die Menschen diesen Tag meist, indem sie auf kleinen, meist fünf-farbigen Papierstücken Wünsche schreiben, manchmal in Form von Gedichten, und diese auf Bambus hängen. Der Bambus und die Dekorationen werden oft an einem Fluss auf das Wasser gesetzt, der für den Himmelsfluss steht. Oder sie werden nach dem Festival um Mitternacht oder am nächsten Tag verbrannt. In dieser Nacht sollen Orihime und Hikoboshi die Wünsche der Menschen erfüllen. Dieser Tag ist mit unserem <strong>Valentinstag</strong> zu vergleichen.</p>
<p>Man sagt, wenn es zu Tanabata regnet, können die Elstern nicht kommen und die beiden Liebenden müssen ein weiteres Jahr warten, um sich zu sehen.<br />
Der Regen dieses Tages heißt „<strong>Die Tränen von Orihime und Hikoboshi&#8220;.</strong></p>
<h2>Yin und Yang, Niere und Herz</h2>
<p>Aber die Himmelsweberin und der Kuhhirte sind nicht nur Sterne am Himmel. Nach der daoistischen chinesischen Medizin haben sie ihren Sitz auch im <strong>menschlichen Körper:</strong><br />
Die Himmelsweberin ist in der linken <strong>Niere</strong> lokalisiert, dem Sitz der Sexualität und des wässrigen <strong>Yin</strong>. Der Kuhhirte ist die Energie der Liebe im <strong>Herzen</strong> und feuriges <strong>Yang</strong>.<br />
Aus der Verbindung der triebhafter Sexualität der Niere und der feurigen Liebe im Herzen entsteht das himmlische Kind, der Stein der Weisen oder das Reiskorn, das den gesamten Kosmos in sich birgt.<br />
So ist die Trennung der beiden die <strong>Spaltung von Liebe und Sexualität</strong>, die erst mit viel Mühe wieder zusammenfinden können.<br />
Am Tanabata-Fest ist die Trennung aufgehoben und die Liebe wird möglich.</p><div id="arted-2873369693" class="arted-raeucher-ebook arted-entity-placement" style="margin-top: 7px;margin-bottom: 6px;"><a href="https://artedea-shop.net/epages/51e23038-7656-4e03-84cb-d986f24a6aef.sf/de_DE/?ObjectID=5384235" aria-label="xr:d:DACXjiUAi3Y:766,j:1513608975030691014,t:23081215"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023.jpg" alt=""  srcset="https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023.jpg 850w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-800x226.jpg 800w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-400x113.jpg 400w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-768x217.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" width="850" height="240"   /></a></div>
<p>Der Ursprung dieser Geschichte liegt im chinesischen Mythos von<a href="https://artedea.net/zhi-nu-chinesische-goettin-des-spinnens-und-webens-der-wolken-und-der-liebe/"> Zhi Nu</a> und Niu Lang, der vor rund tausend Jahren nach Japan transferiert wurde.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Zhi Nu &#8211;  Chinesische Göttin des Spinnens und Webens, der Wolken und der Liebe</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Jan 2019 16:08:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Himmel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zhi Nu ist in der chinesischen Mythologie die himmlische Weberin, die aus Wolken nahtlose Brokat-Gewänder für ihren Vater, den Jadekaiser und andere Gottheiten herstellt. Aus den feinsten Dunstwolken webte sie Wandteppiche, die wahre Kunstwerke waren und im Abend- und Morgenrot noch zu sehen sind. Sie ist vor allem für ihre traurige Liebesgeschichte bekannt. Die Wolkenweberin ... <a title="Zhi Nu &#8211;  Chinesische Göttin des Spinnens und Webens, der Wolken und der Liebe" class="read-more" href="https://artedea.net/zhi-nu-chinesische-goettin-des-spinnens-und-webens-der-wolken-und-der-liebe/" aria-label="Mehr Informationen über Zhi Nu &#8211;  Chinesische Göttin des Spinnens und Webens, der Wolken und der Liebe">Weiterlesen ...</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://artedea.net/zhi-nu-chinesische-goettin-des-spinnens-und-webens-der-wolken-und-der-liebe/">Zhi Nu &#8211;  Chinesische Göttin des Spinnens und Webens, der Wolken und der Liebe</a> erschien zuerst auf <a href="https://artedea.net">artedea</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Zhi Nu ist in der chinesischen Mythologie die himmlische Weberin, die aus Wolken nahtlose Brokat-Gewänder für ihren Vater, den Jadekaiser und andere Gottheiten herstellt. Aus den feinsten Dunstwolken webte sie Wandteppiche, die wahre Kunstwerke waren und im Abend- und Morgenrot noch zu sehen sind. Sie ist vor allem für ihre traurige Liebesgeschichte bekannt.</p>
<h2 style="text-align: center;"><strong>Die Wolkenweberin</strong></h2>
<p>Zhi Nu ist in der chinesischen Mythologie die himmlische Weberin, die aus <strong>Wolken</strong> nahtlose Brokat-Gewänder für ihren Vater, den Jadekaiser und andere Gottheiten herstellt. Aus den feinsten <strong>Dunstwolken</strong> webte sie Wandteppiche, die wahre Kunstwerke waren und im <strong>Abend- und Morgenrot</strong> noch zu sehen sind. Sie ist vor allem für ihre traurige <strong>Liebesgeschichte </strong>bekannt. Ihr Jahrtausende alter Mythos berührt in China noch immer sehr die Verliebten.</p>
<p>Es gibt die Geschichte in<strong> einigen Varianten:</strong></p>
<p>Der Mythos erzählt, dass in uralten Zeiten der Himmel <strong>azurblau</strong> aussah, von Wolken war damals noch nichts zu sehen. Der oberste Jadekaiser, also der Himmelsgott fand dies allzu eintönig und ließ seine <strong>sieben Töchter</strong> spinnen und weben, um eine Art <strong>Kleidung für den Himmel</strong> anzufertigen. Die Farben der Stoffe waren grau und weiß, womit der Jadekaiser immer noch nicht zufrieden war.<br />
Zhi Nu, die <strong>jüngste Tochter</strong> des Himmelsgottes aber war bedachtsam, umsichtig und kreativ. Und sie fand eines Tages im Garten eine siebenfärbige Blume und pflückte deren Blüten. Damit färbte sie das Garn bunt und wob dann farbenfrohe Stoffe. Das stimmte den Himmelsgott sehr froh und er gab den Auftrag, dass der Himmel an normalen Tagen weiße Kleider, an regnerischen Tagen graue Kleider und am Morgen bzw. Abend bunte Kleider zu tragen hat. Diese wurden von Zhi Nu gewebt. Sie arbeitete fleißig und hatte große Freude daran.</p>
<p>Um sich ihre Kunstwerke von der <strong>Erde</strong> ansehen zu können, bekam Zhi Nu eines Tages die Erlaubnis, von ihrem Wolken-Himmelsreich herabzusteigen und die Erde zu besuchen. Als sie in einem Fluss badete, wurde sie vom <strong>Kuhhirten Niu Lang</strong> entdeckt, der ihr die Kleider stahl. Er war so fasziniert von ihrer Schönheit, dass er sich sofort in sie verliebte. Ohne ihre Kleider konnte Zhi Nu nicht in ihr Wolkenreich zurückkehren, zumindest nicht ohne einige sehr peinliche Fragen beantworten zu müssen.<br />
Aber auch sie verliebte sich in ihn, weil Niu Lang süß und sanft war.<br />
Sie heiratete ihn und dachte nicht mehr an den Himmel und ihre Aufgabe als Wolkenweberin. Als sie schließlich doch in ihr himmlisches Zuhause zurückkehrte, wurde sie von ihrem Ehemann begleitet. Ihr Vater, der Jadekaiser war sehr wütend darüber, dass seine Tochter das Weben der Gewänder so lange vernachlässigt hatte. Als <strong>Strafe</strong> trennte der die Liebenden und verbannte sie jeweils auf die gegenüberliegenden Seiten der unpassierbaren <strong>Milchstraße</strong>.<br />
Dort kann oben man sie immer noch dort sehen.<br />
Sie ist <strong>Vega</strong>, der Hauptstern des Sternbildes Leier (Lyra) und er ist Altair, der auffallend helle Hauptstern im Sternbild des Adlers (Aquila). Die beiden Sterne liegen tatsächlich an den entgegengesetzten Enden der Milchstraße.</p><div id="arted-3391726161" class="arted-lammas-2024 arted-entity-placement" style="margin-top: 7px;margin-bottom: 7px;"><a href="https://artedea-shop.net/epages/51e23038-7656-4e03-84cb-d986f24a6aef.sf/de_DE/?ObjectID=1782458" aria-label="heilwurz"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz.jpg" alt=""  srcset="https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz.jpg 800w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz-400x100.jpg 400w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz-768x192.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" width="800" height="200"   /></a></div>
<p>Nur einmal im Jahr, am <strong>siebten Tag des siebten Mondmonats</strong>, darf Zhi Nu ihren Mann treffen. An diesem Tag fliegen <strong>Elstern</strong> zur Milchstraße, um eine Brücke zu bilden, auf der die Liebenden hinübergehen können, um ihre unsterbliche Liebe zueinander zu erneuern. Ihre glücklichen <strong>Tränen</strong> verursachen oft <strong>Regen</strong> auf der Erde.<br />
Für den Rest des Jahres leben sie getrennt und sie ist als himmlische Spinnerin nicht mehr nur für Kleidung und Wandteppiche zuständig. Es heißt sie spinnt im Himmel auch alle<strong> glücklichen Ehen.</strong></p>
<h2>Der kluge Rat der Kuh</h2>
<p>Eine etwas <strong>andere Variante</strong> des Mythos ist folgende:<br />
Zhi Nu war die jüngste von <strong>sieben Schwestern</strong>, die alle die Enkelinnen der <strong>Himmelskönigin</strong> waren.<br />
Vor langer, langer Zeit waren Zhi Nu und Niu Lang Sterne am Nachthimmel. Sie waren sehr verliebt ineinander, aber diese Liebe hat die Himmelskönigin (aus welchen Gründen auch immer) verboten. Als diese dann doch davon erfuhr, beschloss sie, das Liebespaar zu trennen.<br />
Zhi Nu wurde vom Exil verschont, aber Niu Lang wurde aus dem Himmel geworfen und dazu verurteilt, auf der Erde als <strong>Kuhhirte</strong> zu leben. Zhi Nu sollte fortan schöne Wolken am Himmel weben.<br />
Obwohl Zhi Nu ihre Tätigkeit liebte, litt sie sehr daran, von ihrem geliebten Menschen getrennt zu sein. Ihr Gesicht war immer voller <strong>Tränen</strong>, wenn diese zu viel wurden, regnet es aus ihren Wolken. Sie hoffte, dass Niu Lang eines Tages wieder in den Himmel zurückkehren würde.<br />
Eines Tages, Jahre nachdem Zhi Nu und Niu Lang getrennt worden waren, baten sechs Schwestern von Zhi Nu die Himmelskönigin um Erlaubnis, zur Erde zu gehen und im <strong>Lotusgarten zu baden.</strong> Zum Glück war die Großmutter gut gelaunt, also ließ sie sie gehen. Bevor sie den Himmel verließen, sahen sie, wie Zhi Nu Wolken webte. Sie waren voller Mitleid für die arme Schwester und beschworen die Himmelskönigin, ihnen zu gestatten, Zhi Nu auf ihrer Reise mitzunehmen. Als sie sah, wie traurig ihre Enkelin geworden war, empfand sie ein seltenes Mitleid mit ihr und ließ Zhi Nu mit den anderen reisen, um den Lotusgarten zu besuchen.<br />
Niu Lang war die ganze Zeit als Sohn einer armen Bauernfamilie auf der Erde gewesen. Sein Leben war hart und wurde noch schwieriger, als seine neue Mutter und sein Vater starb und er zu seinem älteren Bruder geschickt wurde. Niu Lang wurde sehr schlecht behandelt und sein Bruder nahm sein gesamtes Geld und ließ ihn nur seine <strong>Kuh</strong> und einen alten Karren, bevor er ihn in die Welt schickte, um für sich selbst zu sorgen.<br />
Niu Lang und die Kuh hingen voneinander ab, um zu überleben. Zusammen bauten sie ein kleines Haus und lebten dort alleine ohne andere Gesellschaft. Sie pflügten das Land und überlebten, so gut sie konnten.<br />
Jahre vergingen in dem kleinen Haus, bis eines Tages die Kuh mit Niu Lang sprach:<em> „Heute sollst du in den Lotusgarten gehen. Dort wirst du Engel baden sehen. Du musst jene Roben finden, die rot sind, und diese stehlen und sie verstecken.“</em><br />
Als Niu Lang fragte, warum er die <strong>roten Roben</strong> stehlen müsse, sagte die Kuh: <em>„Die roten Roben gehören deiner zukünftigen Frau.&#8220;</em><br />
Also ging Niu Lang in den Lotusgarten, versteckte sich im Gras und wartete darauf, dass die Engel ankamen. Wie die Kuh vorausgesagt hatte, stiegen die schönen Engel vom Himmel herab und begannen im Bach zu baden. Niu Lang war sehr nervös, aber er tat, wie die Kuh es befohlen hatte, und stahl die roten Gewänder, die an der Seite des Flusses abgelegt worden waren. Als er sich wieder verstecken wollte, bemerkten die Engel ihn und zogen sich schnell an, bevor sie wieder in den Himmel flogen. Es blieb nur noch eine übrig, und sie konnte nicht gehen, weil Niu Lang ihre roten Roben versteckt hatte. Das war natürlich Zhi Nu. Niu Lang sagte ihr, dass er ihr ihre Gewänder nur zurückgeben würde, wenn sie versprach, seine Frau zu werden.<br />
Zhi Nu war sehr überrascht, aber merkte, dass er ihr sehr vertraut war. Zu ihrem Unglauben und großen Freude erkannte sie, dass es ihre<strong> lange verlorene Liebe</strong> war.<br />
Das Paar heiratete und lebte glücklich mit ihren beiden Kindern in ihrem kleinen Haus. Zhi Nu webte Baumwolle und Niu Lang pflügte das Land mit seiner treuen Kuh. Das Leben ging auf diese Weise weiter, bis Niu Lang eines Tages von den Feldern mit der Nachricht zurückkehrte, dass seine Kuh gestorben war. Vor seinem Tod hatte die Kuh zu Niu Lang gesagt:<em> „Nachdem ich weg bin, musst du einen Mantel aus meiner Haut machen. Du wirst diesen Mantel brauchen, um fliegen zu können, um Zhi Nu zu fangen.&#8220;</em><br />
Zu diesem Zeitpunkt hatte Niu Lang erkannt, dass seine treue Kuh auch einmal ein <strong>Sternbild am Himmel</strong> gewesen war – der <strong>Stier</strong>.<br />
Die beiden waren einst im Himmel enge Freunde gewesen und der Stier hatte die Himmelskönigin gebeten, Niu Lang nicht aus dem Himmel zu werfen. Darüber war diese so verärgert, dass sie ihn in eine Kuh verwandelte und ebenfalls auf die Erde warf, genau wie sie es mit Niu Lang getan hatte.<br />
Auf der Erde hatte der Stier nach seinem Freund Ausschau gehalten und ihn schließlich die ganze Zeit begleitet und beschützt. Nun war er tot und hatte Niu Lang angewiesen, einen Mantel aus seiner Haut zu machen. Niu Lang tat, wie sein alter Freund es wies.</p>
<h2>Trennung durch die Milchstraße</h2>
<p>Gleich am nächsten Tag schickte die Himmelskönigin einen <strong>starken Wind,</strong> um Zhi Nu und ihre Kinder in den Himmel zu fegen. Niu Lang erinnerte sich an die Worte seines Freundes, zog seinen Mantel an und flog hoch, um seine geliebte Frau und seine Kinder zu erwischen. Aber die Himmelskönigin entfernte ihre goldene Haarnadel und erzeugte mit einem einzigen Schlag einen Fluss in den Himmel, der Zhi Nu und Niu Lang für immer trennen würde. Diesen Fluss sehen wir immer noch als <strong>Milchstraße</strong>. Im Moment der Trennung schrie das Paar mit aller Leidenschaft einander seine große Liebe zu. Die Himmelskönigin war von ihrer Liebe zu einander dann doch so bewegt, dass sie sich entschied, Nu Lang wieder im Himmel aufzunehmen, aber er durfte nicht bei seiner Frau und seinen Kindern bleiben.<br />
Nur einmal im Jahr, am <strong>siebten Tag des siebten Monats im Mondkalender</strong>, wird Niu Lang mit Zhi Nu und seinen Kindern wieder vereint. Ein Schwarm <strong>Elstern</strong> bildet eine Brücke zwischen den Sternen von Vega und Altair, die es Niu Lang ermöglichen, den Fluss zu überqueren und bei seinen Lieben zu sein. Diese Brücke ist am Nachthimmel zu sehen. Diese Geschichte wurde von Generation zu Generation weitergegeben.</p><div id="arted-2873369693" class="arted-raeucher-ebook arted-entity-placement" style="margin-top: 7px;margin-bottom: 6px;"><a href="https://artedea-shop.net/epages/51e23038-7656-4e03-84cb-d986f24a6aef.sf/de_DE/?ObjectID=5384235" aria-label="xr:d:DACXjiUAi3Y:766,j:1513608975030691014,t:23081215"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023.jpg" alt=""  srcset="https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023.jpg 850w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-800x226.jpg 800w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-400x113.jpg 400w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-768x217.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" width="850" height="240"   /></a></div>
<p>Dies sind zwei Varianten des Mythos von der<strong> Himmelsweberin und dem Kuhhirten</strong>, der in zahlreiche anderen Varianten in Asien z.B. in Japan, Korea, Vietnam erzählt wird. Jede chinesische Provinz hat ihre <strong>eigene traurige Liebesgeschichte</strong>, wie und warum die beiden Liebenden durch die Milchstraße getrennt wurden. Allen gemeinsam ist das Treffen einmal im Jahr am siebten Tag des siebten Monats, das durch die<strong> Elstern-Brücke</strong> ermöglicht wird.</p>
<h2>Das Fest der sieben Schwestern</h2>
<p>An diesem Tag (der nach unserem Kalender in den Juli bzw. August fällt) gibt es in einigen Teilen <strong>Chinas </strong>sowie in <strong>Korea, Taiwan und Hongkong</strong> ein großes jährliches Fest, bei dem sich Liebende zu Ehren dieser astralen Gottheiten treffen. Junge Frauen beobachten den Sternenhimmel und wünschen sich für die Zukunft eine gute Ehe, Liebende halten in dieser Nacht einander an den Händen und schauen in den Nachthimmel zu den beiden leuchtenden Sternen. Dieser Tag ist mit unserem <strong>Valentinstag</strong> zu vergleichen.<br />
Es heißt auch <strong>„Seven Sisters Festival“</strong>, weil die sieben Schwestern ja am siebten Tag des siebten Mondmonats gemeinsam auf die Erde kamen. Das Festival wird traditionell mit <strong>Handarbeitswettbewerben</strong> gefeiert, da Zhi Nu ja die Göttin der Handarbeiten und des Kunsthandwerks ist.<br />
Das traditionelle Fest gibt es bereits seit 1.500 Jahren. Es wurde im Laufe der Zeit auch mit vielen auch westlich anmutenden Elementen ergänzt. Gefeiert wird mit Feuerwerk, Festmahlen, Löwen- und Drachentänzern, Weihrauch, Wahrsagen, Umzüge, die an unseren Karneval erinnern usw.</p>
<p>In <strong>Japan</strong> wird das <strong>Weberinnen-Fest Tanabata</strong> gefeiert (was „Abend des siebten&#8220; bedeutet). Die Geschichte ist die gleiche, wie der chinesische Mythos, nur dass die Wolken-Weber-Sternen-Göttin <a href="https://artedea.net/orihime-japanische-sternengoettin-und-himmlische-weberin/">Orihime</a> und ihr Mann Hikoboshi heißen. Im heutigen Japan feiern die Menschen diesen Tag meist, indem sie auf kleinen, meist fünf-farbigen Papierstücken Wünsche schreiben, manchmal in Form von Gedichten, und diese auf Bambus hängen. Der Bambus und die Dekorationen werden oft an einem Fluss auf das Wasser gesetzt, der für den Himmelsfluss steht. Oder sie werden nach dem Festival um Mitternacht oder am nächsten Tag verbrannt. In dieser Nacht sollen <a href="https://artedea.net/orihime-japanische-sternengoettin-und-himmlische-weberin/">Orihime</a> und Hikoboshi die Wünsche der Menschen erfüllen.</p>
<p>Zhi Nu ist damit auch die Sternen-Göttin der <strong>Liebe</strong>, der (unglücklichen und unerfüllten) Beziehungen, sowie der <strong>Treue</strong> und Hingabe.<br />
Ihre Symbole sind Sterne, Wolken und Silbergegenstände, die den <strong>Silberfluss der Milchstraße</strong> symbolisieren, den die Liebenden einmal im Jahr überqueren dürfen.</p>
<p><strong><em>auch: Chih Nu, Zhinü, Zhinu, Chi Nü, <a href="https://artedea.net/orihime-japanische-sternengoettin-und-himmlische-weberin/">Orihime</a> (japanisch)</em></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Hera – Vorhellenistische Große Göttin, griechische Himmelskönigin, oberste olympische Muttergöttin</title>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Feb 2016 18:25:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erde]]></category>
		<category><![CDATA[Himmel]]></category>
		<category><![CDATA[Muttergöttin]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Hera ist die Göttin der Erde und ihrer BewohnerInnen, besonders der Frauen und ihrer Sexualitität. Gebieterin über die Geburten, Schöpferin, Mutter aller Göttinnen, Hüterin des Paradieses, des „Apfellandes“. Die große Matriarchin Hera ist die Göttin der Erde und Beschützerin ihrer BewohnerInnen – ganz besonders der Frauen und deren Sexualitität. Sie ist Gebieterin über die Geburten, Schöpferin, Mutter ... <a title="Hera – Vorhellenistische Große Göttin, griechische Himmelskönigin, oberste olympische Muttergöttin" class="read-more" href="https://artedea.net/hera-vorhellenistische-grosse-goettin-griechische-himmelskoenigin-oberste-olympische-muttergoettin/" aria-label="Mehr Informationen über Hera – Vorhellenistische Große Göttin, griechische Himmelskönigin, oberste olympische Muttergöttin">Weiterlesen ...</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://artedea.net/hera-vorhellenistische-grosse-goettin-griechische-himmelskoenigin-oberste-olympische-muttergoettin/">Hera – Vorhellenistische Große Göttin, griechische Himmelskönigin, oberste olympische Muttergöttin</a> erschien zuerst auf <a href="https://artedea.net">artedea</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Hera ist die Göttin der Erde und ihrer BewohnerInnen, besonders der Frauen und ihrer Sexualitität. Gebieterin über die Geburten, Schöpferin, Mutter aller Göttinnen, Hüterin des Paradieses, des „Apfellandes“.</p>
<h2 style="text-align: center;"><strong>Die große Matriarchin</strong></h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-17801 aligncenter" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2016/02/hera-1-800x994.jpg" alt="" width="561" height="697" srcset="https://artedea.net/wp-content/uploads/2016/02/hera-1-800x994.jpg 800w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2016/02/hera-1-1024x1273.jpg 1024w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2016/02/hera-1-400x497.jpg 400w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2016/02/hera-1-768x955.jpg 768w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2016/02/hera-1-1236x1536.jpg 1236w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2016/02/hera-1-1648x2048.jpg 1648w" sizes="auto, (max-width: 561px) 100vw, 561px" /></p>
<p>Hera ist die <strong>Göttin der Erde</strong> und Beschützerin ihrer BewohnerInnen – ganz besonders der Frauen und deren Sexualitität. Sie ist Gebieterin über die Geburten, Schöpferin, Mutter aller Göttinnen, Hüterin des Paradieses, des „Apfellandes“.</p>
<p>Lange bevor <strong>Zeus</strong> in Griechenland bekannt war, verehrten die Menschen in der Ägäis eine <strong>kuhäugige Himmelskönigin</strong> als oberste Gottheit, die sie Hera nannten. Sie ist ursprünglich eine <strong>kretische</strong> Göttin. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Iraklio" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Heraklion</strong></a>, die Hauptstadt Kretas ist ja auch nach ihr benannt.</p>
<p>Die kretische Hera ist in Gestalt eines Mädchens die Göttin der Berge und Gebieterin der wilden Tiere. Greife, Sphinxen und geflügelte Genien sind ihre Begleiter, vor allem aber der Löwe, ihr großer Beschützer. Hera war ständig präsent, denn sie wurde in jedem Haus auf Kreta in Gestalt einer lebenden <strong>Schlange</strong> verehrt.</p>
<p>Diese Schlange, manchmal auch mehrere, wurde in einem heiligen Schrein im Garten gehalten und gehegt und gepflegt. Die Schlange, die auch ihr (Schutz)Wappen an ihren Orakelorten war, wurde so zu ihrem Schutzgeist eines jeden Heimes.</p><div id="arted-3391726161" class="arted-lammas-2024 arted-entity-placement" style="margin-top: 7px;margin-bottom: 7px;"><a href="https://artedea-shop.net/epages/51e23038-7656-4e03-84cb-d986f24a6aef.sf/de_DE/?ObjectID=1782458" aria-label="heilwurz"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz.jpg" alt=""  srcset="https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz.jpg 800w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz-400x100.jpg 400w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz-768x192.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" width="800" height="200"   /></a></div>
<h2>Die uralte Muttergottheit</h2>
<p>Auch die Umstellung der Buchstaben des Namens Hera verweist auf ihren Ursprung als eine „noch“ ältere Muttergottheit – der prähellenischen <a title="rheia" href="https://artedea.net/rheia/">Rheia</a>. Ihr Name wird auch als „Gebieterin“ oder als „He Era“ (die Erde) übersetzt, bzw. könnte er auch seinen Ursprung in „Hiera“, der <strong>Heiligen</strong> haben, einem Titel der alten Göttinnen-Königinnen. Andere Interpretationen sprechen wiederum von Hera als Vegations- und Fruchtbarkeitsgöttin der Erde, die auch die Jahreszeiten regelt. Damit kann sie mit den <a title="horen" href="https://artedea.net/horen-mutter-aller-dinge/">Horen</a> in Verbindung gebracht werfen.</p>
<p>Weitere Entsprechungen von Hera sind die babylonische <a title="erua" href="https://artedea.net/erua-schutzgottin-der-schwangerschaft/">Erua</a>, die Königin, die über die Geburt gebietet. Diese wählte die Könige aus und gab ihnen durch die Hochzeit mit ihr Souveränität und setzt sie auch wieder ab. Als namengebende Göttin des alten Irland trug sie den Namen „Lady Eire“ oder <a title="eriu" href="https://artedea.net/eriu-meisterhafte-zauberin/">Eriu</a>.</p>
<h2>Die drei göttlichen Lebensphasen</h2>
<p>Bei der Betrachtung der Figur der Hera sollte man immer zwischen der alten <strong>kretischen</strong>, vorhellenistischen und der <strong>olympischen</strong> Göttin unterscheiden. Auf jeden Fall ist Hera eine Große Göttin, die in ihren drei Aspekten als die jungfräuliche <a title="hebe" href="https://artedea.net/hebe-jugendliche-blute/">Hebe</a>, die mütterliche <strong>Hera</strong> und die Greisin <a title="hekate" href="https://artedea.net/hekate/">Hekate</a> verehrt wird. In einer anderen Version der dreifachen Göttin ist Hera die Tochter mit <a title="rheia" href="https://artedea.net/rheia/">Rheia</a> als Mutter und <a title="gaia" href="https://artedea.net/gaia-grose-erdenmutter/">Gaia</a> als Großmutter.</p><div id="arted-2873369693" class="arted-raeucher-ebook arted-entity-placement" style="margin-top: 7px;margin-bottom: 6px;"><a href="https://artedea-shop.net/epages/51e23038-7656-4e03-84cb-d986f24a6aef.sf/de_DE/?ObjectID=5384235" aria-label="xr:d:DACXjiUAi3Y:766,j:1513608975030691014,t:23081215"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023.jpg" alt=""  srcset="https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023.jpg 850w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-800x226.jpg 800w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-400x113.jpg 400w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-768x217.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" width="850" height="240"   /></a></div>
<p>Wie sterbliche Frauen auch, geht auch Hera durch drei <strong>Lebensphasen</strong>: Jugend, Reife und Alter. Als <a title="hebe" href="https://artedea.net/hebe-jugendliche-blute/">Hebe</a>, wird sie auch als „Die Jungfräuliche“ bezeichnet. Dabei ist es nicht so, dass sie Geschlechtsverkehr meidet. Sie hat nur keine Kinder und ist damit <strong>frei von Verantwortung.</strong> Man nennt sie in dieser Phase auch <a title="antheia" href="https://artedea.net/antheia/">Antheia</a> – „Die Auf-Blühende“.</p>
<p>Hier ist Hera das Symbol der Blüte menschlicher Jugend, wie auch der <strong>knospenden Erde.</strong> Zum Zweiten ist Hera die <strong>reife Frau</strong>, die auch Nymphoeuomene: „Die einen Gefährten Suchende» oder Teileia: „<strong>Die Vollkommene»</strong> genannt wird. Als solche symbolisiert sie die Mutter, die ausgereifte Erde in sommerlicher Lebensfülle.</p>
<p>Schließlich wird sie zu <a title="hekate" href="https://artedea.net/hekate/">Hekate</a> oder auch Cheira bzw. Theira genannt, das „Alte Weib“, die „<strong>Weise Alte</strong>“, die Greisin, das „Großmütterchen“.</p>
<p>Nachdem sie durch die Mutterschaft gegangen ist und diese hinter sich ließ, lebt die vornehme prophetische Weise jetzt wieder für sich allein. Diese großen Lebensabschnitte der Hera stehen auch für kürzere <strong>Zyklen</strong> wie Halbmond, Vollmond und Neumond bzw. Frühling, Sommer und Herbst.</p>
<h2>Das große Sportfest der Hera</h2>
<p>Zu Ehren dieser drei Phasen der Hera feierten die Menschen im antiken Griechenland ein großes Fest – die nach ihr benannten „Heraia“, deren Ursprünge weiter zurück gehen als die <strong><a title="Olympische_Spiele" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Olympische_Spiele" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Olympischen Spiele</a>.</strong></p>
<p>Alle vier Jahre kamen Frauen auf einem Feld bei Heras Stadt Argos zusammen, um sich in 150-Meter-Läufen zu messen. Sie liefen mit bloßen Brüsten und wehenden Haaren. Der Lauf führte über abgeerntete Felder und spiegelte somit die <strong>universalen Wandlungs-Zyklen</strong> des Jahreskreises wider. Dies kannte man in manchen Gegenden Westeuropas noch im vergangenen Jahrhundert als „Stoppelläufe“ oder „Schäferinnenläufe“.</p>
<p>Diese Heraia waren Teil eines größeren Göttinnendienstes und wurden von 16 Frauen ausgerichtet. Es gab bei der Heraia drei Altersklassen und drei Gewinnerinnen. Jede erhielt eine <strong>Krone aus Olivenzweigen</strong> und einen Anteil von der Kuh, das bei diesem Sportfest das Schlachtopfer war.</p>
<p>Die drei Gewinnerinnen, ein junges Mädchen, eine reife und eine alte Frau, durften eine Statuette von sich in Heras Schrein aufstellen lassen. Jeweils in den Jahren zwischen diesen Heraia wurden später die großen Olympischen Spielen etabliert, bei denen nur Männer teilnahmen.</p>
<p>Die Heraia fanden am <strong>Neumond</strong> zu Beginn des Monats Parthenios statt, also in einer matriarchalen Konstellation der Festzeit von Nacht und Neumond, im Gegensatz zu den späteren patriarchalen Spielen, für die Tag und Vollmond maßgebend waren.</p>
<h2>Zurückerlangung der Jungfräulichkeit durch Quellenbad</h2>
<p>Hera durchläuft also – wie alle Frauen – immer wieder all diese Zyklen und erneuert sich jährlich im Bad in einer heiligen Quelle, in der sie auch jedes Mal ihre Jungfräulichkeit wieder zurück erlangt (siehe auch <a title="schlangengoettin" href="https://artedea.net/schlangengoettin/">Schlangengöttin</a>).</p>
<p>Mit großem Zeremoniell wurde anlässlich dieser jährlichen Erneuerung die Figurine der Göttin aus ihrem Schrein geholt und zum Wasser gebracht. Durch das Bad ihres Bildnisses wurde der Winter abgewaschen, ihre Jugend belebt und für den neuen jahreszeitlichen Zyklus von Reife und Tod vorbereitet. Es war ein Symbol für die ewige <strong>Wiedergeburt</strong> der Erde und mit ihr der Menschen.</p>
<p>Im antiken Griechenland unterschied man zwischen vier <strong>Lebensabschnitten</strong>. Zuerst die Zeit als Kind, worauf die Jugend folgt, dann die Zeit des Erwachsenseins (meist verbunden mit der Gründung und Erhaltung einer Familie) sowie zuletzt das Alter.</p>
<p>Hera steht für alle diese Abschnitte im Leben einer Frau und wird daher auch mit den Beinamen Pais (= Mädchen), Nympheuomene (= Braut), Teleia (= Erwachsene) und Khera (=Witwe) angerufen. Die <strong>olympische Göttin</strong> Hera wird als Tochter des Kronos und der <a title="rheia" href="https://artedea.net/rheia/">Rheia</a> beschrieben. Sie ist die Schwester von <a title="demeter" href="https://artedea.net/demeter-die-weise-der-erde/">Demeter</a>, Hades, <a title="hestia" href="https://artedea.net/hestia/">Hestia</a>, Poseidon und Zeus, dessen Gemahlin sie auch war.</p>
<p>Beider Kinder waren der Kriegsgott Ares, die Göttin der Jugend <a title="hebe" href="https://artedea.net/hebe/">Hebe</a> und die Geburtsgöttin <a title="eileithyia" href="https://artedea.net/eileithyia-beschutzerin-gebarender-frauen/">Eileithyia</a>. Ihr Sohn Hephaistos entstand ohne Mitwirkung von Zeus, er ist ihr aus der Hüfte gesprungen.</p>
<h2>Die „Vernunftehe“ mit dem viel jüngeren Zeus</h2>
<p>Ursprünglich hatte Hera <strong>keinen Gefährten</strong>. Als aber die <strong>patriarchalischen Stämme</strong> über Griechenland hereinbrachen, brachten sie den Himmelsgott Zeus mit. Da der Glauben an die <strong>Muttergottheit</strong> zu stark war, dass sie zerstört werden konnte, wurde eine Vernunftehe zwischen den beiden vorherrschenden Gottheiten geschmiedet.</p>
<p>Hera wollte allerdings anfänglich diese Eheschließung ganz und gar nicht. Der Mythos erzählt, dass Zeus die Hera, ganz wie es seine Art war, mit einer <strong>List </strong>eroberte. Als sie, die junge wunderschöne Göttin einmal in den Wäldern bei Argos ruhte, ließ er ein Gewitter mit dunklen Wolken und einem heftigen Platzregen aufziehen und verwandelte sich in einen jungen zerzausten <strong>Kuckuck</strong>, einen von Heras Lieblingsvögeln und flatterte Schutz suchend in ihren Schoß. Sie barg den jungen Vogel unter ihren Kleidern, um ihn vor dem Unwetter zu bewahren und sah sich plötzlich von Zeus, der wieder seine wahre Gestalt annahm, vergewaltigt.</p>
<p>Er umarmte sie und versprach ihr die Ehe. Beschämt über diese Episode erklärte sie sich bereit, die Ehe einzugehen, um ihre Würde zu wahren. Mit dieser Vereinigung der vorhellenischen Göttin der Frauen mit dem neu angekommenen Himmelsgott und Blitzeschleuderer entstand die Hera der Klassik, die keine anziehende, sondern eine eher verdrießliche Gestalt wurde.</p>
<p>Bekannt ist vor allem die <strong>Eifersucht</strong> von Hera, mit der sie die zahllosen sogenannten Liebschaften von Zeus verfolgte, die Großteils Vergewaltigungsszenarien waren. Dies ging übrigens solange, bis sich Zeus zu seiner wahren sexuellen Orientierung bekannte, nachdem er sich in den schönen Jüngling Ganymed verliebte und diesen zu sich in den Olymp holte (siehe auch bei <a href="https://artedea.net/hebe-jugendliche-blute/">Hebe</a>).<br />
Dennoch ging Hera mit Eifer- und auch Rachsucht in die Geschichte ein und damit ist sie eine der meist verkannten und missgedeuteten Göttinnen.</p>
<h2>Die verkannte und missgedeutete Göttin</h2>
<p>Sie ist eine jener Göttinnen, denen das <strong>Patriarchat</strong> am meisten zugesetzt hat. Denn im Laufe der Jahrhunderte ist sie von der Großen Göttin, der Himmelskönigin, der <strong>paradiesischen Mutter</strong> zur eifersüchtigen, ihren Gemahl verfolgenden, zänkischen Furie erniedrigt worden.</p>
<p>Sie, die berauschend schön und ebenso mächtig war, wurde zum Heimchen am Herd degradiert, zur Frau, die voll und ganz in ihrer Ehe aufgeht und dabei ihre eigene Identität, Kraft und Ausstrahlung mehr und mehr verliert. Sie ist die sprichwörtliche Frau, die hinter jedem erfolgreichen Mann steht.</p>
<p>Dieser kann immer wieder auf seinen Eroberungsfeldzügen in die Welt hinaus ziehen. Daheim erwartet ihn die treusorgende, wenn auch oft etwas moralinsaure Ehefrau, bei der er Kraft und Geborgenheit tanken kann. Hera soll besonders deshalb verehrt worden sein, weil sie viel <strong>Tugendhaftigkeit</strong> besaß. Auch das scheinen die griechischen Männern ihren Ehefrauen als Vorbild hingeknallt zu haben. Denn die alte vorolympische Hera ist als Göttin für ihre <strong>freudvolle Sinnlichkeit</strong> und manchmal auch <strong>ausschweifenden Sexualität </strong>bekannt. Der neuen olympischen Hera wurde die Bedeutung genommen und ihre Wurzeln zerstört. So fiel auch ihre Rolle als <strong>Identifikationsfigur</strong> für die Frauen.</p>
<p>Sie musste sozusagen als neue Legitimation für die <strong>„anständige“ Lebensart</strong> der Frauen herhalten. Damit wurde sie ihrer Authentizität beraubt und zum Idealbild für die patriarchale Frau und Ehe umgewandelt.</p>
<h2>Patriachale Interptretation um einen Zankapfel</h2>
<p>Eigenartig ist z.B. auch die Episode rund um die <strong>Hochzeit</strong> der Göttin <a title="thetis" href="https://artedea.net/thetis/">Thetis</a>, an der <a title="eris" href="https://artedea.net/eris-initiationsgottin/">Eris</a> einen goldenen Apfel mit der Aufschrift „Kalisti“, der Schönsten in die Hochzeitsgesellschaft rollte. Um diesen Apfel, der ja wohl der Braut, als der Schönsten der Hochzeit gegolten hat, sollen sich Hera, <a title="aphrodite" href="https://artedea.net/aphrodite/">Aphrodite</a> und <a title="athena" href="https://artedea.net/athena/">Athena</a> gestritten haben, was letztendlich den <a title="Trojanischer_Krieg" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Trojanischer_Krieg" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Trojanischen</strong> <strong>Krieg</strong></a> auslöste.</p>
<p>Nun ist Hera (wie z.B. auch <a href="https://artedea.net/eva-die-mythische-urmutter-der-menschheit/">Eva</a>, <a title="morrigan" href="https://artedea.net/morrigan/">Morrigan</a>, <a title="idun" href="https://artedea.net/idun-die-erneuernde-apfelgottin/">Idun</a> oder <a title="eriu" href="https://artedea.net/eriu-meisterhafte-zauberin/">Eriu</a>) die <strong>Hüterin des </strong>„<strong>Apfellandes</strong>“. Dort wächst der <strong>Baum des Lebens.</strong> Hera hat ihn zu ihrer Hochzeit von <a title="gaia" href="https://artedea.net/gaia-grose-erdenmutter/">Gaia</a> bekommen, er schenkt mit seinen goldenen Äpfeln ewige Jugend, Unsterblichkeit, Schönheit, Klugheit und KönigInnen die göttliche Würde. Bewacht wird dieser von den <a title="hesperiden" href="https://artedea.net/hesperiden-bewacherinnen-der-goldenen-apfel/">Hesperiden</a> und vom tausendköpfigen Drache (bzw. der Schlange) Ladon, der Sohn der Göttin <a title="echidna" href="https://artedea.net/echidna/">Echidna</a>.</p>
<p>Hera, die also einen ganzer Baum voll goldener Äpfel ihr Eigen nannte und die sich als alte Muttergöttin ihrer <strong>Schönheit</strong> durch und durch bewusst war, hatte es sicher nicht notwendig, sich kleinlich um diesen einen Apfel zu streiten.</p>
<p>Man kann davon ausgehen, dass hier viel <strong>patriarchale</strong> <strong>Interpretation</strong> dahinter steckt. Immerhin aber ist Hera auch hier wie so oft nicht treue, brave und nachfolgende Ehefrau, die ihren Gemahl unterstützt. Während Zeus mit den Trojanern sympathisiert, schlägt sich Hera auf die Seiten der Griechen.</p>
<h2>Vertreterin des uralten Mutterrechts</h2>
<p>Es ist zu vermuten, dass die ständigen Streitereien zwischen Hera und Zeus die Reibung zwischen den frühen patriarchalen und matriarchalen Kulten widerspiegelt. Obwohl ihre Ehe unter den erwähnten Umständen zustande kam, ging sie selbstbewusst in dieselbe, besteht dabei auch auf ihre Rechte und scheut keine Konflikte.</p>
<p>Der zänkische Charakter kann auch als durchaus positiv gewertet werden. Hera war nun einmal keine Göttin, die sich das Macho-Gehabe ihres Göttergatten gefallen ließ. Hera ist als eine Vertreterin des <strong>uralten</strong> <strong>Mutterrechts</strong> die Beschützerin der Familie, die im Matriarchat aus der <strong>Mutterlinie</strong> und all ihren Kindern und Kindeskinder bestand.</p>
<p>Auf <a title="Kreta" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kreta" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kreta</a>, wo Hera ursprünglich herkam, galt sie als <strong>Beschützerin des Heimes und der Familie</strong>. Sie schützte Haus und Herd, genau wie später <a title="hestia" href="https://artedea.net/hestia/">Hestia</a>. Sie war damit die Göttin der <strong>Kochkunst</strong>, aber genauso war sie die Göttin des <strong>Ackerbaus</strong>, der <strong>Olivenzucht</strong>, der <strong>Weinkultur</strong>, der Töpferei, der Weberei, der Silber-Schmiedekunst, der Herstellung von Arzneien und der <strong>Heilkunst</strong>, der Wissenschaften von Wiegen, Messen und Zählen.</p>
<p>Explizit mütterliche Züge ihren eigenen Kindern gegenüber findet man allerdings nicht. Sie ist eine <strong>Schöpferin</strong> und Mutterfigur der <strong>ganzen</strong> <strong>Menschheit</strong>, ihres Volkes, ihres Clans, aber alles andere als die fürsorgliche Glucke.</p>
<p>Das alte Mutterrecht sah auch ungestraft Maßnahmen vor, die nach den heutigen Maßstäben als grausam einzustufen sind. Als sie sah, dass ihr Sohn Hephaistos, der ihr aus der Hüfte entsprang, mit einem verkrüppelten Fuß zur Welt gekommen ist, warf sie ihn kurzerhand aus dem Olymp ins Meer hinunter.</p>
<p>Andererseits sorgte sie für alle Mädchen und jungen Frauen ihres Landes. So gab es für Mädchen und junge Frauen die bereits erwähnten Wettspiele „Heraia“, die zu ihren Ehren alle vier Jahre abgehalten wurden und in einem kultischen Zusammenhang standen.</p>
<h2>Von der matriachalen Förderin zur Ehe-Beschützerin</h2>
<p>Die matriarchale Beschützerinnen- und Förderinnen-Rolle der Hera wurde später seltsamer Weise auf „Beschützerin der Ehe“ umgedeutet, einer Lebensform, die so gar nicht zum Wesen dieser Göttin passt. Denn in ihrer eigenen Ehe wirkt Hera oft anstrengend und nervig, ist eine Belastung, muss froh sein, überhaupt geduldet zu werden. Auf Gedeih und Verderb ist sie dem Wohlwollen ihres Ehemannes ausgeliefert. Er hingegen kann tun was er will, bar jeder sozialen Kompetenz und darf dafür noch auf Verständnis hoffen, von den anderen Männern sowieso, aber auch von den „braven“ Frauen.</p>
<p>Dieses gesellschaftlich anerkannte <strong>neue</strong> <strong>Frauenbild</strong> hat bis heute seine Wirkung nicht verloren. Kennen wir nicht alle Frauen, die mehr oder weniger unsolidarisch mit anderen Frauen eifersüchtig ihr kleines Ehereich bewachen? Doch genauso können Frauen auch mutig aus diesem der Hera auferlegten Schatten heraustreten und ihr eigenes, ursprüngliches Wesen suchen und wiederfinden.</p>
<p>Es geht darum, im Namen der Hera die eigene Stärke und Selbstverantwortung zu leben und die Kraft der „alten Hera“ einzufordern. Dann müssen Frauen in anderen Frauen nicht mehr eine potentielle Gefahr und Gegnerinnen sehen und können auch Männern die Chance zu eigenverantwortlichem Handeln geben. So wie es <span style="font-size: inherit;">die ursprüngliche Hera viele Jahrtausende tat.</span></p>
<h2>Hera und die Heroen</h2>
<p>Heras heiliges Tier war die <strong>Kuh</strong>. Sie wird auch die „Kuhäugige“ genannt, was ein besonderes Kompliment für ihre <strong>schönen</strong> <strong>Augen</strong> ist. Nur wer von den Brüsten Heras Milch gesaugt hatte, konnte unsterblich werden.</p>
<p>Als Zeus listenreich einen seiner unehelichen Söhne an ihre Brust legt, saugt der Junge gierig und beißt mit aller Kraft zu. Hera erwacht schreiend und stößt den untergeschobenen Säugling von sich. Dabei spritzt die Milch im Hohen Bogen über den Himmel und erzeugt die <strong>Milchstraße</strong>.</p>
<p>Der Knabe wurde dann Herakles, „der, der sich an Hera Ruhm erwarb“​ genannt. Hera wurden auch die „Heroen“​, die der „<strong>Hera geweihten Männer</strong>“ geopfert. In Griechenland des Altertums war der Begriff «Heroe» mit Geist, d.h. mit jemanden, der zur Göttin gegangen ist, synonym.</p>
<p>Oft wird Hera auch als die <strong>Luft</strong> angesehen, die sich zwischen Erde und Äther (dann Zeus) befindet. Bzw. sollen sie beide die Luft sein, Hera die dichtere untere und Zeus die dünnere obere Schicht.</p>
<p>Wenn sie bei Homer die „Weißarmichte“​ genannt wird, dann sind damit wahrscheinlich die Wolken in der lichten reinen Luft gemeint. Zu Heras Attributen zählt der <strong>Granatapfel</strong>, ein Zeichen für die <strong>Fruchtbarkeit</strong>, und das Zepter, welches ein weiteres Zeichen ihrer Königlichkeit darstellt.</p>
<p>Heilig ist ihr auch eine ganze Vogelschar: Ihr sind Gänse, Kuckucke, Dohlen, Strauße Störche und Pfauen gewidmet. Pfaue sollen es übrigens auch sein, welche den Prunkwagen der Göttin ziehen.</p>
<h2>Altersitz auf <a title="Samos" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Samos" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Samos</a></h2>
<p>Gleichgültig, ob es sich nun um die alte oder die olympische Hera handelt. Sie ist die Göttin all jener Frauen, die mit ihr an altes <strong>matriarchales</strong> <strong>Mutterrecht </strong>anknüpfen wollen. Sie lebt und lehrt die ganze – oft widersprüchlich scheinende – <strong>Weiblichkeit</strong> in all ihrer Schönheit, Hingabe, sexuellen Leidenschaft, Sprödheit und Selbstbestimmung.</p>
<p>So seltsam uns die olympische Hera auch anmuten mag, sie lässt sich nichts von ihrem Göttergatten gefallen und macht, obwohl sie die Ehe quasi aus Staatsräson aufrecht erhalten muss, ihr Ding. Auch darin unterstützt sie die Frauen der Jetztzeit.</p>
<p>Manche Legenden erzählen, dass es ihr allerdings irgendwann einmal doch zu anstrengend wurde und sie sich auf ihren Alterssitz auf der Insel Samos zurückgezogen hat. Auch ein schöner Gedanke.</p>
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		<title>Azer-Ava &#8211; Russische Regen-, Himmels- und Waldgöttin</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Dec 2013 20:26:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Himmel]]></category>
		<category><![CDATA[Wasser]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In der Republik Mordwinien (im östlichen Teil der osteuropäischen Tiefebene von Russland gelegen) bringt die Himmelsgöttin Azer-Ava den Regen. Damit ermöglicht sie der Erde fruchtbar zu sein und ihre Früchte zu „gebären&#8220;. Die Regenbringerin In der Republik Mordwinien (im östlichen Teil der osteuropäischen Tiefebene von Russland gelegen) bringt die Himmelsgöttin Azer-Ava den Regen. Damit ermöglicht sie ... <a title="Azer-Ava &#8211; Russische Regen-, Himmels- und Waldgöttin" class="read-more" href="https://artedea.net/azer-ava-russische-regen-himmels-und-waldgottin/" aria-label="Mehr Informationen über Azer-Ava &#8211; Russische Regen-, Himmels- und Waldgöttin">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>In der Republik Mordwinien (im östlichen Teil der osteuropäischen Tiefebene von Russland gelegen) bringt die Himmelsgöttin Azer-Ava den Regen. Damit ermöglicht sie der Erde fruchtbar zu sein und ihre Früchte zu „gebären&#8220;.</p>
<h2 style="text-align: center;"><strong>Die Regenbringerin</strong></h2>
<p>In der Republik <a title="Mordowien" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Mordovia" target="_blank" rel="noopener">Mordwinien </a>(im östlichen Teil der osteuropäischen Tiefebene von Russland gelegen) bringt die Himmelsgöttin Azer-Ava den <strong>Regen</strong>. Damit ermöglicht sie der Erde fruchtbar zu sein und ihre Früchte zu „gebären&#8220;.</p>
<p>Menschen lieben sie wegen ihres heilenden Segens des Regens und vor allem auch weil sie mit ihrem himmlischen Wasser Feuer löschen kann. Sie wird daher die <strong>„Große Meisterin&#8220;</strong> genannt. Als Cuvto-Ava ist sie eine <strong>Baumgöttin</strong> und wird in Gestalt eines Baumes verehrt. Als Vir-Aza-Ava ist sie die <strong>Mutter des Waldes</strong>.</p>
<h2>Die Baumschützerin</h2>
<p>Als diese soll sie jeden einzelnen Baum im Wald beschützen. Sie hilft JägerInnen und beschenkt sie mit ihren speziellen Gaben. Andererseits soll sie Menschen bestrafen, die sinnlos Äste abbrechen oder Bäume fällen.</p>
<p>Als Regen- und Himmelsgöttin ist ihre größte Strafe, keinen Regen mehr zu schicken und das Land zu Dürre zu verdammen. Ihr Schutz breitet sich auf die Gegend rund um Wälder aus und wird daher auch in den waldnahen Bauernhöfen verehrt. Die Verbindung der Regen- und Waldgöttin ist einleuchtend: Wenn das Land trocken ist, bedrohen Gewitter vor allem Bäume und Wälder. Und <strong>Waldbrände</strong> haben verheerende Ausmaße und Folgen. Daher beschützt die Göttin mit ihrem Regen vor allem die Wälder und deren Umgebung.</p><div id="arted-3391726161" class="arted-lammas-2024 arted-entity-placement" style="margin-top: 7px;margin-bottom: 7px;"><a href="https://artedea-shop.net/epages/51e23038-7656-4e03-84cb-d986f24a6aef.sf/de_DE/?ObjectID=1782458" aria-label="heilwurz"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz.jpg" alt=""  srcset="https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz.jpg 800w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz-400x100.jpg 400w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz-768x192.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" width="800" height="200"   /></a></div>
<h2>Die universelle Göttin</h2>
<p>Sie ist auch eine <strong>Gebieterin der Elemente</strong>: Als Varma-Ava ist sie die <strong>Windmutter</strong> und als Tol-Ava die <strong>Göttin des Feuers</strong>. Als Mastor-Ava ist sie die Göttin der <strong>Erde </strong>und aller Wesen, die auf dieser leben. Als <strong>Meeresgöttin</strong> Mor-Ava schickt sie die Fische in die Fischernetze.</p>
<p>Überhaupt tritt die Göttin in den verschiedensten Formen mit unterschiedlichen Namen auf: Neben ihren Schutz von Wäldern und Bäumen ist sie für andere Gebiete der Landschaft und Natur zuständig: Als Norov-Ava ist sie die Göttin des <strong>Getreides</strong>, als Paksa-Ava die Mutter der <strong>Felder</strong> und als Nar-Azer-Ava die Göttin der <strong>Wiesen und Weiden</strong>.</p>
<p>Wenn man von Niski-Ava spricht, dann ist die <strong>Göttin aller Frauen</strong> und des weiblichen Prinzips gemeint, sie wird von Frauen vor allem in der privaten Sphäre ihrer Häuser verehrt. Denn sie beschützt auch diese: Als Jurt-Azer-Ava ist die Göttin des Heims und der Jurten und als Ban-Ava ist die Göttin aller Nebengebäude.</p><div id="arted-2873369693" class="arted-raeucher-ebook arted-entity-placement" style="margin-top: 7px;margin-bottom: 6px;"><a href="https://artedea-shop.net/epages/51e23038-7656-4e03-84cb-d986f24a6aef.sf/de_DE/?ObjectID=5384235" aria-label="xr:d:DACXjiUAi3Y:766,j:1513608975030691014,t:23081215"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023.jpg" alt=""  srcset="https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023.jpg 850w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-800x226.jpg 800w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-400x113.jpg 400w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-768x217.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" width="850" height="240"   /></a></div>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Xatel-Ekwa &#8211; Ungarische Sonnengöttin</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Dec 2013 15:01:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Himmel]]></category>
		<category><![CDATA[Sonne]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Xatel-Ekwa hat drei Rösser, auf denen sie gleichzeitig jeden Tag über den Himmel reitet. Dieses Pferdemotiv finden wir in vielen Mythologien – (Sonnen-)Göttinnen werden oft über den Himmel reitend dargestellt bzw. verwandeln sie sich selbst in ein Pferd. Die Himmelsreiterin Xatel-Ekwa hat drei Rösser, auf denen sie gleichzeitig jeden Tag über den Himmel reitet. Dieses ... <a title="Xatel-Ekwa &#8211; Ungarische Sonnengöttin" class="read-more" href="https://artedea.net/xatel-ekwa-ungarische-sonnengottin/" aria-label="Mehr Informationen über Xatel-Ekwa &#8211; Ungarische Sonnengöttin">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Xatel-Ekwa hat drei Rösser, auf denen sie gleichzeitig jeden Tag über den Himmel reitet. Dieses Pferdemotiv finden wir in vielen Mythologien – (Sonnen-)Göttinnen werden oft über den Himmel reitend dargestellt bzw. verwandeln sie sich selbst in ein Pferd.</p>
<h2 style="text-align: center;"><strong>Die Himmelsreiterin</strong></h2>
<p>Xatel-Ekwa hat <strong>drei Rösser</strong>, auf denen sie gleichzeitig jeden Tag über den Himmel reitet. Dieses Pferdemotiv finden wir in vielen Mythologien – (Sonnen-)Göttinnen werden oft über den Himmel reitend dargestellt bzw. verwandeln sie sich selbst in ein Pferd (vergleiche: <a href="https://artedea.net/aine/">Ainé</a>, <a href="https://artedea.net/baba-yaga/">Baba Yaga</a>, <a href="https://artedea.net/gna-die-gnadige-botschafterin/">Gna</a>, <a href="https://artedea.net/iarila-gluhende-sonne/">Iarila</a>, <a href="https://artedea.net/saule-goldene-strahlkraft/">Saule</a>).</p>
<p>In der ungarischen Sprache sind sowohl Sonne wie auch Mond weiblich. Ist in anderen Kulturen die Sonne mit ihrer Hitze eher auch bedrohlich, so wird Xatel-Ekwa als <strong>gut und wohltätig</strong> anerkannt.</p>
<p>Das zeigt sich z.B. in folgender Geschichte: <a href="https://artedea.net/xoli-kaltes-ungarische-gottin-der-morgenrote/">Xoli-Kaltes</a>, die Tochter der Sonnengöttin, ist die Morgenröte. Sie ist eine heißblütige junge Frau, die ihr Vergnügen daran fand, Männer, die sie begehrten, in ihrer roten Glut zu backen. Als Xatel-Ekwa eines Tages einen solchen „gebackenen Mann&#8220; fand, rettete und heilte diesen.</p>
<p>Sie wird auch deswegen so geschätzt, weil sie die <strong>Dunkelheit vertreibt</strong>. Das macht sie jeden Tag. Und man erhofft von ihr auch, dass sie „dunkle Seelenzustände&#8220; erhellt und heilt (Stichwort: Winterdepression).</p><div id="arted-3391726161" class="arted-lammas-2024 arted-entity-placement" style="margin-top: 7px;margin-bottom: 7px;"><a href="https://artedea-shop.net/epages/51e23038-7656-4e03-84cb-d986f24a6aef.sf/de_DE/?ObjectID=1782458" aria-label="heilwurz"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz.jpg" alt=""  srcset="https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz.jpg 800w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz-400x100.jpg 400w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz-768x192.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" width="800" height="200"   /></a></div>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Sankranti &#8211; Hinduistische Erd- und Sonnengöttin</title>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Dec 2013 16:29:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erde]]></category>
		<category><![CDATA[Frieden]]></category>
		<category><![CDATA[Himmel]]></category>
		<category><![CDATA[Sonne]]></category>
		<category><![CDATA[Erdgöttinnen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Göttin Sankranti ist vor allem durch ihr großes Fest – Makara Sankranti – bekannt, das mit verschiedenen Namen in den vielen Gegenden des indischen Subkontinentes auf unterschiedliche Weise Mitte Januar gefeiert wird. Die erwachende Erdgöttin Die Göttin Sankranti ist vor allem durch ihr großes Fest – Makara Sankranti – bekannt, das mit verschiedenen Namen ... <a title="Sankranti &#8211; Hinduistische Erd- und Sonnengöttin" class="read-more" href="https://artedea.net/sankranti-hinduistische-erd-und-sonnengottin/" aria-label="Mehr Informationen über Sankranti &#8211; Hinduistische Erd- und Sonnengöttin">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Göttin Sankranti ist vor allem durch ihr großes Fest – Makara Sankranti – bekannt, das mit verschiedenen Namen in den vielen Gegenden des indischen Subkontinentes auf unterschiedliche Weise Mitte Januar gefeiert wird.</p>
<h2 style="text-align: center;"><strong>Die erwachende Erdgöttin</strong></h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-2888 alignleft" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2018/10/sankrati_600_web.jpg" alt="sankrati_600_web" width="387" height="773" srcset="https://artedea.net/wp-content/uploads/2018/10/sankrati_600_web.jpg 600w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2018/10/sankrati_600_web-400x799.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 387px) 100vw, 387px" />Die Göttin Sankranti ist vor allem durch ihr großes Fest – <a title="Makar_Sankranti" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Makar_Sankranti" target="_blank" rel="noopener">Makara Sankranti </a>– bekannt, das mit verschiedenen Namen in den vielen Gegenden des indischen Subkontinentes auf unterschiedliche Weise Mitte Januar gefeiert wird.</p>
<p>Besonders in tamilischen Regionen wird das Fest mit großer Pracht gefeiert, es heißt dort „Pongal&#8220;. Es wird hier dabei freudig die <strong>Sonnenwende</strong> zelebriert, die nach alter <a title="Hinduismus" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hinduismus" target="_blank" rel="noopener">Hindu</a>-Tradition einen Segen bringenden Zeitabschnitt kennzeichnet. Der Tag des Festes, der <strong>14. Januar</strong> mag für ein Fest zur Sonnenwende seltsam erscheinen, aber hinduistischen Feste werden seit Jahrhunderten am gleichen Datum gefeiert und haben daher die Zeitumstellung auf den <a title="Gregorianischer_Kalender" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gregorianischer_Kalender" target="_blank" rel="noopener">Gregorianischen Kalender </a>nicht mitgemacht. Makara Sankranti ist einer der seltenen indischen Feiertage, die immer auf den gleichen Tag fallen, da es ein Sonnenfest ist und alle anderen Feste sich nach den Mondzyklen reichten und daher bewegliche Daten haben. Sankranti wird dabei als <strong>Göttin der Sonnenwende</strong> gefeiert.</p>
<p>Als <strong>Erdgöttin</strong> erwacht sie nach Monaten, in denen sie tief und fest geschlafen hat, endlich wieder und <strong>streckt sich der Sonne entgegen</strong>, die von nun an jeden Tag früher aufgeht und Licht und Wärme bringt.</p>
<h3>Der überkochende Reis</h3>
<p>An diesem Tag erinnern sich die Menschen daran, dass die Göttin, die auch als <strong>Himmels- und Sonnengöttin</strong> angesehen wird, einst vom Himmel als eine Kugel herabgekommen ist und einen Dämonen namens Sankarasur getötet haben soll. Vermutlich ist dieser „Dämon&#8220; der Winter und die Kälte.</p><div id="arted-3391726161" class="arted-lammas-2024 arted-entity-placement" style="margin-top: 7px;margin-bottom: 7px;"><a href="https://artedea-shop.net/epages/51e23038-7656-4e03-84cb-d986f24a6aef.sf/de_DE/?ObjectID=1782458" aria-label="heilwurz"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz.jpg" alt=""  srcset="https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz.jpg 800w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz-400x100.jpg 400w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz-768x192.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" width="800" height="200"   /></a></div>
<p>Mit ihrem Erwachen bringt sie die<strong> Fülle, die Liebe, die Lebenslust</strong> wieder. Dementsprechend freudig wird das Fest ihr zu Ehren gefeiert. Die Häuser werden vom Winter gereinigt und festlich geschmückt, alle kleiden sich in neue Gewänder. Die Frauen zeichnen kunstvolle und komplizierte Symbole aus farbigem Reis und Mehl (Kilars oder Kolam) auf den Boden vor ihren Haustüren. In den Höfen der Häuser wird in einem <strong>Topf süßer Reis</strong> gekocht. Dieser muss unbedingt zum Überkochen gebracht werden, denn das soll <strong>Nahrung</strong> und <strong>Überfluss</strong> für das ganze kommende Jahr garantieren.</p>
<h3>Süße Friedensgeschenke</h3>
<p>Zu diesem Zeitpunkt im Jahr ist in vielen Gebieten Indiens die Ernte von <strong>Zuckerrohr</strong> im Gange. Daher wird von den Frauen  jedem Haus die Til-gud vorbereitet – Süßigkeiten aus dem Zucker des frischen Zuckerrohres, vermischt mit Sesamkörnern. Dies wird an NachbarInnen und FreundInnen verschenkt. Dazu wird folgender Spruch gesagt: <em>&#8222;Til-gud ghya, god god bola&#8220;</em> – <em>&#8222;Nimm dieses süße Til und sprich süße Worte&#8220;</em>.</p>
<p>Wichtig ist es, allen im Umkreis davon zu geben und alle etwaigen Feindschaften damit zu beenden. Dieser <strong>Versöhnungsaspekt</strong> unterstreicht die Bedeutsamkeit von Festen nicht nur für die Markierung des <strong>zyklischen Wandels</strong> in der Natur, sondern auch für die <strong>spirituelle Entwicklung</strong> von Mensch und Gesellschaft. Damit ist Sankranti auch eine Friedensgöttin. Für viele Hindus steht die Göttin Sankranti und ihr Fest für einen <strong>Neubeginn</strong>.</p><div id="arted-2873369693" class="arted-raeucher-ebook arted-entity-placement" style="margin-top: 7px;margin-bottom: 6px;"><a href="https://artedea-shop.net/epages/51e23038-7656-4e03-84cb-d986f24a6aef.sf/de_DE/?ObjectID=5384235" aria-label="xr:d:DACXjiUAi3Y:766,j:1513608975030691014,t:23081215"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023.jpg" alt=""  srcset="https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023.jpg 850w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-800x226.jpg 800w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-400x113.jpg 400w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-768x217.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" width="850" height="240"   /></a></div>
<p>Um die warme Jahreszeit zu begrüßen werden <strong>Papierdrachen</strong> in den Himmel geschickt, um damit die Sonne begrüßen. Damit sollen auch die Probleme und alles, was das Leben schwer macht, so leicht  wie der Wind werden. Im Bundesstaat Westbengalen tauchen zigtausende Gläubige zu einer astrologisch genau bestimmten Minute betend in ein <strong>heiliges Wasser</strong> ein. Der mythologische Hintergrund ist die Geschichte des Bhagiratha, der einst die Göttin <a title="ganga" href="https://artedea.net/goettinnen-lexikon/2008/11/04/ganga-heiliger-fluss/">Ganga</a>, wie Hindus den Fluss Ganges nennen, vom Himalaya auf die Erde gebracht haben soll, damit die ausgetrocknete Erde wieder fruchtbar und ertragreich werde.</p>
<p>Und so versprechen sich viele von dieser heiligen Handlung <strong>Fruchtbarkeit und Fülle</strong>. In der Region Punjab ist im Januar die kälteste Zeit des Jahres und unter fröhlichem Singen versammeln sich Familien und Freunde um ein Freudenfeuer, werfen Reis und Süßigkeiten in die Flammen. Gleichzeitig mit Sankranti wird vielenorts auch die Göttin der Weisheit <a title="sarasvati" href="https://artedea.net/goettinnen-lexikon/2008/11/04/sarasvati/">Sarasvati </a>geehrt.</p>
<p>Viele dieser Bräuche lassen sich auch auf unsere Feste – vielleicht zur Wintersonnenwende – übertragen. Es muss nicht unbedingt ein Papierflieger sein, ein Stücken Papier mit allem Schweren und Sorgenvollen in den Wind geworfen, ein <strong>wohltuendendes rituelles Bad</strong> für Fruchtbarkeit und Fülle, ein überraschendes süßes Geschenk, um einen ersten Schritt zu einem versöhnlichen, friedlichen Miteinander zu machen – das sind Möglichkeiten, um die Göttin Sankranti zu feiern und sich darüber zu erfreuen, dass die alte Erde sich bereit macht wieder zu erwachen und den Frühling zu bringen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="arted-1302849462" class="arted-nach-dem-inhalt-2 arted-entity-placement" style="margin-top: 7px;margin-bottom: 7px;"><a href="https://artedea-shop.net/epages/51e23038-7656-4e03-84cb-d986f24a6aef.sf/de_DE/?ObjectID=1782446" aria-label="lammas banner2022-schmal"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/07/lammas-banner2022-schmal.jpg" alt=""  srcset="https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/07/lammas-banner2022-schmal.jpg 1026w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/07/lammas-banner2022-schmal-800x222.jpg 800w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/07/lammas-banner2022-schmal-1024x284.jpg 1024w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/07/lammas-banner2022-schmal-400x111.jpg 400w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/07/lammas-banner2022-schmal-768x213.jpg 768w" sizes="(max-width: 1026px) 100vw, 1026px" width="1026" height="285"   /></a></div><div id="arted-246171106" class="arted-nach-dem-inhalt-4 arted-entity-placement" style="margin-top: 7px;margin-bottom: 6px;"><a href="https://artedea-shop.net/epages/51e23038-7656-4e03-84cb-d986f24a6aef.sf/de_DE/?ObjectID=5384235" aria-label="xr:d:DACXjiUAi3Y:766,j:1513608975030691014,t:23081215"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023.jpg" alt=""  srcset="https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023.jpg 850w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-800x226.jpg 800w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-400x113.jpg 400w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-768x217.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" width="850" height="240"   /></a></div><div id="arted-2240875153" class="arted-nach-dem-inhalt-6 arted-entity-placement" style="margin-top: 7px;margin-bottom: 7px;"><a href="https://artedea-shop.net/epages/51e23038-7656-4e03-84cb-d986f24a6aef.sf/de_DE/?ObjectID=1782458" aria-label="heilwurz"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz.jpg" alt=""  srcset="https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz.jpg 800w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz-400x100.jpg 400w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz-768x192.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" width="800" height="200"   /></a></div><p>Der Beitrag <a href="https://artedea.net/sankranti-hinduistische-erd-und-sonnengottin/">Sankranti &#8211; Hinduistische Erd- und Sonnengöttin</a> erschien zuerst auf <a href="https://artedea.net">artedea</a>.</p>
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		<title>Athirat &#8211; Ugaritische Meeres- und Himmelsgöttin</title>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 Nov 2013 13:12:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Himmel]]></category>
		<category><![CDATA[Meer]]></category>
		<category><![CDATA[Schlangen]]></category>
		<category><![CDATA[Weisheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sie ist die „Gebieterin der See&#8220; einerseits. Andererseits ist Athirat nach einem anderen ugaritischen Text auch die „Königin des hohen Himmels&#8220; und gleicht darin Astarte.  Gebieterin der See 1929 wurden die sogenannten Ras-Shamra-Texten entdeckt, in denen diese Göttin als „rbt. aṭrt. Ym&#8220; (übersetzt: Athirat bzw. Atiratu) erwähnt wird. Sie ist die „Gebieterin der See&#8220; einerseits. ... <a title="Athirat &#8211; Ugaritische Meeres- und Himmelsgöttin" class="read-more" href="https://artedea.net/athirat-ugaritische-meeres-und-himmelsgottin/" aria-label="Mehr Informationen über Athirat &#8211; Ugaritische Meeres- und Himmelsgöttin">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Sie ist die „Gebieterin der See&#8220; einerseits. Andererseits ist Athirat nach einem anderen ugaritischen Text auch die „Königin des hohen Himmels&#8220; und gleicht darin <a href="https://artedea.net/astarte-d1/">Astarte</a>.</p>
<h2 style="text-align: center;"><strong> Gebieterin der See</strong></h2>
<p>1929 wurden die sogenannten Ras-Shamra-Texten entdeckt, in denen diese Göttin als „rbt. aṭrt. Ym&#8220; (übersetzt: Athirat bzw. Atiratu) erwähnt wird.</p>
<p>Sie ist die<strong> „Gebieterin der See&#8220;</strong> einerseits. Andererseits ist Athirat nach einem anderen ugaritischen Text auch die <strong>„Königin des hohen Himmels&#8220;</strong> und gleicht darin <a href="https://artedea.net/astarte-d1/">Astarte</a>. Athirat trug auch den Beinamen „qnyt ilm&#8220; („Erzeugerin der Gottheiten&#8220;, „Mutter der Gottheiten&#8220; oder auch „Gebieterin der Gottheiten&#8220;). Umgekehrt wurden die Gottheiten „šbʾn bn. aṭrt&#8220; genannt &#8211; &#8222;die 70 Söhne der Athirat&#8220;. Wobei nicht klar ist, ob das „Söhne&#8220; ein Übersetzungsfehler ist und eher mit Kindern zu übersetzen ist, denn es waren offenbar auch Töchter darunter, wie die Himmelsgöttin <a href="https://artedea.net/anath/">Anath</a> und Marah, eine wohlwollende Meeresgöttin.</p>
<p>Zu ihren Kindern zählen auch Ba&#8217;al, Mot, Šahar, Šalim und Athtar. Darüber hinaus wird ihr auch eine sehr berühmte Tochter zugeschrieben: Die sagenhafte Königin <strong>Semiramis</strong>. In anderen Quellen wurde Semiramis allerding von der Göttin <a title="derketo" href="https://artedea.net/derketo-kanaaitisch-syrische-wassergottin/">Derketo </a>geboren. Athirat soll eine sehr beschützende und freundliche Mutter für alle ihrer Kindern gewesen sein.</p>
<h3>Gepriesen wegen ihrer Weisheit</h3>
<p>In <a title="Ugarit" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ugarit" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ugarit, </a> einem kanaanäischer Stadtstaat, gilt der Schöpfergott El als Mann bzw. Bruder der Athirat. Sie wird auch ilt (Elat), also einfach &#8222;Göttin&#8220; genannt. Ihr Diener war Qadeš wa-Amrur, der die Bezeichnung <strong>„Fischer der Gebieterin des Meeres Athirat&#8220;</strong> trägt.</p><div id="arted-3391726161" class="arted-lammas-2024 arted-entity-placement" style="margin-top: 7px;margin-bottom: 7px;"><a href="https://artedea-shop.net/epages/51e23038-7656-4e03-84cb-d986f24a6aef.sf/de_DE/?ObjectID=1782458" aria-label="heilwurz"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz.jpg" alt=""  srcset="https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz.jpg 800w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz-400x100.jpg 400w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz-768x192.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" width="800" height="200"   /></a></div>
<p>Berühmt war sie vor allem wegen ihrer <strong>großen Weisheit</strong>, mit der sie ihren Göttergatten stark beeinflusst haben soll. Daher wird sie auch als <strong>„Gebieterin der Weisheit&#8220;</strong> genannt. Gleichgesetzt wird sie auch mit Aštoreth (= <a href="https://artedea.net/ischtar-mutter-des-wiederwerdens/">Ischtar</a> bzw. <a href="https://artedea.net/astarte-d1/">Astarte</a>). Auch die biblische <a href="https://artedea.net/ascherah/">Aschera</a> wird auf Athirat zurückgeführt. In der ugaritischen Götterliste und in altbabylonischen Texten wird die Göttin <a title="asratum" href="https://artedea.net/asratum-babylonische-gottin-der-sexuellen-erfullung/">Ašratum </a>mit Athirat gleichgesetzt.</p>
<p>Athirat wird auch in Zusammenhang mit dem <strong>Baum des Lebens</strong> genannt. Der Deckel einer berühmten Elfenbein-Schatulle, die aus Ugarit stammt und ungefähr 1300 v.u.Z. hergestellt wurde, zeigt sie, wie sie einen Baum verkörpert. Dabei trägt sie ein Gewand, das sehr detailgetreu dargestellt wird und wertvollen Schmuck. Auch ihr Haar ist geschmückt, sie lächelt und hält in ihrer Hand eine Weizengarbe, die sie einem Ziegenpaar reicht.</p>
<h3>Beschützerin der Seeleute</h3>
<p>Als <strong>Meeresgöttin</strong> soll sie an der Küste leben. Ihre Söhne werden die Messer bzw. Beile der Meere genannt. Sie wird speziell von Seeleuten verehrt, die sie beschützt.</p><div id="arted-2873369693" class="arted-raeucher-ebook arted-entity-placement" style="margin-top: 7px;margin-bottom: 6px;"><a href="https://artedea-shop.net/epages/51e23038-7656-4e03-84cb-d986f24a6aef.sf/de_DE/?ObjectID=5384235" aria-label="xr:d:DACXjiUAi3Y:766,j:1513608975030691014,t:23081215"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023.jpg" alt=""  srcset="https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023.jpg 850w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-800x226.jpg 800w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-400x113.jpg 400w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-768x217.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" width="850" height="240"   /></a></div>
<p>Oft wird Athirat als nackte Göttin dargestellt mit gelockten Haaren, die ihre Brüste in ihren Händen hält.</p>
<p>Wie <a href="https://artedea.net/ashtart-beschutzerin-der-liebesbeziehungen/">Ashtart</a> wird sie mit der <strong>Löwin</strong> verbunden.  Eine ihrer tierischen Begleiterinnen ist auch die <strong>Schlange</strong>.</p>
<p>Ihr anderer Name ist „Chawat&#8220;, im Hebräischen: Hawah&#8220;, auf Deusch: <a href="https://artedea.net/eva-die-mythische-urmutter-der-menschheit/">Eva</a>. Daher ist sie möglicherweise die Ahnin der <strong>biblischen <a href="https://artedea.net/eva-die-mythische-urmutter-der-menschheit/">Eva</a></strong>. Wie auch die spätere kathargische Göttin <a href="https://artedea.net/tanit-frohliche-muttergottin/">Tanit</a>, wird sie auch <strong>&#8222;Schlangengöttin&#8220;</strong> genannt.</p>
<p>Sie wird auch immer wieder mit einer Palme oder einem Stab gezeigt, um den sich eine Schlange windet.</p>
<p><strong><em>auch: Atiratu</em></strong></p>
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<div id="arted-1302849462" class="arted-nach-dem-inhalt-2 arted-entity-placement" style="margin-top: 7px;margin-bottom: 7px;"><a href="https://artedea-shop.net/epages/51e23038-7656-4e03-84cb-d986f24a6aef.sf/de_DE/?ObjectID=1782446" aria-label="lammas banner2022-schmal"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/07/lammas-banner2022-schmal.jpg" alt=""  srcset="https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/07/lammas-banner2022-schmal.jpg 1026w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/07/lammas-banner2022-schmal-800x222.jpg 800w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/07/lammas-banner2022-schmal-1024x284.jpg 1024w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/07/lammas-banner2022-schmal-400x111.jpg 400w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/07/lammas-banner2022-schmal-768x213.jpg 768w" sizes="(max-width: 1026px) 100vw, 1026px" width="1026" height="285"   /></a></div><div id="arted-246171106" class="arted-nach-dem-inhalt-4 arted-entity-placement" style="margin-top: 7px;margin-bottom: 6px;"><a href="https://artedea-shop.net/epages/51e23038-7656-4e03-84cb-d986f24a6aef.sf/de_DE/?ObjectID=5384235" aria-label="xr:d:DACXjiUAi3Y:766,j:1513608975030691014,t:23081215"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023.jpg" alt=""  srcset="https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023.jpg 850w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-800x226.jpg 800w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-400x113.jpg 400w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-768x217.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" width="850" height="240"   /></a></div><div id="arted-2240875153" class="arted-nach-dem-inhalt-6 arted-entity-placement" style="margin-top: 7px;margin-bottom: 7px;"><a href="https://artedea-shop.net/epages/51e23038-7656-4e03-84cb-d986f24a6aef.sf/de_DE/?ObjectID=1782458" aria-label="heilwurz"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz.jpg" alt=""  srcset="https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz.jpg 800w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz-400x100.jpg 400w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz-768x192.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" width="800" height="200"   /></a></div><p>Der Beitrag <a href="https://artedea.net/athirat-ugaritische-meeres-und-himmelsgottin/">Athirat &#8211; Ugaritische Meeres- und Himmelsgöttin</a> erschien zuerst auf <a href="https://artedea.net">artedea</a>.</p>
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		<title>Maria &#8211; Christliche Himmelsmutter, allumfassende Muttergöttin</title>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Dec 2012 13:30:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Himmel]]></category>
		<category><![CDATA[Muttergöttin]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Maria gilt als Verschmelzung älterer Göttinnen aus verschiedenen Kulturkreisen, da es eine allgemein gültige mythische Tradition gibt: Ein Volk gibt seinen Glauben an die eigenen Göttinnen nie auf. Daher verbirgt die christliche Maria unglaublich viele der alten Göttinnen, die rund um den Erdball in unterschiedlichsten Epochen verehrt wurden, quasi „unter ihrem Rock“. In der Figur der Madonna werden sie allesamt ... <a title="Maria &#8211; Christliche Himmelsmutter, allumfassende Muttergöttin" class="read-more" href="https://artedea.net/maria-madonna-muttergottin/" aria-label="Mehr Informationen über Maria &#8211; Christliche Himmelsmutter, allumfassende Muttergöttin">Weiterlesen ...</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://artedea.net/maria-madonna-muttergottin/">Maria &#8211; Christliche Himmelsmutter, allumfassende Muttergöttin</a> erschien zuerst auf <a href="https://artedea.net">artedea</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Maria gilt als <strong>Verschmelzung</strong> <strong>älterer Göttinnen </strong>aus verschiedenen Kulturkreisen, da es eine allgemein gültige <strong>mythische Tradition</strong> gibt: Ein Volk gibt seinen Glauben an die eigenen Göttinnen nie auf. Daher verbirgt die christliche Maria unglaublich viele der alten Göttinnen, die rund um den Erdball in unterschiedlichsten Epochen verehrt wurden, quasi „unter ihrem Rock“. In der Figur der Madonna werden sie allesamt ungebrochen weiter verehrt.</p>
<h2 align="LEFT"><strong>Die biblische Göttin</strong></h2>
<p align="LEFT"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Trebuchet MS, Lucida Grande, arial, helvetica, sans-serif;"><span style="font-size: xx-small;"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-5125" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2012/12/Maria2.jpg" alt="Maria - artedea Göttinnen" width="218" height="661" /></span></span></span>Kurz zur Erinnerung die überlieferte Geschichte der Maria, Mutter Gottes: Sie war die Tochter der <a href="https://artedea.net/anna-die-ahnin/"><strong>Anna </strong></a>und des Joachims. Dies steht zwar nicht in der Bibel, ist aber durch viele Mythen und dem sogenannten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Protoevangelium_des_Jakobus"><strong>Protevangelium des Jakobus</strong></a> festgehalten, das allerdings nicht in die Evangelien eingegangen ist. Das Paar war 20 Jahre lang kinderlos bis es – einem Wunder gleich – eine Tochter bekam. Und das, nachdem es ein Engel verkündigt hatte und vor allem durch eine<strong> <span style="color: #222222;">„</span>unbefleckte Geburt”</strong>. Was nicht mit der <strong><span style="color: #222222;">„</span>Jungferngeburt”</strong> zu verwechseln ist, mit der sie später ihrem Sohn Jesus das Leben schenkte. Gemeint ist damit, dass sie schon im allerersten Augenblick ihres Lebens bei ihrer Zeugung durch göttliche Gnade von der Erbsünde befreit worden ist und fortan ohne jegliche Befleckung leben konnte – Grundvoraussetzung dafür, dass sie die „Muttergottes” werden konnte. Mehr zu diesem kirchlichen Dogma und den Auseinandersetzung um dieses ist ausführlich bei Anna beschrieben.</p>
<p>Als Maria nun herangewachsen war, hatte sie einen Verlobten, den Zimmermann Joseph. Der Engel Gabriel verkündet die Geburt Jesu, dessen Vater Gott Kyrios sein würde. Auch dem geprellten Bräutigam Joseph erscheint Gabriel, der dadurch seine Enttäuschung überwindet (Matthäus 1,18-24) und fortan mit ihr in ungeschlechtlicher „Josephsehe” zusammenlebt. Allerdings werden auch Geschwister Jesu erwähnt (Markus 3,31ff.). Auf dem Weg nach Jerusalem, wohin Maria und Joseph sich anlässlich einer Volkszählung einzufinden hatten, kam Maria nach der Weihnachtslegende in Bethlehem in einem Stall mit dem Jesuskind nieder, wo die Weisen aus dem Morgenland das Kind anbeteten und beschenkten (Mt 2,1-13). Später emigrierte die Heilige Familie für einige Zeit nach Ägypten, um dem Kindermord des Herodes zu entgehen, und kehrte nach dessen Ende nach Nazareth zurück (Mt 2,13-15). Weitere Erwähnung findet Maria noch bei der Hochzeit zu Kana sowie bei der Kreuzigung Jesu, ein letztes Mal wird von Maria anlässlich Jesu Himmelfahrt berichtet.</p>
<h2>Unzählige alte Göttinnen <span style="color: #222222;">„</span>unter ihrem Rock”</h2>
<p>Viele <strong>Symbole und Attribute</strong> der Maria, wie wir sie auf allen Darstellungen in den Kirchen finden – Mondsichel, Schlangen, Drachen, Sternenkranz und Sternenmantel, ein Kindlein am Arm, blaues Gewand, Spindel, Nuss, Apfel – deuten auf unterschiedliche <strong>alte Göttinnen.</strong></p>
<p>So erinnert Maria an die viel ältere ägyptische Göttin <strong><a href="https://artedea.net/isis-inbegriff-des-seins/">Isis </a></strong>mit dem Knaben Horus. Die Entwicklung des Madonnenkultes stützte sich in weiten Zügen auf die Form der Isis-Verehrung. Maria ist die römische <strong><a href="https://artedea.net/juno-umfassende-frauen-gottin/">Juno</a></strong>, deren dreilappige Lilie als Symbol der <strong>parthenogenetischen Kraft</strong> gilt und für die christliche Jungfrau Maria übernommen wurde. Maria hat Wurzeln in der sternenumkränzten syrische <a href="https://artedea.net/astarte-d1/"><strong>Astarte</strong></a>, bei deren Fest am 25. Dezember die Wiedergeburt des Sonnengottes durch die Himmelskönigin gefeiert wurde. Mit der griechischen <a href="https://artedea.net/hekate/"><strong>Hekate </strong></a>hat Maria die Darstellungen mit einem Frosch gemeinsam. Maria übernahm den Tempel der vielbrüstigen <a href="https://artedea.net/artemis/"><strong>Artemis </strong></a>von Ephesos und jenen der <strong><a href="https://artedea.net/isis-inbegriff-des-seins/">Isis </a></strong>in Philae. In Maria vereinen sich die keltische <a href="https://artedea.net/brigid/"><strong>Brigid</strong></a>, die germanische <a href="https://artedea.net/freya-germanisch-nordisch-skandinavische-goettermutter-ok/"><strong>Freya</strong></a>, die babylonische <a href="https://artedea.net/ischtar-mutter-des-wiederwerdens/"><strong>Ischtar</strong></a>, die baltische Himmels- und Sonnengöttin <a href="https://artedea.net/saule-goldene-strahlkraft/"><strong>Saule</strong></a>, die gallische <a href="https://artedea.net/rigani/"><strong>Rigani</strong></a>, die skandinavische <a href="https://artedea.net/man/"><strong>Man</strong></a>, die hurritische <a href="https://artedea.net/hebat-konigin-des-himmels/"><strong>Hebat</strong></a>, die griechische Kybele, die zypriotische <a href="https://artedea.net/aphrodite-d1/"><strong>Aphrodite</strong></a>. Die alten Candomblé-Göttinnen <a href="https://artedea.net/oshun/"><strong>Oshun </strong></a>und <a href="https://artedea.net/yemaja-mutter-ozean/"><strong>Yemaja</strong></a> werden nach den missioniarischen Bemühungen der Christen mit der Jungfrau Maria gleichgesetzt. Diese Aufzählung alter Göttinnen, die schon lange vor Maria verehrt wurden, ist beliebig fortsetzbar.</p><div id="arted-3391726161" class="arted-lammas-2024 arted-entity-placement" style="margin-top: 7px;margin-bottom: 7px;"><a href="https://artedea-shop.net/epages/51e23038-7656-4e03-84cb-d986f24a6aef.sf/de_DE/?ObjectID=1782458" aria-label="heilwurz"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz.jpg" alt=""  srcset="https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz.jpg 800w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz-400x100.jpg 400w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz-768x192.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" width="800" height="200"   /></a></div>
<p>Wie der Name schon verrät, war Maria das Große Gewässer („mare“), das Heilige Meer, der Heilige See, aus ihrem „Fruchtwasser“ ging alles Leben hervor – eine Göttin des Meeres und aller Leben spendenden Gewässer, die seit ältesten Zeiten u.a. auch unter den Namen <a href="https://artedea.net/aphrodite-d1/"><strong>Aphrodite</strong></a>&#8211;<strong><a href="https://artedea.net/mari-baskische-muttergottin/">Mari</a></strong>, Stella Maris, <a href="https://artedea.net/maya-die-weltenweberin/">Maya</a>, Mariam, Marah verehrt wurde.</p>
<h2 align="LEFT">Kein Glaube ohne weiblichen Aspekt</h2>
<p align="LEFT">Im ursprünglich rein patriarchal strukturierten Christentum erkannte man recht bald, dass sich die Menschen <strong>ohne einen weiblichen Aspekt</strong> in ihrem Glauben schwer tun werden, was die Attraktivität dieser neuen Religion sehr gemindert hätte. So wurde die Gestalt der Maria quasi als PR-Maßnahme erfunden bzw. wiederentdeckt, wobei die religiöse Bedeutung Marias in den einzelnen Konfessionen unterschiedlich ist.</p>
<p align="LEFT">Die Marienverehrung in der katholischen Kirche hat ihre Wurzeln zu Beginn des 5. Jahrhunderts. Bevor das Christentum im 4. Jahrhundert politisch instrumentalisiert wurde und zur Staatsreligion geriet, war Maria – entsprechend der Rolle der Frau im Römischen Reich – kaum Gegenstand besonderer Verehrung. Erst als es galt, die Untertanen der Kaiser „auf Teufel komm raus” christlich zu machen, denen ja nun alle anderen Kulte bei Todesstrafe verboten waren, wurde es notwendig, sich in gewisser Weise auch den religiösen Vorstellungen jener anzupassen, die nach wie vor an dominanten weiblichen Gottheiten orientiert waren und von ihren Muttergöttinnen (Kybele, <strong><a href="https://artedea.net/isis-inbegriff-des-seins/">Isis, </a><a href="https://artedea.net/artemis/">Artemis</a> </strong>usw.) nicht lassen wollten. Hier musste für passenden „Ersatz” gesorgt werden, der den „Heiden” halbwegs vertraut und mit dem Christentum einigermaßen kompatibel war.</p><div id="arted-2873369693" class="arted-raeucher-ebook arted-entity-placement" style="margin-top: 7px;margin-bottom: 6px;"><a href="https://artedea-shop.net/epages/51e23038-7656-4e03-84cb-d986f24a6aef.sf/de_DE/?ObjectID=5384235" aria-label="xr:d:DACXjiUAi3Y:766,j:1513608975030691014,t:23081215"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023.jpg" alt=""  srcset="https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023.jpg 850w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-800x226.jpg 800w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-400x113.jpg 400w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-768x217.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" width="850" height="240"   /></a></div>
<h2 align="LEFT">Gottesgebärerin oder Christusgebärerin?</h2>
<p align="LEFT">Für diesen „Spagat” hatte schließlich – vom Osten des Reiches ausgehend – die legendäre Mutter Jesu, Mirjam oder Maria, herzuhalten. Wesentlich erschwert wurde die Sache durch die heftigen<strong> Rivalitäts- und Machtkämpfe</strong> der höchsten Kirchenfürsten um die wahre Auslegung der Heiligen Schrift, in denen besonders die Patriarchen von Konstantinopel und Alexandria, Antiochia und Rom aneinander gerieten.<br />
Große Kontroversen gab es, ob Maria als Gottesmutter bzw. Gottesgebärerin oder nur als Christusgebärerin angesehen werden konnte. Vor allem Bischof Nestorius lehrte, Maria habe nur den Menschen Jesus geboren und nicht Gottes Sohn.<br />
Damit nahm er die gegenteilige Position von Cyrill, dem Patriarchen von Alexandrien ein. Die Übersetzung den verhältnismäßig neutralen griechischen Begriffes „theotókos“ als „Gottesmutter“ galt deshalb als unpassend, weil damit Maria eindeutig in die Nähe <strong>heidnischer Göttinnen</strong> rückt, was die Formulierung „Gebärerin“ ausdrücklich vermeiden wollte. Die Widersacher gerieten so heftig aneinander, dass sie sich nicht nur gegenseitig „exkommunizierten”, sondern in ihrem Streit die ideologische Basis des spätantiken Römischen Reiches und damit die Einheit des Staates gefährdeten.</p>
<p align="LEFT">431 n.u.Z. fand schließlich zur Beilegung dieser Frage das von Kaiser Theodosius II. einberufene <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Konzil_von_Ephesos" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Konzil von Ephesos</a> statt, bei dem der Streit vollends eskalierte. Diese Veranstaltung wurde justament im ehemaligen Zentrum des Kultes der kleinasiatischen Großen Muttergöttin <strong><a href="https://artedea.net/artemis/">Artemis</a></strong>, in Ephesos, der Hauptstadt der Provinz Asia ausgetragen, wo die Christengemeinde schon seit einiger Zeit ganze Arbeit geleistet, das Artemision, den prachtvollen Tempel der <strong><a href="https://artedea.net/artemis/">Artemis</a></strong>, dem Erdboden gleichgemacht und das Museion, die Hohe Schule der Antiken Großstadt, zur ersten Marien-Kirche der Welt umfunktioniert hatte.</p>
<p align="LEFT">Nach monatelangen Kämpfen von rund 200 Bischöfen in Konzil und Gegenkonzil und dem Einsatz riesiger Bestechungssummen setzte sich die <strong>Gottes-Gebärerin-Fraktion</strong> Cyrills durch, was zur Abspaltung der Nestorianischen Kirche führte. Das bis heute gültige <strong>Dogma</strong> verkündete, Maria sei tatsächlich „Theotokos” (=Gottes-Gebärerin) gewesen.</p>
<h2 align="LEFT">Haben Frauen überhaupt eine Seele?</h2>
<p align="LEFT">Das hinderte christliche Würdenträger allerdings nicht daran, Maria immer wieder zu vermenschlichen und herabzusetzen. Sie sei einer Verehrung und Anbetung nicht würdig. All dies ist natürlich kein Wunder in einem Regime in dem ernsthaft überlegt wurde, ob Frauen überhaupt eine Seele haben – eine Frage, die noch Martin Luther im 15. Jahrhundert beschäftigte. So ordnete z.B. Epiphanius, Bischof von Konstantia (Salamis) auf Zypern an: <em>„Lasst den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist anbeten, aber lasst niemand Maria anbeten.“ </em></p>
<p align="LEFT">Natürlich hat auch er „vergessen“, dass es sich beim Heiligen Geist auch um eine Muttergöttin, nämlich <a href="https://artedea.net/sophia-alttestamentarische-goettin-der-weisheit/"><strong>Sophia </strong></a>handelt.</p>
<p align="LEFT">Papst Anastasius (im Amt von 911-913) sagte: <em>„Lasst niemanden Maria die Mutter Gottes nennen, denn Maria war nur eine Frau, und es ist unmöglich, dass Gott von einer Frau geboren wurde“.</em><br />
Die Mitglieder einer Sekte, die sich Marianiten nannten, behaupteten, dass Maria die <strong>wahre Eigenschaft der Göttlichkeit</strong> besäße. Sie wurden deshalb von der Kirche bis ins 5. Jahrhundert hinein als Ketzer verfolgt.<br />
Einige christliche Kirchenväter versuchten, dem Dilemma dadurch zu entkommen, dass sie sogar Marias Mutterschaft angriffen, um zu beweisen, dass sie weder göttlich noch wirklich mütterlich gewesen sei. Sie behaupteten, dass Jesus nicht auf gewöhnlichem Wege geboren worden sei, sondern sich plötzlich vor Maria materialisiert hätte. Allein die Vorstellung, dass ein christlicher Gott irgendwie mit den <strong>Genitalien einer Frau</strong> in Berührung gekommen sein konnte, und sei es auch nur durch diesen „perversen Akt einer Geburt“ war offenbar unerträglich.<br />
Und Papst Nikolaus III. befahl dem Mönch Jean d’Olive, eigenhändig ein Traktat zu verbrennen, das er als Lobpreisung Marias geschrieben hatte, weil es eine übermäßige Verehrung für sie ausdrückte.</p>
<h2 align="LEFT">Christliche Patriarchen plagen sich mit dem Marienkult herum</h2>
<p>All dies konnte jedoch den <strong>„Siegeszug“</strong> der Göttin, Gottesmutter, Gottesgebärerin, Himmelskönigin, Gnadenmutter und Jungfrau Maria nicht aufhalten. Sie war enorm wichtig, um den Menschen den (damals) neuen christlichen Glauben näher zu bringen.</p>
<p>Also mussten sich die christlichen Patriarchen über Jahrhunderte mit dem Marienkult herumplagen, das volkstümliche Bedürfnis, eine <strong>Mutterfigur</strong>, eine Göttin zu verehren, war so verankert, dass man sich mit Maria irgendwie arrangieren musste, um die Menschen nicht an ihren ursprünglichen alten Göttinnen-Glauben zu verlieren.</p>
<h2 align="LEFT">Der nicht sehr vertrauensbildene Gott-Vater</h2>
<p align="LEFT">Gott-Vater und seine Stellung im Glauben war ja nicht wirklich dazu angetan, vertrauensbildend zu wirken.<br />
Wer will schon einen, der alles sieht und der mit Strafen droht. <strong>Eifersüchtig, zürnend und strafend</strong> sind halt nicht gerade sympathische Wesenszüge eines Wesens, dem man sich gerne anvertraut.<br />
Im Mittelalter wurde Gottvater, „der Herr“ eher als Verfolger und Maria als Verteidigerin angesehen.<br />
Holzstiche aus dem frühen 16. Jahrhundert zeigen Gott, wie er Pfeile der Pestilenz, des Krieges und des wirtschaftlichen Niedergangs auf die Welt schießt und Maria ihn dabei zurückhält. Gelegentlich wird Maria auch dargestellt, indem sie sich an eine Waage lehnt, um die wenigen guten Taten eines Sünders schwerer als seine Missetaten zu machen und ihn so vor der ewigen Verdammnis zu bewahren, die die ach so barmherzigen Vater-und-Sohn-Götter vorgesehen hätten.<br />
Von Maria glauben die einfachen Menschen seit jeher viel eher als von Christus, dass sie <strong>Mitleid und Sanftmut</strong> besäße, da dies mit dem weiblichen Element der überlieferten Ur-Göttinnen in Verbindung gebracht wurde.</p>
<h2 align="LEFT">Heiligenschein ab dem 6. Jahrhundert</h2>
<p>Immerhin erhielt Maria bereits im 6. Jahrhundert einen <strong>Heiligenschein</strong> und eroberte zunehmen auch in den Kirchen eine zentrale Position. Die größte Anzahl der Kirchen und auch oft der größte Raum innerhalb einer Kirche ist ihr und nicht ihrem Sohn und dessen Vater gewidmet. So sind z.B. die gothischen Kathedralen nicht Gott oder Jesus geweiht, sondern der <strong>„Notre Dame“</strong>. Wer jetzt genau mit dieser Dame gemeint ist, ist ein weiteres interessantes Detail um Maria, der Göttin, die auch als dreifache Göttin gilt (siehe weiter unten).</p>
<p>Was nämlich kaum jemand weiß, ist die Tatsache, dass die großen Notre-Dame-Kathedralen ursprünglich nicht etwa Mutter Maria geweiht waren, sondern der <strong>Maria Magdalena</strong>, der Gefährtin von Christus. So besitzt die Kathedrale von Chartres das berühmte „Magdalena-Fenster“, das die Salbungsszene von Bethanien zeigt. Auch der Heilige Bernard de Clairvaux der Patron der Tempelritter, hatte seinen Orden im Jahre 1129 ausdrücklich auf Maria Magdalena eingeschworen, die er in einem seiner Werke ganz unverblümt „die Braut Christi“ nannte. Für diese Eingeweihten versinnbildlichte Maria Magdalena das weibliche Prinzip der <strong>Weisheit oder Erleuchtung</strong>, weshalb sie im mittelalterlichen Frankreich und Flandern sogar im Volksmund „Notre Dame de Lumière“ (Unsere Frau des Lichts) genannt wurde. Das Licht („Lumière“) symbolisierte nämlich die höchste Weisheit, von GnostikerInnen einst als <a href="https://artedea.net/sophia-alttestamentarische-goettin-der-weisheit/"><strong>Sophia </strong></a>verehrt. Welchem Aspekt der Maria die vielen Notre-Dame-Kathedralen auch immer gelten, sie sind eindrucksvolle Paläste der Himmelskönigin, an die viele KatholikInnen am liebsten ihre Gebete richten.</p>
<h2 align="LEFT">Madonna wäre nicht erfreut, über ihren Sohn gestellt zu werden</h2>
<p>Bis in die Neuzeit schlägt sich vor allem die katholische Kirche damit herum, einerseits Vorteile aus der Gestalt der Maria zu ziehen, andererseits ihre ausdrückliche Vergöttlichung zu vermeiden, was ja auch die <strong>Stellung der Frau</strong> innerhalb der Kirche nachhaltig beeinflussen würde. So maßte sich Papst Johannes XXIII an, die innersten Gedanken Marias zu kennen und verkündete, dass die Madonna nicht erfreut wäre, wenn sie über ihren Sohn gestellt würde.</p>
<p>Es gab jedoch auch Strömungen, die Maria in einem ganz anderen Licht erscheinen lassen:<br />
So nannte der Heilige Ephraim von Syrien (306-373) Maria sogar die Mutter und gleichzeitig Braut oder Gemahlin von Jesus – ganz nach der Art vieler alten Göttinnen, die entweder als Schöpfungsgöttinnen jungfräulich und aus sich selbst oder auf eine andere mystische Weise einen Sohn geboren haben.</p>
<p align="LEFT">Viele von diesen alten Göttinnen hatten selbst oder in einer anderen Gestalt der dreifachen Göttin (z.B. Maria Magdalena) ein Liebesverhältnis mit diesem göttlichen Sohn bzw. erschufen in der Vereinigung mit diesem die Welt. Allen voran <strong><a href="https://artedea.net/isis-inbegriff-des-seins/">Isis</a> </strong>mit ihrem Sohn Horus, aber auch <a href="https://artedea.net/gaia-grose-erdenmutter/"><strong>Gaia </strong></a>mit ihrem Sohn Uranos, <a href="https://artedea.net/rigani/"><strong>Rigani </strong></a>mit Esus (man beachte die interessante namentliche Parallel zu Marias Sohn Jesus), <strong><a href="https://artedea.net/hina/">Hina </a> </strong>und ihr Sohn Maui,<strong> </strong><a href="https://artedea.net/ilmatar-kreative-schopfungskraft/"><strong>Ilmatar</strong> </a>und Väinämöinen, <a href="https://artedea.net/aurora/"><strong>Aurora </strong></a>und Tithonius, <a href="https://artedea.net/eurynome-die-chaos-tanzerin/"><strong>Eurynome </strong></a>und Ophion – um nur einige zu nennen.</p>
<h2 align="LEFT">Maria als <span style="color: #222222;">„</span>Tempeldirne”</h2>
<p align="LEFT">Im Protoevangelium des Jakobus, das vermutlich Mitte des 2. Jahrhunderts entstanden ist und als erstes und ältestes Evangelium gilt, wird über die Geburt Jesu hinaus berichtet und ausführlich von der <strong>Herkunft Marias</strong> erzählt. So soll sie als Hierodule („Tempeldirne“ oder wahrscheinlich Priesterin der Großen Göttin) Gottes Samen empfangen haben, während sie im Tempel einen blutroten Faden zu spinnen begann. Dies erinnert an die <a href="https://artedea.net/moiren/"><strong>Moiren </strong></a>oder „Marien“, die griechischen <strong>Schicksalsgöttinnen</strong>, die den Faden des Schicksals halten, spinnen und abschneiden.<br />
Im entscheidenden Augenblick sei der Engel Gabriel „über Maria“ gekommen (Lukas 1, 28-35), womit in der Bibel eindeutig <strong>Geschlechtsverkehr</strong> gemeint ist.</p>
<h2 align="LEFT">Befruchtung durch das Ohr</h2>
<p>Diese jungfräuliche Geburt, bzw. viel mehr die Zeugung gibt ja immer Anlass zu vielen Rätseln, es ist das große <strong>Mysterium des Christentums</strong>. Damit allerdings nicht außergewöhnlich.<br />
Zu vielen alten Religion gehört ja, dass die Gottheiten möglichst <strong>außergewöhnlich gezeugt</strong> werden bzw. auf die Welt kommen.</p>
<p>Das Christentum tat sich ein wenig mit der Erklärung schwer, wie der göttliche Samen, den es ja zweifelsohne geben musste, in Maria hineingelangt ist.<br />
Daher ist von seltsamen <strong>Befruchtungsvarianten </strong>die Rede. So soll Gottes Samen im Schnabel der heiligen Taube durch eine heilige Lilie gefiltert oder aus Mund Gottes oder auch des Erzengels Gabriels mit einer Art Blasrohr ins Ohr der Maria appliziert worden sein.</p>
<p align="LEFT">Sehr anschaulich zeigt dies eine Darstellung am Nordportal der Marienkapelle zu Würzburg: In diesem <a href="https://www.flickriver.com/photos/hen-magonza/48742680967/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>„Tympanon der Verkündigung”</strong> </a>sieht man sehr schön, wie ein schon recht weit entwickelter Fötus auf einer Art Schlauch bäuchlings rutscht. Am Ohr der Maria verwandelt sich dieser Schlauch dann zum <strong>Heiligen Geist in Taubenform</strong>, und das Kindlein landet – schwuppdiwupp – direkt ins Ohr der Muttergöttin.</p>
<p>Die Ansicht einer<strong> „Ohrenzeugung”</strong> vertrat z.B. Zeno, Bischof von Verona (4. Jhdt.). Das bestätigte auch Papst Benedikt XVI. im letzten Teil seiner „Jesus von Nazareth“-Trilogie, in der er sich zur Jungfrauengeburt äußerte. In der Sprache der Kirchenväter habe Maria „durch ihr Ohr“ empfangen, erklärt Benedikt.<br />
Das macht innerhalb des theologischen Denkens natürlich schon auch Sinn, denn Gott wirkt durch das <strong>Wort</strong>. Und zur Aufnahme desselben eignet sich ein Ohr besonders gut.</p>
<p>So ist im „Salzburger Missale” in einem Thomas Becket zugeschriebenen Marienlied zu hören: <em>„Gaude virgo, mater christi, quae per aurem concepisti”</em> (Freue dich Jungfrau, Mutter Christi, die du mit dem Ohr empfangen hast).</p>
<p>Auf Bildnissen wird Maria oft mit einer Rechtsneigung ihres Kopfes dargestellt, was als markantes Element gedeutet wird, dass sie dem Heiligen Geist ihr Ohr zum Zwecke der Befruchtung hinhält.</p>
<p align="LEFT">Und dass der Heilige Geist den göttlichen Samen durch eine <strong>Lilie</strong> gefiltert in das Ohr von Maria appliziert hat, ist rein theologisch auch nichts Neues. Schon die alte sabinisch-etruskische und römische Muttergöttin <strong><a href="https://artedea.net/juno-umfassende-frauen-gottin/">Juno</a> </strong>soll mit ihrer „heiligen Lilie“ den Gott Mars empfangen haben. Diese dreilappige Lilie – das <strong>universelle Yoni-Zeichen </strong>– gilt daher als Symbol der <strong>parthenogenetischen Kraft </strong>und dieses Mysterium wurde offenbar für die christliche Jungfrau Maria übernommen.</p>
<h2 align="LEFT">Das Mysterium der Geburt</h2>
<p>Soviel zur Zeugung. Auch um die <strong>Niederkunft</strong> der Maria ranken sich natürlich viele fromme Mythen, die zumindest historisch nicht haltbar sind. Die von Lukas berichtete große <strong>Volkszählung</strong>, die Maria und Joseph durch Betlehem führte, ist außer bei Lukas nirgendwo erwähnt. Dieses Großereignis hätte in der durchaus vollständigen römischen Geschichtsschreibung, die uns sehr viel unwichtigere Details überliefert, wohl seinen Niederschlag gefunden. Volkszählung heißt ja auch, dass man die Leute dort zählt, wo sie wohnen und nicht irgendwo anders.</p>
<p>Und wenn es eine solche Volkszählung tatsächlich gegeben hätte: Wäre diese mitten im Winter angeordnet worden? Sicherlich nicht. Auch in der Nähe von Jerusalem können im <strong>Winter</strong> die Temperaturen unter den Gefrierpunkt fallen. Die Menschen hätten also auf matschigen Straßen bei kaltem, stürmischen und regnerischen Wetter von weit her nach Jerusalem wandern müssen.<br />
Kein vernünftiger römischer Beamter hätte also eine Volkszählung für den Winter anberaumt. Für eine Agrargesellschaft, wie die von Judäa vor 2000 Jahren, wäre eine Volkszählung im Herbst, als die Ernte sicher eingeholt worden war, sehr viel sinnvoller gewesen.</p>
<p>Jedoch ist ja auch der Geburtszeitpunkt genau zur <strong>Wintersonnenwende </strong>willkürlich gewählt.<br />
Vers 8 des Lukasevangeliums sagt uns: <em>„Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde.“</em><br />
Aufzeichnungen zufolge weideten Hirten  ihre Herden auf dem offenen Feld von April bis Oktober. Ende Dezember ist es selbst in dieser Gegend für Mensch und Tier in der Nacht auf dem Felde zu kalt und die Tiere befinden sich in ihren Unterkünften. Die Wintersonnenwende galt schon in den alten Religionen als die <strong>Geburt des neuen Lichts</strong> und damit der Hoffnung für die Welt. Dementsprechend wurde dies gefeiert und gewürdigt. Daher musste die Geburt des neuen Heilands auf diesen Termin angesetzt werden, um die Menschen von ihren alten Ritualen hin auf den neuen Glauben zu führen und ihnen ein entsprechend würdiges Ereignis liefern, das eine große Feier rechtfertigt.</p>
<p>Warum war es aber so wichtig, dass Marias Sohn in <strong>Betlehem </strong>geboren wird? Im 8. Jahrhundert vor Christus sagte der Prophet Micha die Geburt des Messias voraus (Micha 5,2). Der neue Herrscher würde in Bethlehem geboren werden. Also entweder begab sich Maria bewusst an diesen prophezeiten Geburtsort. Oder aber sind Aufenthalt und Geburt in Bethlehem nachträglich konstruiert worden, um die<strong> alte Prophezeiung</strong> erfüllen zu können und außerdem eine Beziehung zum (ebenfalls) in Bethlehem geborenen König David herzustellen. Im übrigen ist in den Evangelien von Markus und Johannes von Nazareth als Geburtsort die Rede.</p>
<p>Und auch was den<strong> Stern und die Heiligen Drei Könige</strong> angeht, bewegen wir uns in dubiosen Gefilden: Astronomisch ist es bis heute nicht gelungen, in den Jahren um Christi Geburt irgendein Himmelsphänomen auszumachen, das ohne Fernglas sichtbar gewesen sein könnte. In der Bibel steht auch an keiner Stelle etwas von den Heiligen Drei Königen – weder heilig, noch drei, noch König. Schon gar nicht sind die drei Herren namentlich erwähnt. Es ist lediglich die Rede davon, dass „Sterndeuter (Magier) aus dem Osten” gekommen seien (Mt 2, 1-12).</p>
<p align="LEFT">Das <strong>K + M + B</strong> könnte aber durchaus auf die drei <a href="https://artedea.net/bethen-die-heiligen-drei-madln/"><strong>Bethen</strong></a>, alte Muttergöttinnen zurückzuführen sein, die nach einer Geburt sicher hilfreicher der jungen Mutter in <strong>Beth-lehem (!)</strong> zur Seite gestanden hätten, als drei Könige, die mit Weihrauch, Gold und Myrrhe in der Gegend herumstehen. (Mehr zu den spannenden Spuren und Indizien, die von den <strong><a href="https://artedea.net/bethen-die-heiligen-drei-madln/">Bethen</a> </strong>über die <em>„</em>Heiligen Drei Madln” hin zu den Heiligen Drei Königen führen können bei <strong><a href="https://artedea.net/bethen-die-heiligen-drei-madln/">Bethen</a> </strong>nachgelesen werden).</p>
<h2 align="LEFT">Mächtige mütterliche Maria</h2>
<p align="LEFT">Interessant bei der vielschichtigen Geschichte der Maria ist, dass sie immer das <strong>ambivalente Verhältnis</strong> der Männer Frauen gegenüber widerspiegelt. Bei Frauen weiß „Mann“ ja nie so recht woran er ist. Daher gibt es eigentlich nur zwei Möglichkeiten, mit ihnen umzugehen und sie sich vom Leibe zu halten: Entweder man macht sie klein und verunglimpft sie oder sie werden idealisiert und in den Himmel gehoben.</p>
<p align="LEFT">Auch dieses Bestehen auf die <strong>ewige Jungfräulichlichkeit</strong>, obwohl in der Bibel eindeutig von Brüdern und Schwestern Jesu die Rede ist, sollte offenbar dazu beitragen, Maria möglichst klein und mädchenhaft und ja nicht mütterlich erscheinen zu lassen. Maria in ihrem mütterlichen Aspekt wäre zu mächtig und käme auch den alten Muttergöttinnen zu nahe. Allerdings wurde dabei nicht bedacht, dass die klassischen „jungfräulichen Göttinnen“ wie <a href="https://artedea.net/artemis/"><strong>Artemis</strong></a>, <a href="https://artedea.net/atargatis/"><strong>Atargatis</strong></a>, <a href="https://artedea.net/athena/"><strong>Athena</strong></a>, <a href="https://artedea.net/al-uzza/"><strong>Al-Uzza</strong></a> oder <a href="https://artedea.net/hestia/"><strong>Hestia</strong> </a>immer in höchstem Maße selbstbestimmt waren und nicht an Männer gebunden sind.</p>
<p align="LEFT">Interessant sind in diesem Zusammenhang auch die zahlreichen <strong>Pietàs</strong>, bei denen Maria als<strong> Mater Dolorosa</strong>, der Leidens- oder Schmerzensmutter mit dem Leichnam des vom Kreuz abgenommenen Jesus Christus dargestellt wird. Sie wirkt hier immer ganz und gar nicht wie die Mutter eines 33-jährigen Mannes sondern wie eine höchstens 20-jährige. Aber möglicherweise ist hier ja auch gar nicht Maria, die Mutter Jesu dargestellt. Denn vermutlich ist Maria auch eine dreifache Göttin. Die <strong>„drei Marien“</strong>, die bei der Kreuzigung Jesus anwesend waren, lassen darauf schließen.<br />
Historisch überliefert waren das wahrscheinlich Maria Magdalena, Maria, die Mutter von Jesus und Maria, die Mutter des Jakobus bzw. Maria, die Frau des Salomas.</p>
<h2 align="LEFT">Vater-Mutter-Kind-Konstellation</h2>
<p align="LEFT">Östliche Kirchen haben sogar einige Jahrhunderte die alte Vater-Mutter-Kind-Konstellation gelten lassen und damit auf alte Göttinnen- und Götter-Mythen verwiesen (Osiris-<strong><a href="https://artedea.net/isis-inbegriff-des-seins/">Isis</a></strong>-Horus, Zeus-<a href="https://artedea.net/rheia/"><strong>Rheia</strong></a>-Zagreus, Apollo-<a href="https://artedea.net/artemis/"><strong>Artemis</strong></a>-Herakles).</p>
<p align="LEFT">Maria beinhaltet also alles, was das <strong>weibliche Prinzip der Gläubigkeit </strong>ausdrückt. Sie erscheint sozusagen als Wiedergeburt aller „Großen Göttinnen“.<br />
Zu der viel glaubhafteren <strong>Barmherzigkeit </strong>der Gottesmutter kam auch hinzu, dass die Menschen eine Figur brauchten, die für <strong>Fruchtbarkeit</strong> zuständig war (und wer könnte das besser sein, als eine, die auf unerklärliche Weise ein Kind bekommt), für die man Kuchen backen konnte, die man auf Umzügen und Prozessionen lieblich schmücken und vor allem der Frauen ihre intimsten Wünsche, die kein Mann (nicht einmal ein Gott) hören darf, anvertrauen können.</p>
<h2 align="LEFT">Sichtbarer Hintergrund der alten Göttinnen</h2>
<p align="LEFT">Und natürlich wurden in der <strong>sakralen Infrastruktur </strong>unzählige <strong>Kultstätten </strong>und Wallfahrtsziele sowie viele <strong>Rituale </strong>und Zeremonien zu Ehren der alten Göttinnen von Maria besetzt. Nicht von ihr persönlich natürlich, den es ist anzunehmen, dass sie so schwesterlich war und nicht einer ihrer Vorfahrinnen etwas weggenommen hätte, sondern von jenen, die sie für ihre PR-Maschinerie missbrauchten.</p>
<p>Bei näherem Hinsehen wird allüberall – von der Groß-Wallfahrt <a href="https://www.mariazell.at/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mariazell </a>bis zum kleinsten Frauen-Bründl, vom Großen (15. Aug.) und Kleinen Frauen-Tag (8. Sept.) vom Frautragen bis zur Maiandacht – der Hintergrund der alten Göttinnen sichtbar.</p>
<p>So wurde aus dem keltischen Imbolc zu Ehren der Göttin <strong><a href="https://artedea.net/brigid/">Brigid</a> </strong>das Fest Maria Lichtmess.<br />
Auf <strong>Walpurgis</strong>, dem Fruchtbarkeitsfest zur Ehren der keltisch und germanischen <strong><a href="https://artedea.net/walburg-fruchtbare-fruhlingskraft/">Maienkönigin </a></strong>in der Nacht zum 1. Mai, setzten sich zuerst die Katholiken mit allerlei Marienbrauchtümer und schließlich auch noch die Kommunisten und Sozialisten.<br />
Die meisten <strong>Mysterienkulte </strong>feierten die Geburt des göttlichen Kindes zur <strong>Wintersonnenwende</strong>, in der das Licht von der Großen Göttin neu geboren wurde.<br />
Bräuche wie Weihnachtsbäume, Geschenke, Kerzen, Mistelzweige, Stechpalmensträucher, Lieder, Feiern und Prozessionen sind allesamt „<strong>heidnisch”</strong> und stammen aus der Verehrung der <strong>Göttin als Mutter des Göttlichen Kindes.</strong> So entwickelten sich z.B. die Weihnachtsbäume aus den „pinea silva”, Pinienhainen, die bei den Tempeln der Göttin lagen.</p>
<h2 align="LEFT">Kirchen auf alten Kultstätten</h2>
<p align="LEFT">Viele Kirchen in ganz Europa und auch in anderen Kulturkreisen wurden ganz bewusst auf<strong> Kultstätten der alten Göttinnen</strong> errichtet. So kann man in Italien fast davon ausgehen, dass jeder Platz einer alte Kirche früher ein Heiligtum der <strong><a href="https://artedea.net/juno-umfassende-frauen-gottin/">Juno,</a></strong> <strong><a href="https://artedea.net/isis-inbegriff-des-seins/">Isis</a></strong>, <a href="https://artedea.net/minerva/"><strong>Minerva</strong></a>, <a href="https://artedea.net/diana/"><strong>Diana </strong></a>oder <a href="https://artedea.net/hekate/"><strong>Hekate </strong></a>war.<br />
Die einzige gotische Kirche Roms, die Basilika „<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Santa_Maria_sopra_Minerva_(Rom)" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Santa Maria sopra Minerva</a>“ wurde über der Ruine eines früheren römischen  <a href="https://artedea.net/minerva/"><strong>Minerva</strong></a>-Tempels errichtet. Hier war man zumindest ehrlich genug und hat die alte, zugrunde liegende Göttin auch erwähnt.<br />
In Philae wurde im 6. Jahrhundert der große <strong><a href="https://artedea.net/isis-inbegriff-des-seins/">Isis</a></strong>-Tempel der Maria geweiht.<br />
Auf Zypern wurden die Heiligtümer der <a href="https://artedea.net/aphrodite-d1/"><strong>Aphrodite </strong></a>zu Marien-Wallfahrtsorten. Die ZypriotInnen wenden sich an Maria im Übrigen weiterhin ungeniert unter den Namen <a href="https://artedea.net/aphrodite-d1/"><strong>Aphrodite</strong></a>. Frauen sind ja flexibel und die große Göttin hört wahrscheinlich auf jeden Namen, wenn sie um etwas gebeten wird, wenn sich Menschen mit einem dringenden Anliegen an sie wenden.</p>
<h2 align="LEFT">Hilfreiche Personalunion der alten Ahninnen unter dem Sternenmantel</h2>
<p align="LEFT">Ist Maria nun als Göttin zu werten oder ist sie nur eine Konstruktion christlicher Kirchenväter? Gleichgültig!<br />
Sie breitet ihren <strong>Sternenmantel </strong>aus und beherbergt (um nicht zu sagen – versteckt) viele ihrer alten Ahninnen darunter.</p>
<p align="LEFT">Sehr ähnlich verhält es sich im übrigen auch mit ihrer islamisch-arabischen „Schwester-Göttin” <a href="https://artedea.net/fatima-universelle-schutzgottin/"><strong>Fatima</strong></a>, die als arabische <strong>Mond- und Schöpfungsgöttin</strong> vom Islam vereinnahmt wurde und mit ihrer mütterlichen Göttinnen-Kraft lebendig ist wie eh und je. Maria und <strong><a href="https://artedea.net/fatima-universelle-schutzgottin/">Fatima</a> </strong>halten sozusagen die Stellung.</p>
<p>Und dabei ist es eigentlich einerlei, ob es sich nun um die biblische Maria der Kirche, die islamische <strong><a href="https://artedea.net/fatima-universelle-schutzgottin/">Fatima</a> </strong>oder um die Göttin des Volkes und vor allem der Frauen handelt, die sehr individuell mit den jeweiligen Göttinnen der Region in Verbindung stehen.</p>
<p>Wie oft wurde schon das<strong> „Maria hilf“ </strong>ausgerufen. Und Marienkraft wirkt nachweislich Wunder, wie könnte es auch anders sein, wenn die <strong>vereinigten Großen Göttinnen </strong>durch sie wirken.<br />
Warum also nicht mit ihr, dem jungfräulichen Mädchen, der Muttergöttin, der Himmelskönigin in Verbindung treten?<br />
Und nichts geht einfacher als das: Hat sie doch überall Altäre, an denen man – ganz ohne komisch angeschaut zu werden – innehalten und ein persönliches Ritual mit der großen Muttergöttin machen kann. Maria hilft!</p>
<p><strong><em>auch: Mirjam, Mariken, Mariam, Maruschka, Madonna, Heilige Jungfrau, Muttergottes</em></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Tanit &#8211; Höchste Göttin Karthagos, Göttin der Liebe und Fruchtbarkeit und Gebieterin des Mondes</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Nov 2012 20:27:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erde]]></category>
		<category><![CDATA[Fruchtbarkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ihr Einflussbereich und ihre Zuständigkeiten sind vielfältig: Tanit ist sowohl die Königin des Himmels und Gebieterin aller lichten Wesen, wie auch die Mutter Erde und Göttin der Natur. Die fröhliche Muttergöttin &#160; Tanit wird oft als die karthagoesche Version der phönizischen Göttin Astarte angesehen. Sie hat im Laufe der Zeit auch verschiedene Elemente fremder Muttergöttinnen &#8211; Aphrodite, Isis, Hathor, Artemis und Juno aufgenommen, wodurch ... <a title="Tanit &#8211; Höchste Göttin Karthagos, Göttin der Liebe und Fruchtbarkeit und Gebieterin des Mondes" class="read-more" href="https://artedea.net/tanit-frohliche-muttergottin/" aria-label="Mehr Informationen über Tanit &#8211; Höchste Göttin Karthagos, Göttin der Liebe und Fruchtbarkeit und Gebieterin des Mondes">Weiterlesen ...</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://artedea.net/tanit-frohliche-muttergottin/">Tanit &#8211; Höchste Göttin Karthagos, Göttin der Liebe und Fruchtbarkeit und Gebieterin des Mondes</a> erschien zuerst auf <a href="https://artedea.net">artedea</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ihr Einflussbereich und ihre Zuständigkeiten sind vielfältig: Tanit ist sowohl die Königin des Himmels und Gebieterin aller lichten Wesen, wie auch die Mutter Erde und Göttin der Natur.</p>
<h2 style="text-align: center;"><strong>Die fröhliche Muttergöttin</strong></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-17111 aligncenter" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2012/11/tanit-800x1090.jpg" alt="" width="366" height="498" srcset="https://artedea.net/wp-content/uploads/2012/11/tanit-800x1090.jpg 800w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2012/11/tanit-1024x1396.jpg 1024w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2012/11/tanit-400x545.jpg 400w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2012/11/tanit-768x1047.jpg 768w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2012/11/tanit-1127x1536.jpg 1127w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2012/11/tanit-1503x2048.jpg 1503w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2012/11/tanit-scaled.jpg 1878w" sizes="auto, (max-width: 366px) 100vw, 366px" /></p>
<p>Tanit wird oft als die karthagoesche Version der <a title="Phönizier" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ph%C3%B6nizier" target="_blank" rel="noopener">phönizischen</a> Göttin <a title="https://artedea.net/astarte/" href="https://artedea.net/astarte/">Astarte </a>angesehen.<br />
Sie hat im Laufe der Zeit auch verschiedene Elemente fremder Muttergöttinnen &#8211; <a title="Aphrodite" href="https://artedea.net/aphrodite/">Aphrodite</a>, <a title="Isis" href="https://artedea.net/isis-inbegriff-des-seins/">Isis</a>, <a title="Hathor" href="https://artedea.net/hathor/">Hathor</a>, <a title="artemis" href="https://artedea.net/artemis/">Artemis </a>und <a title="juno" href="https://artedea.net/juno-umfassende-frauen-gottin/">Juno </a>aufgenommen, wodurch sie zu einer universalen Muttergöttin wurde.</p>
<p>Aus ihr ist wiederum die Göttin <a title="fatima" href="https://artedea.net/fatima-universelle-schutzgottin/">Fatima </a>hervorgegangen.</p>
<h2>Universale Muttergöttin mit vielfältigen Zuständigkeiten</h2>
<p>Ihr Einflussbereich und ihre Zuständigkeiten sind daher vielfältig: Sie ist sowohl die Königin des <strong>Himmels</strong> und Gebieterin aller lichten Wesen, wie auch die <strong>Mutter Erde</strong> und <strong>Göttin der Natur</strong>.</p>
<p>Darüber hinaus hat Tanit auch Aspekte einer <strong>Meeresgöttin</strong>.</p><div id="arted-3391726161" class="arted-lammas-2024 arted-entity-placement" style="margin-top: 7px;margin-bottom: 7px;"><a href="https://artedea-shop.net/epages/51e23038-7656-4e03-84cb-d986f24a6aef.sf/de_DE/?ObjectID=1782458" aria-label="heilwurz"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz.jpg" alt=""  srcset="https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz.jpg 800w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz-400x100.jpg 400w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2026/08/heilwurz-768x192.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" width="800" height="200"   /></a></div>
<p>Eine ihrer Bezeichnungen ist „Caelistis&#8220; (&#8222;die Himmlische&#8220;). Ihr silbernes Licht als <strong>Mondgöttin</strong> bringt der Erde zusätzliche <strong>Kraft und Segen</strong> &#8211; besonders, wenn sie als voller Mond der Erde und ihren BewohnerInnen ganz zugeneigt ist.</p>
<p>Als <strong>Fruchtbarkeits- und Erdgöttin</strong> wird sie auch mit dem Jahreskreis in Verbindung gebracht: Im Herbst und zu Dürrezeiten zerstört sie und kehrt im Frühling als aufbauende Muttergöttin auf die Erde zurück, um sich mit dem Himmelsgott Baal zu verbinden.</p>
<p>Als Folge der <strong>Heiligen Hochzeit</strong> sprießt das frische Grün und alle &#8211; Menschen wie Tiere &#8211; haben nur Paarung im Sinn. Als Freude über das Wunder der neu erwachten Natur soll Tanit mit <strong>orgiastischen Riten</strong> gefeiert worden sein.</p><div id="arted-2873369693" class="arted-raeucher-ebook arted-entity-placement" style="margin-top: 7px;margin-bottom: 6px;"><a href="https://artedea-shop.net/epages/51e23038-7656-4e03-84cb-d986f24a6aef.sf/de_DE/?ObjectID=5384235" aria-label="xr:d:DACXjiUAi3Y:766,j:1513608975030691014,t:23081215"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023.jpg" alt=""  srcset="https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023.jpg 850w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-800x226.jpg 800w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-400x113.jpg 400w, https://artedea.net/wp-content/uploads/2024/08/Frauendreissigst-2023-768x217.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" width="850" height="240"   /></a></div>
<p>Auch die sogenannte Tempelprostitution (Priesterinnen, die ihre Sexualität und damit Fruchtbarkeit als Dienst an der Göttin verstehen und leben) gehört zu ihrem Kult.</p>
<h2>Besonderer Friedhof für Kinder</h2>
<p>Tanit sagt man auch nach, dass ihr die erstgeborenen Kinder als Feueropfer dargebracht werden mussten. Nach neueren Erkenntnissen soll dies jedoch ein Gerücht gewesen sein, welches im Zuge der <a title="Punische_Kriege" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Punische_Kriege" target="_blank" rel="noopener">Punischen Kriege</a> vom Römischen Reich als Kriegspropaganda gegen Karthogo eingesetzt wurde.</p>
<p>Unter Steinstelen fanden sich tatsächlich Urnen mit verkohlten Knochen, die unzweifelhaft von Kindern stammen. Der Archäologe Fethi Chelbi vertritt jedoch die Ansicht, dass es hier um einen ganz besonderen Friedhof für Kinder handelt. Die Analyse der Asche aus den Urnen ergab nämlich, dass sie hauptsächlich von Föten und Totgeburten stammte.</p>
<p>Es herrschte damals eine hohe Kindersterblichkeit – dennoch sind Kindergräber auf den Friedhöfen Karthagos sehr selten. Wahrscheinlich wurden auf diese Weise die verstorbenen Kinder an die große Muttergöttin Tanit zurück gegeben.</p>
<h2>Mit 70 Kindern Mutter aller Gottheiten</h2>
<p>Mit Baal Hammon feierte Tanit möglicherweise nicht nur alljährlich die Heilige Hochzeit. In einigen Sagen wird sie als dessen Gattin bzw. dessen weibliche Ausprägung „BA&#8217;ALAT&#8220; bezeichnet, weshalb einer ihrer Titel<strong> „Gesicht des Baal&#8220;</strong> ist. Das „LAT&#8220; in der Bezeichnung „BA&#8217;ALAT&#8220; weist auf ihren<strong> nährenden Aspekt</strong> hin.</p>
<p>Noch heute ist die Sprachwurzel „lat&#8220; in manchen Sprachen in dem Wort für (Mutter-)Milch vorhanden (vgl. dazu auch <a title="Al-Lat" href="https://artedea.net/al-lat/">Al-Lat</a>).</p>
<p>Es wurden viele Tanit-Statuetten gefunden, die die <strong>nackte Göttin</strong> zeigen, wie sie mit ihren Händen ihre Brüste quetscht bzw. darbietet &#8211; eine alte <strong>Fruchtbarkeits- bzw. nährende Geste.</strong> Als Spenderin der Fruchtbarkeit hat Tanit auch den Namen „Nutrix&#8220; (= Amme, Ernährerin). Jedenfalls soll Tanit mit Baal Hammon 70 Kinder haben und wird daher als Mutter aller Gottheiten angesehen.</p>
<h2>Dreieck mit waagerechtem Balken und Scheibe</h2>
<p>Bemerkenswert ist ihr <a title="Tanit-Symbol" href="http://en.wikipedia.org/wiki/File:Tanit-Symbol.svg" target="_blank" rel="noopener"><strong>Symbol</strong></a>: Es stellt ein Dreieck mit einem waagerechtem Balken darüber dar, auf dem eine runde Scheibe liegt (die Spitze des Dreiecks ist oben). Also eine sehr einfache Darstellung einer Frau.</p>
<p>Dies wird oft auch mit dem ägyptischen <a title="ankh" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Anch" target="_blank" rel="noopener">Ankh</a>-Zeicheon verglichen. Häufig zu finden ist über diesem Zeichen auch die <strong>Mondsichel</strong>, in der wie in einer Schale der Vollmnd liegt. Der <strong>Querbalken</strong> wird einerseits als <strong>offene oder segnende Arme</strong> angesehen. Andererseits auch als Horizont gedeutet – der Körper der Göttin ist unterhalb (in der Erde), ihr Kopf oberhalb.</p>
<p>Das <a title="Tanit-Symbol" href="http://en.wikipedia.org/wiki/File:Tanit-Symbol.svg" target="_blank" rel="noopener">Tanit-Zeichen</a> wurde auch ornamental oder als <strong>Amulett</strong> verwendet, und es findet sich später sogar auf römischen Standarten und Amuletten wieder („Lunulae&#8220;, Mondchen).</p>
<p>Tanit wird manchmal auch als <strong>geflügelte Göttin</strong> mit dem Tierkreis um ihren Kopf herum und der Sonne in einer sowie dem Mond in der anderen Hand dargestellt.</p>
<h2>Stab mit wellenförmigen Linien</h2>
<p>Ihr Name geht möglicherweise auf eine alte <strong>Schlangengöttin</strong> zurück und wird auch mit der ägytischen Tanetu &#8211; einer Form der <a title="hathor" href="https://artedea.net/hathor/">Hathor </a>als Göttin des Lichts – in Verbindung gebracht. Tanit wird manchmal auch mit einem „Caduceus&#8220;, einem Stab, um den sich wellenförmigen Linien (Schlangen) winden, dargestellt.</p>
<p>Dieses <strong>uralte Symbol der Heilung</strong> findet sich (wenn auch mit anderer Auslegung) im Alten Testament wieder &#8211; als <strong>Baum der Erkenntnis</strong>, um den sich eine Schlange windet. Tanits heiliger Baum ist die Palme, der Lebensbaum in den Wüstengebieten. Weitere Symbole von Tanit sind Granatapfel, Feige, Ähre und die Taube.</p>
<h2>Tanit-Kult auf Ibiza</h2>
<p>Nachgewiesen wurde ihre Verehrung auch auf <a title="Malta" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Malta" target="_blank" rel="noopener">Malta</a>. Besonders lang hielt sich der Tanit-Kult allerdings auf der <a title="Balearische_Inseln" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Balearische_Inseln" target="_blank" rel="noopener">Balearen-Insel</a> <a title="Ibiza" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ibiza" target="_blank" rel="noopener">Ibiza</a>, wo die Göttin noch lange nach der Christianisierung der Inselbevölkerung im 2. Jahrhundert n.u.Z. verehrt wurde. Auf Ibiza sind mehrere Kultstätten ausgegraben worden. Die bekannteste alte Tanit-Kultstätte ist die <a title="Es_Culleram" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Es_Culleram" target="_blank" rel="noopener">Höhle Es Culleram</a> bei <a title="Sant_Vincent_de_sa_Cala" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sant_Vincent_de_sa_Cala" target="_blank" rel="noopener">Sant Joan de Labritja</a>.</p>
<p>Im Jahr 1907 wurden bei Ausgrabungen rund 600 Terrakottafiguren (vermutlich Votivbilder) gefunden, dazu rund tausend Köpfe von Figuren und Tonscherben.</p>
<h2>Weibliche Figuren in Glockenform</h2>
<p>Besonders hervorzuheben sind mehrere <strong>weibliche Figuren in Glockenform</strong>, bemalt mit diversen Symbolen. Bei einigen von ihnen ist das Gesicht mit einer feinen Goldschicht überzogen. 1929 wurde eine Bronzetafel gefunden, auf der die Namen Astraté und Tania erwähnt werden.</p>
<p>Der Insel Ibiza vorgelagert findet man das geheimnisvolle Felsen-Eiland <a title="Es Vedrà" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Es_Vedr%C3%A0" target="_blank" rel="noopener">Es Vedra</a>. Eine kleine, spitz aus dem Meer ragende Insel, ohne Pflanzen, dafür aber übersät mit unzähligen kleinen Höhlen.</p>
<p>Besonders in diesen finden sich auch heute noch unzählige Bilder der Göttin Tanit. Sie wird nach wie vor von Einheimischen als Schutzgöttin von Ibiza verehrt und es werden ihr immer noch Licht und Weihegaben in Form von Blumen dargebracht. Ihr vitaler Einfluss über die Insel Ibiza schlägt sich heute auch in Namen von Hotels, Lokalen, Drinks etc. nieder.</p>
<p>Die Bevölkerung erzählt über die <strong>magische und mysteriöse</strong> Tanit, dass sie <strong>Fröhlichkeit</strong> bringt und immer dann hilft, wenn die Sorgen und Probleme Überhand nehmen.</p>
<p><strong><em>auch: Tanith, Tent (phönizisch bzw. punitisch), Tanis (griechisch)</em></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
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